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1 601

19.07.2021, 19:25

Cael

Als Ilea von ihrem Bedürfnis nach Schlaf sprach, bemerkte auch ich die Müdigkeit in meinen Gliedern und das dumpfe Pochen in meinem Schädel. Ein langer Tag. Viel zu viele Informationen auf einmal. Da klang ein langes, tiefes Nickerchen genau richtig. >Guter Plan.< nickte ich zustimmend. Ich wartete, bis Ilea von meinem Schoß aufstand, richtete kurz meine Hose und notierte mir in Gedanken, dass sie mitsamt den anderen Klamotten dringend gewaschen werden sollte. Anschließend nahm ich Ileas Hand und wunderte mich darüber, dass Chiku abwesend war. Naja, der Wolf hatte nicht unbedingt zusehen müssen, was wir beide auf der Bank getrieben hatten, deshalb war es mir nur recht, dass wir auf dem Rückweg unsere unbeobachtete Ruhe genießen durften. Vielleicht war er auf Patrouille. Gut möglich. Nur weil es an diesem Ort friedlich zuging, musste das nicht für die Außenwelt gelten. Ich hoffte einfach, dass wir uns ohne schlechtes Gewissen eine kleine Auszeit nehmen konnten. >Morgen prügeln wir uns weiter Informationen in den Kopf rein.< sagte ich mit einem kleinen Schmunzeln an Ilea gerichtet. Wir erreichten den Geheimgang und damit auch die unterirdische Bibliothek.

Imesha

Mir wurde wärmer, es kribbelte überall. Ich mochte das. Sehr sogar. All diese positiven Empfindungen machten süchtig. Sie lenkten mich davon ab, wie nah Ryu und ich uns inzwischen waren. Wie er mich fester in seine Arme zog und meine Lippen wegen seiner fiebrigen Küsse zu brennen begannen. Es war berauschend. Ich wollte mehr. Mehr von dieser wilden Spannung, die sich aufbaute, die mich völlig vereinnahmte. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass Ryu einen abrupten Rückzieher machen würde. Weil er fast seine Kontrolle verloren hätte. Wie vorhin in der Bibliothek. Im magischen Licht der vielen tänzelnden Flammen um uns herum schimmerten seine Drachenschuppen geheimnisvoller als sonst. Sie waren glatt, in dunklem Rot. Wie getrocknetes Blut. Oder geschmolzene Rubine. Der Vergleich spielte eigentlich keine Rolle, denn diese Seite an ihm hatte mich von Anfang an fasziniert. Damit zog er mich erst recht in den Bann. Ich verstand nicht, warum er glaubte, es sei ein Problem, wenn sich seine mystische Natur zeigte, deshalb sagte ich nichts dazu, sondern beugte mich vor, umfasste sein Gesicht und küsste ihn leidenschaftlich weiter. Die Entschuldigung konnte er sich sparen. Sie war überflüssig. Vielmehr wollte ich ihn näher kennenlernen, erleben, wie er war, wenn ihn das Verlangen packte und ich diejenige war, die er küssen und berühren wollte. Diese Vorstellung... beflügelte mich irgendwie.
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1 602

19.07.2021, 20:23

Ryu

Meine Augen weiteten sich überrascht, als Imesha mein Gesicht umfasste und mich leidenschaftlich küsste. Wie von selbst legten sich meine Arme wieder um ihr Körper und zog ihn dicht an meinem. "Imesha", meine Stimme bebte vor unterdrücktes Verlangen und dann erwiderte ich den Kuss mit einem Hunger, den ich noch nie zuvor erlebt hatte. Ich verlor den Kampf gegen mich selbst und ließ einfach los. Die Hitze loderte nicht nur wild in meinem Körper, sie flirrte auch in der Luft und ließ die schwebende, schnell flackernde Lichter um uns herum immer wieder hell auflodern und Glutfunken tanzten um sie herum, ehe sie erloschen. Eine Hand tauchte in ihr dichtes, weiches Haar und sanft zog ich ihr Kopf in den Nacken, um sie noch inniger küssen zu können. Die andere Hand wanderte ruhelos über ihrem Rücken. Mein Brustkorb hob und senkte sich schwer. Jetzt begann an mehrere Stellen auf meiner Haut zu ziepen.

