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09.08.2017, 22:20

Robyn:

Ich ging sehr spät schlafen und am nächsten Tag wurde ich kurz nach 10:00 Uhr wach. Einige Augenblick blieb ich im Bett liegen und betrachtete den feuchten Fleck direkt über mir. Zum Glück würde ich nicht lange hier bleiben, schoss es mir durch den Kopf und ich schwang meine Beine vom Bett.
Im Badezimmer machte ich mich fertig, schminkte mich, wie jeden Morgen und das wichtigste, ich schmierte den roten Lippenstift auf meine Lippen. Diese Farbe gefiel mir. Sie war so kräftig, so stark, so selbstsicher, also so gar nicht wie ich. Doch wenn ich meine Lippen in dieser Farbe im Spiegel betrachtete, wurde ich von dieser Selbstsicherheit und Stärke angesteckt und aus diesem Grund machte ich es jeden Morgen.
Ich sagte doch, ich bin verrückt. Ich ließ mich von einem Lippenstift beeinflussen.
Ich kämmte mein Haar und zog mir ein T-Shirt und eine Jeans an. Dann schlüpfte ich in meine Flipflops und verließ die Wohnung, um einige Lebensmittel zu kaufen, denn der Kühlschrank in der neuen Wohnung war leer.
***Urlaub**** 8)

22

09.08.2017, 22:47

Als ich die Treppe hinunter lief, kam aus der Wohnung unter mir jemand heraus. Ich grüßte mit einem freundlichen Guten Morgen und nahm zunächst gar nicht wahr, wer sie war. Als ich es realisierte, überlegte ich kurz, ob ich mit ihr sprechen sollte, ließ es dann aber lieber. Nicht, dass sie wieder ausflippte.
Mein Auto hatte ich direkt vor der Tür geparkt und ich stieg ein. Dann beugte ich mich zum Navi und gab die Adresse ein, zu der ich musste. Die Fahrt würde zum Glück nicht lange dauern, deshalb war ich ja auch hergezogen. Was mich nur verwunderte, war, dass dieses elende Viertel hier anscheinend direkt an ein sehr vornehmendes grenzte. War aber nicht mein Problem-
Jeder Mensch braucht Träume. Das hält uns davon ab stehenzubleiben.

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09.08.2017, 22:59

Robyn:

Als ich die Tür hinter mir absperren wollte, blieb der Schlüssel im Schloss stecken. Jemand begrüßte mich und da ich nicht unhöflich sein wollte, murmelte ich ebenfalls eine Begrüßung, ohne dabei jedoch aufzusehen. Ich wollte höflich sein, aber ich wollte trotzdem keinen engen Kontakt zu meinen Nachbarn, denn ich wusste nicht, wie lange ich hier bleiben würde.
Es dauerte um die fünf Minuten bis ich den Schlüssel in meiner Tasche verstaute und die Treppe zum Ausgang runterlief.
Ich trat in die morgentliche Sonne raus und schloss kurz die Augen.
Heute war ich ein anderer Mensch mit einer neuen Wohnung und einem Neuanfang.
***Urlaub**** 8)

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09.08.2017, 23:06

Schließlich machte ich mich auf den Weg und drehte dabei das Radio laut. Gerade kamen Nachrichten, aber der Empfang war so schlecht, dass ich nur die Hälfte verstand.
"...Leiche...See...nicht...ertrunken..."
Das klang nicht gut. Gar nicht gut. Ich nahm mir vor, später noch einmal das Internet zu durchsuchen, was da denn los war.
Der Verkehr war ätzend. So ätzend. Es dauerte doch länger, als ich eingeplant hatte und als mein Navi sagte.
Jeder Mensch braucht Träume. Das hält uns davon ab stehenzubleiben.

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09.08.2017, 23:14

Robyn:

Es dauerte nicht lange bis ich einen kleinen Tante-Emma-Laden fand. Ich ging rein und die an einer Hand abzuzählenden Kunden sahen auf. Ich lächelte verunsichert und nahm einen Einkaufskorb.
Ich streifte durch die Gänge und ab und an landete ein Produkt in dem Korb. Auch wenn ich nicht auf Preise achten musste, tat ich es und beugte mich jedes Mal, um aus dem untersten Regal etwas zu holen, denn dort standen bekanntermaßen die günstigeren Produkte.
Schon bald hatte ich Eier, Brot, etwas Aufschnitt und einige Packungen Sneakers in meinem Korb. Ohne Sneakers konnte ich einfach keinen Tag anfangen. Auch jetzt fühlte ich mich nervös, weil ich heute noch nicht davon gegessen hatte.
***Urlaub**** 8)

26

09.08.2017, 23:17

Ich wurde in ein großes Zimemr geführt und bekam einige Anweisungen, die ich nickend zur Kenntnis nahm. Es war nicht nötig, dass ich mich vorstellte und es war nicht nötig, dass sie sich vorstellten. Die Fronten waren geklärt und ich konnte schnell wieder nach Hause fahren. Dort musste ich mich erstmal an den Computer setzen, um ein wenig Recherche zu betreiben.
Jeder Mensch braucht Träume. Das hält uns davon ab stehenzubleiben.

