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1 101

01.03.2021, 18:56

Ilea

Freudig begann ich mich zu erröten, als Cael erwähnte seine Familie würden mich lieben und wieder spürte ich die Wärme in meinem Brustkorb. Durch seine Erzählungen wusste ich, dass er eine wundervolle Familie hatte und ich würde unglaublich gerne sie auch zu meine Familie nennen. Und Cael schenkte mir noch was viel Wertvolleres: eine Zukunft. Eine Zukunft, in der ich glücklich werden konnte und mein Traum vielleicht doch wahr werden würde. Plötzlich öffnete Cael eine Schublade und holte ein Ding hervor. Einen Moment irritierte es mich. Leicht neigte ich mein Kopf, ein Zeichen dass ich ihm aufmerksam zuhörte. Es war eine schöne Kindheitserinnerung und ich freute mich, dass er sie mit mir teilen wollte. Mit große Augen beobachtete ich all die tanzende Lichtpunkten im Raum. Es war einfach magisch und ein entzücktes Lächeln erschien auf meine Lippen. Ich nahm die Wärme in seiner Stimme wahr, als er von seine Eltern erzählte. Familie war ihm sehr wichtig und das mochte ich sehr an ihm. "Was ist genau Schattenmagie?", fragte ich ihn.


1 102

01.03.2021, 19:27

Cael

Eigentlich wollte ich nur über die schönen Dinge des Lebens reden, aber diese Frage ließ sich nicht umgehen, zumal die Antwort darauf ein Teil von mir war. Die Schattenmagie gehörte wie das Dritte Auge zu mir. Beides machte mich aus und Ilea hatte ein Recht darauf mehr über mich zu erfahren. Auch die dunklen Seiten. >Die Schattenmagie ist eine seltene und äußerst alte Form von Magie. So wie es eine Seltenheit ist eine Miko zu sein.< sagte ich eine Denkminute später, als ich die rotierende Buchse mit dem Licht auf die Kommode abstellte. Mit dem schönen Schauspiel um uns herum klangen meine folgenden Worte nicht so düster. >Es ist möglich Schatten zu kontrollieren. Da, wo kein Licht ist, gibt es die Schatten. Verlorene Seelen, Flüche, finstere Geister... all das lässt sich mit der Schattenmagie manipulieren. Es ist schwer diese Magie zu beherrschen. Manchmal flüstert sie dir Dinge zu, die dich tief treffen, andere Male ist sie stürmisch wie die See und möchte alles niederreißen. In sehr wenigen Fällen, wie bei meinem Vater, kann sie aber ganz... schön sein.< Mit der rechten Hand erweckte ich eine tanzende Schattenflamme, die an den Rändern rötlich schimmerte. Sie folgte meinem Willen, tanzte hin und her, wand sich, formte sich zu einem schwarzen Schmetterling, als wäre er aus Rauch gemacht. Ich ließ ihn los, ließ ihn frei durch den Raum flattern. >Auf diese Weise hat mein Vater Geschichten zum Leben erweckt. Mit Schatten.<
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1 103

01.03.2021, 19:45

Ilea

Auf den ersten Moment klang es nach eine düstere Magie, die sich in der Dunkelheit verbarg und der man sich nicht nähern wollte oder sollte. Aber die tanzende Schattenflammen sahen wunderschön aus und ich verstand was Cael meinte, dass diese Art von Magie auch schön sein konnte. Meine Augen wurden wieder groß, als die Schattenflammen sich in einem schwarzen Schmetterling verwandelte und er flog durch den Raum. "Das ist faszinierend", antwortete ich ihm und drückte sanft seine Hand: "Ich verstehe, dass Licht und Schatten zueinander gehören. Ich werde auch mich nie vor deiner Schattenmagie fürchten, falls das deine Sorge sein sollte. Sie ist ein Teil von dir und ich liebe alles an dir." Ich reckte mein Hals, um einen Kuss auf seine Lippen zu hauchen und dann löste ich mich mit errötete Wangen von ihm.


1 104

01.03.2021, 19:59

Cael

Mir war nicht aufgefallen, dass ich mich leicht angespannt hatte, weil ich nicht voraussagen konnte, wie Ilea auf die Schattenmagie reagieren würde. Lange Zeit hatte sie in düsteren Gedanken gelebt, da wollte ich sie nicht mit diesem Teil von mir abstoßen, auch wenn ich sie nicht oft gebrauchte. Es war eine Erleichterung für mich zu wissen, dass sie auch diese Seite lieben würde. Noch mehr gefiel es mir, dass sie mich von sich aus küsste und kurz darauf errötete. Sanft lächelnd küsste ich sie zurück. >Du bist süß, wenn du schüchtern bist. Dann will ich ganz viele unanständige Dinge mit dir tun, ganz egal wie rot du dabei wirst.< sagte ich offen, während ich eine lose Strähne hinter ihr Ohr strich. >Noch eine Sache, die für mich neu ist. Ich kann selbst in dieser Welt Sehnsucht nach dir empfinden.< Mein Mundwinkel zuckte. >Aber da ich anständig sein möchte, darfst du gern das Thema wechseln und mich etwas Persönliches fragen.<