Ilea

Auf unserem Rückweg begegneten wir Niemanden und über meine Verbindung spürte ich, dass Roselyn soweit in Ordnung, trotz der traurige Erinnerung. Dennoch schien sie immer noch alleine mit ihre Gedanken sein zu wollen, was ich respektierte. Aber morgen mussten wir uns unterhalten, denn in ihre Erinnerungen hatte ich wichtige Informationen erfahren. Informationen, die vielleicht bedeutend für unsere Mission waren. Ich nickte zustimmend: "All dieses Wissen kann uns vielleicht weiterhelfen." Wenig später waren wir in unserem Zimmer und ich ging kurz mich waschen, ehe ich nur in einem dünnen Nachtkleid wieder im Raum stand. Ich ging auf Cael zu und küsste ihn zart: "Der Baderaum ist jetzt frei." Dann ging ich ging ins Bett und kuschelte mich unter der Decke. Dieses Bett fühlte sich wundbar an, mein Rücken war diese Auszeit dankbar.


1 603

20.07.2021, 13:37

Cael

Im Zimmer angekommen, besetzte Ilea zuerst den Baderaum, während ich durch meine Kleidung wühlte, um den „Muss-gewaschen-Stapel“ zu sortieren und zur Seite zu legen. Anschließend zog ich mein Oberteil aus, das ebenfalls in der Wäsche landete. Die Hose ließ ich an, damit ich Ilea nicht gleich in Verlegenheit brachte, wenn sie herauskam. Sie sah mal wieder sehr verführerisch aus… in diesem dünnen Nachtkleid. Müde, aber trotzdem wunderschön. Innerlich seufzte ich, denn auch wenn ich mich lieber gleich zu ihr gesellen wollte, musste ich mich erst waschen. Solange uns ein Baderaum zur Verfügung stand, sollten wir das nämlich ausnutzen.
Ich hielt mich nicht lange im Bad auf, ich war ebenfalls ziemlich erschöpft vom aufregenden Tag und wollte bloß ins Bett. Bevor ich das allerdings tat, zog ich mir schnell die Hose aus und schlüpfte erst dann unter die Decke. Anschließend rutschte ich näher an Ilea heran und legte ihr einen Arm um die Taille. >Süße Träume, gute Nacht.< murmelte ich nach einem zärtlichen Kuss auf ihre weichen Lippen.

Imesha

Mein Herz trommelte wie wild gegen meine Rippen. Als würde ich im nächsten Moment in die Tiefe springen. Freiwillig. Irgendwie so fühlte es sich an von Ryus leidenschaftlichem Sturm mitgerissen zu werden. Es erstaunte mich selbst, dass ich vor seinen fahrigen Berührungen nicht zurückzuckte. Einfach aus dem Grund, weil es mich an viele unschöne Momente erinnern müsste. Die andere Imesha, die normalerweise alles verstummen ließ, regte sich jedoch nicht. Ich fühlte mich weder bedroht noch überfordert von der Situation. Immerhin war es meine Entscheidung gewesen Ryu wieder nahezukommen und mich auf ihn einzulassen. Er würde aufhören, sollte ich meine Meinung ändern. Seine Hände versprachen Sicherheit, keinen Schmerz. Keine Schande. Keine Scham. Das zu wissen, ließ mich das Ganze viel besser genießen. Ryu küsste mich auf eine Weise, dass mir unfassbar warm wurde. Und das lag nicht an seiner Magie, die etwas verrücktspielte. Hinzu kam dieses unbeschreiblich intensive Gefühl in meiner Brust… und das in meinem Bauch.
Ich hielt mich an seinen Schultern fest, obwohl ich nicht zu fallen drohte und schnappte nach Luft, weil normal Atmen plötzlich zur Nebensache wurde. Hauptsache, unsere Lippen verschmolzen immer wieder miteinander.
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1 604

21.07.2021, 21:57

Ryu

Ich war im Rausch, es existierte für mich nur noch Imesha und alles Anderes war egal. Selbst mein eigener Name spielte keine Rolle mehr. Ich stand in Flammen, in mir prickelte alles als würde ich ein Salzbad einnehmen und gleichzeitig pulsierte die Magie in meinem Inneren zum Takt meines schnell schlagendes Herz. Und es war nicht nur mein Herz, das schnell schlug. Ich zog uns in den weichen Kissen, sodass wir seitlich zueinander gewandt waren. Mein Arm drückte sie wieder näher an mich und ließ dann die Hand von ihrem Rücken langsam über ihre Hüfte wandern. Sie glitt über ihrem Bein bis zum Knien und dann wieder zurück. Ich wollte, dass sie meine Liebkosungen genoss. Dass sie unter meine Hände dahinschmolz. Ich wollte für sie der einzigste Mann auf der ganzen Welt werden.

