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20.09.2020, 09:54

Hanabi

Ich kniff die Augen leicht zusammen, als Fenrirs Zunge über meinen Kopf fuhr. Sein feuchter Liebesbeweis war zugegebenermaßen süß. Völlig gelassen streckte ich mich, dehnte jedes Körperteil und stieß einen langen Atemzug aus. O ja, ich hatte wirklich gut geschlafen. Sehr wahrscheinlich lag es an der Präsenz meines Gefährten. Wer dicht neben einem Wolf schlief, konnte sich wohl kaum vor etwas anderem fürchten. Bei ihm war ich sicher. Da drehten meine sensiblen Haseninstinkte nicht durch.
Mein Blick glitt zum anderen Paar und ich spürte die Veränderung zwischen den beiden. Gestern Nacht hatten sie wohl ihren Bund verfestigt. Wie schön! Ich freute mich für Taiga, weil sie sich das von Herzen gewünscht hatte. Und natürlich freute ich mich für Malevor, weil er in ihrer Nähe sehr friedvoll wirkte. Nicht mehr so in sich gekehrt und betrübt. Die beiden passten zueinander. Sie hatten sich gefunden wie Fenrir und ich. Ich schaute wieder zurück zum Berg aus schwarzen Fell und sprang mit einem Satz auf seinen Rücken. Anschließend legte ich mich flach hin. Du bist ganz schön kuschelig für einen Fressfeind. Das ist wirklich nicht fair, neckte ich Fen in Gedanken.

Malevor

Plötzlich begann Taiga an meinem Hals zu knabbern und sandte damit viele kleine Schauder durch meinen Körper. Angenehme Hitze sammelte sich in meinem Bauch. Sie hatte offenbar keine Ahnung, wie sehr ich solche Zärtlichkeiten genoss oder sie wusste es und machte es mit voller Absicht. Wie gesagt... diese Frau hatte mich bereits um den kleinen Finger gewickelt. Viel Spielraum hatte ich nicht mehr. Den Bund der Gefährten war ich eingegangen. Alles von mir lag nun in ihren Händen. Ein zunächst erschreckender Gedanke, der mich normalerweise unwohl werden ließ, aber nichts dergleichen quälte mich früh am Morgen. Ich war einfach nur... entspannt.
Als sie mit dem Knabbern aufhörte, brummte ich leise und drückte ihr einen Kuss ins Haar. Fenrir und Hanabi waren ebenso wach und immer noch in ihrer tierischen Gestalt. Vielleicht... aber nur vielleicht... könnte ich auch eines Tages so frei sein und meine wahre Gestalt annehmen ohne andere zu gefährden. Das wäre dann der nächste Schritt für mich.
>Hast du dich gut erholt?< fragte ich Taiga leise.
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Bin für ein Jahr in den USA ;) und habe um ein halbes Jahr verlängert hahaha Fliegt, bevor eure Flügel das Fliegen vergessen <3

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20.09.2020, 11:27

Taiga

Entzückt lächelte ich, als ich sein Brummen vernahm und entschied mich doch die Augen zu öffnen. Ich hob den Kopf an, nachdem Malevor darauf einen Kuss gedrückt hatte und sah in seine warmschimmernde Augen. Ich liebte diesen Braunton, der beinahe in einem dunklen Honiggold überging. Erst jetzt fiel es mir auf, wie oft ich Malevor mit Honig verglich und ein amüsiertes Funkeln tauchte in mein Augen auf. "Ja", strahlte ich ihn bei seiner Frage an und küsste auf seine Nasenspitze: "In deine Arme kann ich immer gut schlafen, du bist wie ein Traumfänger. Und du?"

Fenrir

Aufeinmal sprang Hanabi auf meinem Rücken, um dort sich gemütlich zu machen. Sie benutzte mich anscheinend als ein übergroßes Kissen. Als meine Gefährtin war sie privilegiert solche Dinge bei mir tun zu dürfen. Darunter zählte auch auf mir reiten zu dürfen. Ich bin extra kuschelig, damit ich süße Hasenmädchen wie du anlocken und sie fressen kann, erwiderte ich mit einem Wolfsgrinsen und mein Schwanz wischte zufrieden über dem Boden. Ich beugte mein Kopf zu meine Vorderbeine und begann daran zu knabbern. Auch ein Wolf musste sich irgendwann putzen und sein Fell in Ordnung bringen, damit es weiterhin prachtvoll glänzen konnte.


