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1 301

25.03.2021, 23:47

Cael

Ein natürliches Gefühl war besser als ein fremdes. Solange die Energien der beiden kompatibel waren, gab es keinen Grund zur Sorge. Roselyn erblühte regelrecht nach dem Ritual, denn sie freute sich nicht nur über ihren neuen "männlichen" Namen, sondern begrapschte auch noch die Brust meiner Ilea. Früher hätte ich das als sehr anregend empfunden, aber wenn es um meine Traumfrau ging, teilte ich nicht. Nicht mal mit einer anderen Frau und das obwohl einige Männer davon träumten.
Ich räusperte mich und sah Roselyn mit hochgezogener Braue an. >Es freut mich, dass das Ritual dich lebendiger fühlen lässt, aber das ist kein Grund meine Frau auf diese Weise anzufassen. Da ziehe ich eine Grenze.< sagte ich ernst und freundlich zugleich. Ich war ihr nicht böse oder so, doch das sollte mal gesagt sein bevor es sonst zur Gewohnheit wurde. Immerhin mochte sie es Ilea aus der Reserve zu locken. Nur nicht damit.

Imesha

Im Durchgang atmete ich tief durch und beruhigte meine Nerven, die wie mein Herz irgendwie nervös flatterten. Ob es mit meiner erwachenden Magie zusammenhing? Vielleicht lag es gar nicht an Ryu. Gut gebaute Männer wie ihn kannte ich genug. Besonders oberkörperfrei. Da war nichts dabei. Er bildete da keine Ausnahme. Dachte ich jedenfalls, während meine erhitzten Wangen etwas anderes aussagen wollten. Ich wollte diesen Gedanken nicht weiter fortführen und war beinahe froh über die nächste schockierende Situation. Cael und Ilea waren nämlich nicht mehr allein. Plötzlich stand da eine Frau bei ihnen. Mit seltsamer Kleidung und einer völlig bunten Energie. Ich blinzelte mehrmals, um mir zu versichern, dass sie kein Trugbild war und als sie nicht verschwand, spannte ich mich an. >Wer ist das? Wie kommt sie hierher?< fragte ich alarmiert.
Caels stechend blauer Blick schoss zu mir. Er schmunzelte leicht. >Das ist Roselyn. Der Geist, den du sehen kannst, weil Ilea mit ihr diesen Pakt vollzogen hat. Sie heißt ab jetzt Ren.<
Und ich war baff. In meinem Leben hatte ich so einiges erlebt, aber das... das hätte ich nicht mal im Traum erwartet. Da stand wahrhaftig ein Geist im Raum und ich konnte sie... sehen.
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1 302

26.03.2021, 17:55

Ilea

"Verstanden, sie ist deine Frau", grinste Roselyn schief und ihre Augen funkelten: "Aber darf ich deine Muskeln anfassen?" "Nein!", protestierte ich und wurde erneuert rot. "Ha! Du erhebt auch einen Anspruch auf ihn. Das ich das mal erleben darf, wie ein kleines Pflänzchen zu einer selbstbewusste Blume wird", klatschte sie wieder in die Händen und diesmal galt ihr Grinsen mir. Schüchtern sah ich zu Cael hinüber: "E-er ist mein Mann und....ich habe auch Grenzen." Ich senkte den Blick und in diesem Moment erschien Imesha, weswegen ich wieder aufschaute. Meine Augen wurden groß, als ich ihre Lippen las. Sie konnte Roselyn sehen? "Das ist mein bester Tag meines Geisteslebens! Ein Nicht-Miko kann mich sehen!", sprang Roselyn auf und reichte Imesha die Hand: "Jetzt lernen wir uns mal persönlich. Nenne mich, wie du willst. Ilea ist bestimmt da nicht streng." "Aber....warum kann ich dich immer noch hören?", stellte ich verwirrt fest. "Ganz einfach, ich bin immer noch ein Geist und dadurch verstehst du mich über die Seelensprache. Außerdem haben wir jetzt die Verbindung", antwortete sie.

Ryu

Nachdem ich mich wieder gefasst hatte und angekleidet war, ging ich zurück zu den Anderen. Dort erwartete mich die nächste Überraschung. Ein fremdes Mädchen mit einem ungewöhnlichen Aussehen stand vor Imesha und ich schnappte die letzte Worte von ihr auf. Mein Blick schoss zu Cael: "Ein Geist? Und wir können sie sehen? Ist es Roselyn?" Einen anderen weiblichen Geist würde mir nicht einfallen und außerdem passte diese Gestalt zu dem Bild, die ich von Roselyn gemacht hatte. Sie war wie wir jung, in ihre Augen lag ein freches Funkeln und ihr Körper war in eine offene Haltung. Und sie versprühte Energie. Ich konnte mir vorstellen, dass sie in ihrem Leben ein Wirbelwind gewesen war.