Ilea

Noch kämpfte ich gegen meine Müdigkeit an, weil ich nicht alleine einschlafen wollte und ich blieb auch nicht lange im Bett alleine. Mit einem wohligen Gefühl kuschelte ich mich eng an Cael, als er endlich sich zu mir legte und errötete mich leicht bei seine sehr leichte Bekleidung. Eigentlich sollte ich daran gewöhnt sein, besonders nach den unanständigen Dingen, die wir bereits getan hatten. "Dir auch eine gute Nacht", erwiderte ich und spürte die Wärme in meinem Brustkorb: "Ich liebe dich, Cael." Dann schloss ich zufrieden die Augen und schlief augenblicklich ein.


1 605

22.07.2021, 15:17

Cael

Ich lächelte vor mich hin, als sie sich enger an mich schmiegte und ich ihren ruhigen Herzschlag an meiner Brust spüren konnte. Ihr eigener Duft stieg mir dabei in die Nase. Mittlerweile hatte er eine beruhigende Wirkung auf mich. So als würde ich zu Hause ankommen. Ich merkte, wie sich ihr Körper in meinen Armen entspannte, wie sich ihr Brustkorb regelmäßig und in tiefen Atemzügen hob und senkte. Sie war in der Tat sehr müde gewesen. Genau wie ich. Auch meine Lider wurden schwer, träge. Ich dachte nicht mehr über den heutigen Tag nach, auch nicht an das Morgen. Ich genoss es einfach gemütlich in einem Bett und mit Ilea in meinen Armen einzuschlafen.

Imesha

Ein wohliger Schauder überkam mich, als Ryu mich auf die Kissen und wieder näher an sich heranzog. Seine Leidenschaft war ansteckend, kein bisschen grob oder zu überwältigend. Obwohl er ungeduldiger vorging, spürte ich, dass ihm viel daran lag, ob ich mich wohlfühlte oder nicht. Das musste der Grund sein, warum ich diese hitzige Nähe zuließ. Warum ich nicht zusammenzuckte, als seine Hand bis zu meinem Knie und wieder hinaufwanderte. Man hatte meinen Körper zu oft ohne mein Einverständnis berührt, zu oft… beschmutzt. Ryus Berührungen hingegen sprachen eine andere Sprache. Ich fühlte mich auf eine neuartige Weise… begehrt. Geschätzt. Respektiert. All das, was ich mir insgeheim gewünscht hatte. Was ich verdiente.
Diese plötzliche Erkenntnis trieb mir tatsächlich Tränen in die Augen. Ich versuchte sie wegzublinzeln, mich nur auf die Küsse zu konzentrieren. Ich wollte den befreienden Moment nicht wieder mit meinem Überfluss an Emotionen kaputtmachen. Ich wollte, dass Ryu mich weiterhin berührte, mich küsste, mir das Gefühl gab eine normale junge Frau zu sein.
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1 606

23.07.2021, 15:02

Ryu

Etwas änderte sich in den leidenschaftlichen Kuss, es fühlte sich nach mehr Tiefe an. Nach verborgene Gefühle und Wünsche, die sich in ihr aufgestaut hatte. Da Imesha mich nicht wegstieß und sich vollkommen auf das hier einließ, löste ich mich nicht von ihr. Sie erlaubte mir ihr zeigen zu dürfen, wie schön und aufregend Nähe sein konnte. Meine Hand glitt zu ihrer und sanft führte ich ihn zu meinem Brustkorb, wo mein Herz wild trommelte. "Es schlägt nur deinetwegen so schnell", keuchte ich zwischen den fiebrigen Küsse: "Du bringst mich um den Verstand, amiya." Dann löste sich meine Hand von ihrer, nur um sich in ihr wundervolles Haar zu verirren.

Ilea

Das hier war kein Traum, auch wenn der Ort sich wie ein Traum anfühlte. Vielleicht war das hier ein Teil der Zwischenwelt oder dazwischen. Ich war hier zuvor noch nie gewesen, einen solchen überwältigender Anblick hätte ich nicht vergessen. Es war als hätte die Welt sich einmal umgedreht. Vor meine Füße funkelte in den breiten Fluss abertausende von Sternen und der Nachthimmel dort bot ein wunderschönes Schauspiel von Nordlichter an. Der Fluss aus Sternenhimmel schlängelte sich durch eine Landschaft aus Wolken und verschwand hinter den Hügeln aus den Wolken, sodass ich nicht wusste was dahinter lag. Doch über mir, wo eigentlich der Himmel sein sollte, war das Meer. Im hellsten Blau und mit tanzendes Licht. Bewegungen waren zu sehen und ich kniff leicht meine Augen, um sie besser zu erkennen. An einer Stelle begann das Wasser sich zu wölben und ein Koi aus Wasser schlüpfte aus dem Himmelsmeer heraus. Dann folgten immer mehr Kois und in einem Schwarm tauchten sie schwebend in den Fluss hinein. Neben mir bauschte sich eine Wolke auf und als ich mich umdrehte, stand ein wolkengeformter Kranich vor mir. Er breitete seine Flügeln aus, drehte sich halb zu mir und es schien, als sollte ich auf seinem Rücken steigen.