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20.09.2020, 16:19

Hanabi

Ich lachte leise in mich hinein. Er hatte mich eben zum Fressen gern. Wären wir kein Paar oder keine Freunde, hätte ein Hase wie ich das als Grund verstanden sofort das Weite zu suchen. In meinem Fall fühlte ich mich rundum wohl. Fenrir putzte sich, was ich zum ersten Mal sah und ich nahm mir ein Beispiel daran. Da ich das auf seinem Rücken nicht tun konnte, sprang ich runter, setzte mich auf meine Hinterbeine und leckte mich sauber. Es gefiel mir, dass wir nicht früh morgens hetzten. Auch wenn die Zeit drängte.
Ich erinnerte mich sehr gut daran, wohin wir als Nächstes gehen mussten. Es würde nicht einfach werden. Ganz und gar nicht. Der nächste Schritt erschien mir beinahe unmöglich. Trotzdem hegte ich die Hoffnung, dass wir auch diese Hürde überwinden würden. Deshalb ging ich anschließend zum Grashaufen und begann zu essen. Nahrung schenkte Kraft. Kraft brauchte ich.

Malevor

Jetzt war ich also auch ein Traumfänger. Ich küsste sie auf die Nasenspitze zurück. >Mit dir an meiner Seite schlafe ich am besten.< erwiderte ich mit einem kleinen Lächeln, ehe ich mich auf meinem Unterarm aufstützte und zum Höhleneingang blickte. Helles Licht erwartete uns da draußen. Gutes Wetter. Viel Sonne. Keine Wolken. Nicht unbedingt die besten Konditionen für mich. Die Reise musste trotzdem weitergehen.
Ich ließ meinen Nacken kreisen. >Frühstücken wir erst einmal und dann brechen wir auf. Wir sollten nicht viel Zeit verlieren.< Denn das ermöglichte unsere Feinde zu uns aufzuholen wie Cyrill es gestern getan hatte. Begegnungen wie diese wollte ich weitgehend vermeiden. Ich schaute zu Hanabi, die gerade aß. >Wohin müssen wir als Nächstes?<
Sie sah kauend auf. Zur Aegaia Insel. Nordöstlich von hier. Keine Ahnung wie wir hinkommen sollen...
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1 524

20.09.2020, 19:54

Taiga

Ich erwiderte sein Lächeln und schaute zu Hanabi hinüber, als mein Gefährte ihr eine wichtige Frage stellte. Aegaia Insel, ich hatte das Gefühl schon einmal diesen Namen gehört zu haben. Aber ich konnte mich nicht daran erinnern. Ich rollte mich von Malevor und stand auf, um mich zu recken. Mein Blick glitt zu dem Herz an der Wand und es wirkte einsam an der graue, große Felswand. Das gefiel mir nicht, denn ich war gar nicht einsam. Ich hatte mein Gefährte und meine Freunde. Wir waren ein Rudel, eine Familie. "Besorgst du wieder die Fische? Sie waren sooo lecker", mit strahlende Augen sah ich Malevor an und im gleichen Moment war ich bereits zu der Wand gegangen. Ich hob den Stein von gestern auf, schürzte nachdenklich die Lippen und musterte eingehend mein Herz.

Fenrir

Zu Aegaia Insel also. Das klang nach viel Wasser und ich verzog kurz die Miene. Tja, wir mussten irgendwie das Meer überqueren und Boote oder Schiffe, wie die Menschen es hatten gab es nicht in Hana'yei. "Ich hole erstmal was Richtiges für meine Zähne. Nur vom Fisch wird man nicht satt. Mit vollem Magen kann ich besser nachdenken", meinte ich und sah mein Bruder an: "Soll ich dir auch was mitbringen? Dann kannst du erstmal bei den Frauen bleiben" Taiga fragte ich nicht, ob sie doch Fleisch haben wollte, denn Malevor würde bestimmt ihren Wunsch nach den Fische nicht abschlagen. Nicht, wenn er jetzt ihr Gefährte war und in manchen Dingen tickten wir Brüder ähnlich.


