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07.08.2020, 20:51

Taiga

Vollkommenheit? Mein Körper begann sich zu verkrampfen und flatternd öffneten sich meine Augen. Das Licht der Sonne blendete ich und ich starrte den blauen Himmel über mir an, während meine Atmung schneller wurde. Ich war verwirrt. Hatte sie eben mich nicht als ein zerbrochenes Glas bezeichnet, das zwar zusammengesetzt werden konnte, aber dennoch Narben gab? Wie konnte sie dann von Vollkommenheit sprechen? Das passte nicht zusammen. "Ich will jetzt zu Amaya", presste ich hervor und Tränen brannten in meine Augen. Ich versuchte die fremde Energie aus meinem Körper zu stoßen. Ich wollte es nicht mehr. Es war genug.

Fenrir

"Wäre ich an seiner Stelle hätte ich längst die Kontrolle verloren. Wenn es um Selbstbeherrschung geht, ist er da von uns Beiden der Stärkere. Aber lange wird er es nicht aushalten, seine Dunkelheit musst gestillt werden und in diesem Fall...naja, du kannst dir bestimmt denken wonach seine Dunkelheit lechzt. Wenn diese Seite von uns wach wird, ist es nicht einfach auf die Dauer sie zu unterdrücken. Wir müssen unseren dunklen Drang nachgeben, um diese Art von Energie loszuwerden. Tun wir das nicht, werden wir irgendwann für Jeden in der Umgebung gefährlich, weil das Dunkle in uns stärker wird und die Kontrolle übernimmt. Also er muss auf jeden Fall bald den Dampf ablassen", antwortete ich ihr und fuhr erbarmungslos fort: "Der Bastard bekommt das, was er verdient hat."


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Gestern, 09:54

Hanabi

Das klang ganz und gar nicht gut. Hoffentlich verlor Malevor die Beherrschung, wenn er dieses Monster in den Fängen hatte. Nicht hier. Nicht in der Nähe von Taiga. Das würde sie bestimmt noch mehr überfordern. Oder auch nicht. Wenn es um ihre Liebe zu Malevor ging, konnte ich schwer einschätzen, wie viel sie zu ertragen bereit war. Immerhin hatte sie sich ihre Gefühle für ihn bewahrt. Während einer Folter. Allein der Gedanke daran ließ meinen Magen unangenehm zusammenziehen.
Ich sah an Fenrir hoch und dachte nach. >Lass uns aufbrechen. Ich bin zwar nicht vollends bereit, mich dieser Sache zu stellen, aber wenn mich meine Schöpferin schon gewarnt hat, will ich nicht länger warten. Vielleicht ist es wichtig, dass... dass ich mich erinnere. Dass ich verstehe, was das alles zu bedeuten hat.< Jedenfalls hoffte ich, dass ich einige Antworten auf meine Fragen erhalten würde. Mit leeren Händen wollte ich bestimmt nicht zurückkehren.

Malevor

Ich spürte sofort, dass sie sich verkrampfte und drückte ihre Hand sanft, damit sie sich an meine Anwesenheit erinnerte. Dann verlangte sie nach ihrer Schwester und das Licht aus Jenayas Augen erlosch in derselben Sekunde. Sie lächelte mitfühlend. >Du brauchst dich nicht gegen das Licht zu wehren, Taiga. Es ist immer noch ein Teil von dir. Du bist eine Lichtgeborene wie ich.< Sie klappte das Buch zu und bemerkte meinen fragenden Blick. Ich musste wissen, wie weit sie gekommen war. Wie es in Taiga aussah. >Die Basis steht. Das ist das Wichtigste. Alles andere kann mit der Zeit geheilt werden.<
Ihr Blick fiel auf die Animagi. >Es wird dir gut tun, deine Schwester wiederzusehen. Sie bildet einen großen Teil deiner Basis.<
>Ich bringe dich zu ihr.< beruhigte ich Taiga, damit sie nicht wieder nervös wurde oder weinte. Sie weinen zu sehen, das hielt ich einfach nicht aus. Nicht in meinem jetzigen Zustand. Es fiel mir zunehmend schwerer der ruhige Pol zu sein. Aber ich gab mein Bestes die Finsternis nicht nach außen zu tragen. >Kannst du dich ungefähr erinneren, wo deine Schwester sich oftmals aufhält? Das würde mir viel Zeit ersparen sie in ganz Hana'yei ausfindig zu machen.<
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Bin für ein Jahr in den USA ;) und habe um ein halbes Jahr verlängert hahaha Fliegt, bevor eure Flügel das Fliegen vergessen <3