1 607

23.07.2021, 16:47

Imesha

Ich sog gierig Luft in meine Lungen, als sich unsere Lippen trennten und Ryu meine Hand zu seiner Brust führte. Dort spürte ich sein Herz kräftig und schnell schlagen. Genau wie meines. Außerdem war er warm, so warm wie bei Kälte am Lagerfeuer zu sitzen. Ich mochte diese Wärme. Noch mehr mochte ich es, wie er mich ansah. Direkt und voller Begierde. Nur kurz verwirrte er mich, als er mich amiya nannte, denn das hörte ich zum ersten Mal. Es klang zunächst wie der Name einer anderen jungen Frau, aber Ryu hatte mir wohl gerade einen Kosenamen gegeben. Er meinte mich, nur mich. Atemlos und mit erhitzten Wangen erwiderte ich seinen Blick, während er seine Hand in mein Haar schob. Letztes Mal hatte es Unbehagen in mir geweckt, nur nicht in diesem Augenblick. Ich war zu sehr von dieser… Magie zwischen uns gefesselt.
Wieder kam ich ihm entgegen, küsste ihn und ließ die Hand auf seiner Brust zu seinem Unterarm wandern. Dort ertastete ich die einzelnen Drachenschuppen. Es waren einige hinzugekommen. An den Kanten waren sie scharf, auf der Oberfläche sehr glatt. Wirklich faszinierend. Ich wollte sie weiter erkunden und mehr von Ryu sehen. Sein gesamtes Wesen war… einnehmend.
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1 608

23.07.2021, 21:26

Ryu

Mein Atem stockte, als ihre Hand über meinem Arm wanderte und die feine Härchen richteten sich dort auf, wo noch keine Drachenschuppen durchgebrochen waren. Nur die Berührungen bei den Drachenschuppen spürte ich kaum, es sei denn ich konzentrierte mich darauf, was in meinem vernebelten Zustand ziemlich schwer war. Aber sie dienten auch als Schutz für meinem Körper, sie waren sowas wie eine Rüstung. Dafür waren meine Flügelempfindsamer, damit ich jede kleinste Schwingungen im Luft wahrnehmen konnte. Besonders die Rückenstelle, wo sie immer rausragten, reagierte stark auf äußere Reize. "Soll ich.....soll ich auch die Flügel zeigen lassen? Mit ihnen könnte es flauschig werden, besonders wenn es kühl wird", fragte ich sie rau und küsste sie erneut. Mir gefiel diese neugierige Seite von ihr und dass sie von sich aus mich erkunden wollte, selbst wenn sie nur mein ganzes Wesen verstehen wollte.

Ilea

Es war als würde ich vom Wind getragen werden und der Kranich war weicher als die Feder eines Kückens. Wir folgten dem Flusslauf und vor uns schwammen die Kois. Immer wieder sprangen sie aus dem Fluss, schienen einen Moment die Farben des Sternhimmels angenommen zu haben, ehe sie wieder zu Wasser wurden. Aber als wir uns den Wolkenbergen näherten, begannen sie zu leuchten, als würde in ihnen die Sonne aufgehen. Dann erreichten wir endlich den Pass und der Fluss endete abrupt, stattdessen fiel er in die Tiefe eines Sees, der silbrig wie ein Spiegel war und von Wolken umringt war, sodass man nicht erkennen konnte ob noch einen weiteren Weg gab. Die Kois schwebten einen Moment in der Luft und das Leuchten wurde immer stärker bis plötzlich ihre Hülle in Wassertropfen zerplatzte. Die Wassertropfen funkelten Regenbogenfarben, ehe sie sich auflösten und nur das Leuchten blieb zurück. Es formte sich zu kleine Kugeln und es erinnerte mich ein wenig an die Glühwürmchen. Erst da fiel es mir auf, dass überall diese Glühwürmchen herumtanzten und es wurde mehr, je tiefer wir zum See sanken. Der Kranich trug mich direkt zu einer übergroße Lotusblüte in zarten Rosa- und Weißtönen. Dort sammelten sich die ganzen leuchtende Glühwürmchen. Als der Kranich auf der Lotusblüte landete, löste er sich auf wie Dampf und ich stand alleine auf der Blume ohne zu wissen, warum ich hier war und wo ich überhaupt war. Ich drehte zu der Mitte der Lotusblüte um, wo goldene Strängen sich in die Höhe reckten und ihre Spitzen leuchteten wie die Glühwürmchen. Da sah ich, wie die leuchtende Kugeln sich auf die Spitzen niederließen, wodurch sie einmal stark aufleuchteten und in den Strängen verschwanden. Inmitten der Strängen war eine unscheinbare Kugel und doch spürte ich eine starke Anziehungskraft, als würde sie mich rufen.