1 525

20.09.2020, 23:39

Hanabi

Tja, wie wir zur Insel kamen, stellte ein Problem dar. Das wussten wir jetzt. Ich war gespannt auf Ideen, aber noch hatten wir diese Phase nicht erreicht. Taiga wünschte sich Fisch zum Frühstück und stellte sich vor die bemalte Wand, wo nun ein Herz zu sehen war. Das fiel mir erst jetzt auf. Zunächst verstand ich nicht, was es genau darstellen sollte, aber ich hegte eine Vermutung. Ansprechen wollte ich das Thema sowieso nicht, weil ich nicht wusste, ob der richtige Zeitpunkt dafür gekommen war. Meiner Freundin ging es gut, sie war glücklich und nur das allein zählte.
Fenrir beschloss jagen zu gehen, weil ihm Fisch allein nicht reichte. Als Wolf brauchte er deutlich mehr, das verstand ich. Malevor würde solange bei uns bleiben, denn er nickte einverstanden. >Bring mir auch etwas, die Energie werden wir nötig haben. Ich überlege mir in der Zwischenzeit, wie wir zur Insel gelangen.<

Malevor

Leichter gesagt, als getan. Eine fliegende Insel wäre natürlich schwerer zu erreichen, deshalb musste ich mich mit dem zufriedengeben, was wir nun zu tun hatten: Das halbe Meer durchqueren, um eine Insel zu finden, auf der ich nie gewesen war. Gehört ja, mit eigenen Augen gesehen, leider nein. Was würde uns dort erwarten? Mehr Rätsel?
>Was kommt nach der Insel?< fragte ich Hanabi nachdenklich. Sie aß immer noch das Gras von gestern, konnte sich aber zumindest frei per Gedanken unterhalten. Ihre Knopfaugen blickten zu mir.
Auf der Insel müssen wir ein Portal finden. Es befindet sich im Herzen des Dschungels. Wenn wir das erreichen, führt uns die Magie an einen Zwischenort. Von dort aus gelangen wir direkt zum Ziel.
Hörte sich einfach an, aber ich bezweifelte, dass wir schnell zum Ziel gelangen würden. Es war nicht umsonst ein legendärer Ort... niemand hatte ihn gesehen. Aber dann musste ich an Urgroßmutter Weide denken und dass wir das Glück hatten sie kennengelernt zu haben. Uns war es vielleicht möglicher als anderen Animagi. Von uns erwarteten die Schöpfer sogar, dass wir Oalh'ey erreichten. Warum auch immer...
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1 526