1 303

26.03.2021, 20:15

Cael

Wenn Ilea wüsste, welche Grenze sie mit dieser Aussage überschritten hatte, wäre ich längst bei ihr und sie läge nackt unter mir. Sie hatte mich damit ganz schön überrascht und mir gefiel es sehr, dass sie mich als ihren Mann bezeichnet hatte. Das war ich unfassbar gern. Ich hätte Roselyn sowieso nicht erlaubt meine Muskeln anzufassen. Wie gesagt... Es gab Grenzen. Ich gehörte nicht zu den Männern, die ihre Körper dauernd präsentierten und ganz viel Aufmerksamkeit von Frauen brauchten. Mir reichte Ileas Aufmerksamkeit.
Mein Blick lag lange auf ihr, bis Imesha auftauchte und völlig unerwartet auf Roselyn traf. Um ehrlich zu sein, hatte ich auch nicht damit gerechnet, dass sie für andere sichtbar sein würde. Davon träumten viele Geister - eine zweite Chance. Ob sie auch mehr empfand? Kälte oder Wärme?
>Ja, das ist Roselyn.< bestätigte ich, als auch dann Ryu erschien. Zwischen ihm und Imesha schien nichts vorgefallen zu sein, denn sie wirkten normal wie immer. Schade, schade. Ich hatte wirklich geglaubt, die kleine Baderunde würde sie irgendwie näherbringen. Oder irgendwelche tief vergrabenen Gefühle wecken.

Imesha

Als der Geist, der nicht mehr wirklich ein Geist war, mich berührte und mir die Hand schüttelte, zuckte ich kurz zusammen. Zum einen weil ich unerlaubte Berührungen nicht mochte, zum anderen weil sie... naja, sie war immer noch eine Tote, die unter uns Lebenden weilte. War das normal? War es in Ordnung, dass sie durch dieses Ritual wieder wie ein gesunder Mensch wirkte? Verstieß das nicht gegen irgendwelche Gesetze? Gleichzeitig wurde mir wirklich bewusst, warum Kaiser Odas damals befohlen hatte besonders Mikos zu verfolgen und zu ihm zu bringen. Wer die Macht hatte, Tote einen festen Körper zu geben, ohne wirklich ihr Leben aufs Spiel zu setzen... Sie hätten für ihn kämpfen können und er hätte nicht wirklich viel Kampfkraft verloren. Immerhin waren sie schon tot.
Ich musterte die Frau aufmerksam, vor allem ihre Magie und wie die Fäden sich bewegten. Ganz anders als bei lebenden Menschen. Irgendwie... faszinierend. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Außerdem entdeckte ich den einen Faden, der sie und Ilea verband. Er vibrierte am stärksten.
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1 304

27.03.2021, 11:49

Ryu

Der Geist hüpfte zu mir hinüber und schüttelte kräftig meine Hand, während sie mich fröhlich begrüßte: "Hallo Ryu!" Schmunzelnd erwiderte ich den Händedruck und dabei stellte ich fest, dass sie keine Körperwärme besaß. Sie war auch nicht kalt, ich fühlte einfach keine Temperatur. "Willkommen in unsere Gruppe", fügte ich lächelnd hinzu. "Oman, es ist echt toll, das ich endlich bei der Mission helfen kann", die junge Frau hüpfte zurück in die Mitte der Höhle: "Wollen wir aufbrechen und endlich die Stadt finden? Ich glaube diesmal wird Ilea was bei mir finden können, ganz bestimmt!"

Ilea

Ich spürte den langen Blick von Cael und die Hitze blieb in meine Wangen, jedoch gefiel es mir wie er mich ansah. Als wäre ich die einzige Frau in seinem Leben. Imesha wirkte bei der Begegnung von Roselyn ein wenig überrumpelt, was ich ihr nicht verübeln konnte. Zu Einem war es wirklich nicht gewöhnlich, dass man Geister sehen konnte und zum Anderen war Roselyn eine lebhafte, unverblümte Person. "Ich werde versuchen, ob ich durch diese Verbindung Zugang zu deine Erinnerungen habe. Aber ich kann nichts versprechen", antwortete ich dem Geist und sah in die Runde. Ich wollte Niemanden enttäuschen und hoffte, dass sie keine hohe Erwartungen in meine Fähigkeiten haben.


1 305

27.03.2021, 14:47

Cael

Roselyn scheute sich nicht vor Berührungen. Für sie war es offenbar normal jemandem eifrig die Hand zu schütteln und sich gut gelaunt vorzustellen. Eine Frohnatur wie ich sie sonst aus meiner Heimat kannte. Solche Leute hatte ich keine in Valaris getroffen, deshalb war es schon irgendwie witzig wie überrumpelt Imesha wirkte und dass Ilea sich für das Verhalten ihres Shinki verantwortlich fühlte. Mein Mundwinkel zuckte. >Naja, wir brauchen vorerst nichts überstürzen. Das Ritual ist geschafft, was an sich schon großartig ist. Alles andere können wir später anpacken. Jetzt sollten wir allerdings aufbrechen, bevor es wieder schnell dunkel wird.<
Ich zeigte auf unsere Sachen, die bereits am Eingang lagen und sah dann Roselyn an. >Wie wäre es, wenn du vorgehst? Als Geist wird dir eher nichts zustoßen und du kannst uns gleich alarmieren, sollte dir etwas verdächtig erscheinen.< Nicht, dass der Vorfall mit Imesha sich nochmal wiederholte. Wir brauchten jeden Mann und jede Frau in dieser Gruppe.