1 609

25.07.2021, 15:01

Imesha

Bevor ich etwas auf seinen Vorschlag erwidern konnte, raubte er mir wieder den Atem. Das macht es schwer ihm eine Antwort zu geben, dachte ich schmunzelnd. Offenbar kamen wir beide nicht voneinander los. Keine Ahnung, warum da plötzliche diese innige Anziehung war, der wir uns nicht entreißen konnten. Jede Stelle meines Körpers glühte, als hätte ich Fieber. Mittlerweile wusste ich nicht mehr, ob es an Ryus Wärme lag oder an mir selbst. An das, was diese leidenschaftlichen Küsse in mir auslösten. Ich erschauderte wohlig. >Du kannst... dich mir zeigen, Ryu.< murmelte ich atemlos an seinen weichen Lippen. Unwillkürlich rückte ich ihm näher und legte eine Hand auf seine Schulter, die dann in seinem Haar verschwand. In meinem Bauch kribbelte es wie verrückt. Diese Zweisamkeit bedeutete mir mehr als erwartet. Es war eine Weile her, dass sich die Schatten in meinem Kopf gemeldet hatten und der Grund dafür küsste mich um den Verstand. Ihm sollte fast schon verboten werden diesen Mund für solche Momente einzusetzen.
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1 610

25.07.2021, 19:25

Ryu

Ein Schauder rann meinem Rücken hinab, als Imesha sich mir näherte und ihre Hand in meinem Haar vergrub. Beinahe überhörte ich ihre Antwort, so sehr war mein Kopf vernebelt. Noch ein paar Sekunden küsste ich sie voller Hingabe, ehe ich mich schweratmend von ihr löste. "Ich werde jetzt mein Oberteil ausziehen, damit es nicht reißt. Ansonsten habe ich bald nichts mehr zum Anziehen. In meiner Welt gibt es anpassungsfähige Kleidungsstücke aus besondere Materialien." Ich wollte, dass Imesha wusste, dass ich sie jetzt nicht wie ein Wilder über sie herfiel. Rasch zog ich mir das Oberteil aus, verspürte den vertrauten Druck in meinem Rücken und dann waren auch schon die Flügel erschienen. Ich legte mich wieder in die Kissen, legten die Flügel um uns wie ein Kokon und widerstand dem Drang Imesha wieder dicht an mich zu ziehen. Aber wegen meinen nackten Oberkörper wusste ich nicht, ob sie dann die Nähe immer noch mochte. Stattdessen reckte ich ihr mein Gesicht entgegen und küsste sie wieder.

Ilea

Ich trat auf die Kugel zu und instinktiv legte ich meine Hände auf ihr. Plötzlich schlug sie in ihrem Inneren Wellen, als hätte ich ein Stein ins Wasser geworfen. Die goldene Strängen begannen zu pulsieren und ich spürte in meinem Inneren ein tiefes Summen. Die Glühwürmchen begannen heller zu leuchten, wie die Spitzen der Strängen. Selbst von den Blüten der Lotus ging ein Schimmern aus. In meine Hände begann es zu kribbeln und dann fingen sie an zu leuchten. Die Wellen in der Kugel wurden immer größer und schneller bis ein Strudel entstand. Fasziniert beobachtete ich die Veränderung und aufeinmal spürte ich einen starken Sog. Ehe ich reagieren konnte, wurde ich in das Inneren der Kugel gezogen. Der Strudel riss mich fort.


1 611

25.07.2021, 23:00

Imesha

Ich blinzelte leicht benebelt von den intimen Empfindungen und schluckte trocken, als er sich das Oberteil über den Kopf zog und seinen kräftig gebauten Oberkörper präsentierte. Vor ihm hatte es mich nie interessiert, wie ein Mann aussah und ob mir gefiel, was ich sah. Aber bei Ryu war es anders. Mein Herz machte einen verräterischen Satz und als er seine majestätischen Flügel präsentierte, holte ich zittrig Luft. Das war mehr, als ich verkraftete. Diese wirren Gefühle, die Hitze, meine pulsierenden Lippen. Trotzdem kam ich ihm entgegen. Ich war süchtig nach seinen Küssen, süchtig nach diesem lebendigen Rausch, den er in mir weckte. Es war die Art, wie er aus Respekt Abstand zu mir hielt, dass ich wieder ein Stück näher zu ihm rutschte und meine Hände auf seine Brust legte. Ich ertastete ein paar Drachenschuppen, während andere Stellen straff und glatt waren. Er war in der Tat ein sehr ansehnlich gebauter Mann. Ich schloss die Augen und gab mich diesem berauschenden Moment hin.
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1 612