21.09.2020, 16:59

Taiga

Symbolen. Ich wollte uns alle in Symbolen darstellen, die nur wir verstehen konnten und für die Fremden würde es wie ein Rätseln sein oder bloß ein Bild. Ich blendete die Hintergrundgeräusche und mein Blick wurde nebelig, als die Magie sich in mir zu regen begann. Der Stein fiel zu Boden und wie in einem Trance legte ich die Hand auf die Wand. Magie rauschte wild durch meine Adern, wie ich sie noch nie so erlebt hatte und es fühlte sich an als wäre ich im freien Fall. In der Luft begann es zu glitzern und farbigen, nebelartigen Fäden kamen aus meiner Hand. Sie schlängelten sich tänzerisch über die Wand, verbanden sich miteinander, verwandelten sich in Formen und wurden auf der Wand verewigt. Wie im echten Leben ließen sie ein Baum wachsen, er wurde immer größer bis seine prächtige Krone im satten silbrigen Grün beinahe die Decke erreichte und die mächtige Wurzeln verteilten sich fast über den ganzen unteren Teil der Wand. Der widerstandsfähiger Stamm hatte mein Herz eingeschlossen, dabei blieb es dennoch für alle sichtbar, denn die Rinde versteckte nicht das Herz. Der Baum stand für das Leben, die Krone war die Zukunft und die dicke Wurzeln sowohl die Vergangenheit, als auch die Gegenwart. Und da ich nie mein Herz vor der Welt verborgen hatte, ließ auch der Baum sein Herz zeigen. Goldener Sand erschien am unteren Teil, der den Boden darstellen sollte. Zuerst war dort nur ein Glitzern, doch dann wurde das Glitzer fester und ich ließ dort noch Muscheln in verschiedenste Formen und Farben entstehen, die ich an der lächelnde Bucht gesehen hatte. Der Boden sollte den Ort hier darstellen. Währenddessen entstand eine neue Pflanze, sie rankte sich um den halben Stamm und war die Schwesterblume von Amaya und mir. Meine Schwester war ein wichtiger Teil meines Lebens und sie hatte uns ein Stück auf unsere neue Reise begleitet, deswegen durfte sie auf dem Bild nicht fehlen. Und da auch Hayato uns ein wenig begleitet hatte, schwebte über der Blume eine Feder einer Eule. Über der Baumkrone war ein farbenprächtiger Regenbogen mit leichtem Glitzer erschienen und ein Lächeln huschte über meinem Gesicht, denn sie stellte mein Gefährten da. Weiter oben funkelte die Sterne und wenn man genauer hinsah war es ein Sternzeichen, nämlich den Hasen. Meine Schwesterfreundin Hanabi. Für Fenrir war der Mond erschienen, denn die Wölfe standen in starker Verbindung mit dem Mond. Außerdem gehörten Sterne und Mond zusammen, so wie die Beiden. Der Hintergrund war eine Mischung aus Tag und Nacht, es war eine verschwommene Grenze. Dabei merkte ich nicht, dass meine Augen sich während des Prozesses verändert hatten und die Farben des Regenbogens angenommen hatten. Ich war in eine völlig neue Welt gefangen. Eine Welt wie ein leeres Gemälde und nur ich konnte die Farben bringen. Und durch die Farben kam auch das Leben. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als würde ich meine Kunst ganz neu entdecken und erst begreifen was für eine Magie in mir schlummerte. Gleichzeitig spürte ich die Nähe meines Gefährten so stark, als würde Malevor direkt neben mir stehen und gemeinsam mit mir dieses Bild malen. Als das Werk vollendet war, wurden meine Augen wieder normal und ich erwachte aus meinem Trance. Mit großen Augen starrte ich das neue Werk an und versuchte zu begreifen, was eben passiert war. Ich hatte meine Magie noch nie so stark und lebendig gefühlt, doch jetzt wirkte sie ganz normal wie immer. Ich drehte mich um und sah Malevor an. Ob es vielleicht an unserem Gefährtenbund lag? Vielleicht hatte sein Blut mir auch sowas wie ein Energieschub gegeben.

Fenrir

Ich erreichte die Wiese, wo ich gestern für Hanabi Gras geholt hatte. Hier würde ich bestimmt ein paar Beute finden, natürlich blieb die hasenartigen Wesen für mich tabu. Ich konnte mich nicht erinnern, ob ich jemals Hasenwesen gefressen hatte, aber ich wollte mich auch nicht daran erinnern. Ich entdeckte eine kleine Herde. Sie sahen ein wenig den Schafe in der Menschenwelt ähnlich aus, hatten aber drei gefiederte Schwänze und einen Rüssel wie die eines Schweines. Ich erlegte vier von ihnen, damit mein Bruder und ich ausreichend Nahrung im Bauch hatten. In meiner halbmenschliche Gestalt vorbereitete ich unser Essen so, sodass Hanabi nicht mehr erkennen musste, was für Tiere es gewesen war. Ich wollte es für sie möglichst erträglich machen, denn dass wie Fleisch aßen war unvermeidbar und ich erinnerte mich wie sie sich überwunden musste uns damit zu füttern, als wir noch klein gewesen waren. Ihr Herz war viel größer als ihr Moralgefühl als Pflanzenfresser. Schnell kehrte ich in die Höhle zurück: „Da bin ich wieder."