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Gestern, 13:19

Taiga

Malevors Händedruck erinnerte mich daran, dass ich nicht alleine war und langsam richtete ich mich auf. Dann rutschte ich vom Tisch, setzte mich einfach auf seinem Schloß und schlang die Arme um seinem Hals. Dort vergrub ich auch mein Gesicht und atmete tief sein Duft ein. Ich schaffte es nicht mich zurückzuhalten, ich brauchte Nähe. Ich musste wissen, dass er wirklich da war und kein Traum war. Die Angst ihn zu verlieren war noch viel zu groß. Erst jetzt konnte ich mich auf seine Frage zu konzentrieren und kniff meine Augen zusammen. Amaya. Was kamen da für Bilder, wenn ich an diesen Namen dachte? "Ein Wald....Ein großer Baum mit hängende Äste. Grünsilbrige Blätter. Und glockenähnlichen Blumen, die leuchten. Und der Stamm ist voller Efeu", murmelte ich.

Fenrir

"Für manche Dinge ist man nie bereit und man muss es einfach durchziehen", nickte ich und verdrehte über mich selbst die Augen. Langsam fühlte ich mich, als hätte ich in diesem Leben zu viel Weisheiten gefressen. "Wir brauchen erstmal diesen magischen Stein, um uns fortbewegen zu können. Wahrscheinlich finden wir ihn in Taigas Tasche. Oder wir fragen zuerst Kenai, ob er mit auf das Abenteuer gehen will. Vielleicht hat der auch eine Möglichkeit wie wir uns teleportieren können. Wie gesagt durch das Nichts zu wandern, ist nichts für dich. Selbst für meinem Bruder ist es schwierig", entschlossen ging ich mit ihr zurück ins Haus.


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Gestern, 15:45

Hanabi

Stimmt. Wir brauchten einen schnellen Transport. Je eher wir dort ankamen, desto besser. Dann machte ich nicht doch einen Rückzieher und zog den Schwanz ein. Ich musste herausfinden, was mit mir los war und worin nun die Wahrheit bestand. Denn sollte ich tatsächlich die Wiedergeburt von Alita sein, änderte das alles. >Gut, dann lass uns zurück ins Haus gehen.< willigte ich ein. Eine Reise durch das Nichts klang sowieso schlimm für mich. Das würde ich bestimmt nicht ausprobieren, wenn sogar Malevor seine Probleme damit hatte.
Hand in Hand drehten wir um und traten den Rückweg an. Weiter hinten sah ich bereits, dass Jenaya längst fort war, offenbar im Inneren des Hauses und zurückgeblieben waren Taiga und Malevor. Sie saß auf seinem Schoß, Gesicht in seiner Halsbeuge vergraben. Ein klares Zeichen dafür, dass sie alleingelassen werden wollten. Ohne etwas zu sagen, machten wir einen kleinen Umweg um das Haus herum und betraten es durch die Eingangstür. Ein Felsbrocken lag in meinem Magen. Ich wollte zurück zu den unbeschwerten Zeiten.

Malevor

Taiga setzte sich sogleich auf meinen Schoß und klammerte sich beinahe hilfesuchend an mich. Instinktiv schloss ich die Arme um sie herum. Dabei traf mein Blick den von Jenaya. >Danke.< formte ich mit den Lippen und sie nickte leicht lächelnd. Anschließend ließ sie uns beide allein. So konnte sich Taiga entspannen. Sie nahm sich Zeit mit der Antwort auf meine Frage und ich befürchtete, dass dabei nichts herauskam, doch dann beschrieb sie mir einen speziellen Baum. Dafür, dass ich in Hana'yei viele Orte besucht hatte, erinnerte ich mich nicht an solch einen Baum, aber trotzdem kam er mir vage bekannt vor.
>In Ordnung, ich bringe uns gleich zu diesem Ort. Erstmal entspannen wir uns beide kurz.< murmelte ich an ihrer Schläfe und küsste sogleich die Stelle. Sie duftete immer noch nach Rosen. Das war gut. Das gab mir ein gutes Gefühl. Besser als die brodelnde Dunkelheit in mir. Sie wollte endlich raus. >Wie geht es dir? Fühlst du irgendeine Veränderung?<
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Gestern, 20:27