Imesha

Während die anderen von Erinnerungen sprachen, musterte ich weiter den Geist mit meiner magischen Sicht und versuchte herauszufinden, wie diese Magie wohl funktionierte. Sie war mit Abstand am kompliziertesten zu verstehen. Einige Fäden weckten zwar bekanntes Wissen in mir, andere wiederum... Die Art und Weise wie sie miteinander verknüpft waren... völlig anders. Ich würde sie gerne näher studieren, doch das Stichwort zum Aufbruch wurde in die Runde geworfen, weshalb ich meine Neugier vorerst zurückstellte. >Das ist eine gute Idee.< stimmte ich Caels Vorschlag zu, als er meinte, Roselyn könnte die Gruppe anführen. Vielleicht fiel ihr ja doch etwas aus ihrer Vergangenheit spontan ein, wenn sie mit lebendigerem Körper in den Bergen wanderte. Ich hatte natürlich keine Ahnung, woran sich eine Seele nach dem Tod erinnerte, aber es wäre naheliegend, wenn solche Erlebnisse irgendetwas in jemanden weckten.
Ich ging zum Eingang, schnappte mir meinen Reiserucksack und spürte, dass er leichter geworden. Ein klein wenig. Es war das Essen, das weniger wurde.
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1 306

27.03.2021, 16:56

Ryu

Das war ein guter Plan, dass Roselyn vorne ging. Ich wollte nicht noch einmal erleben, wie Imesha abstürzte. Ich griff nach meinem Gepäck und schaute hinaus. Es war wie immer kalt, aber zum Glück fiel kein Schnee und ich spürte auch keine verdächtige Luftvibrationen, die mir sagen, dass ein Sturm aufzog. Nachdem Jeder sein Gepäck hatte, gingen wir auch schon los. Über Nacht schien doch ein wenig Schnee gefallen zu sein, denn ich sank tiefer in den Schnee. Das würde wieder eine anstrengende Wanderung werden.

Ilea

Roselyn war von der Idee begeistert und lief vor uns voran, als wir aufbrachen. Für sie bereitete keine Schwierigkeiten über den Schnee zu laufen. Bei ihr wirkte es alles leicht. Ich sehnte mich jetzt schon nach der warme Quelle, als die Kälte über meinem Gesicht strich. Ich ließ mein Blick über die Landschaft gleiten. Nichts als Berge und Schnee. Eine karge Landschaft. Plötzlich blieb Roselyn stehen: "Ich....ich habe gerade eine Erinnerung. Wenn ich mich nicht irre, muss hier irgendwo unterirdische Gänge geben, die uns zu einem Ort führen wird, die uns was über die Stadt der Wunder sagen kann."


1 307

28.03.2021, 00:34

Cael

Wir setzten unsere unbekannte Reise fort und stürzten uns direkt ins eisige Wetter, wo wir wieder durch den hohen Schnee stapfen mussten. Leider fiel mir erst jetzt ein, dass wir nicht besprochen hatten, ob wir Magie einsetzen sollten, wenn es zu kalt wurde. Die ersten Tage hatten wir einigermaßen gut überstanden, aber die Kleidung würde uns nicht lange warmhalten. Die Kälte war momentan unser größter Feind. Schleichend sowie tödlich. Wir würden nicht ewig auf Magie verzichten können und Imesha besaß nur einen besonderen Ring. Ob es überhaupt mehrere Exemplare gab? Solch ein Schmuckstück rettete bestimmt Magi-Leben. Keiner von uns hatte sie je nach dem Ursprung des Rings gefragt... Noch eine Sache, die mir erst jetzt einfiel.
Ich richtete den Blick nach vorne, zuerst auf Ileas hübschen Hintern, dann an ihrem Kopf vorbei zu den anderen aus der Gruppe. Roselyns Worte waren trotz der Entfernung klar für mich zu hören. Ein Vorteil, wenn überall diese Stille herrschte. Da erschien alles andere ziemlich laut.

Imesha

Ich wurde hellhörig, als Roselyn plötzlich von unterirdischen Gängen sprach. War das wirklich eine Erinnerung, die sie ausgerechnet hier geschaffen hatte? Mitten im Nirgendwo? Schwer vorstellbar, dass hier irgendjemand lebte, um Wissen über die Stadt zu verstecken. Allerdings sah ich zum ersten Mal einen Geist vor mir und konnte ihn sogar sprechen hören, also warum keinen geheimnisvollen Ort aufsuchen, der ihr spontan eingefallen war? Ich ließ meinen Blick neugierig umherwandern, hoffnungsvoll, aber weit und breit nichts als schneeweiße Bergketten und viele Schluchten, die den sicheren Tod bedeuteten. Nochmal wollte ich nicht einen Abhang hinabrutschen und mir was brechen. Ryu könnte mich zwar in seiner wahren Gestalt auffangen, aber das sollte bloß nicht zur Gewohnheit werden. Auch wenn mich seine einzigartige Gestalt sehr stark faszinierte... Bei dem Gedanken schlug mein Herz etwas schneller.
>Kannst du dich an etwas Konkretes erinnern? An einen Eingang oder so?< fragte ich Roselyn und konzentrierte mich damit wieder aufs Wesentliche.
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1 308

28.03.2021, 18:32

Ryu

Wir blieben alle stehen, als Roselyn innehielt und uns sagte, dass sie sich an etwas erinnerte. Ich horchte auf. Hier sollte unterirdische Gänge geben, die uns zu einem Ort führen konnte, wo wir dann mehr über die Stadt der Wunder erfuhren? Mein Blick glitt über die weiße, bergige Landschaft. Auf dem ersten Blick würde man hier nicht unterirdische Gänge vermuten, schon gar nicht nach dem unwillkommener Erlebnis mit der Gletscherspalte, die aus dem Nichts aufgetaucht war. Aber weil man es hier eben nicht vermuten würde, wäre es hier ein ideales Versteck für Geheimnisse. Enttäuscht schüttelte Roselyn den Kopf und ihr Blick wirkte frustriert: "Nein. Das ist immer so. Ich bekomme nur ein kleines Fetzen von den Erinnerungen, der Rest bleibt dann mir einfach verborgen." Mitgefühl stieg in mir hoch. Es war bestimmt schrecklich sich nicht an seinem Leben zu erinnern und die ganze Zeit ziellos als Geist durch die Welt zu wandern.