1 527

21.09.2020, 19:02

Hanabi

Malevor kam nicht sofort auf eine Lösung für unser aktuelles Problem. Er verfiel wieder in den grüblerischen Modus. Ich zweifelte nicht an seinem Ideenreichtum. Dafür, dass Fenrir und er so viele Jahrhunderte lebten, mussten sie einiges gelernt hatten, um auch scheinbar unerreichbare Ziele zu erreichen. Ich selbst konnte zwar auch kreativ sein, aber in diesem Fall fiel mir beim besten Willen nichts ein. Fliegen konnte ich in dieser Gestalt, nur nicht mit anderen Leuten im Gepäck. Das war schlichtweg nicht möglich. Leider. Andernfalls hätten wir auch diese Hürde locker überwunden.
Ich aß den Rest meiner Ration auf und schaute neugierig zu Taiga, die plötzlich zu schimmern begann. Bunte Fäden aus Magie flossen aus ihren Händen und färbten das Gestein. Ungläubig riss ich die Augen auf. Das hatte sie nie zuvor getan... auf diese Weise ihre Magie auszuüben, das war... neu. Faszinierend. Wie gebannt verfolgte ich die Geburt eines weiteren Meisterwerks von ihr. Mehr und mehr Formen zeichneten sich auf dem grauen Gestein ab und so langsam ergab alles einen Sinn für mich. Für Außenstehende mochte das ein schönes Bild sein, aber für mich trug es eindeutig eine wichtige Bedeutung in sich. Jetzt verstand ich, was Taiga ausdrücken wollte und ich fand das Ergebnis atemberaubend.
Ich verwandelte mich in meine menschliche Gestalt mit Hasenohren und legte mir eine Hand auf die Brust. >Das ist... unbeschreiblich.< sagte ich an meine Freundin gerichtet. Genau in diesem Moment erschien Fenrir.

Malevor

Es war ganz und gar nicht einfach auf eine Idee zu kommen, wie wir am besten zur Insel gelangten. In meinem Kopf kochte es bereits wegen all der Möglichkeiten, die wir nicht nutzen konnten, weil uns schlichtweg die Mittel dazu fehlten. Frustration baute sich in mir auf, bis ein Ziepen in meiner Brust einsetzte, das mich aus dem Konzept brachte. Hm... das war neu. Ich rieb mir über die Stelle an der Brust und blickte instinktiv zu Taiga, deren regenbogenfarbene Augen zu mir schauten. Regenbogenfarben? Mein Blick fiel auf das fertige Bild und ein lautloses Oh entfloh mir. Magie. Ihre Magie hatte das bewirkt und sie hatte... Sie hatte irgendwie auf meine zugegriffen. Ich zog eine Braue in die Höhe. Überrascht über diese Erkenntnis. Es gab wenige Dinge, die mich noch erstaunten, aber Taiga schaffte es immer wieder aufs Neue frischen Wind in mein Leben zu bringen.
Ich richtete mich auf, als mein Bruder erschien und deutete auf das Bild. >Deine Magie ist wesentlich stärker geworden, adolla. Das ist... eine positive Entwicklung.< Dann sah ich zu Fenrirs Beute und nickte zufrieden. Das würde uns reichen. >Ich hole schnell Fisch und wir reden weiter.<
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1 528

21.09.2020, 19:52

Taiga

Meine Wangen begannen sich vor Freude zu röten, als Hanabi staunend das Bild betrachtete und dabei sogar ihre Hand auf dem Brustkorb legte. Malevor schien auch zu glauben, dass meine Magie stärker geworden war und vielleicht konnte ich mit dieser Kraft mehr bewirken, als zuvor. Vielleicht sogar für unsere wichtige Reise. Es wäre schön, wenn ich nützlich sein könnte. Spontan umarmte ich Hanabi und sagte: "Ich hab dich lieb, das wird mein Herz niemals vergessen, Schwesterfreundin." Es war mir wichtig ihr das zu sagen, denn ich konnte mir vorstellen wie schwer für sie es gewesen sein musste, als ich gar keine Erinnerungen hatte. "He, das hier wird kein Dreieckdings werden, klar?", beschwerte sich der Wolf. Grinsend hüpfte ich auf ihm zu und umarmte ihn einfach: "Ich hab dich auch lieb, Grummelwolf." "Lass das bloß nicht mein Bruder hören....wobei, es wäre interessant zu sehen, wie stark seine animalische Instinkte bei dem frischen Bund ist", sein Mundwinkel zuckte. "Du bist doch sein Bruder, da wird er nicht eifersüchtig sein", löste ich mich von ihm und summend ging ich zu der Feuerstelle, um ein neues Feuer zu entfachen.

