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2 201

23.06.2022, 08:21

Ryu

Mein Körper war warm, wodurch meine Muskeln immer geschmeidiger wurde und die Energie in mir pulsierte wie ein schlagendes Herz. Während viele Menschen von zu viel Wärme träge wurden und sich schnell erschöpften, wurde ich dagegen energiegeladener. Vielleicht lag es nicht nur an meiner Heimat, sondern wegen meinem Drachenblut. Immerhin war Ahi ein Drachen des Feuers. Aber viel mehr wärmte mich Imesha, als der Tanz selbst. Ich genoss diese Spannung zwischen uns, spürte wie wild mein Herz in meinem Brustkorb schlug und das Kribbeln in meinem Nacken. Ich liebte es, wie sie sich beim Tanzen fallenließ, trotz all den Menschen um uns herum. Sie war so schön. Ein Keuchen verließ meine Lippen, als Imesha mich an sich zog und mich küsste. Es war für mich unglaublich betörend, wenn sie jedes Mal von sich aus mich küsste, berührte....Schlagartig verdunkelte sich meine Augen bei ihre Worte und jede Gedanke in meinem Kopf verpuffte, während ihr warmer Atem an meinem Ohr mich wohlig erschaudern ließ. Ich lehnte mich ein Stück zurück, umfasste ihr Gesicht und küsste sie sanft, aber in meine Augen loderte ein wildes Feuer. "Ich werde jetzt mit dir zurückfliegen und wenn wir in unserem Zimmer sind, kannst du alles von mir verlangen, amaya", raunte ich. Dann packte ich entschlossen nach ihrer Hand und entführte sie nach draußen, zum Glück hatten wir schon vorher bezahlt. Kaum traf mich die kühle Luft, waren mir bereits die Flügel erschienen. "Steig auf meinem Rücken, ich kann mich jetzt nicht konzentrieren, um meine Luftmagie an dich zu wenden, damit du alleine fliegen kannst. Das Bild, wie du nackt auf dem Bett räkelst, während ich dir all deine sehnliche Wünsche erfülle, lässt mich nicht los", wieder sah ich Imesha voller Verlangen an und Hitze floß durch meine Adern. Sie sollte wissen, was sie mit mir machte. Was ihre Worte in mir ausgelöst hatte. Und wie sehr ich sie selbst wollte.

Ilea

Ich hätte nie gedacht, dass das Tanzen mir einen solchen Vergnügen bereiten konnte und dass es mich einen Moment alles vergessen ließ. Man lebte jetzt nur für diesen Augenblick und war im Hier, alles Anderes rückte in die Ferne. Bei jedem Lied wurde mein Körper wärmer, das Herz schlug wilder, der Brustkorb hob und senkte sich schneller. Meine Füße fingen an zu brennen, ich erinnerte mich nicht, wie lange ich schon tanzte. Nur, dass die Lieder sich nahtlos wechselten und wie Caels Begeisterung mich mitriss. Nach eine Weile meldete sich der Durst und ich gab Cael ein Zeichen, dass ich etwas Trinken würde. Ich ging zu unserem Tisch, stellte fest, dass unsere Freunde nicht mehr unter den Tanzende waren und nahm Platz. Obwohl Alkohol nicht wirklich den Durst löschte, nahm ich dennoch noch einen Glas Pflaumenwein. Ich wollte in dieser Nebel aus Leichtigkeit gefangen bleiben, dieses einfaches Loslösen von Kummer. Ich wusste, das es nicht der gesunde Weg war. Aber wenn man erfuhr, das man möglicherweise nur einen ganzen Tag zu leben hatte, wie sollte man es irgendwie überwinden können? Als ich den Glas leer trank, war die Leichtigkeit plötzlich gewichen und stattdessen kam eine unendliche Schwere. Mein Körper war müde, die Kehle brannte und mir brummte der Kopf. Das Gefühl, der Abend wäre ewig, war vorüber und ich fühlte, wie die Zeit mir davonrannte. In diesem Moment wurde mir zu deutlich bewusst, was ich verlor. Plötzlich wurde der Raum eng, zu viele Menschen, die sorglos lachten und die Musik zu laut. In meinem Brustkorb wurde es immer enger und ich bekam kaum noch Luft. Fluchtartig sprang ich auf und verließ das sich drehendes Gasthaus.


2 202

23.06.2022, 12:00

Cael

Das Oberteil klebte mir am Körper. Mir war richtig warm, während ich mit der Masse an Menschen sang und tanzte. Selbst Ilea hielt sich lange auf den Beinen und tanzte, als gäbe es kein Morgen mehr. Sie war wunderschön. Manchmal sah ich sie an und hatte das Gefühl nur mit ihr allein in diesem Raum zu sein. Ihr Lächeln war ansteckend. Ich wollte sie auch weiterhin lächeln sehen. Die ganze Nacht lang. Aber auch sie war ein Mensch, der Durst bekam und erinnerte mich damit, dass ich auch etwas trinken sollte. Direkt nach dem Lied würde ich das tun, bevor mir die Stimmbänder versagten.
Ich widmete mich wieder der Menge, mischte mich unter die Leute und genoss es, welch Wirkung meine Musik auf sie hatte. Man konnte sich als Künstler regelrecht darin verlieren. In diesem wilden Rausch. Vielleicht könnte ich öfters hier vorbeischauen und etwas vorspielen. Es bedeutete mir viel meine Musik leben zu dürfen. Allerdings hatte ich in Valaris jemanden gefunden, der mir wichtiger war und diese Person eilte durch die Tür hinaus. Ihr blondes Haar würde ich überall wiedererkennen. Und da es untypisch für sie war einfach wortlos zu verschwinden, brach ich abrupt ab und legte die Gitarre auf dem Tresen ab, um ihr eilig zu folgen. Dass die Leute protestieren würden, war mir natürlich bewusst. Stimmungen konnten schnell umschwenken. Einmal liebten sie dich, dann waren sie unzufrieden, wenn man ihnen nicht das gab, wonach sie verlangten. So einfach änderte der Zuschauer seine Meinung. Als Künstler durfte man sich das jedoch nicht zu Herzen nehmen. Meine Leidenschaft brannte nicht für sie, sondern für mich selbst. Darum fiel es mir leicht die Gaststätte zu verlassen, um nach Ilea Ausschau zu halten. >Ilea!?<

Imesha

Atemlos stolperte ich ihm hinterher, als er mich nach draußen führte und kühle Luft auf meine erhitzte Haut traf. Mir schlug das Herz bis zum Hals. Ich hatte ihm tatsächlich gesagt, dass ich ihn wollte. In der Öffentlichkeit. Ohne Scham. Auch wenn ich alles andere als prüde war, hatte ich mich selbst damit überrascht. Jetzt sah mich Ryu mit diesem sengenden Blick an, dass ich Gänsehaut bekam. Ich fühlte mich auf eine Weise begehrt, dass es mir die Sprache verschlug.
Mit einem Kribbeln im Bauch folgte ich seiner Aufforderung, schlang von hinten die Beine um seine Hüften und die Arme um seinen Nacken. Ich hätte mir gerne die Zeit genommen seine wunderschönen Flügel näher zu erkunden, aber das konnte bis nachher warten. Erst einmal musste ich mich an ihm festhalten, als wir den Kontakt zum Boden verloren und er in die Höhe flog. Weiter und weiter, bis die Menschen ganz klein waren und die Straßen noch schmäler. Die Gaststätte sah ich nicht mehr. Stattdessen ragte der majestätische Turm vor uns in den Himmel. Glühende Farben des Sonnenuntergangs schimmerten an den hellen Mauern und das Glas warf das Licht zurück. Ein atemberaubender Anblick. Ehe ich mich versah, landeten wir auf dem schmalen Balkon, den Ryu in seiner Trance gefunden hatte. Niemand war da. Nur wir beide. Mit weichen Knien löste ich mich von ihm und schluckte trocken. Ich musste wieder an seine Worte denken. An die Hitze in seinem Blick. In mir pochte es, wenn ich mir vorstellte, was wir gleich tun würden. Ich wollte keine weitere Minute verschwenden.
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2 203

