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1 501

14.05.2021, 21:06

Cael

Ich sah wieder aus dem Fenster und versuchte mit meinen Sinnen die Magie wahrzunehmen, die auf diesem Ort lag. Leider erfolglos. Es erstaunte mich, dass sowas überhaupt möglich war. Eigentlich sollte alles hier lebendig pulsieren, man müsste auf der Haut dieses bekannte Prickeln spüren. Stattdessen wirkte alles völlig normal. Hoffentlich bekam ich nachher die Gelegenheit Drasil danach zu fragen. Magie wie diese weckte die Neugier in mir. >Wie wäre es, wenn wir uns wieder anziehen und nach Antworten suchen? Auf dem Weg zu den Büchern könnten wir auch gleich einen Abstecher in die Küche machen. Ich hab großen Hunger!< Letzteres sagte ich mit einem zweideutigen Lächeln. Es lag klar auf der Hand, warum ich so großen Hunger hatte. Ich beugte mich grinsend vor, küsste sie auf den Mund und kletterte anschließend über ihren Körper zur anderen Seite des Bettes, um aufzustehen. Nackt. Das rief mir in Erinnerung, dass ich mich kurz waschen sollte. Da kam mir die Tür gegenüber der Eingangstür gerade recht. Vorhin hatte ich sie ignoriert, doch jetzt stellte sich heraus, dass dahinter ein kleines Bad war. Mit allem, was man benötigte, um sich sauber zu machen. Drasil hatte wirklich an alles gedacht, als er diese Zimmer eingerichtet hatte.

Imesha

Es überraschte mich, wie besitzergreifend er wurde, sobald er andere Männer erwähnte, die längst meiner Vergangenheit angehörten. Ich konnte die kalte Wut in seiner Stimme hören. Das glühende Feuer in seinen Augen sehen. Nur dieses Mal fiel mir noch etwas auf. Es hatte direkt mit seiner Magie zu tun, die auf seine intensive Emotion reagierte. Diesmal bewegten sich die Fäden viel hektischer hin und her, sie waren zum Zerreißen angespannt und schienen irgendwie nicht von der Stelle zu kommen. Während Ryu ganz zärtlich mein Gesicht in seinen Händen hielt, folgte ich dem Lauf der Fäden und entdeckte dann eine Art Knoten auf Höhe seiner Stirn. Das sah ich zum ersten Mal. Wieso fiel mir das erst jetzt auf? Oder war dieser Knoten neu?
Obwohl mir bei seinen schönen Worten ganz warm ums Herz wurde, dachte ich mehr an diesen seltsamen Knoten und was er zu bedeuten hatte. In mir keimte das Bedürfnis auf ihn einfach zu lösen. In dieses Chaos Ordnung zu bringen. Allerdings hatte ich nie zuvor mit der Magie eines anderen auf dieser Ebene gearbeitet. Da wollte ich lieber kein Risiko eingehen. >Ja, klingt gut. Ich wollte sowieso noch nach etwas Essbarem suchen. Langsam bekomme ich wieder Hunger.< Diesmal zögerte ich nicht so lange und hauchte ihm einen letzten Kuss auf die Lippen, ehe mich von ihm löste und die letzten Meter aus dem Wasser stieg. Das Bad im See hatte wirklich gut getan.
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1 502

15.05.2021, 23:33

Ryu

Etwas lag in ihrem Blick, was ich nicht ganz deuten konnte. Doch es lag auch viel Wärme in ihre Augen, sodass ich es mir vermutlich kurz eingebildet hatte. Mein Herz setzte einen Moment, als Imesha mir einen Kuss schenkte und ich musste mich zusammenreißen den Kuss nicht zu vertiefen, indem ich sie wieder zu mir zurückzog. Mein Blick glitt ihrem Rücken entlang bis zu ihrem Hinterteil und ich biss mir kurz auf meine Unterlippe. Ob sie wusste, wie wunderschön und verführerisch sie aussah? Ich folgte Imesha aus dem Wasser: "Ich ziehe mich dort hinten um. Sage mir Bescheid, wenn du fertig bist und dann suchen wir gemeinsam nach Essbarem." Ich schenkte ihr ein Lächeln, griff nach meine Sachen und verschwand hinter den Bäume, um ihr beim Umziehen die Privatsphäre zu geben. Am Tageslicht war es doch anders, als in einer dunklen Höhle.

Ilea

Das klang nach einer gute Idee und bei der Erwähnung von Hunger begann mein Magen sich zusammenzuziehen, um mich daran zu erinnern, dass er auch leer war. Caels zweideutiges Lächeln brachte mich erneuert zum Erröten und ich konnte mich nicht von seinem Anblick abwenden, als er aufstand. Zum Ersten Mal sah ich ihn in seiner vollkommen Naturgestalt und wie von selbst wanderte meine Augen von oben nach unten. Mein Gesicht begann zu glühen. Cael besaß nicht nur einen stattlichen Körper. Hastig wandte ich den Blick von ihm ab und bemerkte aus dem Augenwinkel, wie er eine unscheinbare Tür öffnete und in den Raum verschwand. Ich vermutete dort war ein Baderaum. Ich sollte mich gleich erfrischen, wenn er fertig war. Ich schlang die Decke um meinem Körper, denn am Tageslicht nackt durch einem fremden Raum zu laufen, besaß ich nicht das nötige Selbstbewusstsein. Ich tapste zum Gepäck und suchte nach Wechselwäsche.


