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06.12.2021, 20:02

Ryu

Egon begann zufrieden zu gurren und freute sich offensichtlich über Imeshas Lob, sein Schwanz wedelte dabei leicht. Mein Herz stolperte unbeholfen, als ich das Lächeln auf ihre Lippen entdeckte. Dabei lächelte sie in letzter öfters Mal und dennoch nahm mir diesen Augenblick jedes Mal das Atem, weil sie dabei so überwältigend schön aussah. Mein Blick fiel auf meinem Freund und ein warmes Lächeln umspielte meine Lippen: "Ohne ihn sähe mein Leben viel trüber aus. Er ist der tollste Gefährten, den man sich vorstellen kann." Ohne mein Neugier hätte ich niemals nach der Wahrheit in den Legenden über die Feuersalamander gesucht und wäre dann nie ins Phönixland gegangen. Egon war eine Bereicherung in meinem Leben. Mein Blick wanderte zu Imesha zurück und ich spürte den besonderen magischen Bund zwischen uns. Auch er war ein Bund fürs Leben. Eine Bewegung erregte meine Aufmerksamkeit und ich hatte Ileas Anwesenheit beinahe vergessen. "Ich gehe jetzt zum See und trainiere ein wenig mit meiner Magie. Vielen Dank für die wundervolle Vorstellung, es ist wahrlich erstaunlich wie viel Stärke in Jemanden stecken kann und es ist inspirierend", sagte Ilea. "Brauchst du Gesellschaft?", erkundigte ich mich. "Ihr müsst mich nicht begleiten. Ivoli und Roselyn sind bei mir, sie können mir bei dieser Magie eher helfen", bei den letzten Worte lächelte sie entschuldigend. Aber sie hatte Recht, ich hatte keine Berührungspunkte zu der Zwischenwelt und deren Magie, sie funktionierte nun mal anders. "Ist gut, sollte was sein, scheue dich nicht uns aufzusuchen. Ansonsten sehen wir uns später bei unserem gemeinsamen Training", antwortete ich ihr und gab ihr gleichzeitig zu verstehen, dass wir für sie da waren. Ich wollte sie nämlich auch nicht bedrängen.

Ilea

Erneuert bedankte mich und ich spürte die Wärme der Freundschaft in meinem Brustkorb. In Imesha und Ryu hatte ich eine tiefe Freundschaft gefunden, anders als bei den Menschen, die ich einst als Freunde geglaubt hatte. Doch hier wusste ich, dass ich mich immer auf sie stützen konnte, wenn ich Hilfe brauchte und dass meine Geheimnisse bei ihnen sicher waren. Sie würden mich niemals verstoßen, ganz gleich was sich in mir verbarg, sondern mich mit offene Arme begrüßen. Sie akzeptierten mich so, wie ich war und auf ihre Art zeigten sie mir, dass ich in ihrem Leben willkommen war. Es war ein schönes Gefühl und ich hoffte unsere Freundschaft würde ewig andauern. "Wir sehen uns naher", verabschiedete ich mich von ihnen mit eine leichte Verbeugung. "Ha, unsere Praxisstunde wird bestimmt spannend werden. Die Theorie hast du genug durchgekaut", erschien Roselyn neben mir. Sie besaß die Gabe genau da zu erscheinen, wenn sie gebraucht wurde und schien auch gleich zu wissen, worum es ging. Sie rieb ihre Hände und grinste begeistert: "Es war auch höchste Zeit, dass du mal deiner Magie die Sau rauslässt!"


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Gestern, 15:35

Imesha

Ryus Lächeln löste das inzwischen vertraute Kribbeln im Bauch aus, weshalb ich für einen Moment die Konzentration verlor, bis Ilea sich zu Wort meldete. Da sie bereits verkündet hatte weiter an ihrer Magie arbeiten zu wollen, nahm ich das nickend zur Kenntnis. Weder Ryu und ich konnten ihr in dieser Hinsicht helfen, aber sollte sie dennoch irgendwie Unterstützung brauchen, würde sie zu uns kommen. Da machte ich mir keine Sorgen. In den letzten Wochen waren wir zu einem eingespielten Team geworden und das war keinesfalls selbstverständlich. Obwohl ich viele Jahre in der Elite gearbeitet hatte, empfand ich kein bisschen Verbundenheit zu den anderen Jägerinnen und Jägern. Ich hoffte, sie nie wiedersehen zu müssen.
Als Ilea aus unserem Sichtfeld verschwand, wandte ich mich wieder an Ryu und Egon. >Durch euch habe ich wieder etwas Neues gelernt. Eure Magie funktioniert auf eine sehr besondere Art und Weise und ich glaube, dass das mir auch weiterhin helfen wird meine eigene Magie besser zu verstehen und anzuwenden. Als Egon seine Gestalt verändert hat, konnte ich ganz genau erkennen, wie sich die Fäden miteinander verbunden und neue Muster gebildet haben. Sich das vorzustellen, ist eine Sache, aber es mit eigenen Augen zu sehen, ist äußerst lehrreich.< Obwohl ich mich immer noch nicht traute direkt Einfluss auf die Fäden zu nehmen, fühlte ich mich sicherer als noch vor ein paar Tagen. Vielleicht würde ich irgendwann doch noch Ryus Knoten lösen können.
>Bis wir nachher mit dem Training beginnen, würde ich eine Weile meditieren und mir nochmal die Worte aus der Schriftrolle durch den Kopf gehen lassen.<
Just keep swimming...
#spreadthelove

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