26.07.2021, 21:46

Ryu

Mein Atem wie mein Herz stockte, als Imesha sich mir wieder näherte und die Hand auf meinem Brustkorb legte. Überdeutlich nahm ich ihre wandernde Finger wahr, wie sie erneuert die Drachenschuppen ertasteten und ein warmer Schauder erfasste mich. Ich legte ein Arm um sie, schob ein Bein über ihre Beine und vergrub sie halb unter mir. Ich wollte ihr so nah wie möglich sein, mich diesem süßen, berauschender Kuss hingeben und ihr unvergleichlicher Duft zu meiner Luft machen. Nicht nur in mir sammelte sich immer mehr Hitze, sondern auch in unsere kleine Höhle aus Federn staute sich allmählich die Wärme, die von meinem Körper herkam. Eine kleine Brise sorgte dafür, dass wir uns nicht in einer Schwitzstube befanden. Die Magie des Windes prickelte leicht auf meiner Haut. Dieser besonderer Moment sollte für alle Ewigkeit andauern.

Ilea

Als ich meine Augen öffnete, stand ich mitten in einem Raum. Er kam mir seltsam vertraut vor und eine Bewegung erregte meine Aufmerksamkeit. Es war ein kleines Mädchen, die sich auf ihrer Schlafmatte gemütlich machte. Durch das Abendlicht, das durch das Fenster schwach schien, wirkte ihr Haar dunkelgolden und als ich in ihre blaue Augen sah, glaubte ich mich in einem Spiegel zu sehen. Doch sie schien mich nicht wahrzunehmen, stattdessen schaute sie an mir auf und in diesem Augenblick öffnete sich die Tür. Mein Herz stockte, als ich meine Mutter den Raum hereintreten sah und da begriff ich, dass das kleine Mädchen ich war. Ich war.....ich war in meine eigene Erinnerung! Und dieser Raum war einst mein Zimmer gewesen, als wir noch im Dorf in dem Tal gelebt hatten. "Wo ist Otōsan?", fragte mein jüngeres Ich meine Mutter und steckte den Daumen in den Mund. "Er ist schon müde und hat sich hinlegt, deswegen werde ich heute dir gute Nacht sagen", antwortete meine Mutter ihr. Auch sie schien mich nicht zu bemerken, denn all das hier war bereits vergangen. Sie kniete sich vor der Schlafmatte hin und deckte mein jüngeres Ich zu: "Ilea, weiß du was dein Name bedeutet?" "Otōsan sagt es bedeutet Licht. Ich bin Licht in eurem Leben", antwortete das Mädchen vergnügt. Es war seltsam mein vergangenes Ich zu beobachten und ich hatte auch diese Erinnerung vergessen. Alles wirkte fremd und doch vertraut. "Ilea bedeutet Licht", stimmte ihr meine Mutter zu und ihr Gesicht blieb ernst: "Und du bist mehr als nur das Licht in unserem Leben. Du trägst den Namen einer Heiligen und du wirst das Licht in die Welt zurückbringen, denn dich hat das Schicksal auserwählt. Vor dir wird sich ein langer, schwerer Pfad erstrecken, doch mit reinem Herzen wirst du deiner Bestimmung folgen, wie jede Miko." Verwirrt sah die kleine Ilea die Frau an: "Das ist eine komische Gute-Nacht-Geschichte. Ich möchte lieber von den fliegende Fische hören." Meine Mutter sah sie einen Moment an und nahm ihre Kette ab, die ich in der Gegenwart trug: "Eines Tages wirst du es verstehen und du wirst auch verstehen, warum ich euch verlassen werde. Diese Kette wird von heute an dir gehören, er wird dir den Weg weisen, wenn du nach dem Wunder suchst. Du muss nur dir die folgende Worte merken, damit sich der Zauber entfaltet." Sie beugte sich zu dem kleinen Mädchen und als ich in meinem eigenes Ohr die Worte flüstern hörte, spürte ich einen Sog....