Imesha

Wir tanzten nicht mehr auf dem Eis. Wir waren nicht mehr unter uns. Da war wieder dieser groß gewachsene Mann mit dem breiten Lächeln und den freundlichen Augen. Er streichelte meinen Kopf, er sagte etwas, aber ich verstand bloß meinen Namen. Dann reichte er mir seine Hand, in die ich völlig selbstverständlich meine hineinlegte, ehe er mich einen felsigen Hügel hinaufführte, der abrupt endete. Meine Augen brannten vom direkten Licht der Sonne, trotzdem ließ ich sie einen Spalt weit geöffnet, um die Farben in mich aufzunehmen. So. Schöne. Farben. Ein Schatten huschte an uns vorbei, unglaublich schnell, dass meine Augen die Bewegung kaum erfasst hatten. Der Mann neben mir lachte, als er mein Gesicht sah.
Er beugte sich zu mir vor, sagte wieder etwas und zwinkerte mir kurz zu. Verschwörerisch. Ich wollte die Worte hören, sie verstehen. Es musste wichtig sein, oder nicht? Plötzlich legte er mir eine Hand an den unteren Rücken und schob mich weiter nach vorne, ganz nah an den Rand des Felsens. Mein Herz begann vor Aufregung schneller zu klopfen. Irgendwie verspürte ich keine Angst, nicht einmal Nervosität. Ich konnte ganz schwach einen schmalen Fluss in der Schlucht ausmachen, mehr nicht. Nur der Wind zerrte leicht an meiner Kleidung, an meinem Haar. Ich sah zu dem Mann auf, der mich warm anlächelte. Zuversicht funkelte in seinem Blick. In diesen freundlichen Augen, die etwas... Warmes in mir auslösten. Seine Hand löste sich von meinem Rücken, er nickte mir nochmal zu, trat einen Schritt zur Seite und machte eine ausholende Handbewegung, die den Horizont einschloss.
Ich nahm einen tiefen Atemzug und... sprang.


Nach Luft schnappend wachte ich auf und stolperte einen Schritt nach vorne, dann schnell zwei zurück, als ich realisierte, dass ich nicht mehr in der Höhle lag, sondern draußen in der Kälte, in tiefster Nacht und kurz davor in die unendlich erscheinende Tiefe zu fallen. Mein Herz klopfte so schnell, dass es fast schmerzte. Ich fasste mir an die Brust, schluckte schwer und zitterte am ganzen Körper. Wieso war ich hier draußen? Was hatte der Traum zu bedeuten? Warum war ich gesprungen? Hatte ich gerade wieder springen wollen? In meinen sicheren Tod? Panik erfasste mich. In meiner Brust wurde es ganz eng, mir fiel plötzlich das Atmen schwer, während die Sicht vor meinen Augen verschwamm. Ich wusste nicht, wie nah ich dem Abgrund war. Ob ich gesprungen wäre, wäre ich nicht rechtzeitig aufgewacht. Hinzu kam das Stechen in meinem Nacken. Dieselbe verdammte Stelle. Keuchend rang ich weiter nach Luft, versuchte zurück zur Realität zu finden.
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1 105

01.03.2021, 20:21

Ilea

Bei seine Worte begann ich mich noch mehr erröten und spürte wie die Hitze auf meiner Haut brannte. Mein Herz begann schneller zu klopfen und in meinem Magen kribbelte es. Cael schaffte es mich immer wieder mit seiner Offenheit aus dem Konzept zu bringen und gleichzeitig war es einer der Gründe, warum ich mich in ihm verliebt hatte. Es herrschte kein Misstrauen, keine Versteckspiele. Er war einfach er ganz selbst und indem er mir seine Gedanken preisgab, wusste ich woran ich war. "Ich....ich spüre auch Sehnsucht nach dir", senkte ich den Blick und musterte seine Hand, in der meine Hand immer noch ruhte. Es gab so viele Fragen, die ich ihm stellen wollte und ich wusste nicht welche Frage ich zuerst nehmen wollte. "Wie...wie war es...als du zum ersten Mal einer Person körperlich nahe gekommen warst? Ich....hattest du Angst gehabt?", jetzt spürte ich die Hitze auch auf meinem Hals und das wechselte nicht unbedingt das Thema. Aber in der Wirklichkeit hätte ich vermutlich niemals gewagt eine solche intime Frage zu stellen.

Ryu

Etwas Feuchtes in meinem Ohr und ein unsanftes Kneifen weckte mich aus einem tiefen Schlaf. "Egon...", knurrte ich noch halb im Schlaf und dann wurde ich Augenblick hellwach, als ich den leeren Platz neben mir entdeckte. Ich richtete mich abrupt auf und Egon quiekte nervös, ehe er dann aus der Höhle lief. Ohne weiter nachzudenken, sprang ich sofort auf meine Füße und folgte hastig meinem kleinen Freund. Wo war Imesha? Sie sollte nicht allein in der Nacht herumgeistern! Sie selbst hatte gesagt wie gefährlich es in den Bergen war und das galt doch auch für sie. Die Sorge überschwemmte mich und mehrmals stolperte ich, fand aber immer wieder Halt. Es war sehr dunkel, man sah kaum die funkelnde Sterne am Himmel und meinen guten Augen hatte ich es zu verdanken, dass ich nicht direkt in einem Felsen hineinlief. Egon gab von sich ein Geräusch und schien Imesha gefunden zu haben. Sie stand am Abgrund. "Imesha!", rief ich nach ihr und tausende Gedanken rasten durch meinem Kopf.