1 503

16.05.2021, 10:18

Cael

Nachdem ich mich mit frischem  Wasser gesäubert und umgezogen hatte, verließ ich das Bad und bemerkte, dass Ilea sich mit der Decke verhüllte. Es war schon süß, wie sie trotz intimer Nähe schüchtern blieb. Am liebsten hätte ich sie zurück aufs Bett gestoßen und sie nochmal um den Verstand gebracht. Jetzt, wo ich wusste, wie es mit Ilea war, bekam ich erst recht nicht genug von ihr. Gerade deswegen wandte ich den Blick von ihr ab, um nicht doch in Versuchung zu geraten.
Ivoli lag nach wie vor völlig entspannt auf dem Bett und genoss wie wir die neue Unterkunft, in der wir für unbestimmte Zeit wohnen durften. Es musste etwas geben, das wir Drasil zum Dank geben konnten, denn in dieser Welt gab es selten Leute, die einem ohne Gegenleistung halfen. Er sprach zwar in Rätseln und legte die Antworten verdeckt auf den Tisch, aber er gab uns ein Dach überm Kopf sowie Zugang zu viel Wissen. Meine Mutter würde durchdrehen, wenn ich ihr von diesem Ort erzählte. Sie liebte Bibliotheken. Genau wie meine Zwillingsschwestern. Hoffentlich machten sie sich nicht allzu große Sorgen, auch wenn sie genau das taten. Wenn es um die Familie ging, waren wir alle sehr sensibel.

Imesha

Es war sehr aufmerksam von ihm sich wo anders umzuziehen, damit ich mich nicht verstecken musste. Das rechnete ich ihm hoch an. Auch wenn ich bis auf meine Narben zufrieden mit meinem Körper war, brauchte ich diese respektvolle Distanz. Besonders wenn ich komplett nackt dastand und in andere Klamotten schlüpfte. Dass Chiku in der Nähe war und mich sogar sehen konnte, störte mich hingegen nicht. Er war ein Wolf. Ein menschlicher Körper könnte ihn nicht weniger interessieren.
Als er sah, dass wir aufbrechen wollten, richtete er sich zu voller Größe auf und riss das Maul zu einem entspannten Gähnen auf. Offenbar hatte ihm das schattige Plätzchen unterm Baum gefallen. >Ich bin fertig, wir können gehen!< rief ich in Ryus Richtung und versuchte dabei nicht an seinen halbnackten Körper zu denken. Ich überraschte mich selbst, dass ich bei ihm solche Gedanken hatte. Dass es mich plötzlich interessierte, wie seine feste Haut sich unter meinen Fingern anfühlte. Es war, als hätte ich eine neue Entdeckung gemacht, die ich näher untersuchen wollte.
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1 504

16.05.2021, 15:07

Ryu

Nachdem ich mich rasch angezogen hatte, wartete ich bis Imesha nach mir rief. Mit der Hand fuhr ich durch das feuchtes Haar und ging zurück zu Imesha. Chika hatte sich ebenfalls aufgerichtet, vorhin hatte er noch entspannt gelegen. Ein Gurren ertönte und ein leises Rascheln war aus einem Busch zu hören. Egon kam von seiner Jagd und nach seiner kräftige Hautfarbe zu urteilen, war er sehr zufrieden. Anscheinend hatte er großen Erfolg gehabt. Ich hockte mich hin und hielt ihm meine Hand entgegen. Sofort krabbelte er darauf und wenige Sekunden später machte er sich auf meiner Schulter gemütlich. Ich richtete mich wieder auf und mein Blick glitt zu Imesha: "Möchtest du hier draußen nach Nahrung suchen oder drinnen?"

Ilea

Cael kam wieder aus dem Baderaum und mit frische Kleidungen huschte ich ebenfalls in den Baderaum. Es gab alles, was man zum Waschen brauchte und nach einem kurzen Waschgang fühlte ich mich in den neuen Kleidungen schon viel frischer. Mein Haar hatte ich geflochten und mit einem Band befestigt. Dann verließ ich auch schon wieder den Raum und sah Cael mit einem Lächeln an: "Ich bin fertig, lass uns losgehen." Mein Magen zog sich erneuert zusammen, diesmal eindringlicher. Anscheinend verlor man beim intimen Zusammensein einiges an Energie und bei den Gedanken errötete ich mich zutiefst.


1 505

17.05.2021, 16:47

Cael

Ilea hielt sich nicht lange im Bad auf. Im Gegensatz zu anderen Frauen nahm sie sich eher Zeit für andere Dinge. Wie um ihre Familie zu sorgen. Oder anderen armen Leuten zu helfen. Kein Tag war vergangen, an dem ich nicht an ihren Vater und an Makoto gedacht hatte. Auch wenn es ihr zurzeit besser ging, wie mir, blieb die nagende Sorge bestehen. Umso größer war die Hoffnung auf hilfreiche Antworten in dieser reichen Bibliothek.
Ich lächelte meine wunderschöne Liebste sanft an, nahm ihre Hand in meine und führte sie dann aus dem Zimmer in den ruhigen Flur hinaus. Ryu und Imesha schienen fort zu sein, sonst hätte ich ihre Präsenz wahrgenommen. Vielleicht waren sie ebenfalls in der Küche. Wir alle hatten Hunger, seit wir auf der Flucht waren. Da musste erstmal dieses starke leere Gefühl gefüllt werden. >Ich kann es kaum erwarten endlich mal was Richtiges zu essen.<