23.06.2022, 13:37

Ryu

Ich musste mich zusammenreißen nicht in höchster Geschwindigkeit zu fliegen, aber wir kamen auch schon so schnell voran als zu Fuß. Kaum stieg Imesha von meinem Rücken, hatte ich wieder nach ihrer Hand gegriffen und führte sie in das Inneren, währenddessen verschwanden die Flügel wieder. Immer wieder warf ich ihr brennende Blicke zu, zeigte ihr, dass ich nach wie zuvor Verlangen nach ihr spürte. Endlich erreichten wir unser Zimmer und sobald ich die Tür schloss, drehte ich mich zu Imesha um, um sie leidenschaftlich zu küssen. Ein verlangendes Knurren entwich mir, als ich sie schmeckte. Ich drängte sie gegen eine Wand, die Arme locker neben ihrem Kopf gestützt, damit sie genügend Freiraum hatte und vertieftet den Kuss.

Ilea

Ich sog beinahe schmerzhaft die kalte Abendluft ein und auf unsicheren Füße ging ich in eine schmale Gasse neben dem Gebäude. Dort ließ ich mich an der Wand auf dem Boden hinabsinken und zog die Beine an mich ran. Meine Arme schlangen um sie, während mein Kopf auf die Knien sank. Meine Atmung war hektisch und die Enge schnürte mir gleichzeitig den Hals ab. Mir war immer noch schwindelig, langsam wurde es in meinem Magen flau und mein Herz klopfte viel zu schnell. In meine Fingern kribbelte es auf eine unschöne Art und kalter Schweiß klebte in meinem Nacken. Ich wusste, dass es nicht nur am Alkohol lag, ich wusste, dass ich einen Panikanfall bekam. Ich konnte nicht vor der Realität fliehen, konnte nicht die harte Wahrheit verschönern oder verschleiern. Ich schaffte es nicht einfach so zu tun, als wäre alles in Ordnung und gleichzeitig die Menschen, die mir viel bedeuteten, zu belügen. Mein Körper begann von den Schluchzern zu beben. Ich war überfordert. Verzweifelt. Fühlte mich einsam. Und ich hatte eine solche Angst. Diese Bürde zu tragen war so schwer.


2 204

23.06.2022, 16:28

Cael

Auf den ersten Blick war Ilea nirgends zu sehen. Die belebten Straßen machten es mir zudem schwerer voranzukommen und nach einem blonden Schopf Ausschau zu halten. Da sie auf meinen ersten Ruf nicht reagiert hatte, vermutete ich, dass sie außer Hörweite war. Würde sie gar nicht mehr hören können, müsste ich intensiver suchen. Warum war sie überhaupt übereilt hinausgestürmt? Hatte ich irgendetwas verpasst? Hatte sie jemand bedrängt? In meinem Kopf stellte ich mir die wildesten Szenarien vor, aber das würde mir auch nicht dabei helfen sie schneller zu finden. Aus diesem Grund konzentrierte ich mich auf die Umgebung, bog in die Seitengasse neben dem Gebäude ab und atmete erleichtert aus. So weit war sie also nicht geflüchtet.
Dann bemerkte ich ihren Zustand und die Erleichterung verflog. Sie sah aus, als hätte sie eine Panikattacke. In wenigen Schritten war ich bei ihr und ging vor ihr in die Hocke. >Ilea, lumina, was ist passiert?< fragte ich sie alarmiert.

Imesha

Ich war ein klein wenig enttäuscht, dass er seine Flügel wieder verschwinden ließ. Beeindruckend, wie die Magie verhinderte, dass Risse in seiner Kleidung zurückblieben. Sehr praktisch. Nur würde er nicht lange bekleidet bleiben, so viel stand fest, als wir wenig später in unserem Zimmer waren, die Tür ins Schloss fiel und er mich gegen die Wand drängte. Unter anderen Umständen hätte mich das instinktiv erstarren lassen, doch seine warmen Lippen, der innige Kuss und seine vertraute Nähe hielten mich im Jetzt fest. Ich konnte seine Leidenschaft regelrecht schmecken.
Unwillkürlich fanden meine Hände zurück zu seinen Schultern, zu seinem Nacken und seinem Haar, in das ich meine Finger graben konnte. Dabei schmiegte ich mich eng an ihn. Brust an Brust, ein Bein um seine Hüfte geschlungen, damit nichts mehr zwischen uns passte. Ich spürte sein Verlangen nach mir und mir gefiel es, dass ich keinerlei Ekel dabei empfand. Oder Abscheu. Von Ryu begehrt zu werden, war befreiend. Intensiv und schwindelerregend. >Zieh mich aus.< forderte ich atemlos von ihm.
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2 205

23.06.2022, 20:56

Ryu

Aus mir kam ein tiefer Seufzer, als ihre Finger sich in meinem Haar vergruben und ihr Bein um mich eng umschlang. Das fühlte sich so gut an und ich wollte viel mehr. Alles, was Imesha mir geben konnte. Ihre Worte ließen mein Atem kurz stocken und schweratmend löste ich mich von ihre Lippen. Heißes Verlangen durchströmte mich erneuert und meine Stimme klang ganz rau vor Begehren: "Alles, was du von mir wünschst." Ich küsste sie wieder, während meine Arme sich von der Wand löste, damit meine Finger träge an dem Kragen ihres Oberteils entlangfuhren. Sie wanderten bis zur Mitte und glitten hinunter bis zu dem Saum. In geschmeidige Bewegung befreite ich sie von dem Kleidungsstück und küsste sie sofort wieder, als unsere Lippen kurz getrennt waren. Meine Hände legten sich auf die warme, nackte Haut. Ich strich an den Seiten entlang, berührte ihre wohlgeformte Rundungen und ließ meine Lippen zu ihrem Hals gleiten, um dort an der weiche Haut zu knabbern. Dann wanderten meine Hände weiter hinunter, um sie von den unteren Bekleidung zu befreien.

Ilea

Bei dem Klang meines Namens zuckte ich kurz zusammen und mir wurde mein Fehler bewusst. Aufgelöst wie ich war, hatte ich ohne Bescheid zu geben das Gasthaus verlassen und Cael in Sorgen versetzt. Doch in meinem Zustand hätte er gleich gewusst, dass was etwas nicht stimmte. Hastig wischte ich mir die Tränen von den Augen, aber ich war mir sicher wie kläglich ich aussehen musste. "Entschuldige", schniefte ich und schaute zögerlich hoch, während mein Körper immer noch zitterte. Meine Stimme klang krächzend und ich hatte auch ein unangenehmes Kratzen im Hals. "Ich glaube, ich habe jetzt doch ein bisschen zu viel getrunken und habe mich plötzlich wieder an das Gespräch mit meiner Mutter erinnert", meine Zunge fühlte sich schwer an und mein Herz schmerzte. Da waren voller Sorgen in seine wunderschöne Augen, die noch zuvor geglänzt hatten. Ich hatte den Musikabend verdorben und mein Magen krampfte sich zusammen. Ich drehte mein Kopf zur Seite, beugte mich leicht nach vorne und keuchte noch schwerer, während mein Magen sich weiter verkrampfte. Der kalte Schweiß brach aus, doch nichts verließ mein Körper.