1 106

01.03.2021, 20:50

Cael

Ich hörte es wirklich gerne, wenn sie meine Sehnsucht erwiderte und musste mich ernsthaft zusammenreißen, um sie nicht gleich voller Leidenschaft zu überfallen. In dieser Hütte, in dieser Traumwelt, waren wir völlig allein. Es wäre der ideale Ort, um ihr näherzukommen, aber ich hatte ihr mein Wort gegeben, dass ich mich ihr anpassen würde. Selbst wenn es sich um unsere Seelen handelte, nicht um unsere realen Körper. Sie vertraute mir beides an, also sorgte ich dafür, dass sie sich überall mit mir wohlfühlte.
Als sie mich nach meinem ersten Mal fragte, war ich zugegebenermaßen überrascht, weil ich mit einem Themenwechsel gerechnet hatte, aber da es nichts war, was ich verheimlichen musste, antwortete ich ihr offen und ehrlich: >Angst hatte ich keine, ich war nur ziemlich nervös. Ich wollte nichts vermasseln und sie nicht versehentlich verletzen. Es war auch irgendwie... peinlich. Wenn man keine Erfahrung hat, weiß man nicht so recht, was man mit dem weiblichen Körper anfangen soll. Alles war neu für mich. Für mich war es schon ein Weltwunder Brüste anzufassen. Echte Brüste.< Unwillkürlich musste ich leise darüber lachen. Über all die Peinlichkeiten meines ersten Mals. Damals hatte ich nicht mal meinen Freunden davon erzählt, mir war das zu unangenehm gewesen. Erst Jahre später, mit der Erfahrung, lernte ich darüber zu lachen. >Mir hat es nicht wehgetan, ihr hingegen schon. Da ich keine Frau bin, weiß ich nicht, wie das ist, aber ich habe mir sagen lassen, dass wenn Vertrauen besteht, ist der Schmerz schnell vergessen und die Leidenschaft übernimmt die Kontrolle. Dann ist es einfach nur... überwältigend.<


Imesha

Es sollte unmöglich sein über das Rauschen in meinen Ohren hinweg etwas anderes zu hören, aber diese Stimme... Sie war laut genug, dass ich auf der Stelle herumwirbelte und mit weit aufgerissenen Augen zur Gestalt schaute, die aus den Schatten ihren Weg zu mir fand. Es war zum Glück nicht der Kaiser. Es war Ryu. Ryu war da. Er hatte mich gefunden. Schon wieder. Egal, wie oft ich die Orientierung verlor, er schien mich immer wieder zu finden. Doch hier stand ich nun. Am Abgrund. Zittrig und aufgelöst. Wie sah das für ihn aus? Wie ein Rückfall, oder nicht? Wie ein weiterer Versuch mein Leben zu beenden. Ich selbst zweifelte gerade an mir selbst. Ich war nie zuvor im Schlaf umhergeirrt. Das passierte mir zum ersten Mal. Es überforderte mich. Die Panik wütete hartnäckig in meiner Brust weiter. Gleichzeitig wollte ich nicht, dass Ryu an das Schlimmste glaubte. Dass ich wieder schwach geworden war. Dass ich eine Versagerin war, für die es keine Hoffnung mehr gab. Oder waren es meine eigenen Gedanken? >Ich... < setzte ich an, aber mir fehlten die Worte. Da war so viel in meinem Kopf und trotzdem blieb meine Zunge seltsam taub. Ich schaffte es nur "Hilfe" über die Lippen zu bringen, während Tränen in meine Augen schossen und ein kalter Schauder mich durchlief.
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1 107

02.03.2021, 19:15

Ryu

Wie ein aufgeschrecktes Reh, das gejagt wurde, drehte sie sich mit weit aufgerissene Augen um. Ich konnte ihre Angst bis hierher spüren, dennoch blieb ich instinktiv stehen und wartete auf eine weitere Reaktion von ihr ab. Ich wollte sie nicht noch mehr verschrecken. Als Imesha um Hilfe bat und ihr dabei die Tränen in die Augen traten, war ich in wenige Sekunden bei ihr. Ich zog sie fest in meine Arme, weg von dem dunklen Abgrund. "Ich bin da", murmelte ich sanft und rieb mit einer Hand ihr Rücken. Sie zitterte und wahrscheinlich nicht nur aus Kälte. Die Fragen brannten auf meiner Zunge, ich wollte wissen warum sie alleine hierher gegangen war. Aber ich hielt diese Fragen zurück, denn Imesha ging es gerade nicht gut und ich wollte sie nicht in die Enge treiben.

Ilea

Mittlerweile glich meinem Gesicht einer tiefroten Beere und ich spürte die Hitze bis in meine Ohren. Cael war selbst bei einem intimen Thema sehr offen und zeigte keine einzige Spur von Verlegenheit. Ich biss auf meine Unterlippe, starrte konzentriert auf seinem Brustkorb und dachte über die Worte nach. Meine Stimme war nur ein Flüstern: "Ich....ich könnte es ertragen, wenn.....wenn ich nur einziges Mal kurz leiden muss. Aber nicht, wenn es jedes Mal so ist. Ich vertraue dir und ich empfinde bestimmt genug Leidenschaft für dich, damit diese Verbundenheit etwas Angenehmes ist. Ich....ich möchte selbst herausfinden, wie es für mich ist, wenn ich eines Tages dazu bereit bin." Langsam hob ich den Kopf und fuhr zaghaft fort: "Ich finde es beruhigend, dass du Erfahrungen hast. Ansonsten wäre ich womöglich noch aufgeregter." Dann griff ich mit wildklopfendes Herz nach seiner Hand und legte sie auf meine Brust und wieder senkte ich den Blick, spürte wie mein Mut anfing zu wanken. "D-die sind e-echt."