Imesha

Als Ryu erschien, kam auch Egon zurück, der es sich gleich auf seiner Schulter gemütlich machte. Er wirkte mehr als zufrieden nach einer erfolgreichen Jagd. Dieser Ort hatte natürlich mehr zu bieten als eine eisige Landschaft. >Erstmal hier draußen, danach können wir in der Küche was essen.< erwiderte ich nach kurzer Überlegung. Chiku gab mir daraufhin zu verstehen, dass wir ihm folgen sollten, um uns Zeit bei der Suche nach essbarer Nahrung zu ersparen. Das war sehr nett von ihm, zumal er sich hier am besten auskannte.
>Offenbar gibt es in der Nähe eine Obstplantage. Dorthin wird er uns führen.< informierte ich Ryu, während ich an all das frische Obst dachte, das bei diesen hervorragenden Wetterverhältnissen sicherlich fabelhaft schmeckte. Ich hatte den Geschmack von saftig frischem Obst vermisst. Einen Luxus, den ich nur aus dem Palast kannte. >Gemüse zum Kochen soll es auch dort geben.< fügte ich hinzu, als Chiku mir das über unsere Verbindung mitteilte. Es fiel mir wahnsinnig leicht ihn zu verstehen. So als täten wir das schon seit Jahren. Am liebsten hätte ich ihn gleich gefragt, warum ich das alles empfand, da schlüpfte er zwischen dicht bewachsenen hohen Büschen hindurch und hinterließ einen süßlichen Duft in der Luft. Waren wir etwa schon da?
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1 506

18.05.2021, 19:42

Ryu

Eine Obstplantage. Noch gestern waren wir in einer karge Landschaft mitten im tiefsten Winter, wo nicht mal ein einzelnes Grashalm zu sehen war. Jetzt waren wir in eine völlig andere Welt, die uns mit sommerlichen Temperaturen und einer Obstplantage begrüßt. In meiner Welt kannte ich solchen starken Kontraste durch die Portalreisen, aber hier in Valaris war selbst für meine zahlreichen Erlebnisse ein extremer Unterschied. Während wir dem Wolf folgten, griff ich sanft nach Imeshas Hand und hielt ihn locker, sodass sie sich jederzeit lösen konnte, sollte ihr das Händchenhalten nicht gefallen.

Ilea

Ich liebte sein Lächeln. Es erinnerte mich an eine aufgehende Sonne. Erst ganz sanft kamen die warmen Strahlen und dann badete man plötzlich im Licht. Und ich liebte es, wie er selbstverständlich meine Hand nahm. Wie er offen seine Zuneigung zu mir zeigte und sich darüber nicht die Gedanken machte, was nun sittsam war oder nicht. Er hatte mir geholfen mich von diesen Fesseln, die mir die Gesellschaft mit all den verrückten Regeln angelegt hatten, zu lösen. Wir kamen in der Küche an und mein Blick glitt über die Auswahl. Wie viel aß ein Wesen wie Drasil? Denn es gab ein reichliches Angebot, genug um viele Gäste bewirtschaften zu können. Mir fielen schon viele Gerichte ein, die ich kochen könnte. "Ich würde gerne für uns alle etwas kochen. Was meinst du, was könnte Drasil mögen?", wandte ich mich an Cael.


1 507

19.05.2021, 18:42

Cael

Ich sah mich in der Küche einmal um und staunte nicht schlecht bei der ausgewogenen Auswahl an Nahrung, die Drasil hier lagerte. Obwohl er selten Gäste beherbergte, hatte er ganz schön viel Essen zu bieten. Oder aber er hatte im Voraus dafür gesorgt, dass es uns an nichts mangelte. Immerhin hatte er uns erwartet. Das war äußerst zuvorkommend und aufmerksam von ihm. >Ich habe absolut keine Ahnung, was er gerne isst. Und ob er überhaupt etwas zu sich nimmt. Da er schon so lange lebt, hält er sich vielleicht auf andere Weise am Leben.< grübelte ich und griff nach einem Brötchen, das noch leicht warm war. Mein Magen knurrte. Ich war wirklich sehr hungrig. >Mach einfach das, auf was du Lust hast. Ich helfe dir.< überließ ich Ilea die Entscheidung, während ich die Ärmel meines Oberteils hochkrempelte. Bereit fürs Kochen und mehr bereit aufs Essen.

Imesha

Als Ryu unerwartet nach meiner Hand griff, sah ich ihn kurz von der Seite an und bemerkte, dass er nicht zu fest drückte. Damit sorgte er dafür, dass ich mich nicht überfordert fühlte. Das gefiel mir so sehr an ihm. Deshalb erwiderte ich die Geste mit einem sanften Händedruck meinerseits und konzentrierte mich wieder auf den Weg vor uns. Nachdem wir die dichten Büsche hinter uns gelassen hatten, offenbarte sich uns eine hügelige Landschaft mit etlichen fruchttragenden Bäumen. Allesamt reif. Allesamt äußerst verlockend. In den gesündesten Farben. Sofort sammelte sich Speichel in meinem Mund, während mein Magen ein deutliches Signal gab. Ich hatte gefühlt seit einer Ewigkeit kein frisches Obst gegessen. Umso schmackhafter erschien mir die breite Auswahl. Besonders die Pfirsiche lockten mich zu sich.
>Dieser Ort ist wirklich atemberaubend!< Ohne länger nachzudenken, zog ich Ryu mit zu den Pfirsichbäumen und suchte bereits nach den bestaussehendsten Früchten in Greifnähe. Solange wir hier sein durften, würde ich jeden Tag hierherkommen und von allen Früchten probieren. Einige kannte ich nämlich gar nicht.
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1 508

19.05.2021, 20:22

Ryu

Sie entzog mir nicht ihre Hand, sondern erwiderte sogar den Druck und Wärme durchströmte meinem Körper. Seit ich Imesha kennengelernt hatte, hatte Körperkontakt für mich eine besondere Bedeutung bekommen. Ich war in einer Familie und in einem Freundeskreis aufgewachsen, wo solche Berührungen selbstverständlich waren, die natürlich von warmer Zuneigung geprägt waren, denn ansonsten würde man sich ja zum Beispiel nicht umarmen oder einen Wangenkuss zum Gruß geben. Aber in Valaris war es nicht selbstverständlich. Der Duft nach Früchte wurde intensiver und wir erreichten die Obstplantage. Viele Früchte waren mir unbekannt und einige Früchte ähnelten den Früchten aus meiner Welt, wodurch wieder die Frage in mir aufkeimte, ob unsere Welten vielleicht doch miteinander verbunden waren. Imesha zog mich zu den Bäume und ich folgte ihr bereitwillig. Die Früchte sahen köstlich aus, besonders strömten sie einen verlockender Duft aus. Spontan griff ich nach einer Frucht, die mir reif aussah und pflückte sie vom Ast: "Wie heißt diese Frucht?"