1 613

27.07.2021, 12:26

Imesha

Ich schnappte kurz nach Luft, als er den Kuss leidenschaftlich erwiderte und mich dabei halb unter sich begrub. Eingeschlossen in einen Kokon aus Federn gab es wirklich nur uns beide, aber allmählich wurden die bösen Stimmen lauter und wollten diesen atemberaubenden Moment zunichtemachen. Während der größere Teil lichterloh brannte, dass ich sogar echtes Verlangen verspürte, spielte mir der andere Teil Szenarien vor, der meinen Körper auf ewig gebrandmarkt hatte. Allein dieser Kampf wurde mir gerade zu viel. Mir war zu warm und Ryu zu nah. Ich musste Abstand gewinnen, bevor es schlimmer wurde.
Mit gemischten Gefühlen legte ich beide Hände auf seine Schultern und unterbrach den Kuss, um ihn sanft von mir zu schieben. In diesem Augenblick war ich froh zu erkennen, dass von Ryu keine Gefahr ausging. Dass er mich freigeben würde, wenn ich ihm das irgendwie zu verstehen gab. Wie jetzt. Es gab keinen Widerstand. Keine Widerrede. Keine groben Berührungen, die mich zurück in die Dunkelheit drückten. >Ich… brauche Luft.< sagte ich außer Atem und sah ihn mit erhitztem Gesicht an. >Es… wurde mir doch… zu viel. Tut mir leid.< Warum ich das Bedürfnis hegte mich bei ihm zu entschuldigen, wusste ich selbst nicht genau. Vielleicht wollte ich ihn nicht enttäuschen. Vielleicht fühlte ich mich schlecht, weil er sich vorbildlich verhielt und ich immer noch überfordert war.
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1 614

27.07.2021, 20:16

Ryu

Mein Körper reagierte sofort und zog sich zurück, während mein Verstand noch hinterher stolperte. Die Flügel lagen jetzt zusammengeklappt auf meinem Rücken und zwischen uns war ein angemessener Abstand, damit Imesha atmen konnte. Ich schüttelte den Kopf: "Es muss dir nicht leidtun. Ich muss mich entschuldigen, ich habe mich in den Moment zu sehr hinreißen lassen. Aber ich versichere dir, ich wäre niemals weitergegangen. Du sollst dich in meiner Nähe immer sicher fühlen können. "Geht es wieder?", fragte ich sanft und unterdrückte den Impuls eine verirrte Strähne aus ihrem Gesicht zu streichen.


1 615

Gestern, 14:35

Imesha

Der große Sturm in mir legte sich allmählich mit jedem tiefen Atemzug, bis auch mein Herzschlag sich normalisierte. Dass die Stimmung so schnell kippen würde, erstaunte mich selbst. Gleichzeitig fühlte ich mich trotz Ryus liebgemeinten Worten schlecht. Natürlich hatte ich nicht erwartet, dass wir alle Hüllen fallen lassen würden, aber dennoch hatte ich gehofft, keine Stimmen mehr hören zu müssen. Dass ich mich völlig entspannen könnte. >Ja, mir geht es gut. Du… du hast wirklich nichts falsch gemacht.< Ich wollte, dass er das wusste. Er hatte nichts Schlimmes getan. >Mir hat es gefallen. Sehr sogar. Es ist nur… ich… kann das nicht kontrollieren, wenn mein Körper sich weigert. Da ist dann plötzlich diese… Blockade.< versuchte ich es ihm verständlich zu machen und schaute kurz auf meine verkrampften Hände, die ich ineinander verschränkt hatte. Ein Kloß bildete sich in meinem Hals. >Ich glaube, eine Umarmung täte mir jetzt gut.< murmelte ich, da es mich nach wie vor Überwindung kostete mich von meiner schwachen Seite zu zeigen. Ich war das nicht mehr gewöhnt. Dieses emotionale Nacktsein.
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1 616

Gestern, 15:33

Ryu

Sofort zog ich Imesha in eine sanfte Umarmung und achtete dabei, dass sie immer noch genug Freiraum hatte, falls es ihr doch zu viel wurde. "Imesha", murmelte ich und strich beruhigend über ihrem Rücken, es waren langsame Bewegungen: "Du hast in der Vergangenheit sehr viel Furchtbares erlebt. Dein Körper und deine Seele hatten nie die Möglichkeit bekommen all das zu verarbeiten und einen Weg zu finden, wie man mit solchen Erlebnissen leben kann. Gibt dir selbst die Zeit, die du brauchst und setzt dich nicht unter den Druck. Heilung geht nicht von heut auf morgen. Das hier; die Umarmung, die Küsse und dass du mir dein Vertrauen schenkst, obwohl ich ein Mann bin, das sind unglaubliche Fortschritte. Außerdem lernst du erst gerade, dass Nähe sich auch schön anfühlen kann, wenn man sein Gegenüber mag und du bist noch am Herausfinden, was für dich schön anfühlt und was nicht. Es gut, dass du mir Bescheid sagst, wo deine Grenzen sind, denn dann kann ich darauf eingehen und beim nächsten Mal darauf achten, dass ich diese Grenze nicht überschreite."