1 108

02.03.2021, 19:46

Cael

Ich musste mich konzentrieren, um Ileas Worte zu verstehen, denn sie sprach sie sehr leise aus. Vor Verlegenheit. Trotzdem erreichten sie mich. Wäre ich wach und mir meines Körpers bewusst, hätte ich unglaubliche Hitze empfunden. Im Moment empfand ich eine Art Nachhall von Wärme. Als wüsste mein Geist, wie sich das anfühlen sollte, aber in dieser Welt fehlten ein paar Dinge, weil sie in einer anderen Wirklichkeit stattfanden. Würden wir nicht über ein solch intimes Thema sprechen, hätte ich mir weiter Gedanken um die Traumwelt und unsere Seelen gemacht, doch als sie nach meiner Hand griff, hörte ich sofort auf zu denken. Mein Atem stockte. Dann nahm ich wieder das Gefühl von Wärme wahr. Sehr intensiver Wärme.
Ich beugte mich vor, bis meine Lippen vor ihrem Mund schwebten und sah sie mit glühendem Blick an. >Gerade frage ich mich, ob das, was wir hier tun, Einfluss auf unsere Körper hat. Was, wenn ich jetzt aufwache und feststelle, dass meine Hand auf deiner Brust liegt? Ja... dann ist sie wirklich echt.< raunte ich mit einem kurzen Zucken im Mundwinkel. Es gefiel mir, dass sie stets versuchte aus ihrer Komfortzone auszubrechen. Dass sie sich vorwagte, selbst wenn sie ziemlich schüchtern war. >Weißt du, was noch echt ist?< Ich küsste sie. Einmal, zweimal, dann ein weiteres Mal und deutlich inniger. >Mein Verlangen nach dir. Seit Wochen frage ich mich, wie du an anderen Stellen schmeckst. Wie weich deine Haut ist. Welche Laute du von dir gibst, wenn ich sie erkunden darf. Du verführst mich, ohne dir dessen bewusst zu sein, Ilea.<


Imesha

Im nächsten Moment lag ich in seinen Armen. Wie die letzten Male auch verkrampfte ich mich nicht, sondern hieß die Nähe willkommen, weil sie gerade das Einzige war, was mich zusammenhielt. Obwohl Tränen in meine Augen gestiegen waren, weinte ich nicht. Der Schock saß zu tief, die Panik ließ nur langsam von mir ab und gab mir damit Luft zum Atmen. Alles, was ich tat, war Ryus Herzschlag zu lauschen. Ich drückte mein Ohr gegen seine Brust und versuchte nur auf das Geräusch zu achten. Ich hörte, dass sein Herz in Aufruhr war, so wie meines. Es schlug schnell, aber kräftig. Stark und warm. Irgendwie beruhigte mich das. Meine Atemzüge kamen nicht mehr in unregelmäßigen Stößen über meine Lippen. Die Enge in meiner Brust ließ locker. Nur in meinem Kopf herrschte weiterhin Chaos. Bilder... Da waren so viele Bilder. Auch das Bild vom schwarzen Abgrund. Frisch wie eine Wunde. >Ich, ich glaube...< Wieder ein Versuch das Ereignis in Worte zu fassen, aber der Rest des Satzes blieb in meinem Mund stecken. Es tat weh offen zugeben zu müssen, dass mit mir etwas nicht stimmte. Dass ich wirklich kaputt war. Dass es doch keinen Sinn machte, wenn ich bei ihm und den anderen blieb, weil sie letzten Endes meiner Dunkelheit zum Opfer fallen würde. Sie hatten es nicht verdient von meinem Mist umgeben zu sein. Offenbar war ich selbst damit überfordert. Ich brauchte Hilfe. Oder? Wieder durchlief mich ein Zittern.
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1 109

02.03.2021, 20:06

Ryu

Dass sie sogar ihr Kopf gegen meinem Brustkorb presste, musste bedeuten, dass sie jetzt den Halt brauchte. Sie versuchte nach den Worte zu greifen, um das zu beschreiben was sie gerade bewegte und dann versagte ihre Stimme. Wieder zog sich mein Herz zusammen, was für einen inneren Kampf trug sie aus? "Du muss nichts sagen", versicherte ich ihr leise und drückte Imesha noch ein bisschen enger an mich. "Ich bin einfach nur froh, dass ich dich gefunden habe", fuhr ich fort: "Als Egon mich geweckt hat und du nicht neben mir lagst, hatte ich mir Sorgen um dich gemacht. Weil hier draußen gefährlich sein kann, auch für dich."