Ilea

Vermutlich hatte Cael Recht. Wir kannten Drasil noch zu wenig, um zu wissen wie seine Essgewohnheiten aussehen mochte und wenn er wirklich ein langes Leben führte, war seine Energieaufnahme vielleicht wirklich anders. "Ich glaube ich mache Yakitori", entschied ich mich. Es war ein Gericht, das schnell zubereitet werden konnte und verschiedene Varianten anbot. Ich konnte also einmal Spieße mit Fleisch und Gemüse, Fisch mit Gemüse und nur Gemüse grillen. So wäre für Jeden etwas dabei. Dazu würde ich die spezielle Sojasoße meines Vaters machen, die er immer zu diesem Gericht machte. Kurz wurde es in meinem Herz schwer, als ich an Otōsan dachte und tief atmete ich ein, um den Schmerz zu ertragen. "Du kannst schon mal ein paar Gemüse mundgerecht kleinschneiden, bei diesem Gericht ist es egal welches Gemüse. Da passt es eigentlich alles", sagte ich zu Cael: "Ich kümmere mich um das Fleisch und Fisch, die Marinade ist entscheidend, ob es gut schmecken wird oder nicht."


1 509

20.05.2021, 16:29

Cael

Ilea entschied sich für ein leckeres Gericht und ich legte gleich mit dem Zerschneiden von Gemüse los. Es tat gut wieder in einer Küche zu sein, anstatt auf dem kalten Boden in einer tristen Höhle und bei eisigen Temperaturen. So hatte ich das Gefühl zurück im Gasthaus zu sein, auch wenn der Gedanke an das Feuer mir schwer im Magen lag. Erst recht, als Makotos bleiches Gesicht vor meinem geistigen Auge erschien. Ich hatte das Versprechen nicht vergessen. Auch nicht den Talisman, den sie mir in ihren letzten Sekunden anvertraut hatte. Irgendwann würde ich Ilea davon erzählen, wenn der richtige Zeitpunkt dafür gekommen war. Vielleicht sogar hier in der Bibliothek. Immerhin erwartete ich einige Antworten auf unsere vielen Fragen.
Ich schob die ernsten Gedanken beiseite, als ich die ersten Gemüsestückchen auf einem Holzbrett verteilte und mich wieder auf meine Tätigkeit konzentrierte. Lange hielt meine Konzentration allerdings nicht an. Ilea war eine zu verlockende Ablenkung. Erst recht, wenn sie in ihrem Element war und entspannt kochte. Mir gefiel es sie aus dem Augenwinkel zu beobachten. Der sanfte Schwung ihrer Hüften, die geübten Handgriffe, ihr hübsches Profil... Dann dachte ich an ihren nackten Körper. An ihre weiche Haut. Die leichte Röte. Ihre süßen Laute. Kein Wunder, dass mir schlagartig wärmer wurde und ich schnell wegschauen musste, um sie nicht wieder zu überfallen.

Imesha

Überrascht sah ich Ryu an. Irgendwie war ich davon ausgegangen, dass es in seiner Welt Pfirsiche gab. >Das ist ein Pfirsich. Süß und saftig im Geschmack. Gehört mit Abstand zu meinen Lieblingsfrüchten< erklärte ich ihm lächelnd. Besonders im Sommer hatte ich mir meistens damit den Bauch vollgeschlagen oder gekühlten Pfirsichsaft getrunken. Darauf hatte ich wieder große Lust. Ich ließ seine Hand los, um selbst ein paar Früchte zu pflücken und biss sogleich ins erste Exemplar hinein. Der süße Saft entlockte mir ein entzücktes Seufzen, während ich in Gedanken von all den Leckereien schwärmte, die man damit machen konnte. Kleine Küchlein zum Beispiel. Ich leckte mir über die feuchten Lippen und aß zufrieden weiter.
In der Zwischenzeit schaute ich mich um, zählte stumm die Namen der Obstbäume auf, die ich kannte und überlegte, welche Früchte ich unbedingt mit in die Bibliothek nehmen wollte. >Einige Früchte habe ich nie zuvor gesehen.< gestand ich. >Erkennst du welche, die es auch in deiner Welt gibt?< fragte ich Ryu interessiert.
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1 510

20.05.2021, 19:43

Ryu

Pfirsich. Neugierig biss ich hinein und mich begrüßte ein erfrischender, süßer Geschmack. Imesha pflückte währenddessen mehrere Pfirsiche und wie ihre Augen dabei glänzten, ließ mich vermuten, dass sie diese Früchte besonders gerne mochte. Das würde ich mir merken, wenn ich ihr mit einer kleine Aufmerksamkeit eine Freude bereiten wollte. Vielleicht sollte ich den Kern aufbewahren und herausfinden, ob es auch in meiner Welt wachsen konnte. Meine Gedanken stoppten, als Imesha ebenfalls in die Frucht hineinbiss und dabei über ihre Lippen leckte, da die Frucht sehr saftig war. Jetzt wollte ich auch von ihre Lippen kosten. "Hm?", riss sie mich aus meine warme Gedanken und ich räusperte mich, ehe ich antworten konnte: "Einige Früchte kommen mir tatsächlich bekannt vor. Manche sehen ein paar Früchte ähnlich aus und Andere sehen äußerlich identisch aus." Ich ließ mein Blick durch die Obstplantage gleiten und zeigte auf einem Baum mit gelbliche Früchte: "Auf dem ersten Blick erinnern sie mich an Zitronen und auf dem zweiten Blick haben sie die Form einer Mandarine, aber bei uns sind sie orange. Jedenfalls scheint es eine Zitrusfrucht zu sein." ( China/ Japan: Yuzu) Mein Finger wanderte zu einer Weinrebe: "In meiner Welt nennen wir sie Pflaumentrauben. Sie ist einer der größten Traubensorte, die es gibt und sie sieht beinahe wie Pflaumen aus, daher der Name. Sehr süß und aromatisch, perfekt um Traubensäfte herzustellen." (japanisch: Kyoho)

