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08.08.2021, 14:44

Cael

Mein Herzschlag hatte sich inzwischen normalisiert und die große Hitzewelle war vorüber. Die Stelle an meinem Hals kribbelte noch von Ileas festem Kuss. Mir gefiel, dass sie für einen kurzen Moment die Kontrolle über ihre Leidenschaft verloren hatte. Wäre ich in der Lage gewesen etwas anderes zu tun als sie zu bestaunen, hätte auch ich sie irgendwo markiert.
Ein sanfter Kuss auf meiner Nase, dann die drei wundervollen Worte lockten mich zurück ins Jetzt. Sofort breitete sich ein Lächeln auf meinem Gesicht aus. >Ich liebe dich auch.< erwiderte ich zärtlich. Mit den Fingern fuhr ich sanft durch ihr zerzaustes Haar, wie heute Morgen direkt nach dem Aufwachen. Bevor wir übereinander hergefallen waren. Für mich blieb die Zeit stehen, aber ich wusste, dass dem nicht so war. Trotzdem wollte ich mir diesen schönen Moment der Zweisamkeit nicht entgehen lassen. Ich wollte Ilea etwas länger im Arm halten, unsere vermischten Düfte einatmen und leicht dösen. Nur genießen.

Imesha

Ich schluckte schwer, als Ryu mir die Bedeutung des Kosenamens offenbarte. Obwohl ich es geahnt hatte, war es doch etwas anderes, wenn er es selbst aussprach. Liebste... Mein Herz. Das waren bedeutende Begriffe. Etwas, was man nicht mit vielen Menschen im Leben teilte. Dass er beschlossen hatte mich so zu nennen, führte mir wieder vor Augen, dass er es wirklich ernst mit mir meinte. Natürlich hatte ich nach wie vor Angst vor dem, was kommen könnte. Was passieren würde, wenn ich mich auf ihn einließ, mit Leib und Seele, und dann... dann irgendetwas Schlimmes passierte. Ich wollte keine Herzschmerzen mehr. Gleichzeitig wollte ich nicht mehr allein sein. Ich wollte nicht auf die Dunkelheit warten, die mich dauernd verfolgte.
Unbewusst hatte ich meine Finger wieder um eine Haarsträhne gewickelt, während meine Wangen ganz warm wurden. >Das... das ist in Ordnung für mich.< sagte ich schließlich, weil ich ihn nicht länger auf die Folter spannen wollte.
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09.08.2021, 19:39

Ryu

In ihre Augen spiegelten sich verschiedene Gefühlen ab und ich wartete geduldig. Umbewusst hielt ich das Atem an und mein Herz schlug schneller als noch vor ein paar Sekunden. Meine Augen wanderten zu ihrem Finger, die sich um eine Haarsträhne gewickelt hatte. In diesem Moment wirkte sie wie ein schüchternes Mädchen und das war irgendwie süß. Dann endlich kam die Antwort und meine Lunge erinnerte mich daran, dass sie mal Luft brauchte. In meinem Brustkorb loderte es hell und stark wie bei einem Festfeuer, ein breites Lächeln erschien auf meine Lippen und ich legte ein Arm um ihre Taille, um Imesha ein kleinen Stück näher zu mir zu ziehen. In diesem Moment musste ich sie einfach küssen. "Ich bete dich an, amiya", raunte ich an ihre Lippen und löste sich mich wieder von ihr: "Und jetzt lass uns essen, bevor unsere Mägen bald ein Knurrwettbewerb veranstalten." Ich griff nach ihrer Hand, verschränkte mit meine Finger mit Ihren und es fühlte sich einfach verdammt gut an. Es fühlte sich an, als wären wir ein Paar.

Ilea

Es war als ginge die Sonne auf, als Cael lächelte und es wärmte mein Herz bis in den tiefsten Winkel. In seinem Blick lag so viel Zärtlichkeit, als er die Worte erwiderte und ich genoss die Berührung in meinem Haar. Es fühlte sich so vertraut an. Meine Finger glitten zu seinem Gesicht, streichelten sanft seine Wange und ich konnte ihn einfach nur betrachten. Cael war ein schöner Mann, der jede Frau betören könnte. Auch mein in eisgefrorenes Herz hatte er zum Schmelzen gebracht und ich wusste, dass sein Herz nur für mich schlug. Dass ihm die anderen Frauen nicht mehr interessierten, selbst wenn die schönste Frau vor ihm stünde. Cael war bis in die Haarwurzeln treu und wenn er liebte, dann aus dem ganzen Herzen. Er war der hingebungsvollste Mensch, den ich kannte. Und wie jeden Tag stellte ich fest, was für ein unglaubliches Glück ich hatte. Dieses Glück würde ich niemals einfach so aufgeben, ich würde für dieses Glück kämpfen. "Wenn wir uns so nahe sind, dann kann ich unsere Zukunft sehen", meine Stimme vibrierte leicht, ich flüsterte: "Ich sehe deine Welt. Ein kleines Häuschen, in der wir leben. Unsere Familien durch unsere Ehe vereint. Ich sehe ein Laden, den ich führe und wie du deiner Leidenschaft nachgehst. Ich sehe unsere Kinder. In dieser Zukunft ist so viel Wärme, Liebe und Frieden."