2 206

23.06.2022, 21:38

Cael

Wenn man über die eigenen Grenzen hinaus trank, konnte man ganz schön emotional werden, aber Ilea hatte vergleichsweise wenig Pflaumenwein getrunken. Offenbar waren es die Worte ihrer Mutter, die ihr dermaßen nahe gingen und das zupfte an der wütenden Saite in mir. Was hatte sie zu ihr gesagt? Ich würde sie am liebsten direkt zur Rede stellen und ihr meine Meinung ins Gesicht drücken, doch meine Liebste brauchte mich mehr. Es schmerzte mich sie in diesem Zustand zu sehen. Sie hatte so großen Spaß gehabt und jetzt...
Mitfühlend legte ich ihr meine Hand auf den Rücken und begann beruhigend darüber zu streicheln. Mit der anderen strich ich ihr Haar beiseite, damit es ihr nicht im Weg war, falls sie sich doch übergeben sollte. >Ich bringe dich zurück ins Zimmer, sobald es dir einigermaßen besser geht. Du brauchst Ruhe, lumina. Ich kann dich auch gerne tragen, wenn dir das hilft.< bot ich ihr fürsorglich an.

Imesha

Mein ganzer Körper stand unter Spannung, als seine Hände über meine nackte Haut fuhren und ich das erste Kleidungsstück loswurde. Trotzdem linderte das nicht die Hitze auf und in mir. Erst recht nicht, als seine Lippen die sensiblen Stellen an meinem Hals zu liebkosen begannen. Schweratmend legte ich den Kopf in den Nacken, schloss die Augen. Meine Finger krallten sich etwas fester in sein Haar, zogen leicht daran und dann spürte ich meine Hose an meinen Beinen hinabgleiten. Ich trat aus dem Stoffhaufen heraus und übernahm sogleich die Aufgabe sein Oberteil zu entfernen. Es störte. Alles, was er trug, störte mich. Ich wollte seine Haut auf meiner spüren. Egal, wie sehr sie glühte. Mir gefiel das. Sein betörender Duft, die festen Muskeln unter glatter Haut, seine Leidenschaft.
Ich dachte nicht mehr nach. Jeder Gedanke verflog wie ein einzelnes Blatt im Wind, als eine Hand sich selbstständig machte und den Weg unter den Bund seiner Hose fand. Mein Brustkorb hob und senkte sich in schnellen, schweren Atemzügen. Mir schwirrte der Kopf. >Bett.< brachte ich lustvoll über die Lippen.
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2 207

24.06.2022, 21:29

Ryu

Dieser Moment war so intensiv, sodass ich beinahe das Atem vergaß und innerlich lichterloh brannte. Ich erschauderte, als ich ihre Hand spürte und sog zischend an der sensible Haut bis ich ein Knutschfleck hinterließ. Dann hob ich sie mit Leichtigkeit und brachte uns zum Bett. Ich würde jede ihrer Wünsche erfüllen. Langsam ließ ich sie auf die Matratze sinken und meine Hände glitten erneuert über die nackte Haut, ehe ich mich aufrichtete. Mit einem dunklen Blick musterte ich Imesha, ich konnte auf ihrer Haut zarte Röte erkennen und ihr Haar war auf eine herrliche Art zerwühlt. Die Augen erinnerten mich an flüssige Schokolade, die Einem langsam auf der Zunge zerging und die Lippen waren kussgeschwollen. "Du bist wunderschön, amaya", flüsterte ich heiser und hakte meine Daumen in den Bund meiner Hose, zog sie mit einem Ruck hinunter bis ich ebenfalls nackt vor ihr stand. Dann legte ich mich neben ihr hin und ließ meine Finger über ihre Hüfte kreisen. Meine Lippen trafen wieder leidenschaftlich auf Ihren: "Du kannst alles von mir wünschen." Ich wollte, dass sie sich in ihrer Leidenschaft frei fühlte.

Ilea

Cael Fürsorglichkeit trieb mir beinahe neue Tränen in den Augen und mein Herz fühlte sich so schwer an, das es mich wunderte wie es noch im Brustkorb schlagen konnte. "Lass uns aufbrechen", meine Stimme klang fremd, so brüchig: "Es gibt.....es gibt etwas, was wir euch nicht erzählt haben. Nicht mal die anderen Gründer wissen davon." Ich hatte mich entschieden, auch wenn die Wahrheit ihm das Herz brechen würde. Aber....ich erinnerte mich wieder, wie wichtig Abschied war. Wie es sich anfühlte, wenn ein geliebter Mensch plötzlich nicht mehr da war und all die ungesagte Worte nicht mehr laut ausgesprochen werden konnten. Wie einem die Chance genommen wurde sich zu verabschieden. Die Wahrheit würde Cael und meine Freunde tief treffen, sie würden es vielleicht nicht verstehen, doch es war die richtige Entscheidung ihnen es zu sagen. Ich erhob mich: "Ich nehme dein Angebot an." Tragen bedeutete mich, dass ich ihm noch ein bisschen näher sein konnte, bevor ich seine Welt zerstörte. Das würde für mich die schwierigste und schmerzvollste Aufgabe werden.


2 208

24.06.2022, 22:23

Cael

Da war es wieder. Dieses ungute Gefühl. Die alarmierte Stimme in meinem Kopf. Ihre Mutter hatte Ilea in ein Geheimnis eingweiht, das nicht einmal die anderen Gründer kannten? Das klang schlecht. Richtig schlecht. Sobald irgendwelche Geheimnisse im Raum standen, machte man sich angreifbar. Besonders die Beziehungen zueinander. Offenbar war das der Grund, wieso Ilea aussah, als trüge sie ein tonnenschweres Gewicht auf den Schultern. Sie hatte eine Panikattacke gehabt und wirkte so geschwächt, dass ich mir ernsthafte Sorgen machte. Wollte ich überhaupt wissen, worüber sie geschwiegen hatte? Denn wenn es etwas gab, das sie davon abhielt es mir sofort zu sagen, würde es mir sicherlich nicht gefallen.
Seufzend hauchte ich ihr einen Kuss auf die Stirn und ließ sie dann auf meinen Rücken klettern, um sie den Rest des Weges zu tragen. Um die Leute aus dem Gasthaus zu vermeiden, kehrte ich nicht zurück zur Hauptstraße, sondern wählte die Seitengassen, bis wir den Platz erreichten, der uns direkt zum Turm führte. Hübsche Lichter aus Magie beleuchteten die Wege, da die Sonne sich längst verabschiedet und dem Halbmond Platz gemacht hatte. Es war ein schöner Anblick. Er lenkte mich von meinen kreisenden Gedanken ab. Nur das drückende Gefühl auf der Brust blieb.