Fenrir

Da kannte sie uns Dunkelgeborene aber schlecht, denn zu Anfang war ich selbst auf die beste Freundin meiner Gefährtin eifersüchtig gewesen und zum kleinen Teil sogar auf meinem Bruder. Nach ein paar Tagen hatte sich das wieder gelegt, aber in der Anfangsphase war ich verdammt besitzergreifend gewesen und wollte Hanabi absolut mit Niemanden teilen. Vielleicht war mein Bruder da doch selbstbeherrschter, da es seine Natur war. Ich versuchte mich zu erinnern wie es bei der Sonnenfüchsin gewesen war, aber da gab es Lücken. Egal. Dann entdeckte ich das Bild und obwohl ich wirklich nichts mit sowas zu tun hatte, verstand ich die verborgene Botschaft. Taiga hatte das Rudel gezeichnet und auf ihre Art gesagt wie wichtig wir ihr waren. Zufrieden setzte ich mich ans Feuer und sah meine Gefährtin an: "Wie weit seid ihr gekommen? Irgendwelche Ideen?" "Ihr braucht Ideen? Da könnte ich euch doch helfen", meldete sich Taiga zu Wort und strahlte uns an.


1 529

21.09.2020, 20:57

Malevor

Als ich dabei war die Höhle zu verlassen, hörte ich Fenrirs Kommentar und schaute über die Schulter zu ihm. Mein Mundwinkel zuckte. >Der Unterschied ist, dass Taiga dich von sich aus umarmt hat. Wäre es umgekehrt gewesen, hättest du vielleicht keine Stimme mehr.< Dass wir Dunkelgeborene zu Beginn des Bundes alles auf die Goldwaage legten, lag klar auf der Hand. Wir teilten nicht. Wir erlaubten keine Nähe zu unseren Gefährten. Wir waren wie besessen. Zum Teil empfand ich diese starken Emotionen, aber ich hatte über die Jahre hinweg gelernt Herr meiner Instinkte zu sein. Das half mir auch in dieser Situation weiter.
So oder so war es mir gerade wichtiger Taiga den Fisch zu bringen, den sie sich gewünscht hatte. Als Gefährte kümmerte ich mich eben um ihr Wohlergehen, so wie sie mir bloß mit ihrer Anwesenheit Frieden schenkte. Und Farben... viele Farben.
In diesen Gedanken schwelgend begab ich mich zum Strand. Am Tag jagte ich anders als spät am Abend, denn im Wasser konnte man mich nun deutlich sehen. Aus diesem Grund griff ich von Anfang an auf meine Stille zurück und lockte die Beute direkt zu mir. Mit dem Einsatz meines Speers war die Sache schnell erledigt, sodass ich kurze Zeit später zurück in der Höhle war.

Hanabi

Ich musste breit lächeln, als Taiga mich fest umarmte. Das hatte ich vermisst. Meine Schwesterfreundin und ihre herzlichen Umarmungen. Kaum zu glauben, dass sie es nach diesem schrecklichen Ereignis geschafft hatte zu sich selbst zu finden. Ich war dankbar, dass sie wieder lächeln konnte und musste schmunzeln, als Fenrir meinte, Malevor würde es nicht gutheißen, wenn sie so offen mit anderen war. Jeder Partner war anders. Mein Gefährte hatte von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht wie besitzergreifend er sein konnte. Für mich war das in Ordnung. Ich liebte ihn so wie er war.
Nur konnte ich ihm leider nicht mit besonderem Einfallsreichtum dienen. Ideen hatte ich keine. Niederschlagen schüttelte ich den Kopf, während Hoffnung in mir aufkeimte, dass Taiga tatsächlich mehr zu bieten hatte. >Schieß los.< sagte ich erwartungsvoll und sah sie gespannt an. Malevor und die Fische ließen auch nicht lange auf sich warten.
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Gestern, 17:23

