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21

23.03.2019, 21:39

Emma
Ich blicke in die Runde und merke, dass sich keiner von den Anderen so richtig traut, den ersten Schritt zu machen.
Seufzend klettere ich auf die Leiter und blicke in die Runde.
„Hey, jetzt hört mal zu. Wir müssen da hoch. So oder so. WIr können also noch drei Stunden hier sitzen und gucken wie 3 Tage Regenwetter oder wir machen uns jetzt endlich auf den Weg und gucken, was uns da draußen erwartet.
Sterben werden wir sowieso früher oder später.“, zucke ich mit den Schultern und klettere die alte Leiter weiter hoch.
Das Metall knarrt und knirscht unter mir und als ich den Schalter erblicke, hole ich einmal tief Luft.
Meine Hand schließt sich um das kalte Metall und ich sehe noch ein letztes Mal zu meiner Schwester bevor ich den Schalter umlege.
Mit einem Zischen und Knarre und Quietschen öffnet sich die Luke nach oben und ich kann hören, wie panisches Flüstern durch die Gruppe geht.
OKay, mir geht auch gerade der Arsch auf Grundeis aber ich kann das nach der Ansage eben jetzt nicht zeigen.
Stattdessen kneife ich meine AUgen zusammen als das grelle Tageslicht auf mein Gesicht fällt und atme überwältigt aus.
Zum ersten Mal spüre ich Sonne und frische Luft.
Nachdem ich diesen Moment noch einmal auf mich einwirken lassen habe, gehe ich die letzten 3 Stunden nach oben bevor ich nach draußen klettere.
Das Gras unter meinen Schuhen ist weich, so als wäre es nass. Und die Luft ist so sauber und klar.
Fasziniert sehe ich mich um und kann nicht fassen, dass ich auf einer grünen Wiese stehe, umgeben von Blumen und Bäumen.
„Oh mein Gott.“, flüstere ich und drehe mich zur Luke zurück.
„Nala das musst du sehen.“
The purpose of life is to be happy.

22

24.03.2019, 14:15

Nala
Ich stehe einen Moment lang unentschlossen da, aber da nimmt Emma schon die Situation in die Hand und mit einer sehr Emma-typischen Ansprache, macht sie sich als erste auf den Weg die Leiter nach oben in Richtung Erdoberfläche.
Ich seufze und folge ihr als zweite nach oben, die anderen folgen uns nach und nach ebenfalls, auch wenn die meisten aussehen als würden sie vor Angst gleich kotzen.
Ich weiß, dass Emma trotz dem was sie sagt nicht ganz so unbesorgt ist, wie sie tut, aber ich kenne meine Schwester gut genug um zu wissen, dass sie sich das niemals anmerken lassen würde. Und so legt sie nach einem tiefen Atemzug den Schalter um und mit einem Zischen geht die Luke auf. Unter mir ertönen Panische Schreie, aber ich atme ebenfalls ein paar mal tief durch, ehe ich Emma weiter nach oben folge. Sie klettert aus der Luke und nach ein paar Augenblicke ertönt ihre Stimme. "Oh mein Gott. Nala das musst du sehen." Sofort klettere ich ebenfalls aus der Luke und meine Füße landen auf weichem, nassen Gras. Die Sonne auf meiner Haut, die leichte Brise, die meine Haare sanft aufwirbelt, die frische Luft die so verdammt gut schmeckt.. Ich bin komplett sprachlos für ein paar Augenblicke. Dann sehe ich zu meiner Schwester, die genauso begeistert aussieht, wie ich mich fühle. "Wow." ist alles was ich rauskriege, während ich mich umsehe und versuche zu verarbeiten wie grün und farbenfroh alles um uns herum ist. Das alles ist so viel besser als ich es mir jemals hätte vorstellen können. Die Bücher und Filme über die Botanik der Erde kommen nicht an die Realität heran, nicht bei weitem. Ich gehe ein paar Schritte auf einen der größeren Bäume zu und lege eine Hand an die raue Rinde. Das Sonnenlicht fällt durch die Baumkrone auf mein Gesicht und ich lache laut auf. "Das ist unglaublich!"
Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!

23

24.03.2019, 14:31

Emma
Ich sehe wie glücklich meine Schwester ist, endlich an der Oberfläche zu sein und ich komme nicht umhin, breit zu grinsen.
Wir haben es geschafft. Die Erde ist bewohnbar.
„Nehmt das ihr Vollidioten.“, rufe ich freudestrahlend den Bunker herunter bevor ich mich im Kreis drehe und die Gerüche und Gefühle aufnehme, die sich um mich herum befinden.
Niemals im Leben hätte ich gedacht, dass wir jemals, jemals hier landen würden.
Auf der Erde. Bewohnbar.
Es ist, als würde ein Traum wahr werden.
„Nala.“, grinse ich sie an und ziehe sie in eine feste Umarmung. Meine Schwester dabei zu haben bedeutet mir in diesem Moment einfach alles.
The purpose of life is to be happy.

24

24.03.2019, 17:29

Nala
Es tut gut meine Schwester so ausgelassen und fröhlich zu sehen. Im Bunker gab es dafür nicht gerade viele Gelegenheiten und jetzt sind wir die ersten Menschen die seit so langer Zeit wieder auf der Erdoberfläche sind. Und die Erdoberfläche gleicht einem Paradies...
Ich erwidere die Umarmung und kann nicht anders als zu lachen. Gott, dass ist echt verrückt.
Dann allerdings verfliegt die erste Begeisterung allmählich und ich erinnere mich daran was der Soldat gesagt hat. Um uns herum toben die Kids und jubeln und fallen sich um den Hals.
Ich stelle mich auf einen der Steine und Pfeife zweimal laut durch die Zähne. "Hey, ich weiß wir sind alle in Feierlaune, aber wenn wir es vor Einbruch der Dunkelheit noch zu der verlassenen Stadt schaffen wollen, müssen wir los!" Ich sehe mich einen Moment suchend um, versuche mich zu orientieren, ehe ich Norden ausgemacht habe und in die Richtung deute. "Ein paar Meilen in die Richtung. auf gehts!" damit springe ich wieder vom Stein und sehe zu meiner Schwester. "Hoffentlich steht die Stadt noch soweit, dass wir dort Unterschlupf finden können."
Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!