Imesha

Die Stelle an meinem Hals kribbelte von seinem fiebrigen Kuss und mir stockte der Atem, als er mich packte und zum Bett trug. Dass es ihn kaum anstrengte, betörte mich irgendwie. Seine Stärke gefiel mir. Doch es war sein verlangender Blick, der die Sehnsucht nach ihm verstärkte. Nach seiner intimen Nähe. Als er dann seine Hose auszog, biss ich mir unwillkürlich auf die Unterlippe und rückte ihm näher, sobald er neben mir lag. Ich spürte seine Finger auf meiner Hüfte, seine warmen Lippen auf meinen. Er war ein wundervoller Liebhaber. Immer darauf bedacht mir meine Freiheit zu überlassen und mir jeden Wunsch zu erfüllen. Wärme breitete sich in mir aus. Eine andere Wärme als das brennende Verlangen, das in mir tobte.
Ich legte ihm eine Hand auf die Wange, küsste ihn innig und schmiegte mich dabei enger an ihn. >Dann wünsche ich mir, dass du mir sagst, was dir gefällt.< Auch wenn wir uns während unseres Aufenthalts in Drasils Bibliotheks näher kennengelernt hatten, wollte ich mehr für Ryu tun. Dieser Wunsch ging von mir aus. Er wurde mir nicht aufgezwungen. Das machte einen gewaltigen Unterschied, weshalb ich mich in dieser Situation wohlfühlte.
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2 209

25.06.2022, 14:44

Ryu


Ein Seufzer entwich mir, als Imesha den Kuss mit gleicher Intensität erwiderte und meine Wange schmiegte wie von selbst an ihre weiche Hand. Mein Körper reagierte auf ihre Nähe mit einem freudigen Schauder und bei ihrer Antwort sah ich tief in ihre Augen. Sie wollte es wirklich wissen, da war keine Vorsicht oder weil sie dachte, sie müsste mir einen Gefallen tun. Ein warmes Lächeln malte sich auf meine Lippen und ich drückte ihr einen weiteren Kuss auf die Lippen. Dann antwortete ich mit eine raue Stimme: "Wenn du wieder meine vollkommene Gestalt erkundigst und die Führung hast...also dass du oben bist." Mein Nacken brannte, wie meine Ohren und auch auf meine Wangen konnte ich die Hitze spüren. Als ich letztes Mal in meine vollkommene Gestalt die Kontrolle bei ihr abgegeben hatte, war es so befreiend und berauschend gewesen. Auch wenn Momente gegeben hatte, wo ich glaubte zu leidenschaftlich gewesen zu sein, aber es hatte ihr genauso sehr gefallen.

Ilea


Als er mich auf seinem Rücken nahm, schlang ich vorsichtig die Arme um seinem Hals und vergrub meine Nase in seinem Nackenhaar. Der vertraute Duft beruhigte ein wenig mein aufgewühltes Innenleben, half mir nicht mehr zittrig zu sein und auch der Schwindel war verschwunden. Doch das beklemmende, schwere Gefühl blieb und ich hatte Angst vor dem Moment, wo ich es ihm erzählen würde. Ich schloss meine Augen und konzentrierte mich auf sein Duft. Ich wünschte der schöne Abend hätte ein weniger länger angedauert, aber ich hatte die Gefühle nicht mehr kontrollieren können. Sie hatten mich übermannt und jetzt waren wir in dieser Lage. Träge beobachtete ich die Lichter bis mir die Augen zufielen.


2 210

26.06.2022, 11:52

Cael

Den Weg in unser Zimmer legten wir in einvernehmlichem Schweigen zurück. Niemand sprach uns an. Die meisten Leute, denen wir begegneten, beachteten uns kaum. Das sparte Zeit. Wir schafften es problemlos auf die Plattform, dann hinauf in die obersten Stockwerke und schließlich zur Tür, die nur mit dem Schlüssel geöffnet werden konnte. Ich erinnerte mich noch an die Reihenfolge der Drehungen und war erleichtert darüber, dass der Vorraum leer war. Keine Ahnung, wohin Ryu und Imesha verschwunden waren, aber wären wir ihnen jetzt begegnet, wüsste ich nicht, ob Ilea den Mut aufgebracht hätte sie ebenfalls ins Vertrauen zu ziehen. Ich wusste nicht mal, ob sie mir immer noch erzählen wollte, was ihre Mutter mit ihr besprochen hatte. Mittlerweile konnte ich die Frau nicht gut leiden. Sie war undurchschaubar. Sie hatte in Ilea eine Wunde aufgerissen, deren Ausmaß ich nicht kannte.
Ich öffnete die Tür zu unserem Zimmer, trat ein und ließ sie hinter uns ins Schloss fallen. Ilea ließ ich dabei nicht los. Ich trug sie bis zum Bett, damit sie es gemütlich hatte und sich hoffentlich etwas mehr entspannte. >Möchtest du noch Wasser?< fragte ich sie sanft.

Imesha

Ryu war wirklich ein außergewöhnlicher Mann. In meiner bisherigen Erfahrung hatte man mich immer dominieren wollen. Grob angepackt werden, vor dem Mann auf die Knie gehen und ihm Befriedigung verschaffen. Oder den Rücken zukehren und einfach machen lassen. Nicht der Mann mir gegenüber. Er errötete sogar, als er seinen Wunsch äußerte. Bei diesem Anblick konnte mein Herz nur für ihn schlagen. Ich erwiderte sein warmes Lächeln und küsste ihn erst sanft, dann mit mehr Hingabe. >Zeig mir deine vollkommene Gestalt.< hauchte ich an seinen Lippen, während meine Hände über seine Brust zu seinem Bauch und wieder hinauf wanderten. Einigen Stellen widmete ich mich etwas länger. Mein Mund folgte. Prickelnde Lippen auf heißer Haut. Mein eigenes Verlangen nach ihm wuchs, je mehr Zeit ich damit verbrachte ihn zu erkunden. Empfand er dasselbe, wenn er das bei mir machte? Schwirrte ihm auch der Kopf? Wurde er gierig? Ich erschauderte wohlig und spürte das starke Pochen in meinem Unterleib. Ich begehrte Ryu auf eine Weise, die ich nie für möglich gehalten hätte. Stück für Stück hatte er mir das zurückgegeben, was ich verloren geglaubt hatte.
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2 211

27.06.2022, 14:23

Ryu

Ihr Kuss schmeckte unglaublich süß und als er intensiver wurde, ließ er mein Puls in die Höhe schnellen. Bei der Berührung ihrer weichen Hände hob und senkte sich mein Brustkorb schwer. Ich packte sanft nach ihrem Hinterteil, rollte mich komplett auf den Rücken und zog sie dabei auf mich, währenddessen begann mein Körper sich zu verwandeln. Die Flügel waren auf der Matratze ausgebreitet und selbst im schwummrigen Licht glänzen die roten Drachenschuppen. Mit meinen verschiedenfarbigen Augen nahm ich die Konturen ihres Gesichts noch deutlicher wahr und genoss es zutiefst ihr Körper auf Meinem zu spüren. "Imesha", raunte ich knabbernd an ihre Lippen und meine Hüften zuckend verlangend in ihre Richtung. Ich wollte sie so sehr und viel mehr wollte ich, dass es ihr ebenso gefiel. Dass sie es genoss die "Kontrolle" über mich zu haben und diese aufregende Vorstellung ließ mich leise keuchen.