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10.08.2017, 21:53

Robyn:

An der Kasse betrachtete mich der Kassierer argwöhnisch, doch es war mir egal. Anscheinend war mal in diesem Laden Neukunden gegenüber skeptisch, wie in einem Dorf, wo Neuzugänge immer Ärger bedeuteten. Allerdings wollte ich nur die Packung Schokoriegel, die ich sofort aufriss, kaum war ich aus dem Laden raus.
Die Schokolade breitete sich in einem Mund aus und ich musste mich zusammenreißen, um nicht laut aufzustöhnen. Schon als Kind tröstete mich der Geschmack, wie auch jetzt.
Auf dem Weg zu meiner neuen Wohnung hatte ich bereits drei Riegel aufgegessen und fühlte mich wieder gut. Mein neues Leben hatte begonnen nach dem gleichen Vorgehen, wie bereits öfters zuvor.
***Urlaub**** 8)

28

10.08.2017, 21:55

Als ich auf den Parkplatz vor dem Haus hielt, war da wieder das Mädchen, die munter Schokolade futterte. Ich stieg aus und überlegte kurz, sprach sie dann aber an.
"Sieht so aus, als wären wir Nachbarn", sagte ich nur beiläufig und hielt ihr die Tür auf.
Jeder Mensch braucht Träume. Das hält uns davon ab stehenzubleiben.

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11.08.2017, 11:44

Robyn:

Die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel, ich hatte mein Selbstsicherheit wieder und ich ass gerade Schokolade. Doch im nächsten Augenblick spielte das alles keine Rolle mehr, nun spürte ich wieder seine Hand auf meinem Arm und hatte das Bedürfnis mir diese Stelle zu schruben bis dieses Gefühl der Angst verblast war. Ich sah ihn an und meine Augen wurden groß.
Atme. Atme. Atme.
Ich schnappte nach Luft und blieb wie angewurzelt stehen, als ich ihn für mich die Tür aufhalten sah. Was sollte ich jetzt machen? Sollte ich weglaufen? Dann würde er mich für verrückt erklären, aber sicherlich dachte er das bereits über mich, nach meiner Reaktion von gestern an dem Schuhgeschäft.
Aber solange er mich nicht anfasste, würde nichts geschehen, weder mir noch ihm. Ich schluckte.
"Sieht wohl so aus." - bemerkte ich nur vorsichtig und zwang mich an ihm vorbei, so viel Abstand haltend wie es nur möglich war.
***Urlaub**** 8)

30

11.08.2017, 20:06

"Hör mal, ich tu dir echt nichts. Es tut mir leid, dass ich dich gestern einfach angefasst habe. Du hast mich einfach in einem schlechten Moment erwischt."
Ich schloß die Tür hinter mir und ihr, als wir beide im Flur standen.
"Wünsche dir noch einen schönen Abend", sagte ich dann noch und lief die Treppe hinauf. Wollte sie ja nicht länger nerven als nötig und wie gesagt, ich musste recherchieren.
Jeder Mensch braucht Träume. Das hält uns davon ab stehenzubleiben.

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11.08.2017, 20:35

Robyn:

Während er sich bei mir entschuldigte, behielt ich seine Hände im Auge. Auf keinen Fall wollte ich von ihm nochmal angefasst werden.
"Ist schon gut."- murmelte ich und räusperte mich, als mir auffiel, dass ich mich schon wieder in die zurückhaltende, eingeschüchterte Robyn verwandelte, die ich eins war. Sie schlummerte irgendwo in mir und ab und an kam sie an die Oberfläche. Ich strafte die Schultern und reckte das Kinn. "Dito."- sagte ich dann, schon etwas lauter und selbstbewußter.
Allerdings wartet ich noch, bevor ich seine Schritte nicht mehr hören konnte und ging ert ann zu meiner Wohnung.
***Urlaub**** 8)

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11.08.2017, 21:26

Ich setzte mich vor den PC. Meníne Recherchen dauerten länger, als ich dachte und es war bald später Nachmittag. Zeit für die zweite Runde Sport am heutigen Tag. Ich packte im Wohnzimmer meine Hanteln aus und begann zu trainieren.
Jeder Mensch braucht Träume. Das hält uns davon ab stehenzubleiben.