Taiga

Seine Arme um meinem Körper gab mir das Gefühl von Sicherheit zurück und einen Moment fühlte ich mich auch geborgen. Ich wurde ruhiger und in meinem Brustkorb wurde es wohlig warm, als ich den Kuss auf meiner Schläfe spürte. Etwas kitzelte in meiner Kehle und kurz kam aus mir ein komisches Geräusch. Ich blinzelte. Es hatte wie ein.....Schnurren geklungen. Ich hatte vollkommen vergessen, dass ich ein Animagi war. Ein Luchs-Animagi. Ich hatte sogar meine eigene Herkunft vergessen."Ich weiß es nicht.....der Nebel in mir ist nicht mehr so dicht", antwortete ich ihm und zuckte mit den Schultern. Schließlich sagte ich leise: "Es tut mir leid, dass ich....eine Last bin. Dass ich euch allen mit meine Erinnerungslücken und meinem Verhalten wehtue. Ich versuche mir mehr Mühe zu geben. Besonders dich möchte ich nicht enttäuschen, wo du so viel für mich tust."

Fenrir

Im Haus fanden wir die schwangere Lichtgeborene und ihrem Mann vor. Da ich nie um den heißen Brei redete, sprach ich den Schattenmagier direkt an: "Hanabi und ich wollen nach Alithea. Sie hat eine Warnung ihrer Schöpferin erhalten. Wir sollen einen Ort aufsuchen, wo alles begann. Ihre Seele ist die Gleiche, wie die von Alita. Wir hoffen bei dem Krater gleich einen Treffer zu landen und normalerweise würde ich nicht um sowas.....mhm....also wie nennt ihr das gleich? Bitten. Aber da ich nicht ihr Leben auf dem Spiel setzen will, wäre es sinnvoll wenn eine zweite kampffähige Person mit im Boot ist und du hast damals bewiesen, dass du für einen Menschen Mumm hast. Deine Frau könnte solange im Schloss sein, dort ist sie bestimmt gut aufgehoben und wenn es doch länger dauert, als gedacht, kannst du natürlich früher zurückkehren." Es kostete mich Überwindung meinen Stolz hinunterzuschlucken und diese Bitte hervorzubringen. In einem alten Leben hatte ich ihn einfach verschleppt. Wobei ich hätte eher einen Alleingang gemacht, wenn mein Bruder verhindert war. Ich sah die Lichtgeborene an und presste hervor: "Also wenn es für dich auch in Ordnung ist."


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Heute, 00:15

Hanabi

Fenrir kam gleich zur Sache. Er ließ die Informationen einfach so in den Raum platzen und das Paar nahm alles so entspannt auf, als würde sie das gar nicht überraschen. Was hatten sie alles bloß erlebt, damit das fast schon normal war? Ich fühlte mich völlig überfordert. Genau in dieser Sekunde.
Jenaya streichelte unterdessen ihren Bauch. >Das ist kein Problem für mich. Im Schloss sind unsere Freunde. Jadis und ihre Kinder habe ich schon lange nicht mehr gesehen, da trifft es sich gut, wenn ich gleich dorthin aufbreche.< Sie lächelte ihren Mann liebevoll an, küsste ihn auf die Wange. >Geh mit ihnen mit. Ich komme schon zurecht. Ich rufe mir einfach eine Kutsche.<
Eigentlich wäre es mir lieber, wenn sie nicht alleine unterwegs war. Wegen der Schwangerschaft. Aber sie kannte sich hier bestimmt ziemlich gut aus, darum wandte ich nichts ein. Als sich unsere Blicke trafen, schenkte sie mir ein aufmunterndes Lächeln. >Alita war eine wunderbare Animagi. Sie hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen... Was auch immer du dort findest, es soll dich nicht dazu zwingen jemand zu werden, der du nicht sein willst. Hanabi reicht. Vergiss das nicht.<
Tränen sammelten sich in meinen Augen. Ich war dankbar für ihre Worte. Sie nahmen mir etwas Druck von der Brust.