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10.08.2021, 12:04

Cael

Ileas Blick ging mir regelrecht unter die Haut. Es spiegelten sich verschiedene Emotionen in ihrem Gesicht, allesamt positiver Natur. Da war dieses lebendige Funkeln in ihren Augen. Die spürbare Wärme. Ich drückte meine Wange sanft gegen ihre Hand, lächelte weiter und küsste kurz ihren Handballen. Bei ihren Worten wurde mir ganz warm ums Herz. Ich schluckte schwer, weil mich ihre Zukunftsvorstellung tief bewegte. Sie sah dieselben Bilder wie ich. Genau das wünschte ich mir auch für uns beide. All das, was sie gerade beschrieben hatte. Mit ihr hatte ich diese besondere Magie gefunden, die meine Eltern bis heute miteinander verband. Unzerstörbar. Ewig anhaltend. Obwohl ich nicht aktiv danach gesucht hatte, war Ilea nun in meinem Leben und so sollte es bleiben. An Tagen wie diesen konnte ich meine Dankbarkeit kaum in Worte fassen. >Ich würde am liebsten sofort damit beginnen unzählige Liebeslieder zu schreiben, bis du vor Verlegenheit verglühst. Manche Dinge kann ich besser durch die Musik ausdrücken. Besonders Herzensangelegenheiten.<

Imesha

Ryus Strahlen erreichte mein Herz, denn es machte einen unbeholfenen Satz. Dass er sich dermaßen über meine Antwort freuen würde, war irgendwie… schön. Genau wie der Kuss, der folgte und bei dem ich leichte Gänsehaut bekam. Es war faszinierend, wie mein Körper auf ihn reagierte, wenn er sonst schlecht mit spontanen Berührungen von Männern zurechtkam. Ryu konnte mir so nahe wie jetzt sein und es störte mich kein bisschen. Das fühlte sich wie ein kleiner Sieg an. Ich sah kurz auf unsere miteinander verschränkten Finger hinab, lächelte und folgte ihm hinaus in den Flur, wo uns niemand begegnete. Erst in der Küche angekommen, fiel mir ein, dass ich darum gebeten hatte die Sachen zwischen uns geheim zu halten, aber vielleicht… vielleicht musste das nicht mehr sein. Ilea und Cael würden uns nicht mit Fragen durchlöchern. Sie würden weder hohe Erwartungen in uns setzen noch uns das Gefühl geben, dass wir einen Fehler begingen. Solche Menschen waren sie nicht.
>Wie es scheint, haben die anderen noch nichts gegessen, also können wir ein größeres Frühstück vorbereiten.<
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1 644

10.08.2021, 15:18

Ryu

Aus dem Augenwinkel bemerkte ich das Lächeln auf ihre Lippen und mein Herz schmolz dahin. Für diese Frau würde ich alles tun und ich wäre zu allem fähig. Das waren gewaltige Gefühle und dennoch erschreckten sie mich nicht, sie machten mich lebendiger wie noch nie zuvor. So mussten sich meine Eltern fühlen, ihre Liebe war sogar mächtiger als der Tod gewesen und sie hatten wirklich sehr schreckliche Zeiten erleben müssen. Aber ihre Liebe war nicht daran zerbrochen, sondern wurde viel stärker und diese Stärke hatte meine Eltern eine Macht gegeben, die Welt retten zu können. In der Küche war es ruhig und ich konnte ahnen, dass mein bester Freund die Zweisamkeit mit Ilea in vollen Zügen genießen wollte, bevor wir alle wieder in die harte Realität zurückkehren müssen. Und ich spürte, dass es schon so bald war. Heute würden wir weiter die Bibliothek erforschen, aber dann müssen wir uns überlegen, wann wir wieder aufbrechen wollten. "Dann werden wir die Anderen mit einem leckeren Frühstück überraschen. Das sollte nicht schwer sein", meinte ich vergnügt und zu meinem Bedauern musste ich Imesha wieder loslassen, weil ich jetzt beide Hände brauchte.

Ilea

Schon die Worte reichten aus, um mich zum Erröten zu bringen und gleichzeitig spürte ich eine tiefe Freude in meinem Herz. "Und ich würde sie gerne alle in unsere Zwischenwelt hören", antwortete ich ihm gerührt und küsste ihn wieder. Für mich zu singen, war für ihn Liebesbeweise, weil die Musik ein Teil von ihm war und seine Gefühle ausdrückten. So wie ich meine Zugneigung für Andere mit meine Fürsorge ausdrückte, indem ich ihnen zum Beispiel eine Mahlzeit kochte. Bei den Gedanke am Essen zog mein Magen sich zusammen. "Ich fürchte, wir müssen aber jetzt das Zimmer verlassen, ich bekommen langsam Hunger", bedauerte ich. Dabei würde ich noch viel länger mit ihm hier liegen, mit ihn gemeinsam träumen und in der Liebe baden. Wenn wir das Zimmer verließen, würde die Realität wieder zurückkehren. Aber wir konnten hier uns nicht verstecken, ich konnte mich nicht hier verstecken.


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10.08.2021, 20:00

Cael

Die Zwischenwelt. Ein magischer Ort, der uns beide näher zusammengebracht hatte. Bis heute war es mir ein Rätsel, woher ich gewusst haben konnte, dass Ilea existiert. Warum ich sie zuerst in meinen Träumen getroffen hatte. Es musste eine Erklärung dafür geben, denn solche Dinge passierten nicht einfach so. >Dann spiele ich dir heute Nacht auf jeden Fall etwas vor.< versprach ich ihr lächelnd, ehe ich mich halb aufrichtete, da sie einen guten Punkt ansprach. Hunger. Mein Magen fühlte sich ziemlich leer an. Ein reiches Frühstück klang genau richtig. Danach würden wir uns dem umfangreichen Wissen in der Bibliothek widmen. Länger konnten wir die Pflichten nicht vor uns herschieben.
>Frühstückszeit, so sei es.< sagte ich mit einem kleinen Schmunzeln. Ich küsste sie ein letztes Mal auf den verlockenden Mund, ehe ich vom Bett aufstand und die neue Kleidung durchwühlte, die urplötzlich im Zimmer erschienen war. Eine Frage, die ich Drasil stellen würde. Wo ich herkam, war Taiga die Einzige, die bequeme, perfekt sitzende Kleidung wie diese herbeizaubern konnte. In Momenten wie diese vermisste ich sie. Ich vermisste sie alle. Deshalb würde ich die Mission auch weiterhin sehr ernst nehmen und dafür sorgen, dass wir schon bald wieder miteinander herumalbern konnten.

