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1

06.12.2017, 14:43

Couldn't stop caring - J&M

Hallo Allerseits,

Joyce und ich haben unser altes RPG 'Coming Home' durchgelesen und es hat uns das Nic und Hannah Fieber gepackt. Wir wollen die ganze dramatische Geschichte um die Beiden allerdings von Neuem aufziehen und haben ein paar Details geändert.

Das Ganze spielt in einer Kleinstadt in Arkansas, USA. Die Stadt ist sehr traditionell orientiert, die Menschen darin eher skeptisch gegenüber Neuem. In dieser Stadt kennt Jeder Jeden und nichts ist geheim. Nichts außergewöhnliches passiert und alle halten sich an die Regeln.



In dieser Stadt wo Träume sterben und sich nichts Jemals verändert, lebt eine Familie. Die Millers. Vater George, ein missgelaunter Trinker; Mutter Helen, eine gutherzige Frau, die an Krebs erkrankt ist; der älteste Sohn Keith; der mittlere Sohn Dominic und die jüngste, Rebecca. Sie sind eine alteingesessene Familie, genießen Respekt und Ansehen in der Ortschaft. Zumindest fast alle von Ihnen.



Dominic ist das schwarze Schaf der Familie. Er floh mit 20 aus der Stadt und schloss sich aus Verzweiflung der Army an. Jetzt, nach fast drei Jahren, kehrt er zurück in die Stadt, denn seine Mutter Helena erlag ihrer Krankheit nach einem langen Kampf.
Es ist nicht leicht in die Stadt zurück zu kehren, der er einst den Rücken kehrte, vor allem nicht, als er wieder auf sie trifft.....

Viel Spaß beim Lesen

Magda und Joyce
Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nayeli« (06.12.2017, 15:11)


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06.12.2017, 15:14

Name _ Dominic Miller (Spitzname Nic)
Alter _ 23
Aussehen _

Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!

3

07.12.2017, 18:00

Name: Hannah Cooper
Alter: 22
Aussehen:

The purpose of life is to be happy.

4

07.12.2017, 19:52

Nic
Meine Mutter ist gestorben. Nach all den Jahren, nach den vielen Chemos und Krankenhausaufenthalten.... Sie ist tatsächlich gestorben. Ein Teil von mir konnte diese Möglichkeit nie realistisch in Betracht ziehen. Meine Mutter konnte nicht sterben. Das war einfach und schlicht unmöglich. Nicht Helena. Nicht diese unglaublich gutherzige Frau... Aber jetzt ist es tatsächlich passiert. Während meines Aufenthalts mitten im Kriegsgebiet, hat mich die Nachricht ereilt und ich habe von meinen Vorgesetzten sofort frei bekommen um um sie trauern zu können.
Und jetzt sitze ich in meiner alten Klapperkiste von einem Jeep, den ich damals von meinem Onkel Joe zum 16. bekam, mein Hund Buddy neben mir und ich bin auf dem Weg in meine Heimatstadt. Wobei das Wort Heimat nicht wirklich zutreffend ist. Denn als Heimat habe ich dieses Drecksloch niemals gesehen.
Meine Sonnenbrille auf der Nase, eine Hand am Lenkrad, die andere durch das offene Fenster hängend, mit lauter Musik fahre ich vom Highway auf die Bundesstraße die mich in meinem Ziel immer näher bringen wird. Ich will nicht dorthin zurückkehren. Alles in mir strebt sich die Stadtgrenze zu überfahren, aber so viel schulde ich meiner Mutter. Wo ich schon nicht bei ihr sein konnte als sie starb. Oder in den drei Jahren davor....
Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!