Ilea

Mein Hals fühlte sich trocken an, als Cael sich mir näherte und mich mit diesem Blick ansah. Er machte mich nervös. Meine Augen weiteten sich bei seine Worte und sie wurden bei den nächsten Worten noch größer, während mich gleichzeitig seine Küsse berauschte. Ich...ich verführte ihn? "C-cael", stammelte ich aufgewühlt und mein Hals begann vor Hitze zu glühen. Ich presste mein Gesicht gegen seinem Brustkorb, weil die Verlegenheit mich übermannte. Dann erinnerte ich mich, was er in unserem letzten leidenschaftlichen Moment gesagt hatte und was ich geantwortet habe. "Ich....wir....wir sind zwar in der Traumwelt...aber....vielleicht möchtest du mich trotzdem sehen?", flüsterte ich und mir schlug das Herz bis zum Hals: "Und....ich könnte dann dich sehen....."


1 110

02.03.2021, 20:24

Cael

Unwillkürlich musste ich schmunzeln, als sie tomatenrot wurde und ihr Gesicht an meiner Brust versteckte. Mir war klar, dass ich manchmal zu offen über die Dinge sprach, die sie schnell in Verlegenheit brachten, aber ich würde nie aufhören ehrlich zu ihr zu sein. So war ich eben. Ich legte großen Wert auf die Wahrheit. >Es wäre mir eine Ehre dich hier und jetzt nackt vor mir zu sehen, aber das erste Mal soll in der Realität geschehen. Ich will dich riechen, dich wirklich schmecken.< sagte ich voller Leidenschaft, ehe ich ihre Hände in meine nahm und sie an meine Lippen führte, um jeden einzelnen Finger zu küssen. >Ich kann diesen besonderen Moment kaum erwarten. Ich liebe dich mehr als alles andere auf der Welt.<

Imesha

Ich sog seine Worte in mich auf. Während in mir der Sturm tobte, tat es gut zu hören, dass es jemanden gab, der sich um mich Sorgen machte. Der mitten in der Nacht aufgebrochen war, um nach mir zu suchen. Wäre Ruko hier, hätte er mich ebenfalls fest in den Arm genommen, aber bei Ryu... Es fühlte sich anders an. Vor ein paar Wochen hatte ich ein Problem damit gehabt ihn zu verstehen und jetzt lag ich öfters in seinen Armen als ich unter normalen Umständen erlaubt hätte. Meine Augen brannten, mein Herz brannte, in meinem Kopf das reinste Chaos... Trotzdem stand er hier, bei mir, und hielt mich. Und ich ließ mich von ihm halten. So lange, bis ich mich wieder im Griff hatte und die Dunkelheit in meinem Kopf nicht mehr so laut dröhnte. >Tut mir leid... danke.< schniefte ich leise, während ich weiterhin seinem starken Herzen lauschte.
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1 111

02.03.2021, 20:41

Ryu

Ich drückte bloß einen freundschaftlichen Kuss auf ihrem Kopf und merkte wie meine Anspannung langsam von mir wich. Ich hatte mir wirklich Sorgen um sie gemacht, die größte Angst war gewesen, dass sie gefunden wurde und man sie verschleppt hatte. Aber sie war in meine Arme. In Sicherheit. Innerlich ging ihr es aber nicht gut und ich wünschte ich wüsste, wie ich ihr helfen könnte. "Möchtest du wieder reingehen? Es ist kalt", fragte ich sie, denn ich wollte nicht, dass sie fror.

Ilea

Mir traten die Tränen in die Augen, weil mich seine Worte tief berührten. Ich löste meine Hand wieder von ihm, nur um dann ihn stürmisch umarmen zu können und diesmal fand mein Gesicht sein Versteck an seinem Hals. "Tut mir leid, dass ich wieder weinen muss", meine Stimme zitterte und ich spürte die Feuchtigkeit auf meine Wangen: "Deine Liebe ist überwältigend und es ist unbeschreiblich schön so geliebt zu werden." Ich schmiegte mich enger an seinem Körper, hob den Kopf und sah Cael an: "Ich liebe dich auch vom ganzen Herzen." Dann küsste ich ihn sanft: "Können wir uns hinlegen und du nimmst mich fest in die Arme wie in der Wirklichkeit?"


Gehe offline, gute Nacht :)



1 112

02.03.2021, 21:08

Gute Nacht *_*

Cael

Mein Blick wurde weich, als sie plötzlich sentimental wurde und Tränen in ihren Augen schimmerten. Ich drückte sie fest an mich, streichelte ihren Rücken und lächelte sanft. Dabei spielte ich ihr Liebesgeständnis wie ein Gebet und mehrmals hintereinander in meinem Kopf ab. Zu hören, dass sie mich liebte... davon bekam ich nicht genug. Manchmal erschien es mir wie ein Traum ihre Liebe für mich gewonnen zu haben und nun saß ich hier, in einer Traumwelt, und hielt die wohl schönste Frau im Arm. >Natürlich. Es gibt nichts Besseres als dich im Schlaf zu halten.< sagte ich ehrlich und ließ mich gemeinsam mit ihr zurück auf die weiche Matratze fallen. Wie gewünscht, ließ ich sie kein bisschen los, sondern hauchte einen Gute-Nacht-Kuss auf ihre Lippen, um dann völlig zufrieden die Augen zu schließen.