Imesha

Ich sah mich in der Küche um und sammelte die ersten Zutaten, die kein Fleisch beinhalteten. Das Brot schien heute Morgen gebacken worden zu sein, denn es duftete herrlich und war noch leicht warm, als ich danach griff. Auch das Gemüse wirkte wie frisch gepflückt. Wer auch immer hier für Nachschub sorgte und Kleidung bereitlegte, war ein Schatz. Ich war sehr dankbar für all das hier und hoffte bald auf Drasil zu treffen. Oder auf Chiku. Ich spürte ihn in der Nähe. Höchstwahrscheinlich irgendwo in der Bibliothek. >Bei all den Orangen lohnt es sich daraus Saft zu pressen.< meinte ich mit Blick auf den Korb voller Früchte. Darunter mit sehr vielen Orangen gefüllt. Ich legte sie alle auf den Tresen, holte ein Messer und begann alle in Hälften zu schneiden. Dann sah ich Ryu an. >Ich glaube, zusammen geht das schneller.< Alleine zu pressen, würde zu lange dauern und bis die anderen beiden erschienen, sollten wir größtenteils fertig sein. Manchmal wunderte es mich schon, wie sich all das fast wie eine... Familie anfühlte. Eine, in der man füreinander sorgte und nette Dinge tat.
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1 646

11.08.2021, 18:51

Ryu

Ich kümmerte mich um das Fleisch, immerhin war Imesha Vegetarierin und daher konnte ich es verstehen, dass sie aus diesen Gründen sich nicht um Fleischgerichte kümmern wollte. Dann schaute ich nach dem Geschirr, um schon mal den Tisch zu decken. Imesha bat um Hilfe und ich blickte auf die Orangen, nickte zustimmend: "Ein frisch gepresster Orangensaft schmeckt am Besten." Nebeneinander standen wir, pressten die Orangen aus und dabei war die Luft von fruchtigem Duft erfüllt. Es fühlte sich nach einem ganz normalen Alltag an, als würde Valaris nicht gerade dabei sein unterzugehen. Mir gefiel diesen Frieden, mir gefiel dieses Zusammenseins und ich konnte mir so gut vorstellen in Zukunft mit Imesha ein solches Leben zu führen, wenn sie es auch wollte. Wobei wenn sie an meiner Seite sein sollte und ich meiner Bestimmung nachging, würde der Alltag ausgefüllter sein. Aber ich würde niemals von ihr verlangen die Rolle einer Prinzessin einzunehmen. Sie sollte ihr Leben so gestalten, wie sie es wünschte.

Ilea

Für mich entdeckte ich auch ein Kleiderhaufen, der zuvor noch nicht da gewesen war. Niemand war reingekommen und ich fragte mich was für eine Magie es war, denn ich konnte sie spüren. Ich zog mir den wunderschönen Kimono an. Es war in einem warmen Gelb eingetaucht, wurde von rosafarbene Blüten verziert und ein himmelblauer Band schlang sich um meine Taille. Es war, als trüge ich den Sommer. Nachdem ich mein Haar gekämmt hatte, ließ ich es offen. Ich glaubte, dass es Cael gefallen würde und ich wollte ihm gefallen. Als er ebenfalls fertig war, hakte ich mich bei ihn ein und gemeinsam verließen wir das Zimmer. In der Luft nahm ich einen zarten Duft nach Essen wahr und im großen Raum war der Tisch bereits gedeckt. Aus der Küche entnahm ich Bewegungen, es waren Imesha und Ryu. Sie machten den Frühstück und in meinem Herz wurde es warm. Wir waren wie eine Familie und ich war unglaublich dankbar für diese Freundschaft. "Guten Morgen. Können wir euch helfen?", fragte ich die Beiden lächelnd und bemerkte dabei, dass zwischen ihnen eine besondere Schwingung gab. Es fühlte sich an, als hätten sie sich zueinander gefunden. Das wäre wundervoll, besonders für Imesha würde ich mich freuen.


1 647

11.08.2021, 19:48

Cael

Ilea schaffte es mühelos mich mit ihrer natürlichen Schönheit aus dem Konzept zu bringen. Sie sah im neuen Kimono bezaubernd aus. Ich wollte sie wieder zurück ins Zimmer zerren und jede Stelle ihres Körper mit Küssen bedecken. Was sie betraf, wurde ich einfach nicht satt. Was meinen Magen anging, so ließ er sich mit leckerem Frühstück besänftigen. Ryu und Imesha waren bereits fleißig am Vorbereiten, ich entdeckte sogar frisch gepressten Orangensaft. Darüber würde sich besonders Ilea freuen. >Einen schönen guten Morgen und vielen Dank fürs Zubereiten!< grinste ich die beiden an. Irgendwie wirkte mein bester Freund viel gelöster als gestern. Auch bei Imesha bemerkte ich eine Veränderung, nur wusste ich nicht genau, was anders war an ihr. Sie bedachte uns mit einem kleinen Lächeln, das ganz typisch für sie war und zeigte auf die üppige Auswahl. >Euch auch einen guten Morgen. Wir wären eigentlich soweit fertig, es sei denn, ihr wollt noch etwas anderes essen. Ansonsten können wir alles in den anderen Raum tragen.<
Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Ich war am Verhungern.