Ilea

Es tat gut wieder in der Küche zu stehen und für das Wohl der Anderen zu sorgen. Es beschäftigte mich und ich fühlte mich dabei nützlich. Hier konnte ich etwas bewirken, indem ich dafür sorgte, dass Niemand Hunger haben musste und zudem war gutes Essen auch eine Wohltat für die Seele. Otōsan hatte stets gesagt, dass das Essen auch Seelennahrung war, daher auch der gute Geschmack eine wichtige Rolle spielte. Gleichzeitig musste ich jetzt sehr viel an das Gasthaus denken. An die vielen Momenten in der Küche mit meiner Familie. Und es erinnerte mich an den Verlust von Sobo Makoto, aber auch Otōsan vermisste ich fürchterlich. Mein Herz wurde schwer. Wenn ich die Gabe der zukünftige Visionen besäße, wie meine Mutter, hätte ich dann dieses Unheil abwenden können? Meine Gabe in die Vergangenheit zu blicken, hatte mir bislang mir mehr Schwierigkeiten bereitet, als mir zu nutzen.


1 511

21.05.2021, 13:27

Cael

Da ich immer wieder zu Ilea schauen musste, bemerkte ich den Wandel in ihrem Gesicht. Sie machte sich über irgendetwas Gedanken. Wahrscheinlich wie ich vorhin. Ich schnitt noch mehr Gemüse klein, sammelte alles in Häufchen auf dem Brett und legte anschließend das Messer beiseite. Die Hände machte ich mit einem Geschirrtuch sauber, ehe ich hinter Ilea trat und die Arme um ihre Mitte schlang. Meine Lippen fanden bereits ihre weiche Wange, dann ihre Schläfe. Da sie mich auf diese Weise nicht sehen konnte, sagte ich nichts, aber eine Umarmung und Küsschen sagten schon genug aus. Sie wusste, wie sehr ich sie liebte und dass ich immer für sie da war.
Ich drückte einen weiteren Kuss auf ihren Kopf, während ich dabei zusah, wie sie ihre Aufgabe erledigte und ließ einen Moment später von ihr ab, um sie nicht zu sehr abzulenken. Solange sie ein Messer in der Hand hielt, wollte ich nicht, dass sie sich versehentlich schnitt.

Imesha

Ich folgte seinem Blick zu den Früchten, die ihm bekannt vorkamen und fand es erstaunlich, dass es doch Gemeinsamkeiten gab. Zwei Welten, die irgendwie miteinander verbunden waren… Diese Vorstellung überwältigte mich nach wie vor. Da war dieser Drang in mir zu verstehen, warum damals dieser Mann aufgebrochen war, um Magi in einer anderen Welt um Hilfe zu bitten. Auf Kosten seines eigenen Lebens. Was hatte er gewusst, was wir nicht wussten? Würden wir dieses Wissen in der Bibliothek finden? Ich schaute nachdenklich zu Chiku, der es sich unter einem Apfelbaum gemütlich gemacht hatte und die Augen geschlossen hielt.
>Könntest du ein paar Früchte mehr von den anderen Bäumen pflücken, während ich mich mit Chiku unterhalte?< bat ich Ryu freundlich und reichte ihm die zwei Pfirsiche, die ich noch in den Händen gehalten hatte. Ich brauchte endlich Antworten. Angefangen bei meiner seltsam intensiven Verbindung zwischen dem Wolf und mir. Er bemerkte mich, noch bevor ich den ersten Schritt machte. Erst öffnete sich das eine, dann das andere wachsame Auge. Seine Ohren zuckten in meine Richtung. Diesmal verzichtete ich darauf menschliche Worte zu verwenden, sondern nutzte die Magie, die uns beide verband. Ich näherte mich ihm, setzte mich hin und begegnete ihm auf Augenhöhe.
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1 512

21.05.2021, 23:24

Ryu

"Ja, mache ich", nickte ich und schaute ihr einen Moment nach, als sie zu Chiku ging. Der beeindruckender Wolf hatte sich unter einem Apfelbaum gemütlich gemacht. Ich war neugierig, worüber Imesha sich mit ihm unterhalten wollte, aber ich hielt diese Neugier zurück. Entweder würde sie es mir naher sagen oder auch nicht, weil es etwas Persönliches war. Ich riss mich von ihrem Anblick los und machte mich an die Arbeit die verschiedene Früchte zu pflücken. Die Luft war erfüllt von dem süßen, fruchtigen Duft und die Sonne brannte angenehm in meinem Nacken. Irgendwo hörte ich auch die Insekten summen. Hier lebte alles und ich bildete mir beinahe ein, auch den Wind leise singen hören zu können. Dieser Fleck Frieden musste bewahrt werden und ich hoffte inständig, dass dieser Ort niemals von den Personen gefunden wurde, die nur in schlechter Absicht waren.