Imesha

Ich atmete noch einmal tief durch, sammelte mich und nickte langsam. Die Wärme der Höhle war mir deutlich lieber als die kalte Dunkelheit hier draußen. Es war erschreckend wie ich den Weg bis zum Abgrund im Schlaf gefunden hatte. Mir hätte alles Mögliche passieren können und ich wusste immer noch nicht, ob ich absichtlich etwas Schönes geträumt hatte, nur um wieder tief zu fallen und diesmal wirklich nicht mehr aufzutauchen. War ich dazu bestimmt so zu leben? Arm in Arm mit der Finsternis? Würde ich mich je von der Vergangenheit und allem, was ich durchlebt hatte befreien können? Im Moment fühlte ich mich so schwach, dass es mich aufregte. Ich spürte Wut auf mich selbst, aber selbst das half mir nicht weiter. Ich wünschte, ich könnte normal sein. Normal wie Ryu. Normal wie Cael. Normal wie Ilea. Obwohl sie ebenfalls viel durchgemacht hatte, schien sie mehr in Ordnung zu sein als ich. Mit mir musste also etwas nich stimmen. Ryu hatte zwar behauptet, ich wäre nicht kaputt... dass mein Herz stark war... aber wo war diese Stärke? Wo war all das Gute, das er scheinbar in mir sah? Wo war das Licht, an dem ich mich wärmen konnte?
Als wir die Höhle erreichten, flackerte das Feuer ganz schwach, aber Egon sorgte sogleich für mehr Wärme. Mehr Licht. Genau das, wonach ich mich sehnte. Was ich brauchte. Du bist kaputt, Imesha. Ohne mich bist du nichts Besonderes. Ein Niemand. Du gehörst mir. Mir allein. Es waren die Worte des Kaisers und ich fragte mich zum wiederholten Male, warum ich nicht von ihm loskam. Warum er mich selbst auf der Flucht fest im Griff hatte und mir Dinge zuflüsterte, die mir schwer schadeten. Warum hörte ich ihn überhaupt? Schwer schluckend legte ich mich hin, schloss für einen kleinen Moment die Augen und deckte mich anschließend zu. Mein Blick fiel dann auf Ryu. Zögerlich streckte ich meine Hand aus, Handfläche nach oben. Eine stumme Bitte sie zu halten, was mich sehr viel Überwindung kostete, weil ich mich damit verletzlich zeigte und ich momentan nicht wusste, was richtig oder falsch war.
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1 113

03.03.2021, 19:29

Ryu

Wir kehrten in die Höhle zurück und als wir uns hinlegten, hielt Imesha mir ihre Hand entgegen. In meinem Brustkorb brannte es und wenn es nach mir ginge, würde ich meine Arme um ihr Körper legen. Aber nachts ihre Hand halten zu dürfen, war für sie schon ein großer Schritt und ich wäre ein Dummkopf sie nicht anzunehmen. Ihre Hand fühlte sich noch kühl an, als ich sie mit Meiner sanft umschloss und ich hoffte meine Wärme würde sich auf sie übertragen. Ich schenkte Imesha ein warmes Lächeln: "Gute Nacht, Imesha und wenn du schlecht schläfst, kannst du mich jederzeit wecken." Egon gab aus der Feuerstelle von sich ein Gurren, als wollte er uns auch ein Gute Nacht wünschen. Mein Mundwinkel zuckte kurz, dann schloss ich die Augen und schlief wieder schnell ein.

Ilea

Ich errötete mich und seufzte zufrieden, als ich endlich in seine Arme lag. Genau das hatte ich jetzt gebraucht, das Gefühl von Geborgenheit. Hier in dieser Traumwelt hatte ich ein kleines Stück Frieden gefunden und ich spürte wie heilsam es für mein verwundetes Herz war. Hier konnte ich einen Augenblick die Wirklichkeit vergessen und mich auf die schönen Dingen konzentrieren. Hier konnte ich atmen. Und Cael war der Halt, den ich brauchte. Ohne ihn wäre ich längst auseinander gefallen. Meine Augen schlossen sich und mein Geist gab sich der erholsame Ruhe hin.


1 114

03.03.2021, 19:47

Cael

Als ich am nächsten Morgen die Augen langsam öffnete, erblickte ich Ileas blonden Schopf und dahinter die kahle, graue Wand der Höhle. Keine Hütte. Keine Wärme aus einem geheizten Ofen. Und auch keine weite blumige Wiese. Nur kühles Grau und noch kältere Luft. Ohne die Decken wären wir sicherlich über Nacht erfroren. Hoch oben in den Bergen war es natürlich kälter als unten im Tal. Früher oder später mussten wir Magie anwenden, um uns warm zu halten. Unsere Kleidungen waren zwar für niedrige Temperaturen gemacht, aber nicht für eine Flucht inmitten eines Gebirges. Ich wollte nicht, dass Ilea unterkühlte, denn das passierte bei Frauen schneller als bei Männern.
Ivoli kam herbeigeflogen und stupste mich mit dem Schnabel seitlich am Kopf an. Ihm machte die Kälte nichts aus, da er nicht wirklich hier war. Die Geisterwelt war seine Realität. Ich lächelte ihn grüßend an, ehe mein Blick auf meine Hand fiel, die die ganze Zeit schon etwas sehr Weiches hielt. Mein Mundwinkel zuckte. Hatte ich es also doch gewagt ihre Brust anzufassen, während ich schlief. Ich nahm sie selbstverständlich nicht weg, denn solange Ilea sich ausruhte, würde ich diesen kostbaren Moment genießen und gut gelaunt in den neuen Tag starten. Unwissend, was uns wohl heute erwarten würde.