Imesha

Der Duft nach Orangen erfüllte die gesamte Küche, nachdem wir genügend Saft für uns alle gepresst hatten. Gegen Ende tauchte das verliebte Paar auf und anhand ihrer Gesichter konnte ich sehen, dass sie einen schönen Morgen miteinander verbracht hatten. Ileas rosafarbene Wangen und das Funkeln in ihren Augen verrieten sie. Zwar sah sie immer so aus, wenn Cael in unmittelbarer Nähe war, aber im Moment strahlte sie mehr als sonst. Ich schenkte den beiden ein freundliches Lächelnd und begann die ersten Sachen in den großen Raum zu tragen, wo wir wieder am runden Tisch Platz nehmen würden. Drasil und Chiku waren leider noch nicht aufgetaucht, aber ich hoffte, dass sie bald zu uns stießen. Ich würde mich besser fühlen, wenn auch sie vom Frühstück profitierten. Eine Art Dank für ihre Gastfreundschaft und all die schönen Gaben.
>Itadakimasu.< sagte ich in die Runde und griff nach daraufhin nach einem Brötchen, um es mit fruchtiger Marmelade zu beschmieren. Selbst im Palast gab es selten diese süße Speise. Nur für hochrangige Mitglieder des Palastes sowie für den Kaiser waren diese Leckereien vorbehalten. Jetzt konnte ich das hier in vollen Zügen genießen. Wie einen kleinen Sieg.
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1 648

12.08.2021, 19:50

Ryu

"Guten Morgen", begrüßte ich meine Freunde und ich konnte an meinem Freund ansehen, dass ihm sehr gut ging. Wir trugen die Sachen in den Raum, wo wir am großen Tisch essen würden. Gemeinsam wünschten wir uns einen guten Appetit und ich langte ordentlich zu. In meinem Magen hatte sich ein Loch aufgetan, der verlangte gefüllt zu werden. Ich entschied mich für ein herzhaften Frühstück und genoss es einfach mit meinen Freunden gemeinsam zu speisen. Als ich mein Mund öffnete, um etwas zu sagen, erschien in diesem Moment Roselyn. Mir fiel auf, dass ich sie gestern kaum gesehen hatte.

Ilea

Kaum saßen wir am Tisch und wünschten uns einen guten Appetit, griff ich schon nach dem Orangensaft. In kleine Schlücke trank ich den Saft aus meinem Becher und schmeckte den Sommer. Es war köstlich, erfrischend und als wurden die Orangen gerade gepflückt. Aufeinmal spürte ich eine Präsenz und blickte auf, als Roselyn erschien. "Hallo allerseits", grüßte sie uns und nahm Platz. "Guten Morgen, Roselyn. Wie geht es dir?", erkundigte ich mich und dachte an ihre verstorbene Schwester. "Ich habe über Nacht noch mehr Erinnerungen bekommen. Anderen Erinnerungen", war ihre Antwort und überrascht sah ich sie an: "Was für Erinnerungen?"


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13.08.2021, 09:45

Cael

Kaum zu glauben, dass ich es dermaßen schätzen würde ein üppiges Frühstück wie das hier zu haben. Wenn man erst auf der Flucht war, erkannte man den wahren Wert mancher Dinge. Wie frisch gepressten Orangensaft. Das erinnerte mich stark an meine Heimat. An meine Familie. Gleichzeitig erinnerte es mich an das Gasthaus. An die gemeinsamen Mahlzeiten mit Ileas Vater und Makoto. Irgendwie kam es mir wie eine Ewigkeit vor. Leider.
Als plötzlich Roselyn erschien, sah ich kauend auf und musterte sie prüfend. Sie schien bei Sinnen zu sein, nicht verloren in den Schatten ihrer Vergangenheit. Dass sie weitere Erinnerungen gesehen hatte, konnte sowohl Gutes als auch Schlechtes bedeuten. Gespannt sah ich sie an.

Imesha

Die morgendliche Ruhe und das leckere Essen machten den Beginn des Tages noch besser. Nachdem Ryu mich mal wieder mit romantischen Bekundungen überhäuft hatte, konnte ich jetzt einiges verdauen, während ich mich aber zusammenreißen musste, um ihn nicht dauernd verstohlen anzusehen. Eigentlich sollte es mir egal sein, wie er beim Essen aussah, aber sein markantes Profil und… und dieser Mund. Wie war es möglich, dass ein einziger Körperteil diese Wirkung auf jemanden haben konnte? Das war mir ein Rätsel. Das sollte nicht normal sein, oder?
Zum Glück bekamen wir überraschenden Besuch von Roselyn, die ich seit gestern nicht gesehen hatte. Sie war eine willkommene Abwechslung, eine Ablenkung von was auch immer in mir vorging, wenn Ryu in meine Gedanken schlüpfte. Sie sprach von Erinnerungen und fachte sofort meine Neugier an.
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1 650

13.08.2021, 22:01

Ryu

Ich horchte auf, als Roselyn von Erinnerungen sprach. Es schien, als hätte sie sich von alleine an etwas erinnert und das war doch ein positives Zeichen, oder? Forschend musterte ich ihr Gesicht, versuchte die Emotionen in ihrem Gesicht zu lesen. Nicht jede Erinnerung musste unbedingt eine gute Erinnerung sein. Aber vielleicht war sie endlich ein Schritt weitergekommen, warum sie noch hier als Geist wandelte. Sie hätte es verdient endlich erlöst zu werden und hinüberzugehen, damit sie wieder als neues Leben geboren werden konnte. Roselyn war ein guter Mensch und sollte endlich zur Ruhe kommen dürfen.

Ilea

Roselyn griff nach einer Frucht und betrachtete ihn eingehend, dann legte sie ihn seufzend wieder hin. Trotz der festere Gestalt durch unsere Verbindung blieb sie dennoch ein Geist und würde nicht wie ein Mensch essen können. Sie würde nicht mal Hunger spüren können. Meine Energie war "Nahrung" genug, der sie sich ein wenig lebendiger fühlen ließ. "Es gab einen Mann, den ich mochte. Ich habe es ihm nie direkt gesagt, eigentlich war er ein Blödmann. Hat mich immer aufgezogen und war ein nerviger Besserwisser", sie schüttelte leicht den Kopf und ein wehmütiges Lächeln erschien auf ihre Lippen: "Aber es gab Momente, wo er nicht nervtötend war. Jedenfalls weiß ich jetzt wieder, dass ich einmal verliebt gewesen war. Schon komisch, was man so alles vergisst." Voller Mitgefühl sah ich sie an und fragte sanft: "Bereust du es, ihm nicht deine Gefühle gestanden zu haben?" Vielleicht war das der Grund, warum sie noch hier war. Manchmal hielten solche Gefühle Einen zurück. Einen Moment dachte sie nach: "Nein. Ich bedauere es zwar, aber ich bereue es nicht. Ich habe mich so entschieden es ihm nicht zu sagen. Vielleicht war ich ein wenig feige gewesen, aber wir beide waren immer auf gefährliche Missionen gewesen und jederzeit hätte es vorbei sein können. So wie es bei mir der Fall ist. Ich wollte nicht mit etwas anfangen, was im nächsten Atemzug schon beendet wäre. Und ich glaube nicht, dass jemals eine Beziehung entstanden wäre, wenn ich es versucht hätte."