Ilea

Ich bekam nicht mit was die Anderen sagten, aber Roselyns Worte ließen mich vermuten, was sie sie gefragt hatten. Mein Körper schob sich an Ryu und Imesha vorbei bis ich vor Roselyn stand. "Ich werde es versuchen", sagte ich entschlossen und hielt ihr meine Hand entgegen. Diese Erinnerung konnte für uns wichtig sein und vielleicht würde ich tatsächlich mehr Erfolg haben, da wir jetzt miteinander verbunden waren. Sie gab mir die Hand und ich schloss konzentriert die Augen. Meine Magie begann sich in mir zu regen und ich griff nach dem ersten Bild, das durch meinem Geist huschte.
Ich blieb vor dem Felsen stehen, der in dieser Umgebung keine Aufmerksamkeit erregte. Und wer auch nicht wusste, wonach man suchen musste, würde auch niemals die Kerbe entdecken, den man als einen natürlichen Riss sehen würde. Aber ich wusste es besser. Ich beugte mich zu der Kerbe, die von der Menschenhand gemacht wurde und genau unter dem oberen Riss war ein kleines Symbol, die nur ein geübtes Auge finden konnte. Ich legte meine Fingerspitze auf das Symbol und drückte dagegen. Am Anfang passierte nichts, es war eine reine Sicherheitsmaßnahme, sollte ein Unwissender doch das Symbol entdecken und herausfinden wollen was es zu bedeuten hatte. Aber nach ein paar Sekunden gab das Symbol den Widerstand auf und verschwand im Inneren des Risses. Zufrieden hörte ich das leise Klicken. Ich drehte mich um und im Boden war ein Loch wie aus dem Nichts geschehen. Eine Treppe führte in die Tiefe. Ich ging hinunter und alles schien aus Eis zu bestehen.
Keuchend riss ich meine Augen weit auf und taumelte ein paar Schritte nach hinten, als ich versuchte mich wieder im Hier zu orientieren. Roselyn sah mich aufgeregt an: "Ich habe die Erinnerung auch sehen können! Wir müssen diesen Felsen mit der Kerbe finden!"


1 309

29.03.2021, 00:31

Cael

Wie es schien, wollte Ilea jetzt Einsatz zeigen und mehr Erinnerungen aus Roselyn herauskitzeln, die ziemlich geknickt dreinblickte, weil sie nicht weiterkam. Natürlich hoffte ich, dass Ilea es schaffte, gleichzeitig wollte ich aber nicht, dass sie etwas tat, was ihr viel Energie raubte. In dieser Hinsicht war ich wieder beschützerisch. Deshalb behielt ich sie genau im Blick, während sie ihre Miko Magie ausübte und kurze Zeit später vom Geist abließ und bisschen benommen schwankte. Mein erster Impuls war nach ihr zu greifen, doch ich wollte ihr nicht das Gefühl geben, dass sie zu schwach auf den eigenen Beinen war. Sie gab bereits ihr Bestes und hatte es tatsächlich gleich beim ersten Mal geschafft Roselyn eine detailliertere Erinnerung herauszulocken. Endlich mal tolle Neuigkeiten! Nur welchen Felsen meinten sie? Was für eine Kerbe?

Imesha

Ich war immer noch fasziniert davon, dass ein Geist uns anführte und dass Ilea in der Lage war Erinnerungen zu wecken, die tief verborgen waren. Das war eine äußerst besondere Magie, die für mich schwer sichtbar war, weil sie im Geist stattfand und nicht oberflächlich am Körper des anderen. Deshalb war es für mich wie ein kleines Wunder, als Roselyn verkündete sich an mehr zu erinnern. An einen Felsen mit einer Kerbe. >Kann man diesen Felsen irgendwie genauer beschreiben? Wo er genau liegt? Wir sind nämlich umgeben von Bergketten und damit sehr, sehr vielen potenziellen Felsen.< meinte Cael und sprach damit meine Gedanken aus.
Daraufhin erzählte sie uns von dieser kurzen Szene aus ihrem Leben, aber so wirklich half das uns nicht weiter. Wo sollten wir mit der Suche überhaupt anfangen?
>Wie genau sah das Symbol denn aus?< fragte ich neugierig, auch wenn uns das wahrscheinlich nicht weiterbringen würde. Trotzdem wüsste ich das gern, weil ich es vielleicht schon mal in einer Schriftrolle gesehen haben könnte. Jede Information könnte ein guter Hinweis für andere Rätsel sein, die es zu lösen galt.
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1 310

29.03.2021, 12:53

Ryu

Ilea berührte die Hand von Roselyn und nach wenige Minuten taumelte sie benommen nach hinten. Roselyn erzählte uns, was sie diesmal gesehen hatte und mein Blick glitt durch die Landschaft. Da gab ich meinem besten Freund Recht, nach diesem Felsen zu suchen war wie nach der Nadel im Heuhaufen zu suchen. Roselyn runzelte konzentriert die Stirn: "Es sind zwei Kreise, die sich kreuzen und dadurch sieht die Mitte wie ein Auge aus. Im Auge ist nochmals ein Kreis und in dessen Kreis eine Raute. Und in der Raute ist sowas wie ein Schlüssel abgezeichnet." Mein Blick wanderte zu Cael. Ein solches Symbol kannte ich nicht aus unsere Heimat, aber wurde man jede einzelnes Zeichen auseinander pflücken, sähe es anders aus. Zum Beispiel bedeutete bei uns der Schlüssel meistens eine Tür oder dass man etwas öffnen konnte, wenn man die Formel richtig erraten hatte.