Ilea

Aus dem Augenwinkel bemerkte ich die Bewegung und dann spürte ich seine Wärme hinter mir. Die starke Arme lagen um meinem Körper, ließen aber meine Arme frei, damit ich weiterarbeiten konnte. Die Küsse waren sanft und weich. Ich begann mich zu entspannen, ich hatte nicht gemerkt wie angespannt mein Körper von meine plagende Gedanken gewesen war. Caels Nähe tat mir immer wieder gut und gab mir jedes Mal Halt. Er schien instinktiv zu wissen, wann ich ihn brauchte, selbst wenn ich in diesem Moment nicht wusste, das ich ihn gerade brauchte. Ich würde niemals diesen Mann loslassen, er war das Bestes was mir passieren konnte. Ich fand es schade, dass er nach eine Weile sich von mir löste und gleichzeitig war es wohl besser, denn ich genoss seine Zärtlichkeiten zu sehr, um mich dann länger auf meine Arbeit konzentrieren zu können. Rasch begann ich mit den Spieße und wenig später wurden sie gegrillt. Zuerst die Gemüsespieße, dann die Spieße mit dem Fleisch und Fisch. Mir war es wichtig, dass Imesha nicht versehentlich etwas von den Fleisch- und Fischaromen versehentlich abbekam.


1 513

22.05.2021, 13:05

Cael

Ilea wirkte entspannter als zuvor, demnach hatte meine Aufmerksamkeit ihr geholfen. Das freute mich. Ich ertrug es nicht sie niedergeschlagen zu sehen. Seit ich sie getroffen hatte, war sie zu oft in der Dunkelheit umhergeirrt, deshalb wollte ich, dass sie jeden Tag ein wenig mehr lächelte. Trotz der heiklen Umstände. Da wir momentan in Sicherheit waren, sollten wir das zum Besten ausnutzen und bald essen, weil mein Magen sich allmählich leerer als leer anfühlte. Da halfen die leckeren Düfte nicht, die die ganze Küche erfüllten.
Mit meiner Aufgabe war ich zumindest fertig, deshalb konnte ich Ilea im nächsten Schritt unter die Arme greifen. Mir gefiel es mit ihr zu kochen. Mir hatte es schon damals gefallen ihr zuzuhören, wenn sie mir ihre Arbeit in ihrem kleinen Laden erklärte. Diese Vertrautheit zu zweit war schön. Anders als sich gegenseitig nackt zu erkunden. Eine weitere angenehme Art der Intimität.

Imesha

Ich suchte nach der bestmöglichen Frage, um das Gespräch zu beginnen und entschied mich letztendlich für das Thema, das mich momentan am meisten interessierte. Unsere Verbindung. Diese Magie, die sich völlig natürlich anfühlte, als wirkte sie nicht zum ersten Mal. Chiku verstand und hob den Kopf, um mich direkt anzusehen. Sein intensiver Blick ging mir unter die Haut und dann sah ich plötzlich Bilder vor meinem geistigen Auge, die mein Herz vor Aufregung höherschlagen ließen.
Da war dieser Mann. Der Mann aus meinen Träumen. Mein Vater. Den, den ich vergessen hatte und an den ich mich endlich wieder erinnerte. In meinem Hals wurde es eng, als ich sein breites Lächeln sah. Die warmen braunen Augen. Das strahlende Leben im Gesicht. Er hob mich mühelos auf seine Schultern, lachte über etwas und zeigte auf... eine wunderschöne Wölfin mit ihrem Jungen. Da erkannte ich die unverwechselbare Ähnlichkeit. Chiku und... seine Mutter. Wir waren uns tatsächlich schon einmal begegnet. Mehrmals wie es schien, denn es folgten weitere Bilder in einem tiefgrünen Wald, an einem tränenförmigen See, in einer schneebedeckten Landschaft und nahe der Wärme eines großen Lagerfeuers. Es fühlte sich an, als würde mir Chiku Stück für Stück Erinnerungen zurückgeben, die ich verloren hatte. Ich hielt sie alle fest. So fest wie möglich. Nie wieder wollte ich sie vergessen. Ich wollte verstehen, woher ich kam und warum ich nicht mehr bei meiner Familie war.
Chiku stupste mich mit seiner feuchten Nase an, ein mitfühlender und zugleich trauriger Glanz in seinen Augen. Durch die Verbindung zwischen uns spürte ich schmerzlichen Verlust. Eine tiefe seelische Wunde. Ich musste nicht fragen, um zu erfahren, dass auch er jemand Wichtiges verloren hatte. Seinen Platz an der Seite seiner Mutter. Ob meine Eltern ebenfalls tot waren? Diese Antwort konnte er mir leider nicht geben. Er wusste es nicht. Vielleicht war es besser so. Oder nicht. Ich gab ein leises Schniefen von mir, weil ich im Moment zu viel auf einmal fühlte und versuchte mich erneut auf das Wesentliche zu konzentrieren. Auf die Frage, ob wir so etwas wie Gefährten waren und ob er mich zu meinem Zuhause vor meiner Zeit im Palast führen konnte, um mehr herauszufinden. Ersteres beantwortete er mit einem warmen Anflug von Freundschaft, Letzteres mit einem ernüchternden Nein. Offenbar war er an diesen Ort gebunden, um ihn mit seiner Magie vor allen anderen zu verstecken. Dies war sein Platz. Sein Erbe. Er erfüllte die Aufgabe, die einst seiner Mutter gehört hatte.
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1 514

23.05.2021, 18:25

Ryu

Nach eine Weile entschied ich mich genug Früchte gesammelt zu haben, denn es wäre schade, wenn sie schlecht werden würde, weil man sie nicht alles schafft sie aufzuessen. Außerdem schmeckte Obst frisch gepflückt am Besten und da wir erstmal hier sein würden, konnten wir ja nochmals pflücken gehen. Ich kehrte zu Imesha zurück und anhand ihrer Körperhaltung erkannte ich, dass sie etwas tief bewegte. Von ihr ging eine Art Traurigkeit aus, die mein Herz zusammenkrampfen ließ. "He", machte ich mich mit eine sanfte Stimmung bemerkbar und ich wünschte, ich könnte sie jetzt in die Arme nehmen, damit sie wusste, dass sie nicht in ihrer Traurigkeit alleine war.