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16.08.2021, 18:18

Cael

Nachdenklich runzelte ich die Stirn. Ich hatte irgendwie mit anderen Erinnerungen gerechnet, weniger romantisch, da ich Roselyn als Freigeist eingeschätzt hatte, die sich keinen festen Partner suchte. Da lag ich wohl falsch. Sie hatte sich verliebt, aber es nicht bis zur Beziehung geschafft. Ich fragte mich, was aus dem sogenannten Blödmann geworden war, traute mich allerdings nicht zu fragen. Ich wollte keine weiteren schlimmen Bilder ins Leben rufen. Immerhin hatte sie gerade lebensgefährliche Missionen erwähnt und da war es naheliegend, dass auch für ihn die Reise schnell geendet hatte. Natürlich hoffte ich auf das Gegenteil, aber ich kannte keine Details.
Schweigend nahm ich einen großzügigen Schluck von meinem Orangensaft, als Imesha daraufhin das Wort ergriff. >Und warum erzählst du uns das? Steckt etwa mehr dahinter? Ist dieser Mann ein... Schlüssel zu etwas?< Sie hatte einen neutralen Ton angeschlagen und sah Roselyn ernst an.

Imesha

Dass sie uns von ihrer verflossenen Liebe erzählte, war zunächst nichts Besonderes, so hart das auch klingen mochte, deshalb musste es einen Grund geben, warum sie das jetzt erwähnte. Bislang waren ihre Erinnerungen stets mit bedeutenden Hinweisen verbunden. Sie hatte beispielsweise diese Bibliothek schon mal besucht, selbst Drasil hatte sich an sie erinnert und vielleicht war der Mann aus ihrer Vergangenheit ebenfalls jemand Wichtiges, den man nicht vergessen sollte. So wie es bei mir und meinen Eltern der Fall war. Ich hätte sie nicht vergessen dürfen und trotzdem hatte ich das getan. Wieso? Was war passiert?
Ich blinzelte die nagenden Fragen fort und konzentrierte mich wieder auf Roselyn. In diesem Moment vernahm ich vertraute schwere Schritte in den Fluren der Bibliothek. Das musste Drasil sein. Zusammen mit Chiku.
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1 652

18.08.2021, 19:37

Ryu

Mit dieser Erinnerung hatte ich nicht gerechnet und Ilea stellte bereits die Frage, die mir ebenfalls in den Sinn kam. Aber es schien nicht der Grund sein, warum Roselyn noch hier als Geist war. Sie schien vielmehr die Tatsache akzeptiert zu haben, dass daraus sich nichts entwickeln hatte. Dafür hakte Imesha weiter nach und es stimmte, dass es einen Grund haben musste, warum sie uns diese Erinnerung erzählte. Bis jetzt hatten ihre Erinnerungen immer eine wichtige Bedeutung gehabt, besonders die unsere Mission betraf. Roselyn kniff leicht die Augen zusammen, einen Moment wirkte sie abwesend und dann antwortete sie langsam: "Er.....er ist der Sohn einer der 5 Gründer, die die Stadt der Wunder erschaffen haben." In diesem Moment erschien Drasil mit Chiku und ich grüßte ihn.

Ilea

Meine Augen wurden groß, als Roselyn Imesha antwortete, dass dieser junger Mann der Sohn einer der fünf Gründer von Wunder der Stadt sein sollte. Das war für uns eine wichtige Information und ich erinnerte mich an ihre Erinnerungen von gestern. Davon mussten wir den Anderen auch erzählen, nicht den Tod ihrer Schwester, sondern wo sie einst aufgewachsen war. Doch dann spürte ich eine Präsenz und drehte mich um. Drasil und Chiku waren erschienen. "Guten Morgen, wollt ihr euch zu uns setzen?", fragte ich lächelnd.


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19.08.2021, 10:51

Cael

Meine Augen wanderten von Roselyn zu Drasils Erscheinung. Die Tatsache, dass sie den Sohn einer der Gründer dieser sagenumwobenen Stadt gekannt hatte, könnte ein bedeutungsvoller Schritt nach vorne sein. Allerdings bezweifelte ich, dass nur das Wissen um ihn uns dabei helfen könnte die Stadt zu finden. Wir wussten nicht mal, ob er überhaupt noch lebte. Eine Person zu finden, gestaltete sich nämlich deutlich leichter als eine magische Stadt, die dauernd ihren Standort wechselte.
>Guten Morgen allerseits. Wie ich sehe, habt ihr euch schon einigermaßen gut eingelebt. Das sieht nach einem fantastischen Frühstück aus.< Um Ilea das Lesen seiner Worte zu erleichtern, formte ich sie mit meinen Lippen. Dann sprach er weiter: >Ich werde nicht lange bleiben, ihr könnt euch ruhig weiter unterhalten. Das Wissen der Bibliothek steht euch nach wie vor zur Verfügung und solltet ihr Hilfe benötigen, ruft nach mir.<
>Bevor du gehst…< warf Imesha ein und zeigte auf ihre Kleidung, die wie unsere neu war. >Ist das dein Werk? Maßgeschneiderte Klamotten tauchen normalerweise nicht einfach so auf.<
Seine sturmgrauen Augen begannen zu funkeln und sein drachenähnliches Gesicht zeigte freundliche Züge. >Das ist ein Geschenk des Hauses. Dieser Ort lebt wie wir alle und beschenkt diejenigen, die herzlichen willkommen sind. Wie bereits erwähnt, haben wir nicht oft Gäste im Haus und wenn, dann werden sie sehr gut bedient.<