Taiga

Gerade wollte ich Hanabi antworten, da kehrte mein Gefährte zurück und lenkte mich einen Moment ab. Er kam mir heute noch anziehender vor als am Tag zuvor, obwohl er sich gar nicht verändert hatte. Aber irgendwie hatte ich jetzt das große Bedürfnis mich wie eine schnurrende Katze an ihn zu schmiegen und ihn dabei anhimmeln. "Taiga?", schnipste Fenrir mit den Finger vor meiner Nase und ich kehrte in die Realität zurück: "Hm?" "Du wolltest uns mit Ideen helfen", half er mir auf die Sprünge. Oh. Stimmt. Das hätte ich beinahe vergessen und konzentrierte mich auf unser Problem. "Warum fragen wir nicht nach einem Meerwesen, das groß genug ist uns zu der Insel bringen zu können?", machte ich den Vorschlag: "Wenn wir einem Meerwesen freundlich um Hilfe bitten, wird er bestimmt nicht Nein sagen. Es gibt doch zum Beispiel doch die Inselschildkröten oder die Dreiklangwale. " Erwartungsvoll sah ich in die Runde.

Fenrir

Ich sah schief grinsend meinem Bruder hinterher und wandte mich wieder an den Frauen. Weiter waren wir nicht gekommen, denn Malevor war bereits von der Jagd gekommen und versetzte Taiga in einem Tagtraum. "Sind wir auch so?", murmelte ich zu meiner Gefährtin und belustigt holte ich das Luchsmädchen in unsere Welt zurück. So würden wir niemals vorankommen, zu Not würde ich mein Bruder einfach aus der Höhle werfen. Stirnrunzeln dachte ich über Taigas Idee und rümpfte mit der Nase.


1 531

Heute, 10:28

Hanabi

Ich musste mir ein Lachen verkneifen, als Fenrir mich das fragte. Taiga war tatsächlich kurz abgelenkt gewesen, als Malevor die Höhle wieder betrat. Er hatte sich ganz schön ins Zeug gelegt. Etliche Fische hingen an seinem Speer. >Ehrlich gesagt, weiß ich das nicht. Am Anfang vielleicht.< zuckte ich mit der Schulter. Dann hörte ich mir Taigas Idee an und überlegte angestrengt. Das war kein schlechter Ansatz, vorausgesetzt wir trafen auf eines dieser Geschöpfe. Bislang hatte ich keines dieser Wesen persönlich kennengelernt. Sie lebten tief im Meer, in der endlosen Weite des Ozeans.
>Wie sollen wir sie dann zu uns rufen?< fragte ich leicht skeptisch. Eine andere Idee fiel mir sowieso nicht ein, also sollten wir wohl an dieser knüpfen.
Malevor bereitete den Fisch wie gestern zu und wirkte höchst konzentriert. >Das übernehme ich. Vielleicht kann ich meine Sinne weit genug ausbreiten, dass ich einen von ihnen erreiche. Mit der Stille müsste das möglich sein.<

Malevor

Wieder säuberte ich erst die Fische, dann spießte ich sie auf und hielt eine Portion Taiga hin. Da mein Bruder genug für uns beide gejagt hatte, bediente ich mich am Fleisch, während ich über den Vorschlag nachdachte. Hm. Ob diese Wesen es uns erlauben würden auf ihnen zu reisen? Bislang hatte ich das nie ausprobiert. Sie waren mir immer zu unerreichbar gewesen. Ich mochte das Meer, aber umgeben von ausschließlich Wasser konnte ich mich schlecht gegen potenzielle Gefahren wehren. Das mochte ich wiederum nicht.
Ich kaute den ersten Bissen gut durch und schluckte. Einen Versuch war es dennoch wert. Wenn ich jemanden da draußen erreichte, hatten wir eine Chance. Das war besser als gar keine.
>Falls das aber nicht klappt, brauchen wir einen anderen Plan... Vorschläge?<
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