5

07.12.2017, 20:03

"Claire, Liebling. Bitte leg das wieder hin bevor es kaputt geht.", schnappe ich mir gerade noch rechtzeitig ein Handy bevor meine 3-jährige Tochter die Möglichkeit in Betracht ziehen kann, es mit ihrer Kleinkind-Kraft auf den Fliesenboden schmeißen kann.
Mit einem dicken Grinsen sieht sie mich an bevor ich nicht anders kann als zu Lächeln und ihr einen Kuss auf die Stirn zu geben.
Um ehrlich zu sein ist es das erste Lächeln welches ich seit 1 Woche über die Lippen bringe.
Eine Woche ist es her, dass Helena gestorben ist.
Sie war wie die Mutter die ich nie richtig hatte und auch wenn meine noch lebt und am anderen Ende der Welt ist, vermisse ich sie nun umso schlimmer.
Nachdenklich hebe ich sie vom Boden und setze sie in ihre Karre bevor wir uns zufuß auf den Weg durch die Stadt machen.
Ich habe Keith und Rebecca vesprochen mit ihr vorbeizukommen, die Beiden vergöttern sie und sie können die Ablenkung mindestens so sehr gebrauchen wie ich.
The purpose of life is to be happy.

6

07.12.2017, 20:28

Nic
Als ich dann am altbekannten Ortsschild vorbeifahre - dem mit all den Löchern, die durch Schüsse aus Dads alter Pistole entstanden sind - versteife ich mich unmerklich hinter dem Lenkrad. Ich hab keine Lust. Ich will die Beerdigung einfach nur hinter mich bringen und dann wieder verschwinden. Ich will meinen Dad nicht sehen, und auch keinen meiner Verwandten, vielleicht mit Ausnahme meiner Geschwister. Aber die werden mich nicht sehen wollen. Also...
Aber es muss nun mal. Also fahre ich in die Ortschaft rein und fühle mich sofort um drei Jahre zurückversetzt. Alles ist noch so wie es damals war. Hier verändert sich nie etwas. Sogar die Menschen tun das nicht. Ich werfe meinem Hund Buddy einen kurzen Blick zu. Wenigstens er scheint aufgeregt zu sein, so ungeduldig wie er auf dem Beifahrersitz herumzappelt und mit dem Schwanz wedelt. "Ich geb dir zwei Tage, dann hast du das hier auch alles satt." murmle ich, ehe ich mich wieder auf die Straße konzentriere.
Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!

7

07.12.2017, 20:34

Nichts hat sich seit Claire's Geburt hier verändert.
Alles sieht immer noch genauso aus wie vorher und wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich fast meinen Helena könnte jeden Moment um die Ecke kommen.
Aber das tut sie nicht mehr. Nie mehr.
Seufzend stelle ich die Karre vor ihrem Haus ab und hebe Claire auf meinen Arm bevor ich die 3 Stufen nach oben gehe und die Tür aufstoße.
"Geh und such Onkel Keith.", gebe ich ihr einen Kuss auf die Stirn bevor ich ihr in's Haus folge und Rebecca in der Küche stehen sehe.
"Hi.", lächele ich sie sanft an bevor ich sie in eine Umarmung ziehe und einfach einen Moment festhalte.
The purpose of life is to be happy.

8

07.12.2017, 20:43

Das Haus meiner Kindheit kommt mit jedem Meter näher und ich bin versucht den Wagen einfach wieder umzukehren. Aber ich schüttle den Kopf, sammle meinen Mut und parke den Wagen in der Geräumigen Einfahrt. Einen Moment bleibe ich sitzen, während alte Erinnerungen auf mich einprasseln. Wie wir als Kids immer auf dieser Veranda gespielt haben, wie Mum dort im Schaukelstuhl saß und gehäkelt hat.... wie Hannah und ich uns damals das erste mal geküsst haben...
Ich verdränge die Gedanken zurück in ihre Ecke wo ich sie die letzten drei Jahre in Schach gehalten habe und steige aus dem Wagen aus. Der Boden ist so trocken, dass durch meine Reifen Staub aufgewirbelt wurde. Ich gehe in meinen schweren Lederboots ums Auto herum und öffne Buddy die Beifahrertüre. Er springt sofort raus und beginnt seine Umgebung zu erkunden, mit einem lauten Bellen. Ich gehe derweil die Treppe der Veranda hoch und bleibe einen weiteren Moment zögernd vor der Haustüre stehen. Dann hebe ich meine Hand und drücke auf die Klingel.
Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!