Imesha

Während ein Teil meines Gehirns Roselyns neue Informationen verarbeitete, richtete ich meine Aufmerksamkeit auf Drasil, der bestätigte, dass die Kleidung ein Geschenk dieses magischen Orts war. Ich sah kurz an mir hinab, betastete den seidenen Stoff und lächelte. Ich wünschte, wir könnten unseren Aufenthalt hier verlängern. Dermaßen verwöhnt zu werden, fühlte sich ungewohnt an. So wie wenn Ryu mich mit Wärme und Komplimenten überschüttete. Zu schön, um wahr zu sein.
>Vielen Dank!<
>Die Magie und ihre Wunder.< meinte Cael daraufhin und jetzt registrierte ich auch seine neue Kleidung. Ilea trug ebenfalls einen hübschen Kimono, so wie damals im Gästehaus, wenn sie die Menschen bedient hatte. Ich erinnerte mich an das Gelächter, an die lockere Stimmung und ihre liebevolle Familie. Wieder an Makotos Verlust erinnert zu werden, versetzte mir einen Stich. Genau wie der Gedanke an Ileas Vater, der im Palast festsaß und der sicherlich keine gute Behandlung erfuhr wie wir an diesem Ort.
>Gibt es sonst noch Fragen?<
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1 654

20.08.2021, 17:41

Ryu

Es überraschte mich nicht, dass dieser Ort für magische Momente sorgte. Hier schien es überall vor Magie zu vibrieren und man spürte, dass sie ein eigenes Leben besaß. Magie war nicht nur eine Form von Energie, sie war viel mehr und selbst in meiner Welt gab es dort noch viele unerforschte Gebiete zum Thema Magie. "Ich hätte noch eine Frage", fiel es mir plötzlich ein: "Ich vermute du weiß von der Barriere zwischen unsere Welten. Cael und mir haben den Übergang in eure Welt nicht ausgemacht. Aber der Mann damals ist leider gestorben, er hatte mit Sicherheit eine gefährliche Reise hinter sich gehabt. Aber wir wissen nicht, ob es auch damit zu tun hatte, dass er in unsere Welt kam. Daher ist es meine Frage: Ist es für die Bewohner von Valaris gefährlich in unsere Welt zu kommen?"

Ilea

Meine Augen wurden groß, als ich die Übersetzung von Cael las. Dieser Ort hatte uns selbst beschenkt und das lag an diese besondere Magie, die hier herrschte. Umso mehr wollte ich diesem Ort meine Respekt erweisen, da er uns so freundlich aufnahm und uns gastfreundschaftlich behandelte. Es erinnerte mich schmerzlich an Otōsan und Sobo Makoto. An unserem Gasthaus. Auch wenn es nicht immer einfach war und wir immer um unsere Existenz fürchten mussten, so hatte ich dieses Gasthast geliebt. Wir hatten den Gästen ein Stück Heim schenken wollen. Mein Herz wurde schwermütig und bevor meine Gedanken in die Dunkelheit glitten, wanderten meine Augen zu den Anderen. Ryu redete gerade.


1 655

21.08.2021, 09:27

Cael

Als Ryu eine äußerst wichtige Frage stellte, sah ich zu ihm und dann zu Drasil hinüber. Er ließ sich Zeit mit der Antwort, während ich darauf hoffte, dass er nicht wieder in Rätseln sprach. Wir mussten wissen, ob das, was wir vorhatten die Menschen in Valaris schadete oder nicht. Vor allem ging es mir hier um Ilea, ihren Vater und Imesha. Sie wegen Nichtwissens in tödliche Gefahr zu bringen, würde ich mir nie verzeihen. Allein die Vorstellung lag mir verdammt schwer im Magen, dass ich mein Frühstück vorerst unterbrach und einen Schluck Orangensaft nahm.
>Ja und Nein. Das Gleichgewicht zwischen den Welten hängt von vielen Faktoren ab, die man berücksichtigen muss, wenn man in die andere übertritt. In eurem Fall ist es verständlich, warum ihr keinen Schaden davongetragen habt. In euch fließt das Blut von Weltenwanderern, nur die Geschichte eurer Vorfahren unterscheidet sich voneinander.< Diese Bezeichnung war mir neu. Ich sah Drasil verwundert an und fragte mich, ob er mit Vorfahren diese besondere Geschichte meiner Eltern meinte. Vom Schatten und seiner Beziehung zum Licht in einem wunderschönen Garten. Immerhin war das Dritte Auge nichts weiter als ein Verbindungsstück zu einer anderen Welt - der Zwischenwelt.

Imesha

Entgegen meiner Erwartung rückte Drasil mit einer verständlichen Antwort heraus. Ryus Frage hatte mich für einen kurzen Moment überrascht, aber sie zu stellen, war wichtig und richtig. Aus vielerlei Gründen. Ich wollte mich ungern der Vorstellung hingeben in seine Welt zu reisen, nur um Stunden später tot umzufallen. Dass Cael und er den Übertritt ohne Konsequenzen geschafft hatten, überraschte mich weniger. Die beiden waren einzigartige Personen. Genau wie ihre Magie. Etwas, was ich nie zuvor gesehen oder näher untersucht hatte. Ich musste einen Augenblick lang an den Knoten in Ryus Magie denken und was er wohl zu bedeuten hatte, da sprach Drasil ruhig weiter: >Es gibt einige Varianten in eurer Zukunft, die bereits feststehen, aber welche letzten Endes zur Realität wird, liegt an euch selbst. Jede Entscheidung, die ihr trefft, führt unweigerlich näher zu einer dieser Varianten. Wählt klug und mit leichtem Herzen.<
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1 656

22.08.2021, 19:31

Ryu

Aufmerksam hörte ich Drasil zu und leicht nickte ich. Vielleicht lag es an meinem Blut, das Blut eines halbdämonischen Drachens. Hier hatten einst auch Drachen existiert, wie in meiner Welt. Das wäre zu erklären, dass ich ohne Folgen in diese Welt reisen konnte. Und Cael hatte die Verbindung zu der Zwischenwelt, sie besaß ihre ganz eigene Gesetze, die wohl überall glichen. Dann runzelte ich leicht die Stirn. Es gab einige Varianten in unsere Zukunft, die den Frauen ermöglichen konnten mit uns in unsere Welt zu kommen? Jedenfalls klang es danach und es lag in unsere Hand welche wir Entscheidungen treffen würden. "Wir werden einen Weg finden", ich sah zu Imesha hinüber. Es war mein größter Wunsch ihr meine Welt zu zeigen.