1 617

Gestern, 16:30

Imesha

Komischerweise fühlte ich mich immer wohl, wenn er mich in den Arm nahm. Wie jetzt. Der Druck fiel gänzlich von mir ab und das Atmen fiel mir deutlich leichter. Selbst die Schatten in meinem Kopf zogen sich zurück, die Stimmen wurden leiser. Dass Ryu diese Wirkung auf mich hatte, zeigte mir, wie sehr ich ihm mittlerweile vertraute. Die einzige Person, zu der ich solch ein Vertrauen empfand, war Ruko und er begleitete mich bereits mein halbes Leben. Ryu hingegen kannte ich erst seit einigen Monaten und trotzdem würde ich… Ich würde am Boden zerstört sein, sollte ihm etwas widerfahren. In dieser grausamen Welt war er zu einem unverzichtbaren Halt geworden. Er sagte die Dinge, die ich zu hören brauchte und er schenkte mir sehr viel Wärme.
>Danke.< Dieses eine Wort konnte nicht annähernd beschreiben wie dankbar ich für ihn war, aber ich hoffte, dass er meine tiefe Dankbarkeit irgendwie spürte. Selbst wenn ich nur seine Umarmung fest erwiderte. Selbst wenn er gerade die Tränen in meinen Augen nicht sehen konnte. Ich blickte aufs schimmernde Wasser hinaus, wo er zuvor eine Eisfläche für mich herbeigezaubert hatte und verewigte diese Erinnerung in meinem Herzen.
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1 618

Gestern, 18:08

Ryu

Ihr Körper entspannte sich wieder und Wärme sammelte sich in meinem Brustkorb, weil meine Umarmung ihr wirklich guttat. Ich war froh, dass sie sich nicht vollkommen zurückgezogen hatte, denn ansonsten hätte ich mir schwere Vorwürfe gemacht. Aber dieses offenes Gespräch half uns Beiden und es war wieder ein Beweis ihres Vertrauens, dass sie mit mir darüber reden konnte. "Dafür nicht", erwiderte ich leise. Imesha musste sich niemals deswegen bedanken. Ich konnte spüren, dass es sie alles sehr bewegte. Wenn wir unsere Mission geschafft haben, würde ich ihr meine Welt zeigen. Ich würde ihr zeigen, dass noch was Gutes gab und dass Jeder die gleiche Rechte besaß. "Wollen wir zurückkehren? Es ist bestimmt schon tief in der Nacht und wir sollten uns ausruhen", sagte ich zu ihr. Morgen mussten wir mit unsere Mission weitermachen.


1 619

Gestern, 20:32

Imesha

Ich blinzelte die Tränen fort und atmete Ryus Geruch gemischt mit den uns umgebenden Düften tief ein. Den heutigen Abend würde ich unter keinen Umständen vergessen. Nichts davon. >Ja, du hast recht. Wir sollten uns ausruhen. Wer weiß schon, was uns morgen erwartet.< Es gab noch einiges zu erledigen, selbst wenn dieser Ort zum Verweilen einlud. Hätten wir keine große Aufgabe zu erledigen, wäre ich gern für unbestimmte Zeit geblieben. Ich hatte einiges über mich selbst gelernt. Ryu und ich waren uns deutlich nähergekommen. All das an diesem Ort. Hier fühlte sich alles besser an. Erträglicher.
Ich löste mich aus seinen Armen und half ihm dabei alles aufzuräumen. >Das war eine wirklich schöne Verabredung, Ryu. Dir ist die Überraschung auf alle Fälle geglückt.< sagte ich leicht lächelnd, als wir zum Aufbruch bereit waren. Es war inzwischen ziemlich kühl geworden und die Ruhe im Wald wirkte fast schon geheimnisvoll. Nicht einmal Chiku konnte ich spüren. Wir waren nur unter uns.
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1 620

Gestern, 22:07

Ryu

Als Imesha sich von mir löste, erhob ich mich ebenfalls und verwandelte mich in meiner menschliche Gestalt zurück. Gemeinsam räumten wir das Lager auf und bei ihre Worte wurde um meinem Herz wieder warm. "Ich fand es auch sehr schön", antwortete ich ihr und griff nach ihrer Hand: "Ich habe noch ein kleines Geschenk für dich, als Erinnerung an diesem Abend." In ihrer Hand glänzte aufeinmal ein Drachenschuppe und da war noch eine kleine weiche Harpyiefeder, die an einem Band hingen:"Ich hoffe die Kette wird dir Glück bringen und dich beschützen." Ich ließ sie wieder los: "Dann lass uns aufbrechen."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Feder« (Gestern, 23:13)