9

07.12.2017, 20:54

Das Klingeln an der Haustür lässt Rebecca und mich zusammenzucken und wir sehen uns einen Moment verwirrt an.
Um diese Zeit dürfte eigentlich niemand an der Tür sein und umso verwirrter bleiben wir einen weiteren Moment in der Küche stehen bevor ich mir einen Ruck gebe und an die Tür gehe.
"Kein Problem Keith. Ich öffne schon die Tür. Ist ja nicht so, dass das hier dein Haus wäre.", lache ich und streiche mir auf dem Weg dorthin eine Strähne aus dem Gesicht.
Diesen Gang bin ich öfter gegangen als ich denken kann, ich habe als Teenager fast jeden Tag hier verbracht.
Aber das war vor einer halben Ewigkeit und in einem anderen Leben, einem Leben welches ich lange hinter mir gelassen habe.
Seufzend öffne ich die Haustür mit einem Schwung und drehe mich mit einem Lächeln wieder um.
Doch als ich sehe wer an der Tür steht fällt mir jegliche Emotion aus dem Gesicht und ich starre einen Moment fassungslos auf die Person vor mir, während ein Hund um meine Beine läuft und freudig mit dem Schwanz wackelt.
"Nic?"
The purpose of life is to be happy.

10

11.12.2017, 15:12

Es dauert ein paar Augenblicke bis ich Schritte auf die Türe zukommen höre und ich mich innerlich versuche zu wappnen meiner Schwester oder meinem Bruder - wer auch immer mir gleich die Türe aufmachen wird - nach all der Zeit gegenüber zu treten. Buddy sprintet an meine Seite, wie als würde er meine Nervosität spüren und wolle mir beistehen. Ich beuge mich leicht runter um ihn hinter den Ohren zu kraulen, ehe eine Silhouette hinter der Türe zu erkennen ist und ich mich wieder aufrichte und tief durchatme. Es ist eindeutig eine weibliche Form die dort erscheint. Vielleicht besser zuerst meiner geliebten Schwester Becks gegenüber zu treten. Sie hat mich früher immer vergöttert und ich war ihr absoluter Lieblingsbruder. Ich und Keith, wir hatten immer so unsere Probleme.... Er war immerhin Daddys Liebling...
Aber als dann die Türe aufgeht und ich schon innerlich halb in einem "Hallo Rebecca." bin, steht da nicht meine kleine Schwester. Dieses Lächeln, diese Augen, diese Haare, alles an ihr... Das alles erkenne ich sofort wieder, auch wenn sie jetzt älter aussieht und irgendwie... anders auf eine Art die ich nicht beschreiben kann.
Mir fällt alles aus dem Gesicht und ich starre sie mehr als nur überrascht an. Es ist auf einmal als wäre ich wieder zurück in der Vergangenheit. Eine Flut der Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit überkommt mich, während ich ein paar Augenblicke lang einfach nur sprachlos dastehe und sie anstarre als wäre sie ein Alien. Niemals, nicht in dreihundert Jahren hätte ich damit gerechnet sie hier anzutreffen. Nicht eine Sekunde lang habe ich daran gedacht wie es wäre ihr gegenüber zu stehen, weil ich es für so unmöglich gehalten habe sie jemals wieder zu sehen. Umso unvorbereiteter trifft mich auch der Schock.
Buddy scheint die Spannung die jäh herrscht nicht zu bemerken, denn er überschreitet sofort die Türschwelle um an Hannah zu riechen und fröhlich mit dem Schwanz zu wedeln.
"Hannah...." ist das erste was ich nach einer kurzen Pause herausbringe und meine Stimme klingt leise, irgendwie brüchig. Ich räuspere mich und versuche meine Gefühle die in mir aufwallen unter Kontrolle zu bringen. "Ich... ich hätte nicht... Was tust du hier?"
Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!