Imesha

Seine Hand war angenehm warm, sie hielt meine nicht zu fest, aber stark genug, dass ich glaubte gehalten zu werden. Das gab mir ein gutes Gefühl. Ein wenig Geborgenheit. Irgendwie hatte ich das dringend nötig, wenn ich mich dadurch etwas mehr entspannen und eine Weile später einschlafen konnte. Die Vorstellung, dass wenn ich noch einmal aufstehen sollte, Ryu zur Stelle sein würde, ließ mich zumindest ruhig schlafen. Ich wollte nicht wieder die Augen öffnen und wo anders sein als hier. Mehr schockierende Ereignisse ertrug ich nicht. Am liebsten wollte ich die Nacht vergessen. Sie aus meinen Erinnerungen löschen. Damit könnte ich deutlich besser leben.
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1 115

Gestern, 19:06

Ryu

Die ersten Lichtstrahlen kitzelte meine Nase und langsam öffnete ich die Augen, dabei erblickte ich Imeshas schlafendes Gesicht. Mein Herz begann schneller zu schlagen und Wärme durchflutete mich, als ich sah, dass unsere Hände immer noch ineinander verschränkt waren. Wir hatten uns in der Nacht kein einziges Mal losgelassen. Auch jetzt ließ ich ihre Hand nicht los. Zu Einem wollte ich, dass sie so lange schlief wie sie es brauchte und zum Anderen wollte ich diese Nähe, die sie mir bereit zu geben war, auskosten. Das war die schwierige Sache mit den Verliebtsein. Manchmal war die Sehnsucht lauter, als der Verstand.

Ilea

Meine Gesichtsmuskeln begannen leicht zu zucken, dann kniff ich meine Augen fest zusammen und vergrub mein Gesicht in Caels Brustkorb, um dort von der weckende Helligkeit zu entkommen. Ich war noch nicht bereit aufzuwachen. Ich war noch nicht bereit in die Wirklichkeit zurückzukehren. Ich wollte noch einen Moment den friedlichen Schlaf auskosten. In der Wärme eingehüllt bleiben. Die Geborgenheit genießen. Aber die Kälte zwickte leicht in meine Füße und ergebend öffnete ich langsam meine Augen. Dabei bemerkte ich ein Gewicht auf meiner Brust und als ich begriff, dass es Caels Hand war, schoss Hitze in meine Wangen. Ich dachte an die unanständigen Worte, die er mir gesagt hatte. Ich biss auf meine Unterlippe und dann schob ich meine Hand langsam unter seinem Oberteil bis sie auf die warme Haut seines Brustkorbs lag. Niemand würde es wegen der Decke sehen, nur Cael konnte die Hand spüren.


1 116

Gestern, 19:27

Cael

Ilea wurde allmählich wach und registrierte die Hand auf ihrer Brust. Sie machte keine Anstalten sich von mir zu lösen, stattdessen schob sie ihre Hand unter mein Oberteil, bis sie auf meiner Brust zum Liegen kam. Meine Lippen verzogen sich zu einem schiefen Lächeln. Um die Aufmerksamkeit nicht auf uns zu lenken, schenkte ich ihr ein stummes Guten Morgen. Dann ließ ich meine Hand genüsslich von ihrer Brust runter zu ihrem Bauch, zu ihrer Hüfte und schließlich zu ihrem hübschen Hintern wandern. Daran könnte ich mich glatt gewöhnen. An etwas verführerische Zweisamkeit am Morgen. Vertrieb Kummer und Sorgen, dachte ich schmunzelnd.
Ich stupste ihre Nase mit meiner an, lächelte etwas breiter und hauchte einen federleichten Kuss auf ihren verlockenden Mund. Und noch einen. Es war schwer von ihr loszukommen.

Imesha

Mit einem leisen Seufzen erwachte ich am nächsten Morgen und hielt die Augen für einen Moment länger geschlossen. Sobald ich sie öffnete, würde ich mich einem neuen Tag stellen müssen. Mit allen Höhen und Tiefen. Meinen eigenen Problemen, die unter der Oberfläche brodelten. Ich hatte den Zwischenfall in der Nacht leider nicht vergessen. Wäre auch zu schön gewesen... Als ich die Augen schließlich öffnete, begegnete ich Ryus Blick. Ich fühlte mich ein wenig ertappt, weil er mich angesehen hatte, während ich schlief und er noch meine Hand in seiner hielt. Er hatte sie nicht losgelassen. Er übte sanften Druck aus. Seine Hand war immer noch warm. Ryu schien allgemein stets Wärme auszustrahlen. Ob es an seiner Magie lag?
Ich räusperte mich leise und rieb mir mit der freien Hand den restlichen Schlaf aus den Augen.
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1 117

Gestern, 19:35

Ryu

Der Anblick wie sie aufwachte, war das Süßeste was ich jemals gesehen hatte und da konnte nicht mal das flauschigste Tierbaby mit den größten Kulleraugen übertrumpfen. Dabei tat Imesha dabei nichts Besonderes, sondern wachte ganz normal wie jeder Mensch auf und dennoch spielte mein Herz verrückt. Am Liebsten wollte ich sie küssen. "Guten Morgen", flüsterte ich, ich wusste nicht ob die Anderen ebenfalls wach waren. Dafür müsste ich über meine Schulter schauen und das hieß den Blickkontakt mit Imesha abzubrechen. Und dann würde sie wahrscheinlich meine Hand loslassen, was sie noch nicht tat. Unbewusst begann mein Daumen sanft ihre Hand zu massieren.