Ilea

Allmählich verschwand dieser Zustand und ich konnte meine Aufmerksamkeit auf die Anderen richten. Es ging darum, wie der Symbol aussah, damit wir ihn finden konnten. Es stimmte, dass es hier viele Felsen gab. Ich griff nochmals nach der Erinnerung, bevor sie in meinem Kopf ganz verblasste: "Die Ostseite können wir ausschließen. In der Erinnerung war es morgens gewesen und die Sonne ging gerade auf. Sie war im Rücken. Also...müsste es Westen gewesen sein. Oder zumindest in dieser Richtung." Ich strich eine Haarsträhne hinter meinem Ohr.


1 311

29.03.2021, 14:07

Cael

Ich stellte mir das Symbol bildlich vor und runzelte nachdenklich die Stirn. Hm, ein solches Symbol hatte ich tatsächlich noch nie gesehen, aber es besaß eine Symmetrie, die normalerweise ein Merkmal guter Magie war. Wenigstens ein positiver Anhaltspunkt, als dass wir nach einem Ort suchten, der sehr gefährlich war. Als dann noch Ilea meinte, der Felsen müsse im Westen liegen, drehte ich meinen Kopf in die Richtung und suchte den Horizont nach etwas Auffälligem ab. Natürlich war das Gebiet zu groß, um es auf die Schnelle auszukundschaften. >Nun gut, es ist schon mal ein Anfang, dass wir von einem geheimen Ort wissen, der hier irgendwo ist. Immerhin ein kleiner Hoffnungsschimmer. Da wir aber keine weiteren Anhaltspunkte haben, sollten wir einfach weiter, bevor wir im Stehen erfrieren und dann am Abend in aller Ruhe darüber reden.< schlug ich vor und blickte in die Runde. >In der Zwischenzeit wird Ivoli sich umschauen. Ihm macht die Kälte ja nichts aus und er kann in einem großen Umkreis fliegen.< Mein Gefährte wollte sich als nützlich erweisen, deshalb nahm ich seine Hilfe gerne an. Vielleicht hatte er mehr Glück und konnte diesen "magischen" Felsen irgendwo finden. Ich vertraute darauf, dass er sein Bestes geben würde.

Imesha

Kreise, Auge und Raute... Irgendwie kam mir das Symbol bekannt vor, aber ich kam einfach nicht darauf, woher ich es kennen könnte. Hatte ich etwas darüber gelesen? Irgrndeine Geschichte über das Land der Berge? Oder hing es mit einem magischen Wesen zusammen? Da war etwas in meinem Kopf, eine vage Erinnerung. Vielleicht sollte ich Ilea fragen, ob sie ihre besondere Magie wirken könnte, aber ich wollte sie nicht erneut damit überfordern. Da fand ich Caels Idee besser. In der Kälte zu stehen, brachte uns nicht weiter. Wir mussten unseren Weg fortsetzen.
>Klingt gut, von mir aus kann es weitergehen.< stimmte ich dem Plan zu und war froh, dass es Wesen wie Caels Gefährten gab, die gerade weit mehr tun konnten als wir. Außerdem war seine Magie unsichtbar und zog damit keine Aufmerksamkeit auf sich. Auch wenn ich Ivoli nie gesehen hatte, war er bestimmt ein ganz süßes Kerlchen wie Egon. Ihm durfte somit nichts passieren.
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1 312

29.03.2021, 19:37

Ryu

Westen? Das war schon mal eine grobe Richtung, aber dennoch waren jede Menge Felsen auf unserem Weg. Cael hatte bereits eine Idee, wie wir vielleicht das Problem lösen konnte. Vielleicht würde sein Gefährten den mysteriösen Felsen finden können. Ivoli hatte ja ein besonderes Gespür für die Magie und vor allem für die Zwischenwelt. Egon hingegen würde uns in dieser Hinsicht nicht helfen können und es wäre hier oben für ihn viel zu kalt, daher war er in meiner Tasche am Besten aufgehoben. Ich schaute zum Himmel, wir sollten wirklich weitergehen. Kaum zu glauben wie schnell die Zeit bei einer Wanderung vergehen konnte und gleichzeitig kam sie mir auch unendlich lang vor, was an der beißende Kälte lag.

Ilea

"Danke, dass du uns helfen möchtest, Ivoli", lächelte ich den treuen Gefährten von Cael an, ehe er aufbrach. Wir selber setzten unseren Marsch fort und ich merkte wie die Kälte immer mehr in meine Kleider kroch. Das Frösteln wurde langsam schmerzhaft und ich konnte weder meine Nase, noch die Füße spüren. Aber ich wollte nicht klagen. Wir würden rechtzeitig einen Unterschlupf finden, bevor die Dunkelheit anbrach. Dann würden wir an einem Feuer sitzen, der uns auftauen würde und ich würde mich eng an Caels warmen Körper schmiegen. Der Gedanke an die Wärme ließ die Kälte noch eisiger werden.