11

11.12.2017, 15:17

Nic.
Ich wusste das Helena ihn in ihrem Testament erwähnt hat und sich gewünscht hat, dass er zu ihrer Beerdigung nachhause kommt.
Aber ich hätte niemals damit gerechnet, dass er kommt.
Die letzte Info die ich über ihn hatte war, dass er der Army beigetreten ist.
Und jetzt steht er vor mir, 3 Jahre nachdem ich ihn das letzte Mal gesehen habe.
Es verschlägt mir die Sprache und ich brauche einen Moment um wahrzunehmen, dass er wirklich vor mir steht.
Während eine Hand noch immer die Tür festhält möchte die andere beinahe schon nach vorne gleiten und ihn berühren, einfach um zu wissen dass er real ist.
Das erneute Anschlagen von dem Schwanz des Hundes reißt mich allerdings aus meinen Gedanken und ich öffne erneut den Mund um etwas zu sagen, das Nic mir zuvorkommt.
"Ich... ich hätte nicht... Was tust du hier?", stammelt er und ich schlucke schwer bevor ich meine Sprache wiederfinde.
"Nach deinen Geschwistern sehen. Was tust du hier?"
The purpose of life is to be happy.

12

11.12.2017, 15:44

Es ist so seltsam jetzt vor ihr zu stehen. Es wirkt so vertraut und doch so fremd,weil wir beide nicht mehr die gleichen sind. Ich war damals eher der schlaksige, unkoordinierte Schlaumeier, nicht direkt ein Streber und durchaus beliebt, aber nie so wie mein Bruder Keith, der Football-Star. Und jetzt, nach den drei Jahren bei der Army... Ich muss ihr absolut unwillkürlich vorkommen, genauso wie sie mir. Denn auch sie hat sich stärker verändert als ich es je für möglich gehalten hätte. Ich schlucke und suche nach Worten, die ich in dieser Situation sagen könnte.
Schuldgefühle schwappen über mich, drohen mich mit sich zu reißen. Ich habe sie damals einfach verlassen, als ich geflohen bin. Habe sie zurück gelassen. Dass sie noch hier ist, macht es nicht besser, auch wenn ich nicht leugnen kann, dass ich mich freue sie zumindest wieder gesehen zu haben. Aber sie hat diese Stadt damals genauso sehr gehasst wie ich. Und jetzt sitzt sie hier immer noch fest.
"Oh..." bringe ich schließlich hervor. "Wie... wie kommt es, dass..." doch weiter komme ich nicht, da in diesem Moment hinter Hannah die Küchentüre aufgeht und Becks auf den Flur tritt. "Hannah, wer ist es...?" aber als sie mich sieht, bricht sie ab und bleibt wie angewurzelt stehen. "Nic....?"
Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!

13

11.12.2017, 15:49

Beck's Stimme reißt Nic und mich aus meiner Schockstarre und ich schlucke schwer bevor ich die Tür loslasse und Beck die Bühne überlasse.
Schweigend drehe ich mich um und gehe schnellen Schrittes in Richtung Wohnzimmer.
Es ist verrückt, obwohl Nic jetzt wesentlich muskolöser ist als damals und seine Augen eine ganze eigene Geschichte erzählen, dennoch sieht er immer noch so aus wie der Kerl in den ich mich damals unsterblich verliebt habe.
"Wer ist an der Tür?", sieht mich Keith an als ich in's Wohnzimmer komme und ich schüttele den Kopf bevor ich Claire von seinem Schoß nehme und einfach an mich drücke.
Ihr Vater ist wieder da.
Der Mann der mich vor 3 Jahren einfach verlassen hat ist zurück und auf einmal gibt es eine Milliarde Dinge die sich in meinem Kopf abspielen.
"Nic ist wieder da.", sehe ich mit verzweifeltem Blick zu Keith rüber bevor ich anfange zu schluchzen und mich in seine Arme schmeiße.
Es ist nicht nur die Tatsache dass er wieder da ist sondern vorallem die Erkentniss dass ich jetzt auch noch aufpassen muss, dass ich ihm nicht von Claire erzähle.
Er hat kein Anrecht auf seine Tochter.
The purpose of life is to be happy.