Ilea

Die spezielle Sojasoße war auch fertig, die hatte ich in zwei Schüsseln aufgeteilt, damit sie sich die Spieße beim Tunken nicht vermischten. Und die Spieße selbst waren selbst fertig. "Lass uns zu dem großen Tisch gehen, wo wir vorhin saßen. Bestimmt stoßen die Anderen auch auf uns zu", wandte ich mich an Cael. Essenduft konnte Menschen anlocken und vielleicht auch ein Halbdämon. Jedenfalls musste ich langsam etwas zu mir nehmen, denn mein leerer Magen wurde mir allmählich unangenehm. Wir trugen das Essen in den großen Raum und deckten den Tisch. Als Getränk hatten wir jetzt nur Wasser gewählt. "Ich hoffe es schmeckt dir", lächelte ich Cael schüchtern an.


1 515

23.05.2021, 20:43

Cael

Alles roch wunderbar, deshalb war ich froh, dass wir endlich den Tisch deckten und gleich Platz nahmen. Auch wenn wir bislang mit den anderen zusammen speisten, konnte ich nicht länger warten. Mein Magen würde sich sonst selbst aufessen. Dennoch ließ ich es mir nicht nehmen, Ilea ein anzügliches Lächeln zu schenken: >Egal wie es schmeckt, du schmeckst immer noch am besten!<
Dann griff ich nach dem ersten Spieß, biss ins zarte Fleisch hinein und seufzte genüsslich. O ja, himmlisch! Besser hätte Ilea das nicht zubereiten können. Schon jetzt wusste ich, dass ich mir damit den Bauch vollschlagen würde. Ryu und Imesha sollten schleunigst kommen, sonst könnte es sein, dass nichts übrig blieb.

Imesha

Mir die Tränen von den Wangen wischend schaute ich auf, als Ryu sich bemerkbar machte. Ich hatte ihn gar nicht kommen gehört. Bei all den Erinnerungen und den damit verbundenen Emotionen schwächelte meine Wachsamkeit. Immerhin war Chiku bei mir, da hätte ich mir sowieso keine Sorgen gemacht. >Er hat mir Bilder von meinen Eltern gezeigt. Als ich klein war, haben wir offenbar viel gemeinsam unternommen. Es ist... schön und gleichzeitig... verwirrend. Da sind plötzlich diese Erinnerungen in meinem Kopf. Ich... ich weiß nicht, warum sie überhaupt verlorengegangen sind. Und wieso ich mich erst jetzt daran erinnere...< Was war passiert? Hatte Magie mein Gedächtnis manipuliert? Steckte der Kaiser dahinter? Oder etwas völlig anderes? Leider hatte Chiku keine Antworten darauf. So sehr ich sie mir auch wünschte, freute ich mich trotzdem jemanden gefunden zu haben, mit dem ich eine schöne Vergangenheit teilte.
Als mein Blick dann auf all die Früchte fiel, die Ryu gesammelt hatte, erhob ich mich und schniefte kurz. >Von mir aus können wir jetzt gerne zurück in die Bibliothek.<
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1 516

23.05.2021, 20:53

Ryu

Die Wange waren feucht und die Augen glänzten von den Tränen. Mein Blick wurde weich, als sie von ihre Eltern erzählte. "Wir werden herausfinden, warum die Erinnerungen verschwunden sind und vielleicht kann dir Ilea da weiterhelfen. Und wir werden auch die Antworten finden, was mit deiner Familie geschehen ist", antwortete ich ihr. Ich wusste, dass die Gefahr bestand, dass ihre Familie möglicherweise nicht mehr lebten und dass dieser Verlust ihr das Herz erneuert brechen könnte. Aber ich wusste auch, wie quälend die Ungewissheit war und dass man wissen möchte, woher man kam. Ich würde Imesha helfen ihre wahre Herkunft zu finden und ich würde ihr den Halt geben, wenn sie ihn brauchte. Ich trat ihr einen Schritt näher, beugte mich und küsste auf ihre Wange, schmeckte dabei den Salz ihrer Tränen: "Ich bin für dich da." Ich richtete mich wieder auf.

Ilea

Meine Augen weiteten sich, mir stockte das Atem und Hitze glühte in meinem Gesicht. Ich hatte die Worte richtig von seine Lippen gelesen, denn dieses Lächeln war mehr als nur deutlich. "D-du kannst doch nicht....du...was wenn Jemand....", stammelte ich hilfslos und spürte nur noch mehr Hitze in meine Wangen. Cael schaffte es immer wieder mich mit seiner Offenheit und seine direkte Art aus dem Konzept zu bringen. Ich schluckte leicht, dann griff ich auch nach einem Spieß und mein Magen war erleichtert, endlich Nahrung aufzunehmen.


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23.05.2021, 21:07

Imesha

Sein Kuss auf meiner Wange brannte sich unter die Haut und ich spürte wieder das Flattern in meiner Brust. Wie das schnelle Schlagen von Flügeln. >Danke.< sagte ich mit einem ehrlichen Lächeln und nahm ihm daraufhin ein paar der Früchte ab, damit er nicht so viel tragen musste. Immerhin hatte er das meiste meinetwegen eingesammelt. Der Duft der süßen Früchte stieg mir dabei sofort in die Nase. Ich atmete ihn tief ein, seufzte zufrieden. In nächster Zeit würde ich so essen wie im Palast. Das fand ich ausnahmsweise wirklich toll.
Chiku begleitete uns wieder zurück in den Untergrund, wo uns angenehm frisches Klima, der Geruch nach alten Schriften und viel Grün erwartete. Ich bemerkte auch den Geruch nach gebratenem Essen. Der war neu. Selbst der groß gebaute Wolf schnupperte in der Luft und brachte uns zum Tisch, an dem wir zuvor mit Drasil gesprochen hatten. Jetzt saßen Ilea und Cael dort und speisten. >Das sieht sehr lecker aus!<