Ilea

Einen kurzen Moment hörte mein Herz auf zu schlagen, als mir die Bedeutung von Ryus Frage bewusst wurde. Ich hatte einfach angenommen, dass wir nach unsere Aufgabe einfach hinübergehen konnten, wie sie hierher gekommen waren. Ich hatte nicht daran gedacht, dass es vielleicht schwer sein würde, gar gefährlich. Meine Hand griff nach Caels Hand. Der Gedanke wir könnten durch Welten getrennt sein, war unerträglich. Dennoch würde ich von ihm niemals verlangen mit mir hier zu bleiben, wo auf der andere Seite sein Leben, seine Freunde und seine Familie auf ihn wartete. In meinem Hals bildete sich ein Kloß. Roselyn machte mich aufmerksam auf sich. Stumm übersetzte sie mir die Unterhaltung und neue Hoffnung keimte in mir auf. Es gab vielleicht doch einen Weg. Und ich wusste, Cael würde alles tun, um diesen Weg zu finden. Ich ebenfalls.


1 657

23.08.2021, 18:30

Cael

Als Ilea nach meiner Hand griff, sah ich sie an und entdeckte die Sorge in ihren Augen. Mir war klar, woran sie gerade dachte. Welche Zweifel in ihr aufkamen... Dass es wieder ein Hindernis gab, das wir überwinden mussten, um unsere gemeinsame Zukunft zu ermöglichen. Diese Gedanken hatte ich mir schon zu Beginn unserer Beziehung gemacht, darum trafen mich Drasils Worte nicht unvorbereitet. Ich wusste, was auf dem Spiel stand und hatte nicht vor kampflos aufzugeben. Ilea und ich würden in meine Heimat zurückkehren, koste es, was es wolle.
>Vertraut euren Instinkten. Sie weisen euch den Weg.< sagte der Halb-Yokai, ehe er sich zum Gehen wandte und zusammen mit dem Wolf zwischen den hohen Regalen verschwand. Seinen Rat nahm ich mir zu Herzen. Er war jemand, der viel wusste und obwohl wir ihn erst vor kurzem kennengelernt hatten, vertraute ich seinem Urteil. Ich führte Ileas Hand an meine Lippen, hauchte einen Kuss darauf und schenkte ihr ein zuversichtliches Lächeln. >Auch das schaffen wir!<

Imesha

Ich warf einen Blick auf Chiku, der seinem Freund folgte und runzelte die Stirn. In Momenten wie diesen war es faszinierend zu sehen, wie sehr unsere Schicksale miteinander verknüpft waren. All die Magie... die Höhen und Tiefen unserer bislang ermüdenden Reise... die neuen Personen, die wir antrafen. All das hatte uns hierher geführt. Wir saßen hier, erfuhren mehr über uns als irgendwo sonst, suchten nach einer magischen Stadt und blickten dabei einer unsicheren Zukunft entgegen. Ich war ernsthaft gespannt, wie das alles enden würde. Dem Tod war ich mehr als einmal entflohen. Doch wie lange hielt mein "Glück"? Würde der Übertritt in eine andere Welt mein Leben beenden? Oder würde ich endlich ein neues beginnen können?
Ich schaute Ryu an, der natürlich an das Beste glaubte und keine Zweifel zuließ. Sein unerschütterlicher Kampfgeist war bemerkenswert. >Tja... Dann schlage ich vor, dass wir uns zurück in die Welt des Wissens stürzen und so viel lernen wie nur möglich.< meinte ich nach kurzer Überlegung.
Just keep swimming...
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1 658

24.08.2021, 19:12

Ryu

Unseren Instinkten vertrauen, das tat ich schon seit Jahren, denn das hatten mich meine Eltern gelehrt. Natürlich gab es immer wieder Momente, wo ich an meine Instinkte zweifelte. Wer tat es nicht. Aber aus meinen Erfahrungen wusste ich, dass es der richtiger Weg war unseren Instinkten zu folgen und deswegen nahm ich mir diesen Rat zu Herzen. Wir waren mit dem Frühstück fertig und Imesha schlug gleich vor, dass wir weiter unsere Köpfe mit Wissen füllten. Solange wir noch hier waren, sollten wir es ausnutzen. Jedes Wissen konnte uns in der Zukunft weiterhelfen oder uns manche Dinge besser verstehen lassen.

Ilea

Ich sah die Entschlossenheit in seine Augen und mehr musste ich nicht wissen. Ein wenig entspannte ich mich wieder und Drasil zog sich zurück. Imesha schlug daraufhin vor, dass wir weiter die Regale erforschten. Da fiel mir noch etwas Wichtiges ein: "Bevor wir den Tisch verlassen, gibt es etwas, was ihr noch wissen müsst." Mein Blick glitt zu Roselyn: "Kannst du uns erzählen, wo du früher einst gelebt hast? Alles, was du für unsere Mission als wichtig erachtest, könnte für uns hilfreich sein." Damit gab ich ihr die freie Entscheidung was sie erzählen möchte, besonders ob sie nun den Tod ihrer Schwester erwähnen wollte oder nicht. Roselyn nickte langsam: "Ilea hat mir gestern geholfen ein paar Erinnerungen zu wecken. Ich erinnere mich, dass ich im Palast aufgewachsen bin, als noch der alte Kaiser gelebt hat. Mein Vater war der erste Magi, der einer der kaiserlichen Berater war. Meine Mutter hatte den Palastgarten erschaffen, als Geschenk für das Kaiserpaar, besonders für die Kaiserfrau. Sie liebte die Sakura-Bäume. Ich kenne Kaiser Oda, als er noch kein Kaiser war und nur ein heranwachsender Mann war. Der dritte Sohn des Kaiserbruders. Aber schon damals umgab Oda eine unheimliche Aura und eines Tages hatte mich meine Schwester davor gewarnt mit ihm irgendwo alleine zu sein. Ein paar Jahren später brach die schwarze Seuche nach einer Familienfeier des Kaisers auf dem Palast aus, selbst die Bediensteten waren betroffen. Seltsamerweise überlebte es nur Oda und alle, die ein Magi waren. Daher wurde uns Magi beschuldigt die Seuche erschaffen zu haben und so wurden wir zu "Verräter"."