Ilea

Blinzelnd öffnete ich die Augen, als ich instinktiv spürte, dass wir in unserem Zimmer angekommen waren. Ich hatte nur ein wenig gedöst, meine Seele schien von all den Emotionen eine Pause gebraucht zu haben und selbst jetzt noch war ich aufgewühlt, aber gleichzeitig zu müde, um noch die große Angst zu spüren. Cael war so liebevoll zu mir, er trug mich bis zum Bett und seine Frage hätten mir die Tränen in die Augen getrieben, wäre da nicht diese tiefe Erschöpfung. "Nein, Danke", meine Stimme klang seltsam heiser, als hätte ich viel geschrien. Ich verschränkte meine Hände ineinander und starrte auf ihnen. Ich wusste nicht wie ich es anfangen sollte und einen Moment fragte ich mich, ob es doch keine gute Idee war ihm jetzt die Wahrheit zu erzählen. Aber dann dachte ich daran, was ich gewollt hätte, wäre ich in seiner Lage. Ja, es hätte meine Welt zerstört, es hätte mein Herz in tausende Scherben zerbrochen und ich hätte nicht gewusst, wie ich die Tage ohne in weiterleben würden. Aber wenn der Tag kam, wo man den Schmerz ertragen konnte, hätte ich es nicht bereut den letzten gemeinsamen Tag mit meinem Liebsten gehabt zu haben. All die Worte, die noch gesagt werden mussten, ausgesprochen wurden. Dennoch war es unglaublich schwer mein Mund zu öffnen. Tief atmete ich ein und griff nach seine Hände, während ich in seinem sorgenvolles Gesicht blickte. "Es ist ein großes Versprechen, die ich dir jetzt abnehmen möchte, bevor ich dir von dem Gespräch erzähle. Egal wie sehr es dich erschüttern wird, du darfst die Kontrolle über deine Schattenmagie nicht verlieren. Das könnte das Gleichgewicht dieses Ortes stören. Und bitte denke immer daran, dass die Welt dich braucht. Du bringst Hoffnung, Licht und so viel Liebe, das darf nicht verlorengehen. Verirre dich nicht in der Dunkelheit, wie ich es einst getan habe, auch wenn es sehr schmerzt", meine Stimme zitterte.


2 212

27.06.2022, 15:47

Cael

Neben der großen Sorge mischte sich nun auch Nervosität dazu. Dass sie mich darum bat nicht die Kontrolle zu verlieren, konnte nur etwas sehr Schlimmes bedeuten. Schlimmer als schlimm. Vielleicht sollte ich doch nicht erfahren, was sie und ihre Mutter besprochen hatten. Es würde mir nicht gefallen. Ich spürte es tief in meinem Inneren. Was sie mir gleich sagen würde, würde meine Welt auf den Kopf stellen. Ich war alles andere als bereit dafür, aber dass sie sich dazu überwunden hatte offen und ehrlich zu mir sein, musste respektiert werden. Und das tat ich, indem ich langsam nickte und hart schluckte. Ilea nahm mir nie Versprechen ab. Das hatte sie mir schon in unserer Kennenlernzeit klargemacht, weshalb ich erst recht unruhig wurde. Sie musste nicht wissen, dass Schattenmagie alles andere als kontrollierbar war. In Maßen, ja. Aber wenn man einmal die Kontrolle verlor, dann gab es kein Zurück mehr. Da musste man das Glück haben, jemanden wie Tante Silia im Leben zu haben, die mit ihrem Licht alle Schatten vertreiben konnte. >Du machst mir Angst, Ilea. Was ist los?<

Imesha

Sobald ich rittlings auf ihm saß und seine Gestalt sich veränderte, beugte ich mich nach vorne und gab mich seinen neckischen Küssen hin. Dabei ließ ich meine Hände über die Drachenschuppen wandern, die nun seinen Oberkörper zierten. Auch den majestätischen Flügeln wollte ich meine Zeit widmen, aber da seine sensibelste Stelle mittig am Rücken war, würde ich ihn ein anderes Mal dort berühren. Mir reichte es, ihn in seiner ganzen Pracht zu sehen, die mich alles andere als kaltließ. Von seinen verschiedenfarbigen Augen bis zu den Schuppen an seinen Oberschenkeln, die leicht über die Außenseiten meiner Waden schabten, war ich völlig vernarrt in ihn. Ich wollte ihn genauso sehr wie er mich.
Schweratmend löste ich mich von seinen verlockenden Lippen, die ich stundenlang küssen könnte, richtete mich auf und kam seinen zuckenden Hüften entgegen. Der Moment, in dem wir uns vereinten, sandte warme, prickelnde Schauer durch meinen Körper. Ich stöhnte seinen Namen. Bewegte mich. Stützte mich auf seiner Brust ab und biss mir vor Leidenschaft auf die Unterlippe. Aus Wärme wurde Hitze, aus tiefen, schweren Atemzügen schnelle, hektische Atemstöße. In meinem Brustkorb schlug es wild. Ich sah rote Drachenschuppen, gerötete Haut, Muskeln, schöne Lippen, gerade Nase und einzigartige Augen, in denen sich mein eigenes Verlangen widerspiegelte. Ich fühlte mich so verdammt gut und es wurde stetig besser und besser und besser.
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2 213

27.06.2022, 21:37

Ryu

Meine Finger krallten sich in ihre Hüften, als wir uns endlich vereinten und mein Körper erschauderte bei diesem intimen Akt. Mit einem hungrigen Blick sah ich Imesha an und sie war in diesem Moment überwältigend schön. Meine Lippen brannten immer noch von den Küsse, doch viel mehr brannte mein Herz lichterloh. Ich war in unsere Leidenschaft gefangen und konnte mein dunklen Blick kaum von ihr abwenden. Meine Finger gruben sich tiefer in ihre nachgiebige Haut, als ich merkte wie alles in mir sich zusammen staute und ein dunkles Knurren in meinem Brustkorb vibrierte. Ich würde nicht mehr länger aushalten und mit einem verführerischen Lächeln schob ich meine Hand zwischen uns. Wenn ich in diesem berauschender Moment fiel, wollte ich, dass sie mit mir fiel.

Ilea

Kurz biss ich auf meine Unterlippe und ich wünschte ich könnte ihm seine Angst nicht nehmen. Doch das konnte ich nicht und in seine Augen sah ich, dass er instinktiv wusste, was ich gleich zu sagen hatte, doch noch schien er nicht wirklich danach zu greifen. Man wollte nicht einfach vom Schlimmsten ausgehen und hegte noch die bisschen Hoffnung, dass es doch anders kam. Aber diese Hoffnung würde ich ihm nehmen müssen und mein Herz blutete bei dieser Gedanke. "Es gibt verschiedene Zukunftsvisionen, viele Abweichungen und Wege. Die Vorsehung kann sich stetig ändern und manche Wege sind nicht deutlich zu sehen. Aber es gibt Wege, die fest gepflastert sind und trotz all den Abweichungen kehrt man auf diesem Weg zurück. Meine Bestimmung ist mein gepflasterter Weg und wenn ich mich dagegen entscheide, wird die Welt untergehen. Die Prophezeiung ist die Tür, durch die ihr gehen müsst, damit die Welt gerettet werden kann. Aber nur ich bin der Schlüssel, der diese Tür öffnen kann. In jede Vision sah meine Mutter das Nichts meiner Zukunft, sobald ich in Kontakt mit der Prophezeiung und sie hat versucht nach eine andere Vision zu suchen, damit es nicht zu diesem Moment eintritt. Normalerweise sieht sie bei unklaren Zukunftsvisionen sowas wie Nebel und deswegen müssen wir annehmen, dass ich vielleicht.....", ich stockte und in meinem Brustkorb brannte der Schmerz. Meine Kehle wurde eng und ich presste die letzten Worte heraus: "Dass ich vielleicht nicht mehr zurückkehre."