Cael

Ich schluckte ein Lachen hinunter, als Ilea überrumpelt und zugleich verlegen reagierte. Sie war wirklich süß, wenn sie unschlüssig vor sich hinstammelte. Gut für sie, dass Ryu und Imesha nur wenige Minuten später auftauchten, sonst wäre sie sicherlich tiefrot angelaufen. Auch wenn mich die Vorstellung reizte, würde ich sie nie dermaßen in Verlegenheit bringen. Das tat ich nur, wenn wir unter uns waren. >Es sieht nicht nur lecker aus, es schmeckt auch so.< sagte ich an Imesha gewandt, die sich uns gegenüber hinsetzte. Beide hatten Früchte gebracht. Allesamt in den verschiedensten Farben und Düften. Einige kamen mir sogar aus meiner Welt bekannt vor. Wie die Orangen.
Just keep swimming...
#spreadthelove

1 518

23.05.2021, 21:16

Ryu

Ihr Lächeln brannte in meinem Brustkorb und es schien als würde ein wenig die Traurigkeit von ihr weichen. Sie nahm mir ein paar Früchte ab und gemeinsam gingen wir wieder hinein. In der Luft hing ein köstlicher Duft nach Essen und wenig später waren wir beim Tisch, wo auch Cael und Ilea waren. Anscheinend hatten sie gekocht und mein Magen begann bei dem Anblick der Köstlichkeit zu knurren. Ich nahm ebenfalls Platz und legte die Früchte auf dem Tisch ab. Sofort griff ich nach einem Spieß und in den nächsten Moment lobte ich Ilea: "Es ist köstlich!"

Ilea

Wir blieben nicht lange alleine, anscheinend hatte meine Vermutung richtig gelegen, dass der Essenduft die Anderen anlocken würde. Imesha und Ryu waren auch nicht untätig gewesen, sie hatten Früchte gepflückt und waren der perfekte Nachtisch. Zufrieden sah ich, wie das Essen meine Freunde mundete und ich wandte mich an den Wolf, der sich neben Imesha gemütlich gemacht hat: "Möchtest du was von dem Fleisch abhaben?" Fragend blickte ich zu Imesha, da sie eine besondere Verbindung zu ihm hatte und ich wusste nicht, ob er überhaupt gerillten Fleisch aß. Normalerweise aßen die Tierwesen ihre Nahrung in rohen Zustand.


1 519

23.05.2021, 21:33

Cael

Ich war zu sehr mit Essen beschäftigt, anstatt zu fragen, wo die beiden so viele Früchte gefunden hatten. An diesem Ort schien es wirklich alles zu geben, was das Herz begehrte. Sommerliche Temperaturen, gutes Essen, ein Dach überm Kopf, viel Wissen, wunderschöne Natur und Ruhe. Ein kleines Paradies inmitten von Valaris. Einer Welt, die dem Untergang geweiht war. Es sei denn wir fanden einen Weg das Übel zu vertreiben. Angefangen bei der wandernden Stadt, die wir irgendwie finden mussten, auch wenn Drasil geklungen hatte, als sei das ziemlich schwer bis unmöglich. Es sei denn die Stadt selbst suchte nach uns. Was auch immer das zu bedeuten hatte.

Imesha

Als Ilea Chiku fragte, ob er etwas von unserem Essen abhaben wollte, setzte er sich hin und begann leicht mit dem Schwanz zu wedeln. Auch ohne seine Gedanken zu interpretieren, wusste ich, dass das ein eindeutiges Ja war. Schmunzelnd griff ich nach einem Spieß mit Fleisch, zog die Stücke ab und hielt sie ihm auf offener Hand hin. Er streckte den Kopf in meine Richtung, nahm das Fleisch vorsichtig zwischen die Zähne und wirkte sehr zufrieden. >Es schmeckt ihm.< sagte ich zu Ilea. >Danke nochmal fürs Kochen.<
Die Gemüsespieße waren außerordentlich lecker. Mir bedeutete es viel, dass sie nach wie vor darauf achtete, dass ich nichts mit Fleisch aß. Das war sehr aufmerksam.
Just keep swimming...
#spreadthelove

1 520

23.05.2021, 21:43

Ryu

Mir kam die Reise durch die kalte Bergen beinahe wie Jahren vor und vor allem kam mir die Kaiserstadt sehr weit entfernt vor. Als wäre alles, was wir bisher erlebt hatten, nur ein Albtraum gewesen war oder all das hier war nur ein schöner Traum. Dieses Gefühl von Ruhe und Frieden hatte ich lange nicht mehr gefühlt, zuletzt in meiner Heimat. Ich genoss in vollen Zügen das gute Essen, denn wer wusste schon, wann wir zunächst so gemütlich beisammen sitzen konnten. "Wollen wir nach dem Essen ein wenig in den Bücher stöbern und nach den Antworten suchen?", fragte ich in die Runde, denn ich hatte trotz alldem nicht unsere Mission vergessen.

Ilea

Meine Augen leuchteten auf, als ich sah wie es dem Wolf schmeckte und lächelte Imesha an, als sie sich bei mir bedankte. "Dafür nicht. Ich koche gerne für euch", antwortete ich ihr und bemerkte, dass Ryu ebenfalls redete. Wie ich ihn verstanden hatte, wollte er nach dem Essen in die Bücher stöbern. Etwas was Cael und ich ebenfalls vorhatten. Ich würde gerne noch mehr die Zweisamkeit mit ihm genießen, besonders nach dem unvergesslichen Moment, aber es war wichtig, dass wir die Antworten fanden und wie diese geheimnisvolle Stadt uns finden konnten. Außerdem musste ich wissen, wie mein Vater gerettet werden konnte.


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