Malevor

Ich horchte auf, als ich ein Schnurren vernahm. Sie hatte tatsächlich dieses Geräusch von sich gegeben. Kaum zu glauben, wie diese eine kleine Sache mich erfreute. Das war... normal. Ich drückte sie ein wenig fester an meine Brust und atmete tief ihren Duft ein. Ihre leise gesprochenen Worte taten mir irgendwie weh. Was erwiderte man darauf? Gab es überhaupt die treffende Aussage für die gesamte Situation?
>Du bist Familie, Taiga. Höhen und Tiefen gibt es immer im Leben und die bestehen wir gemeinsam. Dafür musst du dich nicht entschuldigen. Du hast dieses Schicksal nicht gewählt.< Ein Kloß bildete sich in meinem Hals. Wieder versuchte die Dunkelheit nach oben zu kriechen. Sie wollte explodieren. >Und ich gebe dir nicht wirklich viel. Es ist mein Leben, das deines in Gefahr gebracht hat. Das lässt sich kaum mit Umarmungen und Küssen aufwiegen. Jedenfalls fühlt es sich nicht an, als gebe ich dir genug.< Meine Stimme klang inzwischen rau vor unterdrückten Gefühlen. Ich atmete tief durch. Versuchte einen klaren Kopf zu bewahren. >Naja... es wird Zeit für den Aufbruch.<
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Heute, 17:59

Taiga

Stumm schüttelte ich den Kopf, das stimmte nicht. Er gab mir viel mehr, doch das schien er nicht zu erkennen und es machte mein Herz schwer wie wenig er von sich selbst hielt. Ich würde mich in jede Gefahr stürzen, wenn es bedeutete, dass ich bei ihm bleiben konnte. Ich würde ihn auf meine Art zeigen, dass er es wert war um ihn zu kämpfen. Ich hatte meine Entscheidung getroffen und davon nichts trug er die Schuld. Ich küsste auf seine Wange und stand auf. Ich wusste nicht, wie wir zu Amaya kamen, aber ich vertraute Malevor.

Fenrir

Damit war die Sache wohl geklärt und Kenai schien ebenfalls nichts dagegen zu haben. Die Erwähnung von Alita versuchte ich nicht zu nahe an mich heranzulassen, denn ich wollte mich in diesem Moment auf Hanabi konzentrieren. Sie sollte nicht das Gefühl haben, dass irgendwas zwischen uns änderte, weil sie doch einen Teil von ihrer Seele trug. Ich hatte damals ernst gemeint, dass ich für beide Hasen-Anmagis in mir einen Platz hatte und dass in diesem Leben Hanabi meine Gefährtin war. Kenai küsste seine Ehefrau zum Abschied und wandte sich an uns: "Ich besitze einen Teleportstein." Zufrieden nickte ich. Damit würden wir weit kommen.


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Heute, 22:31

Hanabi

Da Kenai einen Transportstein besaß, nahm uns das die Arbeit ab. Auf diese Weise zu reisen, war zwar nicht super angenehm, aber man gewöhnte sich dran. Außerdem vergaß ich den Nachhall der surrenden Magie, sobald meine Füße den Boden berührten, den ich schon etliche Male mit meinen Hasenpfoten erkundet hatte. Hier, genau hier hatte meine Geschichte angefangen. Und gleichzeitig in meinem letzten Leben offenbar geendet. Ich wusste nicht, wo ich nach dem Platz des schrecklichen Geschehens suchen sollte, doch dann fiel mir ein, dass Kenai diesen Teil der Geschichte miterlebt hatte. Ich atmete tief durch. >Weißt du, wo... Alita... gestorben ist?<
Es fiel mir schwer das laut auszusprechen. Irgendwie bezog sich das ganze Drama auf mich. Ein großer Teil von mir war hier in diesem Land gestorben und hatte Alithea erschaffen. Jedenfalls ging ich davon aus. Ich kannte nicht die ganze Wahrheit.

Malevor

Langsam entspannte ich mich ein wenig, weil ihre Nähe eben diese Wirkung auf mich hatte. Ihr Kuss auf meine Wange prickelte leicht. Erinnerte mich an viele schöne gemeinsame Stunden. Kaum zu glauben, dass Taiga sich mit aller Macht an diese Momente festgehalten hatte. Sie... Sie war unglaublich. >Dann mal los.< murmelte ich und stand zusammen mit ihr auf. Ich griff nach ihrer Hand und überlegte, ob es wirklich gut wäre sie durch einen meiner Risse nach Hana'yei zu bringen. Sie war nach wie vor eine Lichtgeborene. Ihr Geist war noch verwirrt. Aber es gab keinen anderen Weg. Wir würden so schnell wie möglich hindurchgehen.
Ich nahm ihre Hand, hielt sie fest und fuhr mit der anderen einmal senkrecht durch die Luft. Ein flimmernder Riss öffnete sich. >Schließ die Augen.< sagte ich noch zu Taiga, bevor ich sie dann durch das Portal zog. Dunkelheit umgab mich für wenige Sekunden. Kribbelnde schwarze Energie. Drei Atemzüge später waren wir auch schon in unserer Welt. Inmitten eines Waldes.
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