14

11.12.2017, 16:15

Ich sehe Hannah nach, will sie eigentlich aufhalten, weil ich ihr so viele Dinge sagen will, aber ich lasse sie dennoch gehen. Ich weiß nicht, ob ich in der Lage wäre zu formulieren was ich fühle. Stattdessen steht jetzt meine kleine Schwester vor mir. Wobei die Person vor mir nichts mit dem Bild meiner kleinen Schwester zu tun hat, welches ich in meiner Brieftasche immer bei mir habe. "Becks..." sage ich leise, während ich diese blonde, junge, unglaublich hübsche Frau versuche mit dem Mädchen zu vereinen, welches ich damals zurückgelassen habe. "Es ist schön dich zu sehen... Du siehst gut aus..." ich lächle leicht. Sie hat immer noch nichts gesagt, sie starrt mich einfach weiterhin sprachlos an, dann geht ein Ruck durch ihren Körper, sie kommt auf mich zu und gibt mir eine Ohrfeige, unglaubliche Wut auf ihrem Gesicht. Ich starre sie geschockt an, während der Klang der Ohrfeige noch in der Luft hängt. Ich sehe Tränen in ihren Augen und wie sie erneut zur Ohrfeige ausholt. Ich hebe beide Hände und trete einen Schritt zurück. "Becks! Hör auf! Ich... es tut mir leid..." stammle ich. Nichts in der Welt hätte mich jemals auf das hier vorbereiten können. Das ist purer Hass der aus meiner Schwester spricht. Ich wusste, dass sie sauer sein würde, aber das hier... Ich habe mir das alles ganz anders vorgestellt. Noch immer sagt sie nichts, starrt mich nur hasserfüllt und mit Tränen in den Augen an. Buddy springt an mir vorbei, sieht mich neugierig an. Er versteht nicht, was gerade abgeht.
Und dann bricht meine Schwester endlich das Schweigen. "Verschwinde von hier, Dominic. Du hast hier nichts mehr zu suchen." dann knallt sie die Haustüre vor mir zu und ich starre auf das Glas der Türe.
Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!

15

11.12.2017, 16:19

Plötzlich hören wir wie Becks komplett am ausflippen ist und um ehrlich zu sein können wir es ihr nicht verübeln und andereseits hat Nic diese Wut verdient.
Er hat damals nicht nur mich zurückgelassen sondern auch seine kleine Schwester und die hat das Ganze noch mehr mitgenommen als mich.
Oder eher, es hat sie anders mitgenommen.
"Becks..", stehe ich auf als sie ins Wohnzimmer gestürmt kommt und Claire von meinem Schoß nimmt um sich zu beruhigen.
"Was will er hier? Er war nicht hier als Mom krank wurde, er war nicht hier als Claire geboren wurde. Er hat hier verdammt nichmal nichts zu suchen.", murmelt sie und läuft nervös auf und ab durch das Wohnzimmer.
"Es stand in ihrem Testament.", murmelt Keith plötzlich und unsere Köpfe schnellen hoch um ihn überrascht anzusehen.
"Mom wollte dass er herkommt."
The purpose of life is to be happy.

16

11.12.2017, 16:44

Ich starre ein paar Augenblicke lang einfach nur auf die Türe, hinter der meine mich hassende Schwester vermutlich gerade am heulen ist und hinter der Hannah.... Ich schlucke und schüttle den Kopf, ehe ich erneut an der Türe klopfe. Ich muss mit ihnen sprechen. Ich muss mich entschuldigen. Ich habe nur diese zwei Tage um alles wieder gut zumachen. Ich muss es einfach schaffen. Es würde mich umbringen, wenn ich wüsste, dass meine Schwester mich hasst. Und Hannah... Keine Ahnung was ich tun soll was sie angeht... Niemals hätte ich damit gerechnet sie hier wieder zu sehen. Ihr Erscheinen hat mich komplett aus der Bahn geworfen.
Als niemand an die Türe kommt, klopfe ich erneut, diesmal lauter. Und dann endlich erscheint eine Figur- diesmal eine männliche - hinter der Türe und als sie sich öffnet, stehe ich meinem Bruder Keith gegenüber. Keith ist fast noch genauso wie ich ihn in Erinnerung hatte. Vielleicht etwas älter und etwas weniger sportlich und mit mehr Kilos auf den Rippen, aber sonst... "Dominic." sieht er mich an und sein Blick ist nicht zu deuten. Er wirkt zumindest mal nicht so hasserfüllt wie Rebecca. Aber erfreut wirkt er auch nicht gerade. "Es wäre vielleicht besser, wenn du dir ein Motel suchst."
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17