25

24.03.2019, 17:45

Emma
„Nala so wie das hier aussiehst schlafe ich direkt hier unter dem Baum. Das ist der wahnsinn!“, grinse ich und laufe gut gelaunt neben ihr her.
Die anderen kids um uns herum tuscheln aufgeregt und können selber nicht fassen, was hier gerade ab geht. Verständlicherweise, das ist unglaublich.
Meine Hand gleitet über die verschiedenen Pflanzen und Blumen um uns herum und ich sehe mich fasziniert um.
Der Fußweg kommt einem weniger lanh vor als er eigentlich ist und schon bald laufen wir in eine verlassene Stadt mit alten Ruinen.
„Naja, das hier sieht jetzt nicht ganz so schrecklich aus um ehrlich zu sein.“, zucke ich mit den Schultern und laufe eine alte, brüchige Treppe hoch.
Jetzt lasst uns mal sehen wie die Menschen damals gelebt haben.
The purpose of life is to be happy.

26

24.03.2019, 17:51

Nala
Die "paar Meilen" stellen sich allerdings als weniger weit vor als gedacht und so kommen wir gegen Nachmittag bei der verlassenen Stadt an. Sie ist nicht groß, allerdings stehen einige der Gebäude noch und das ist wirklich eine gute Nachricht, denn um vor Wind und Wetter geschützt zu sein, brauchen wir ein Dach über dem Kopf. Ganz zu schweigen von den kalten Temperaturen der Nacht.
die Kids fangen sofort an die alten Gebäude zu inspizieren und ich folge Emma in eines der Häuser. Die Möbel stehen sogar noch, auch wenn sie komplett verstaubt und so morsch sind, dass sie vermutlich bei der kleinsten Berührung in sich zusammenfallen würden.
Ich sehe mich vorsichtig um und muss feststellen, dass wir hier wirklich Glück gehabt haben. Wenn die anderen Häuser auch noch so gut beieinander sind, dann haben wir vermutlich genug Platz um alle unterbringen zu können.
Ich suche mir eines der Zimmer aus und beginne damit, die alten Möbel die nicht mehr zu gebrauchen sind zu zerkleinern. Sie werden als Brennholz ihren Zweck noch erfüllen.
Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!

27

25.03.2019, 12:47

Emma
Ich folge Nala in eines der Häuser und puste vorsichtig den Staub von den Möbeln, wobei das Wort Möbel beinahe schon zu nett ist.
Was sich in diesem Haus befindet ist nur noch durch Luft und Liebe zusammenhaltendes Holz, bedeckt von einer Staubschicht mit der Mann mein Zimmer im Bunker bis unter das Dach hätte füllen können.
Seufzend bleibe ich vor einer Wand stehen und betrachte das alte, fast ausgeblichene Bild.
Eine Familie ist darauf zu erkennen.
Vater, Mutter und 2 Kinder.
Nachdenklich löse ich meinen Blick wieder von dem Bild bevor ich mich auf eins der alten Sofas fallen lasse und erstmal einen kräftigen Hustenanfall bekomme.
Mit einem Grinsen lehne ich mich anschließend zurück und sehe Nala an.
„Und was jetzt?“
The purpose of life is to be happy.

28

03.04.2019, 14:01

Nala
Nach einer Weile kommt Emma ins Zimmer und betrachtet einen Moment lang ein vergilbtes Bild an der Wand. Ich halte einen Moment inne, wische mir den Schweiß und Staub von der Stirn und lächle meine Schwester an. "Jetzt richten wir uns hier einen halbwegs sicheren und gemütlichen Unterschlupf ein und versuchen die nächsten 5 Tage zu Überleben." Denn nur weil wir noch am atmen sind, heißt das nicht, dass die Radioaktivität nicht doch noch tödlich sein könnte. Wir müssen jetzt die nächsten fünf Tage immer Updates an den Bunker zurück senden, mit dem Funkgerät, welches sie uns mitgegeben haben und wenn wir nach den fünf Tagen noch keine Anzeichen für hohe Verstrahlung festgestellt haben, kommt die erste Welle an Bewohnern vom Bunker hoch, die dann ein Basiscamp aufbauen und weitere Tests durchführen. Wir sind quasi nur wie Vorkoster im alten Rom. Fallen wir nicht tot um, können die wichtigen Mitglieder der Gesellschaft Gefahrlos nachkommen.
"Das heißt wir müssen als erstes genug Holz zusammensammeln um ein großes Feuer draußen in der Straße zu machen. In der Nacht fallen die Temperaturen um diese Jahreszeit teilweise unter den Nullpunkt und wir brauchen außerdem Hitze um das Wasser abzukochen, falls es mit Keimen verseucht ist, so wird zumindest ein Teil davon vernichtet. Hilf mir mal mit der Platte von diesem Tisch hier." ich deute auf eine große Schwere Platte, die ich alleine nicht hochheben konnte.
Offene Arme der gewaltigste Protest den wir haben, will sagen: Bevor noch jemand hinfällt, passt bitte aufeinander auf in dieser scheiß Welt!

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