1 313

29.03.2021, 22:13

Cael

Ich verabschiedete meinen geflügelten Freund mit einem dankbaren Lächeln und sah ihm kurz nach, wie er sich mehr und mehr entfernte. Hoffentlich hatte er mehr Glück als wir und stieß auf einen brauchbaren Hinweis. Oder er fand direkt den Felsen, das wäre natürlich ideal. Hauptsache, ich musste mir keine Sorgen um ihn machen. Er kam schon zurecht. Bei uns hingegen stellte sich der Weg als ganz schön große Herausforderung dar. Der viele Schnee und besonders die Kälte. Entweder es wurde mit jedem Tag kälter oder mein Körper schaffte es nicht mehr genügend Wärme zu produzieren. Wenn ich schon fror, wie ging es dann den Frauen? >Kurze Zwischenfrage an alle! Müssen wir uns diese eisigen Temperaturen wirklich antun? Ich wäre dafür unter diesen Umständen Magie einzusetzen. Wir sind nicht kälteresistent und sollten unsere Gesundheit schützen.< So langsam bezweifelte ich, dass man uns hier oben mitten im Nirgendwo lokalisieren konnte. Es erschien mir unmöglich. Da mussten schon Animagi in dieser Welt leben, um uns ausfindig zu machen. Und hätte es einen Zauber gegeben, um unseren Standort herauszubekommen, dann wäre uns längst jemand dicht auf den Fersen. Da dies nicht der Fall war, plädierte ich für den Einsatz von Magie, bevor wir einen abgefrorenen Zeh nach dem anderen verloren.

Imesha

Der Weg vor uns wurde kein bisschen leichter. Roselyn wurde nicht gefordert wie wir und sie musste auch die bittere Kälte nicht am Körper ertragen, aber trotzdem fand ich es gut, dass sie die Gruppe anführte, weil sie mich irgendwie motivierte. Sie erinnerte mich daran, warum wir das tun mussten, was wir gerade taten. Und das obwohl ich mein Gesicht nicht mehr spüren konnte.
Als hätte Cael meine Gedanken gehört, sprach er das aus, was ich mir schon seit einer Weile durch den Kopf gehen ließ. Magie. Weit und breit gab es keine Magie an diesem Ort, deshalb hatte ich befürchtet, dass man uns umso leichter würde finden können. Allerdings waren wir dermaßen weit ins Gebiet vorgedrungen, dass ich mit guter Gewissheit behaupten konnte, wir seien die einzigen Verrückten im Schnee. Denn das waren wir: verrückt. Ich blieb stehen, rieb mir über die frierenden Arme und atmete eisige Luft aus. >Bin dafür. Mit dieser Kälte ist nicht mehr zu spaßen.< gestand ich mit leicht zitterndem Körper. Nur war mein Problem, dass ich das Element Feuer kaum bis gar nicht beherrschte. Ich hatte mich nie zuvor in einer Situation wie dieser befunden. Selbst das Wasser im See, in den ich damals eingebrochen war, hatte sich weniger kalt angefühlt als die Luft hier oben in den Bergen. Jeder Atemzug tat schon weh.
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1 314

30.03.2021, 18:14

Ryu

"Das ist jetzt wohl meine Aufgabe", grinste ich leicht und ich spürte bereits die Magie in mir kitzeln. Ich war auch dafür endlich für mehr Wärme zu sorgen, wir waren bestimmt weit weit genug und wir wollten nicht am Kältetod sterben. Dadurch dass ich Luft und Feuer beherrschte, konnte ich es kombinieren. "Ich brauche nur eure Hände, damit ich die Wärmeformeln auf euch übertragen kann. Dadurch verbrauche ich weniger Magie", ich griff zuerst nach der Hand meines besten Freundes. Ich zeichnete einen unsichtbaren Symbol und murmelte ein paar Wörter. Das gleiche tat ich auch bei den Frauen. Die Luft um uns begann sich zu verändern, die Kälte wich von unseren Körpern und stattdessen konnten wir eine angenehme Frühlingswärme genießen. "Wenn ihr es wärmer haben wollt, sag mir einfach Bescheid", sagte ich.


Ilea

Ein bisschen Wärme wäre wirklich wundervoll und vielleicht konnten wir auf das Riksio, die Magie dafür zu benutzen, eingehen. Aufmerksam beobachtete ich wie Ryu etwas auf meiner Handfläche zeichnete. Ich konnte nicht erraten, was für ein Symbol er da gemacht hatte und seine bewegende Lippen konnte ich auch nicht lesen. Die Wörter kamen mir fremdartig vor. Vielleicht war das die Sprache aus ihrer Heimat? Jedenfalls spürte ich auf meiner Handfläche eine angenehme Wärme und nach wenigen Sekunden war die Wärme in meinem ganzen Körper, selbst die Luft schien nicht mehr eisig zu sein. "Vielen Dank", bedankte ich mich bei Ryu und konnte wieder meine Zehen spüren.