2 214

28.06.2022, 11:54

Cael

Ab der Hälfte des Gesagten hätte ich ihr am liebsten den Mund zugehalten. Wenn sie es nicht aussprach, wurde es nicht wahr. Die Wahrheit blieb fern. Die allesverschlingende Angst um einen geliebten Menschen versteckte sich weiter in den Schatten. Stattdessen blieb ich wie erstarrt sitzen und glaubte zu hören, wie etwas in mir zerbrach. Mein Herz war sehr naheliegend. Schlug es überhaupt noch? Oder war es ebenfalls erstarrt? Mir wurde schlagartig kalt, während ihre Worte wiederholt durch meinen Kopf geisterten. Vision. Prophezeiung. Nichts. Keine Rückkehr. Dann nochmal vorne. Vision.
Ihre Mutter hatte eine Zukunft gesehen, in der Ilea vermutlich nicht mehr existierte und irgendwie löste das ein sehr hässliches Gefühl in mir aus. In dem Moment, in dem ich die Tragweite ihres Geständnisses begriff, stand ich abrupt auf und ballte die Hände zu Fäusten, weil ich das übermächtige Gefühl verspürte etwas zu zerstören. Das war sogar das erste Mal seit langem, das sich sogar das Mal an meiner Hand mit einem Stechen bemerkbar machte. >Sag mir, dass du dich dagegen entschieden hast. Sag mir, dass du dieses Risiko nicht eingehst.< wandte ich mich halb gequält, halb wütend an Ilea. >Denn wenn du glaubst, ich würde eine Welt retten wollen, in der du nicht bist, kennst du die Tiefe meiner Gefühle nicht. Eher überlasse ich sie ihrem tragischen Schicksal und bringe dich in Sicherheit.< Obwohl die verschiedensten Emotionen in mir tobten und wild um sich schlugen, war meine Stimme erstaunlich ruhig. Das musste der Schock sein. >Dass deine Mutter dir überhaupt die Wahl lässt, ist für mich unbegreiflich. Meine eigene Mutter würde sich eher das Herz aus der Brust reißen, als mich den Launen der Götter auszuliefern.<

Imesha

Mittlerweile waren mir das Kribbeln und Pochen vertraut, während meine Bewegungen ungezügelter wurden und ich Ryus Finger deutlich an meinen Hüften spürte. Diese dunklen Laute, die er von sich gab, fachten meine Leidenschaft noch weiter an. Ich fühlte nur, Gedanken waren überall und nirgendwo. Das verführerische Lächeln auf seinen Lippen verfehlte seine Wirkung nicht, aber seine intime Berührung war es, die mir den Atem nahm. Ich erbebte am ganzen Körper. Mehrmals. Bis ich keine Kraft mehr fand aufrecht zu bleiben und auf ihm zusammensackte. Mit dem Gesicht auf seiner schuppenbedeckten Brust liegend, atmete ich den wilden Rausch aus und erschauderte wohlig. Aus irgendeinem Grund hatte sich dieses Mal sogar noch besser angefühlt. War das normal? Würde es nächstes Mal wieder besser sein? So sehr ich in den Genuss kam mit Ryu intim zu sein, würde ich irgendwann das Bewusstsein verlieren. Weil es sich zu gut anfühlte. Ich hätte niemals gedacht, dass man sich als Frau so gut dabei fühlen konnte. Ryu hatte genau den richtigen Punkt erwischt, um mich um den Verstand zu bringen.
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2 215

29.06.2022, 20:05

Ryu

Mein Körper erbebte zum gleichen Moment, wie Ihrer und ich keuchte ihr Namen. Meine Arme umschlangen sie, trotz der Hitze, die wir ausstrahlten. Das hier fühlte sich so unglaublich an. Wenn ich es könnte würde ich jetzt sofort mit ihr noch einmal diesen Rausch erleben, der immer noch in mir nachhallte. Deswegen kostete ich jede Sekunde dieses Moment aus, während mein Herz laut trommelte. "Ich liebe es mit dir intim zu sein", murmelte ich mit eine raue Stimme und strich träge über ihr Rücken, der sich ein wenig feucht anfühlte: "Ich liebe dieses Gefühl von Einssein. Es fühlt sich jedes Mal so perfekt an, als wären wir füreinander geschaffen. Vor allem liebe ich es, wie du dich loslassen kannst und einfach den besonderen Moment genießt. Du siehst dabei so schön aus und ich bin verdammt glücklich, dass ich dir diese Momente schenken darf."

Ilea

Es war nicht das erstes Mal, dass ich Cael aufgebracht oder traurig gesehen hatte. Doch die Wut flackerte dunkel in seine Augen und sein Schmerz war greifbar, beinahe konnte ich es selbst spüren, wie sein Herz brach. Mein eigenes Herz tat so weh, weil ich ihm diese Schmerzen zufügte. Er bewegte sich hastig und seine wütende, gequälte Worte schmerzten mir noch mehr. "Ich kann die Welt einfach nicht in Stich lassen....Es gab genug Tote, genug Dunkelheit und genug Leid. Es muss ein Ende haben, selbst wenn ich dafür....", ich stockte und spürte wie neue Tränen über meine Wangen rannen: "Meine Mutter hat es auf ihre Art versucht mir zu helfen, auch wenn wir sie vielleicht nicht verstehen können." Ich wollte Cael berühren, doch seine geballte Fäuste schuf eine Art Mauer zwischen uns. Ich senkte den Blick und sah zu, wie die Tränen auf meine Handrücken tropften. Ich wünschte ich könnte Cael trösten, aber in einem solchen Moment konnte man wohl kaum Trost finden. "Was hättest du getan?", fragte ich ihn schließlich und sah wieder hinauf. In meine Augen widerspiegelte sich der gleiche Schmerz.