11.12.2017, 16:59

Erneutes, heftiges Klopfen reißt uns alle aus unserer Schockstarre und dieses Mal ist es Keith der aufsteht und zur Tür geht.
Becks und ich bleiben mit Claire alleine zurück welche mittlerweile wieder auf dem Boden ist und freudig umherläuft.
Seufzend sehe ich auf sie herab und jetzt wo Nic wieder da ist wird mir wieder schmerzlich bewusst wie unglaublich ähnlich sie ihm sieht.
Plötzlich ist sie aus meinem Blickfeld verschwunden und ich schrecke auf, läuft sie doch geradewegs auf Keith und Nic zu.
"Keith. Claire. Verdammte Scheiße.", fluche ich und versuche sie einzufangen, bevor sie an der Haustür ankommen kann.
The purpose of life is to be happy.

18

11.12.2017, 17:04

Ich starre meinen Bruder an und einen Moment weiß ich nicht was ich sagen soll. Mir war klar, dass ich nicht gerade mit offenen Armen empfangen werden würde, aber das hier... Das habe ich nicht erwartet. Ich will gerade etwas erwidern, als auf einmal etwas aus dem Wohnzimmer auf den Flur gelaufen kommt. Es dauert ein paar Augenblicke, bis ich das etwas als kleines Kind identifizieren kann und ich runzle meine Stirn. Was zum Teufel? Soweit ich informiert bin hat mein Bruder noch keine Familie und Becks auch nicht... Wer ist das kleine Mädchen, dass da auf uns zu gerannt kommt.
Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!

19

11.12.2017, 17:16

"Claire, komm her. Komm zu Mommy.", schnappe ich mir Claire doch im hochheben fängt sie an sich an Keith festzukrallen und zu weinen.
Seufzend schließe ich meine Augen für einen Moment und überlasse sie schließlich Keith während ich Nic noch einen unsicheren Blick zuwerfe.
"Ich weiß niht wieso du nachhause gekommen bist Nic, ich weiß nicht wieso du im Testament stehst aber Becks hat Recht. Du hättest nicht kommen sollen.", sehe ich Keith kurz dankend an bevor ich zurück ins Wohnzimmer gehe und mich auf die Couch fallen lasse.
The purpose of life is to be happy.

20

11.12.2017, 17:28

Ich verstehe nicht was da gerade passiert, als Hannah auf einmal das kleine Kind hochhebt und sagt "Claire, komm her. Komm zu Mommy." Mir fällt erneut alles aus dem Gesicht und ich starre von der Kleinen zu Hannah und wieder zurück. Das ist Hannahs Kind? Hannah ist eine Mutter? Ich schlucke hart, während ich beobachte, wie die Kleine sich an Keith klammert und wie er sie wie selbstverständlich in den Arm nimmt und sich wieder zu mir dreht. Meine Augen wandern erneut von ihm und der Kleinen zu Hannah die mich jetzt ansieht und ich kann Unsicherheit in ihrem Blick erkennen. Ihre Worte treffen mich mehr als ich zugeben will und ich sehe ihr nach, ehe Keiths Stimme mich aus meinen Gedanken reißt. "Du solltest jetzt besser wieder gehen." damit dreht er sich um und schließt die Türe hinter sich. Ich bleibe allerdings einfach so stehen und starre auf die Türe die sich soeben geschlossen hat. Ich kann nicht begreifen was da gerade geschehen ist. Hannah hat ein Kind? Und innerlich beginne ich zu rechnen....
Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!