1 315

30.03.2021, 18:35

Cael

Ich stieß einen tiefen, zufriedenen Seufzer aus, als Ryu seine Magie wirkte und ich mich endlich wieder in meiner eigenen Haut wohlfühlen konnte. Keine beißende Kälte mehr, nur angenehme Wärme. Dasselbe tat er dann für die beiden Frauen, da Roselyn sowieso keine Kälte empfand. Sie konnte froh und munter im Schnee stehenbleiben und dort endlos verharren, ohne sich den Kältetod zu holen. Da ich aber nicht mehr frieren musste, beneidete ich sie nicht mehr. >Danke! Jetzt können wir etwas mehr Energie sparen.< meinte ich mit einem erleichterten Lächeln.

Imesha

Irritiert sah ich Ryu dabei zu, wie er nach der Hand von Cael griff und in einer seltsamen Sprache Magie wirkte. Das musste dann wohl ein Zauber aus seiner Welt sein. Genau wie die Worte, die aus seinem Mund flossen. Sie klangen irgendwie stark und melodisch zugleich. Als ich dann an der Reihe war, spürte ich bereits ein Kribbeln auf der Haut und wie Wärme sich in meinem Körper ausbreitete. Selbst mein Herz machte einen Satz. Gehörte das auch zum Zauber? Ich sah meine Hand an, auf der sich dünne Fäden mit meiner Magie verbanden. Dadurch blieb die Wärme in meinem Körper erhalten. Faszinierend.
Dann hob ich den Blick und bedankte mich bei Ryu. Trotz des damit verbundenen Risikos war ich froh, dass wir beschlossen hatten Magie einzusetzen. Länger hätten wir kaum durchhalten können.
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1 316

30.03.2021, 18:50

Ryu

Ich hätte gerne Imeshas Hand länger gehalten, doch das würde auffallen. Und ich wollte nicht, dass sie sich unwohl fühlte, wenn ich das in der Gegenwart der Anderen tat. Ich würde den richtigen Moment abpassen. "Dann lass uns weitergehen und einen neuen Unterschlupf finden, bevor es dunkel wird", meinte ich zu meine Freunde. Weiter hinten begann der Himmel bereits sich zu verdunkeln. "Wenn ihr wollt, könnte ich voraus fliegen und schon mal für euch nach einer Höhle suchen", schlug Roselyn vor: "Und wenn ich eine Höhle gefunden habe, komme ich schnell zurück und führte euch zu dem Unterschlupf."

Ilea

Magie war was Wundervolles und ich wünschte es wäre wirklich möglich, dass die Welt eines Tages wieder voller Magie sein konnte. Natürlich konnte die Magie etwas Mächtiges sein und wenn man sie falsch anwandte, auch gefährlich. Aber in allen Dingen gab es Licht- und Schattenseite. Roselyn machte den Vorschlag schon mal für uns eine Höhle zu finden und ich fand die Idee nicht schlecht. Wir wären dann wirklich schneller in Sicherheit, bevor die Dunkelheit anbrach.


1 317

30.03.2021, 19:00

Cael

Ich blickte zum Horizont, wo es tatsächlich langsam dunkler wurde und nickte einverstanden, als Roselyn anbot einen Unterschlupf für uns zu suchen. Manchmal erstaunte es mich schon wie schnell die Zeit verging, wenn man dauernd unterwegs war und nichts als weiße Schneelandschaften um sich herum entdeckte. Wenn man aber fror, wollte man, dass die Zeit schnell verging, damit man sich abends an einem Feuer wärmen konnte. Wir hatten zum Glück noch einiges an Holz übrig, das wir verwenden konnten, aber da wir fortan Magie nutzen würden, brauchten wir nicht allzu viel davon. Somit konnten wir weiterhin sparen.
Roselyn verschwand vor unseren Augen, um ihre neue Aufgabe zu erfüllen und so setzten wir unseren Weg fort. Diesmal mit weniger zittrigen, steifen Bewegungen. Die Wärme wirkte wie ein Wunder.

Imesha

Da alle, mich eingeschlossen, damit einverstanden waren, dass Roselyn nach einer Übernachtungsmöglichkeit suchte, war ich nun wieder ganz vorne und achtete darauf, wo ich als Nächstes meinen Fuß absetzte. Ich war nicht paranoid oder so, aber in diesen Höhen war Vorsicht geboten. Es war nämlich rutschiger als sonst. Wenigstens fror ich nicht mehr bis in die Knochen, das half mir dabei konzentriert zu bleiben. Hin und wieder hielt ich allerdings nach Hinweisen Ausschau. Nach einem merkwürdigen Felsen oder magischen Fäden, denen ich folgen konnte. Bislang leider ohne Erfolg.
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1 318

30.03.2021, 19:20

Ryu

Wir setzten unsere Reise fort und ich achtete besonders auf Imesha, weil ich nicht wollte, dass wieder unter ihr der Boden aufbrach. Ich wollte nicht noch einmal den Schrecken erleben. Nach eine Weile kehrte Roselyn zurück und das Glück schien auf unsere Seite zu stehen, denn sie hatte tatsächlich in der Nähe eine Höhle gefunden. Auch wenn jetzt durch die Magie die Wanderung einfacher war, war ich dennoch froh, wenn wir uns bald ausruhen konnten. Leider hatten wir bislang nicht den Felsen entdeckt, aber vielleicht hatte Ivoli mehr Glück. Etwas veränderte sich in der Luft und ohne lange zu überlegen schmiss ich mich auf Imesha, um sie zum Boden zu reißen. Ein Pfeil schoss zischend an uns vorbei. "Wir werden angegriffen!", brüllte ich zu Cael, damit er Ilea beschützen konnte. "Ich mache mich unsichtbar und überrasche sie!", rief Roselyn und in diesem Moment war sie verschwunden. Das Blut rauschte durch meine Adern, als ich versuchte unsere Gegnern aufzuspüren, die wie aus dem nichts erschienen war. Zwei konnte ich vorne hinter dem gewaltigen Felsen spüren und der Dritte war auf der andere Seite.