2 216

30.06.2022, 00:02

Cael

Mir brannten viele Worte auf der Zunge, aber ich schluckte sie alle hinunter. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich etwas sagte, das ich hinterher bereuen würde, war zu groß und das wollte ich vermeiden. Es würde sich nichts an der Situation ändern. Sie hatte ihre Entscheidung getroffen, obwohl sie dieser Welt absolut nichts schuldete. Nichts. Man hatte ihr nur genommen, genommen und genommen, sie in tiefe Dunkelheit gestürzt, dass sie nur in der Vergangenheit gelebt hatte und jetzt, wo sie glücklich war, wollte man ihr das wieder wegnehmen. Wieso? Warum ausgerechnet sie? Warum nicht ihre Mutter? Sie war eine Miko mit deutlich mehr Erfahrung. Sie müsste das Opfer bringen, nicht ihre Tochter. Nicht meine lumina. Hätte sie diese furchtbare Vision für sich behalten, würden wir diese Unterhaltung gar nicht erst führen. Sie hätte ihr stattdessen vorlügen können nicht der Schlüssel für die Prophezeiung zu sein, aber nein... oh nein... diese Welt musste ja auf Kosten einer Person gerettet werden, die alles verdiente, nur nicht dieses Schicksal. Das Bedürfnis sie mir einfach zu schnappen und in meine Welt zu bringen, war übermächtig.
Ich war nicht fähig mir eine Welt ohne sie vorzustellen. Es machte mir Angst, was das aus mir machen würde. Trotz meiner wundervollen Familie und meinen unentbehrlichen Freunden würde ich nie wieder derselbe sein. Jede Vorstellung ohne sie war schlichtweg falsch. Das Licht der Sonne war warm. Bei gutem Wetter strahlte der Himmel in hellem Blau. Der weite Ozean war blau. Regen fiel vom Himmel, nicht von der Erde. Es gab eine Ordnung in der Welt und in meiner existierte Ilea. Ich wollte ihr sagen, dass ich mich anders entschieden hätte. Dass ich alles getan hätte, um einen anderen Weg zu finden. Ich wäre eher mit ihr geflüchtet, als sie diesem Risiko auszusetzen. Ich wäre bis zum Ende egoistisch geblieben und hätte auf den Titel "Weltretter" oder "Held" verzichtet. Das alles bedeutete mir nichts, wenn ich dabei mein Herz verlor.
Mit Tränen in den Augen überbrückte ich in schnellen Schritten die Distanz zwischen uns und zog sie in meine Arme. Ich drückte sie so fest an mich, dass es fast wehtat. >Du entscheidest.< Bitte entscheide dich dagegen. >Ich liebe dich, Ilea.< Verlass mich bitte nicht. >Ich werde dich immer lieben.< Ohne dich werde ich mein Licht verlieren.

Imesha

Nach dem wilden Rausch folgte das selige, wohlig warme Gefühl, das jeden Winkel meines Körpers erfüllte. Der Beginn dieser kleinen Ewigkeit, von der ich nicht genug bekam. Momente, die mich lebendiger denn je machten. Träge malte ich Kreise auf den roten Drachenschuppen und horchte auf, als er mit dieser verführerisch rauen Stimme zu sprechen begann. Gänsehaut überzog mich von Kopf bis Fuß. Dass er auch immer die richtigen Worte fand, um all meine Mauern und Zweifel niederzureißen... Tränen der Rührung brannten in meinen Augen. Mal wieder. Wie schaffte er das bloß? Was für eine Magie war hier am Werk? Ich schluckte den Kloß in meinem Hals hinunter und hob den Kopf, damit ich ihn ansehen konnte. Ihn und seine wunderschönen Augen. Die perfekt geschwungenen Lippen. Die zarte Röte in seinem Gesicht. Die markante Kieferlinie.
Ich fuhr mit den Fingern durch ein paar lose, feuchte Strähnen auf seiner Stirn und spürte mein Herz wieder stärker pochen. >Mich macht es glücklich, dich an meiner Seite zu haben. Du warst stets geduldig, verständnisvoll und respektvoll mir gegenüber. Das liebe ich an dir, Ryu. Dank dir traue ich mich, mehr ich selbst zu sein. Und genau deshalb kann ich dir sagen, dass... dass ich dich liebe.< Letzteres erforderte einen kräftigen mentalen Tritt, aber ich musste es aussprechen, bevor ich den Mut verlor und die leisen Stimmen wieder lauter wurden. Meine Gefühle für ihn waren echt. Mehr musste ich nicht wissen.
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2 217

30.06.2022, 11:27

Ryu

Unsere Blick begegneten sich und ich sah in ihre Augen, dass meine Worte sie bewegte. Mein Lächeln wurde weich und es lagen so viele Worte auf meiner Zunge, was meine tiefe Zuneigung zu ihr beschrieb. Doch Imesha kam mir zuvor und mein Atem stockte überrascht. Ich blinzelte und mir wurde bewusst, dass ich keinen Sekundentraum gehabt hatte. Eine überwältigende Wärme durchströmte mich vom Kopf bis zum Fuß und in meinem Bauch flatterte es wie verrückt, sodass ich langsam verstand, was man mit Schmetterlinge im Bauch meinte. Mein Herz schlug viel zu wild gegen meinem Brustkorb und am Liebsten wollte ich in die Welt hinausschreien, dass sie meine Liebe erwidert hatte. Imesha liebte mich und dieses Geständnis war das allerschönste Geschenk, das sie mir jemals machen konnte. Ich rollte uns herum, sodass ich halb auf ihr lag ohne sie dabei zu erdrücken oder sie einzuengen. Dabei raschelten meine Flügel und richteten sich leicht auf. Ich legte eine Hand auf ihre Wange und küsste sie voller Zärtlichkeit. "Ich liebe dich auch, amaya", meine Stimme war belegte vor Rührung. Wenn es nach mir ginge, würde ich hier und jetzt ihr einen Heiratsantrag machen.

Ilea

Die feste Umarmung drückte die Luft aus meine Lungen und doch wollte ich mich am Liebsten gänzlich in seine Arme versinken. Meine Finger krallten sich halssuchend in seinem Rücken und ein lauter Schluchzer verließ meine Lippen. Ich presste mein Gesicht gegen seine Schulter. "Ich liebe dich auch und es blutet mir das Herz, dass ich dir so sehr wehtue", mein Finger gruben sich in den Stoff noch tiefer hinein. Ich wollte ihn nicht verlassen. Ich wollte für immer an seiner Seite sein. Ich wollte eine Zukunft mit ihm haben. Ein gemeinsames Haus. Ihn als mein Ehemann nennen zu dürfen. Unsere Kinder, die seine leuchtende Augen haben würden. Ich wollte seine Welt sehen. Seine Familie kennenlernen. Er war alles, was ich mir wünschte und alles, wovon ich träumte. Und ich hatte die schwerste Entscheidung meines Lebens getroffen. Denn ich konnte nicht weiter zusehen, wie noch mehr Menschen durch die dunkle Machenschaften des Kaisers starben. Ich konnte mich nicht von ihnen abwenden. Das würde mich zu einem Menschen machen, der ich nicht war. Und ich glaubte Cael kannte schon meine Antwort, auch wenn es uns Beide schmerzte. Nach eine Weile löste ich mich von ihm und mit gerötete Augen umfasste ich sein Gesicht: "Ich werde nicht einfach aufgeben, ich werde weiterkämpfen und einen Weg nach Zurück suchen. Unsere Seelen sind miteinander verbunden, du bist mein roter Schicksalsfaden und egal in welche Form oder in welche Zeit meine Seele wird immer zu dir zurückkehren. Dafür brauche ich dein Licht, damit ich dich finden kann. Ich brauche die Hoffnung und den Glauben." Ich zog sein Gesicht sanft zu mir, küsste erst auf sein Stirn, dann auf seine Wangen und schließlich auf seine Lippen.