1 659

25.08.2021, 15:39

Cael

Gerade als ich das Geschirr zusammenräumte, bat uns Ilea nochmal um Aufmerksamkeit, denn Roselyn hatte offenbar noch einiges zu berichten. Da Ryu und ich Valaris unter Kaiser Odas Herrschaft kennengelernt hatten, war es kaum möglich mir ein besseres, friedlicheres Kaiserreich vorzustellen. Mit Menschen und Magi, die ohne Misstrauen zusammenlebten. Ein Ort, an dem man nicht hingerichtet wurde, weil man Magie praktizierte. Da musste ich sofort an Ileas erste Liebe denken. An das grausame Schicksal, das ihn erwartet hatte. Roselyns Erinnerungen hingegen bildeten einen starken Kontrast zum Bild, das sich in meinen Gedanken manifestiert hatte. Dass Oda Unheil über das Land gebracht hatte, war wohl den meisten klar. Seine Herrschaft hatte nichts Gutes hervorgebracht und ich fragte mich, was genau sein Ziel war. Was er mit all dem Druck auf die Magi bezwecken wollte. Was spielte sich in seinem kranken Hirn ab? >Erinnerst du dich an mehr Details, was Oda betrifft? Irgendetwas, was dir seltsam vorgekommen ist?< hakte ich interessiert nach.

Imesha

Manchmal wunderte ich mich schon, wer Roselyn zu uns geschickt hatte. Es konnte kein Zufall sein, dass sie ausgerechnet unseren Weg gekreuzt hatte und dabei Informationen in sich trug, die sehr hilfreich waren. Ein Leben vor Odas Regentschaft? Das hätte ich gerne gesehen. Gute Menschen, die das Land regierten und Magi sowie magische Wesen frei leben durften. Ohne Angst, ohne Zweifel, ohne Fluchtgedanken. Ich versuchte die neuen Bilder mit den heutigen in Einklang zu bringen, aber ich scheiterte kläglich daran. Hatte Ruko mir schon mal etwas über die Kaiserfamilie erzählt? Außer das, was man selbst im Archiv nachlesen konnte? Ich durchforstete mein Gehirn nach hilfreichen Informationen, suchte nach der Sache, die mich irgendwie störte, fand allerdings wieder nichts. Wie als wäre dieser Teil meiner Erinnerungen blockiert. Das passierte mir leider nicht zum ersten Mal. Besonders wenn es um Kaiser Oda ging. Ein unangenehmer Schauder erfasste mich. Als stünde dieser Mann direkt hinter mir, mit seiner einnehmenden finsteren Energie. Pechschwarze Fäden, die sich wie tödliche Schlingen um einen legten, wenn man eine unsichtbare Grenze überschritt. Ich rieb mir unbewusst über die Oberarme, während ich meinen Fokus zurück auf das Gespräch lenkte, um nichts Wichtiges zu verpassen.
Just keep swimming...
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1 660

28.08.2021, 23:34

Ryu

Das waren neue Erkenntnisse und es war schwer vorzustellen wie die Welt vor der Herrschaft von Kaiser Oda ausgesehen hatte. Doch Makoto und Ileas Vater hatten immer vage erwähnt, dass es mal eine friedliche Zeit gegeben hatte. Vor Ileas Geburt. Also waren Imesha und Ilea, da die Beiden ungefähr im gleichen Alter, in der Herrschaft von Kaiser Oda geboren. Ich fragte mich wie alt Roselyn in Wirklichkeit sein musste, wenn sie diese friedliche Zeit erlebt hatte. Roselyn beugte sich leicht vor, stützte ihre Arme auf dem Tisch: "Ich kann mich an diese Zeit leider nicht viel erinnern. Da sind nur Erinnerungsfetzen, als verweigerte sich mein Verstand mir immer noch sich zu offenbaren. Oder....etwas hat etwas in mir verriegelt....sobald ich an Kaiser Oda denke, ist da....ein schwarzer Nebel. Und ich habe das merkwürdige Gefühl, dass es schon vor meinem Dasein als Geist gewesen war."

Ilea

Roselyns Blick wanderte zu mir: "Aber du könntest mir helfen und vielleicht ist das der Grund, warum ich nach dir gesucht habe. Es geht um viel mehr, als nur um meine Gedächtnislücken. Es hatte einen Grund warum ich mich anscheinend damals mit einem Zauber geopfert habe und jetzt hier herumgeistere. Und deine Mutter muss etwas geahnt haben oder sowas in der Richtung, immerhin scheint sie mir diesen Zauber gezeigt zu haben. All das hier ist kein Zufall, es ist eine schicksalhafte Fügung." Sie sprang auf und streckte mir ihre Hand entgegen: "Und da deine Kräfte stärker werden, kannst du vielleicht weitere Barrieren in meinem Inneren einreißen. Gestern war erst der Anfang gewesen!" Meine Gedanken selbst schwirrten durcheinander herum und ich konnte das Gefühl nicht abschütteln plötzlich eine Figur in einem Spiel zu sein, dessen Regeln ich nicht verstand und in diesem Spiel schien meine Mutter wieder eine Rolle gespielt zu haben. Tief atmete ich ein und nickte langsam: "Ich kann es versuchen."