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11.08.2017, 22:06

Robyn:

Sofort drehte ich den Schlüssel mehrmals im Schloss um.
Ich genehmigte mir noch einen Schokoriegel und legte mich aufs Bett, streckte alle viere vor mir. Ich schloss meine Augen und atmete tief durch. Ich genoss jeden Atemzug, denn es gab mal die Zeit, wo ich ständig die Luft angehalten hatte.
***Urlaub**** 8)

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11.08.2017, 22:08

Ich war unkonzentriert und dachte über viele Dinge nach. Dabei bemerkte ich gar nicht, wie eine der schweren Hanteln auf dem Boden aufschlug. Erst der Knall weckte mich und ich nahm sie wieder zur Hand.
Das Mädchen ging mir nicht aus dem Kopf. Irgendwas stimmte bei ihr nicht.
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14.08.2017, 19:44

Robyn:

Die Atmung normalisierte sich wieder nach und nach und ich brachte die Tasche mit den Einkäufen in die Küche, die ich zuerst unter die Luppe nahm. Es war alles da, was ich brauchte, allerdings beschloss ich zuerst das ganze Geschirr zu spülen, bevor ich das benutzte. Wer weiß schon, wer vor mit das hier benutzt hatte. Das Spülmittel fang ich auch unter der Spüle. Nach und nach nahm ich Tassen, Teller und Gläser raus.
Ich hörte das dumpfe Geräusch aus der Wohnung über mir und schrak auf, dabei rutschte mir ein Glas aus der Hand.
"Mist." - schimpfte ich und sammelte die Scherben auf.
***Urlaub**** 8)

36

14.08.2017, 20:01

Bald glitten mir meine GEdanken wieder davon. Dieses Mal fiel die Hantel jedoch nicht auf den Boden, sondern auf meinen Fuß. Mir entkam ein lauter Schmerzensschrei. Das tat weh! Ich versuchte aufzustehen, aber es tat zu weh, aufzutreten.
Jeder Mensch braucht Träume. Das hält uns davon ab stehenzubleiben.

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04.10.2017, 20:12

Robyn:

Erneut hörte ich ein dumpfes Geräusch und zuckte zusammen. Als ich dachte, es wäre alles überstanden hörte ich diesen Schrei, der mir durch Mark und Bein ging. Mein Herz wurde ganz unruhig und kalte Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn.
"Was zum Teufel ist da los?" - murmelte ich leise und kippte die Scherben in den Mülleimer.
Kurz überlegte ich, was ich tun sollte. Mich ließ so etwas nicht kalt, auch wenn ich den Kontakt zu anderen Menschen ansonsten mied. Zu gerne hätte ich Hilfe gehabt, als ich Schmerzen hatte. Ich biss mir auf die Unterlippen und nahm mir die Wohnungsschlüßel. Auf wackligen Beinen lief ich die Treppe hoch und blieb vor der Tür unentschlossen stehen. Dann klingelte ich doch.
***Urlaub**** 8)

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04.10.2017, 20:26

Unter Schmerzen und mit vielen Flüchen humplete ich zur Tür. Ich war schweißgebadet, als ich sie öffnete und komplett außer Atem.
Und verwundert, als sie vor mir stand.
"Hi", sagte ich, nachdem ich etwas nach Luft gerungen hatte. "Tut mir leid, dass ich so laut war."
Jeder Mensch braucht Träume. Das hält uns davon ab stehenzubleiben.

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04.10.2017, 20:30

Robyn:

Als die Tür geöffnet wurde, trat ich erschrocken einige Schritte zurück und spürte die Brüstung der Treppe im Rücken. Was hat es mit diesem Typen bloß mit sich? Warum muss er mir ständig über den Weg laufen?
Mit großen Augen sah ich ihn an. Er schien sich nicht allzu gut zu füllen, ich sah die Schweißperlen in seinem Gesicht und er hatte sein Bein angewinkelt.
"Hey." - sagte ich leise und räusperte mich. "Nicht ... nicht schlimm." - stotterte ich nur. "Geht es dir ... gut?" - fragte ich vorsichtig.
***Urlaub**** 8)

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04.10.2017, 20:38

"Ich... nein", gab ich zu. "Mir ist meine Hantel auf den Fuß gefallen und ich kann kaum laufen. Deshalb gab es auch den Lärm."
Ich musterte sie.
"Du siehst auch ziemlich fertig aus."
Jeder Mensch braucht Träume. Das hält uns davon ab stehenzubleiben.

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