2 218

30.06.2022, 15:09

Cael

So wie sie sich an mich klammerte, spürte ich ihren Schmerz genauso sehr wie meinen eigenen und trotzdem entschied sie sich nicht um. Nach all der Zeit, die wir zusammen geteilt hatten, wusste ich, was für ein Mensch sie war. Sie würde es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können all die unschuldigen, verlorenen Menschen im Stich zu lassen, die auf ein Wunder hofften. Im Normalfall hätte ich wie sie gehandelt. Ich hätte alles getan, um genau diesen Leuten zu helfen. Aber ich hatte nicht geplant die Liebe meines Lebens zu treffen, nur um sie dann wieder zu verlieren. Obwohl es dumm und naiv war, hegte ich die verzweifelte Hoffnung, dass ihre Mutter sich irrte. Dass diese Vision, die im Nichts endete, von einer höheren Macht verschleiert wurde. Dass es ihr nicht erlaubt war hinter dieses Nichts zu blicken, weil nur Ilea dazu in der Lage war. Es war diese kleine, absolut verzweifelte Hoffnung, die mich aufrechthielt. Alles andere war zu grausam. Zu schrecklich. Zu unvorstellbar.
Als Ilea mein Gesicht umfasste, blinzelte ich die Tränen fort, weil sie meine Sicht verschwammen. Ich wollte sie ansehen und mir jedes Detail einprägen. Die Angst, sie könnte sich plötzlich in Luft auflösen, fraß sich in mein Herz hinein. Ihre Worte flogen einfach an mir vorbei. Worte der Zuversicht. Worte, die mich irgendwie trösten sollten, aber das taten sie nicht. Selbst als sie mich küsste, schrie alles in mir.

Imesha

Ihm stand die Überraschung deutlich ins Gesicht geschrieben. Unter anderen Umständen wäre ich selbst überrascht von mir, doch ich hatte entschieden ehrlich zu mir und zu ihm zu sein. Heute Mittag hatte mich der Gedanke an diese emotionale Tiefe abgeschreckt, aber es wäre noch dümmer von mir anzunehmen, es gäbe einen besseren Partner für mich. Obwohl ich nach keiner Beziehung gesucht und sie sogar vermieden hatte, war Ryu mir immens wichtig geworden. Da nahm ich die Verlustängste in Kauf.
Ein beinahe schüchternes Lächeln zierte meine Lippen, als er sich halb auf mich rollte und mir einen wundervollen Kuss schenkte. Ich spürte ihn bis in die Zehen. Er hatte mir schon öfters gestanden, dass er mich liebte, aber dieses Mal fühlte es sich bedeutender an. Wie ein Freiflug, ein großes Stück Freiheit. Ich verschränkte meine Finger hinter seinem Nacken und zog ihn zu einem weiteren innigen Kuss heran. Wärme durchflutete mich. Jede Stelle, die er berührte, prickelte auf angenehme Weise und er war nach wie vor… nackt. >Ich will dich nochmal spüren, Ryu.< hauchte ich atemlos, während ich ein Bein anhob und es um seine Hüfte schlang.
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2 219

30.06.2022, 20:34

Ryu

Ihr schüchternes Lächeln war zuckersüß und dann wurde sie verführerischer. Sofort schoss Hitze durch meinem Körper, als Imesha ihren Wunsch äußerte und meine Augen verdunkelten sich schlagartig. Ich würde diese unglaubliche Frau die ganze Nacht lieben bis sie nur noch meinen Namen wusste. Mein Kuss wurde hungrig und aufreizend rieb ich mich an ihr, genoss dabei dieses prickelndes Gefühl. Ich griff nach ihre Hände, zog sie sanft über ihrem Kopf und ließ unsere Finger ineinander verschränken. Tief blickte ich schweratmend in ihre Augen, als ich mich langsam mit ihr vereinte. Es fühlte sich noch fantastischer als vorher an, vielleicht weil wir beide unsere Liebe offen gesagt hatten. Weil ich jetzt wusste, dass auch sie mir endgültig ihr Herz geschenkt hatte.

Ilea

Cael wirkte wie erstarrt und ich kannte dieses Gefühl. Ich hatte es immer wieder selbst erlebt und auch jetzt spürte ich diese Erstarrung in mir. Doch ich versuchte stark zu bleiben, wenigsten ein bisschen. Auf meine Lippen schmeckte ich das Salz seiner Tränen und die Süße des Pflaumenweins. Langsam löste ich mich von ihm und schaute zum Fenster hinaus. Mittlerweile war es dunkel geworden und ich spürte immer mehr die Erschöpfung von dem Tag. Es war seltsam an Schlaf zu denken, wo ich wusste was mir morgen bevorstand und wie betäubend sich meine Angst jetzt fühlte, als hätte ich keine Kraft mehr sie zu spüren. "Wir sollten uns hinlegen. Soll ich mit ins Bett kommen oder lieber da hinten auf den Kissen ruhen?", fragte ich ihn zaghaft. Ich konnte ihn verstehen, wenn er jetzt Freiraum brauchte. Wenn er es alles irgendwie verarbeiten musste. Und weil ich Derjenige war, die ihm diese Schmerzen zugefügt hatte.


2 220

30.06.2022, 22:22

Cael

Ich hatte keine Ahnung, wie ich mit dieser Situation umgehen sollte. Licht und Dunkelheit hielten sich nicht mehr die Waage und das bereitete mir zusätzlich starke Kopfschmerzen. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Alles tat weh. Körper und Seele gleichermaßen. So hatte ich nie zuvor empfunden und ich wünschte, ich müsste das nicht durchleben. Ich wünschte, ich könnte jetzt einfach meine Gefühle abschalten. Oder Onkel Malevor darum bitten seine Stille über mich zu legen. Die Realität hatte sich auf einen Schlag in einen bedrohlichen Albtraum entwickelt. Ich hatte blutige Schlachten und Verluste an der Front im Kampf gegen den Kaiser erwartet, aber nicht das. Und das wegen einer Prophezeiung. Wäre die Prophezeiung eine Person, ich hätte sie ohne mit der Wimper zu zucken umgebracht.
>Wenn das unsere letzte gemeinsame Nacht ist, möchte ich sie sicherlich nicht getrennt von dir verbringen.< erwiderte ich mit rauer Stimme, während mein Blick zum dunklen Nachthimmel wanderte. Ich sah die Sterne. Den silbernen Viertelmond. Dann schaute ich zurück zu Ilea und stand vom Bett auf. >Ich gehe kurz ins Bad, bin gleich wieder da.<

Imesha

Es war faszinierend, wie Ryus Augen sich schlagartig veränderten und ich darin nur tiefes Begehren las. Süße Versprechungen und pure Leidenschaft. Mein ganzer Körper kribbelte vor Vorfreude. Erst wand ich mich ungeduldig unter ihm, weil er mich offenbar reizen wollte und dann endlich raubte er mir den Atem. Instinktiv schlang ich die Beine fester um ihn, während er seine Finger mit meinen verschränkte. Diesmal war ich in der unterwürfigen Position, aber es fühlte sich alles andere als schlecht an. Ich wusste, dass ihn der Wunsch dazu antrieb mir die bestmögliche Wonne zu schenken und bislang hatte er mich nie enttäuscht. So wie ich mich in unseren Küssen verlor, schwirrte mir der Kopf von den berauschenden Empfindungen, die er in mir auslöste. Und nur er vermochte das zu tun.
>Ryu...< wimmerte ich lusttrunken seinen Namen. Mein Atem kam stoßweise über meine leicht geöffneten Lippen. Ich passte mich seinem Rhythmus an, kam seinen wiegenden Hüften entgegen, bis sich das intensive Gefühl plötzlich veränderte und mir ein kehliger Laut entfuhr. >Nicht... nicht aufhören.< flehte ich ihn an. Meine Nägel bohrten sich dabei in seinen Handrücken. Ich musste den Kopf tiefer ins Kissen drücken und die Augen schließen, weil es sich so verdammt gut anfühlte.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Talia« (Gestern, 08:49)