Ilea

Mein Atem stockte und noch mehr Wärme kribbelte auf meine Wangen, während mein Herz anfing schneller zu schlagen. Es kitzelte, als er mit seiner Nase gegen meine Nase stupste und meine Augen begannen zu funkeln, während sich ein Lächeln auf meinem Gesicht ausbreitete. Sein Lächeln war ansteckend. Wärme durchströmte mich und ein Schauder rann wohlig meinem Rücken hinab, als ich seine Lippen spürte. Ich erwiderte den Kuss und meine Finger begannen leicht seine Haut zu kraulen. Cael hatte Recht, dass man in der Wirklichkeit die Nähe eines Anderen viel intensiver spürte, weil hier die körperliche Wahrnehmung viel deutlicher war.


1 118

Gestern, 19:50

Cael

Ich gab ein wohliges Seufzen von mir, als sie den Kuss erwiderte und ihre Finger meinen Brustkorb kraulten. Als wüsste sie genau, was sie zu tun hatte, um mich in Stimmung zu bringen. Ehrlich gesagt, musste sie sich bloß in die Unterlippe beißen, damit ich das Bedürfnis verspürte sie hier und jetzt auszuziehen. Ich sehnte mich nach ihrer Nähe. Nach ihrer weichen, warmen Haut unter meinen Fingern, an meinen Lippen. Je länger wir zusammen waren, desto größer wurde das Verlangen. Hoffentlich blieb meine Geduld stark genug, bevor ich endgültig den Verstand verlor.
Ich biss neckisch in ihre Unterlippe, an die ich gerade gedacht hatte und verstärkte den Druck meiner Hand an ihrem Hintern. Mmmh ja, was für ein herrlich schöner Morgen. Da konnte mir der Rest der Welt gestohlen bleiben.

Imesha

Meine Augen wanderten unwillkürlich zu seinen Lippen, sonst hätte ich seine Worte kaum verstanden. Da ich von hier aus nicht feststellen konnte, ob die anderen beiden wach waren, beließ ich es auch bei einem lautlosen Guten Morgen. Nachdem er mich gestern davor bewahrt hatte etwas Schlimmes zu tun - mal wieder - wollte ich nicht unhöflich sein und ihm meine Hand entziehen. Auch dann nicht, als sein Daumen plötzlich Muster auf meiner Haut zu malen begann. Das war eine ziemlich vertraute Geste. Ich hatte das früher bei Sumire getan. Manchmal sogar bei Motaro, immerhin war er wie ein jüngerer Bruder für mich gewesen. Ryu hingegen... wir waren Freunde. Da ich außer ihn und die anderen zwei keine Freunde hatte, wusste ich nicht, ob das normal war. Es fühlte sich jedenfalls nicht falsch an, darum blieb ich entspannt und musterte derweil sein Gesicht, die stechend grünen Augen und seine markanten Züge. Niemand würde vermuten, dass hinter diesen Kanten ein weiches Herz schlug. Er konnte bestimmt sehr furchteinflößend wirken, wenn er es darauf anlegte. Stattdessen war er immerzu freundlich und hilfsbereit. Man traf selten auf Menschen wie ihn. Oder Cael. Oder Ilea.

Bin dann mal off, gute Nacht *_*
Just keep swimming...
#spreadthelove

Momentan in Quarantäne :whistling:

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Gestern, 20:06

Ryu

Imesha musterte mich und ich fragte mich, was ihr dabei durch den Kopf ging und ob sie mich vielleicht sogar ein wenig anziehend fand, trotz ihre schreckliche Erfahrungen mit Männer. Jedenfalls entzog sie mir immer noch nicht die Hand, selbst nicht als ich angefangen hatte sie sanft zu massieren. Das war eine Grenze zwischen Freundschaft und Mehr, die langsam zu verwischen begann. Aber sie wehrte sich dagegen nicht, also bedeutete es doch, dass es für sie in Ordnung war. Ich erwiderte ihren Blick, indem ich selbst ihr Gesicht zu mustern begann. Ihre Haut schimmerte in einem sanften Braunton, als hätte die Sonne nur hauchzarte Küsse auf ihrer Haut gegeben. Die dunklen Augen, wo die Farbnuancen sich je nach ihrer Stimmung verändern konnten, waren nach wie zuvor am Fasziniertesten in ihrem Gesicht. Und da waren natürlich auch die einladende Lippen, auf die ich niemals zu lange schauen durfte, um nicht auf dumme Gedanken zu kommen.

Ilea

Erneuert stockte mein Atem und die feine Härchen im Nacken richteten sich auf. Mein Herz klopfte bis in den Hals und ich rückte Cael ein wenig Stück näher ohne dass sich meine Hand dabei einschränken musste. Es fühlte sich gut an seine warme, glatte Haut unter den Fingerspitzen zu fühlen. Die Röte kroch über meinem Hals, als ich mir den Mut nahm und ihn ebenfalls in die Unterlippe sanft zurück biss. All die Gefühle und die Empfindungen, die er in mir auslöste, fühlte er bestimmt genauso wenn ich die gleichen Zärtlichkeiten zurückgab. Und diese Vorstellung ließ mein Magen ganz kribbelig vor Aufregung werden.


Gute Nacht:)