Ilea

Mit neuer Energie stampften wir los und es machte einen Unterschied nicht mehr frierend gehen zu müssen. Nach eine Weile war Roselyn zurückgekehrt und kam mit einer gute Nachricht. Sie hatte in der Nähe eine Höhle gefunden, wo wir übernachten konnten. Ich wollte etwas sagen, als Ryu sich zu Boden warf und dabei Imesha mitriss. Mit große Augen sah ich, wie ein Pfeil an ihnen vorbeiflog und in einem Schneehaufen steckenblieb. Erschrocken wich ich ein paar Schritte zurück und mein Herz begann schlagartig schneller zu klopfen. Wir wurden angegriffen!


1 319

30.03.2021, 19:38

Cael

Das zum Thema "entspanntere Wanderung". Kaum gewöhnten wir uns an die verbesserten Umstände, schon bestrafte diese Welt uns mit einer neuen Hürde. Diesmal mit einem Feind, der Jagd auf uns machte. Wer mit Pfeilen schoss und darauf hoffte einen von uns zu treffen, war nicht hier zum Verhandeln. Entweder wir sollten hier tot enden oder sie wollten wenigstens einen von uns mitnehmen. Was das Ziel auch sein mochte, sie würden scheitern, denn wenn es um die Sicherheit meiner Leute ging, traf ich keine halbherzigen Entscheidungen. Ryu schützte Imesha, indem er sie mit sich zu Boden riss und ich wirkte meine Schutzmagie, sodass uns alle eine undurchdringliche Barriere umgab. In der Defensive war ich unschlagbar, nicht umsonst hatte ich diese Technik gemeinsam mit Malevor perfektioniert. Gleichzeitig konnte ich von innen heraus zum Angriff übergehen.
Ich sah weitere Pfeile in unsere Richtung schießen, aber sie prallten diesmal an der Barriere ab und fielen zerbrochen in den Schnee. >Geh in die Hocke und bleib in meiner Nähe!< wies ich Ilea an, als ich mich vor sie schob und im nächsten Moment einen Bogen herbeizauberte, in den ich einen stählernen, lanzenartigen Pfeil einlegte. Damit würde ich den Kerl erledigen, der den Überfall begonnen hatte.

Imesha

Diesmal war es kein Ausrutscher, nein, diesmal war es Ryus Körper, der mich zu Fall brachte. Ich hatte nicht mal Zeit einen erschrockenen Laut von mir zu geben, schon landete ich mit dem Gesicht voran in den Schnee. Zum Glück war er nicht so eisig hart, dass ich mich verletzte, aber die Kälte in meinem Mund war definitiv nicht angenehm. Ich hörte wie Ryu anschließend brüllte, dass wir unter Beschuss standen und erstarrte. Dann reagierte mein Körper mit einer Anspannung, die für Kampfbereitschaft stand. Obwohl ich gehofft hatte, man würde uns mitten im Nirgendwo nicht finden, waren wir nicht länger sicher. Wir mussten uns wehren.
Ich richtete mich auf, als Ryu von mir abließ und ließ meinen Blick schnell über das Gebiet schweifen, um den Feind zu lokalisieren. Zwei, drei... nein... vier. Der vierte verschleierte seine Aura, aber ich konnte die Fäden seiner Magie sehen. Das bereitete mir mehr Sorge als die anderen Kämpfer, die keinerlei Magie wirkten. Sie waren einfache Krieger, die Befehle ausführten.
Just keep swimming...
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30.03.2021, 19:50

Ryu

Cael sorgte für den Schutz und mit einem grimmigen Blick legte ich meine Hand auf dem Boden. Ein Wort und etwas Blaues schoss wie eine Schlange über dem Boden bis sie ihr Ziel erreichte. Ein kurzer Aufschrei und dann verstummte es. "Er wird eine Weile eingefroren bleiben", knurrte ich. Er war nicht tot, aber er würde es nicht gemütlich haben im Eis gefangen zu sein und wir sollten unseren Gegnern erstmal in Gefangenschaft nehmen, um herauszufinden warum sie hier waren. Eine Gestalt flog in einem hohen Bogen aus seinem Versteck und Roselyn sprang ihm hinterher. Ihre Erscheinung flackerte wild, als sie versuchte die verhüllte Gestalt auf dem Boden zu drücken, damit er nicht entkam.

Ilea

Mein Körper war kurz davor zu erstarren, als die Angst mich überwältigen wollte. Mit noch mehr geweiteten starrte ich Cael an bis ich seine Worte realisierte. Hocke. In der Nähe bleiben. Reflexartig reagierte ich und ein Zittern durchlief mich. Nein. Ich durfte mich nicht von der Angst beherrschen lassen. Wie sollte ich mich sonst wehren können und die Menschen, die mir bedeuteten, beschützen können? Und wo war Roselyn? Mein Blick huschte hektisch hin und her bis ich weiter hinten Roselyn entdeckte, die versuchte eine Gestalt festzuhalten.