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1

26.06.2023, 15:49

One Dream (Feder & talia)

One Dream


Während Ryu und Cael in Valaris ein Abenteuer nach dem anderen erleben, passieren in ihrer Heimat viele überraschende Dinge, die große Veränderungen ins Rollen bringen. Es tauchen neue Charaktere auf und damit auch neue Konflikte, die es zu lösen gilt.


Die Schauplätze

Atlantia





Königreich der Heißen Quellen





Ignulae







Eine neue Ordnung steht bevor...
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3

26.06.2023, 16:16

Kersia Thalarchon


Status: Kronprinzessin von Atlantia

Alter: In menschlichen Jahren ist sie 22. Für Sirenen spielt das Alter jedoch keine Rolle.

Familie: Azuria ist ihre Mutter (Königin von Atlantia - Weltmeerkönigreich, Königreich der Sirenen und Meermenschen), ihr Vater ist der Meeresgott Pontos. Einzelkind.

Gefährte und engste Vertraute: Nakola ist ihr Gefährte, ein seltenes Wesen namens Maritani. Lynthe (Rotfeuermann) ist der älteste Freund und Wächter der Königsfamilie. Er ist zudem der General der Streitkräfte. Geia (Meerjungfrau) ist Kersias beste Freundin und ebenfalls Wächterin.

Aussehen:





Nakola

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4

26.06.2023, 16:24

Zen Thyell-Herondale


Status: Prinz von Ignulae, Obscurus

Alter: ungefähr 31

Familie: König Ardan und Königin Jadis sind seine (Adoptiv-) Eltern. Ryu, Elora, Elior und Cue sind seine jüngeren Geschwister. Silia, die Sonnenfüchsin, ist seine ältere Schwester und Akela sein Schwager.

Aussehen:



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5

26.06.2023, 17:59

Willow

Status: Mondelfin

Alter: in menschlichen Jahren ist sie geschätzt 40, als Mondelfin ist sie erst ungefähr 30 (Elfen altern langsam)

Familie: sie ist als Waise aufgewachsen, erfuhr spät wer ihre verstorbene Eltern gewesen war und sie hat einen unbekannten Bruder

Aussehen: im nächsten Beitrag

Merkmale: sie hat ihren linken echten Arm bis zur Schulter verloren, stattdessen sieht die "Prothese" wie aus vielen ineinander verschlungene Äste aus mit grünlichen Pflanzenverfärbungen. Man kann es sich wie bei Groot vom Marvel vorstellen

Gefährte: Hoku ist ein Rott und stammt aus der Familie der Waldgeister ( die Wesen sind aus dem Spiel von Kena: Bridge of Spirit). Man kann ihn als ein handgroßes schwarzes, eiförmiges Wesen mit glattem Fell vorstellen, auf seinem Kopf und Rücken sieht es so aus, als würde weiches, helles Gras wachsen. Auf dem Kopf hat er ein kleines Hirschgeweih und große Murmelaugen. Er geht auf zwei Beinen, dessen Füßen wie Elefantenfüße aussehen und die stämmige Arme haben Hände mit drei Finger, die Schwimmflügeln in den Zwischenräume haben.

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6

26.06.2023, 18:15

Jahwe Wana'ao

Status: Magieweber mit Nymphenblut

Alter: 25, wobei er sich ziemlich lange jung halten kann

Familie: er ist Waise und wurde von Nalu aufgezogen

Aussehen: im nächsten Beitrag, statt rote Augen hat er blaue Augen

Gefährte und engste Vertraute: Liora ist ein seltenes Wasserlichtdrache und sieht wie der Drache Sisu aus dem Disneyfilm - Raya und der letzte Drache - aus und sein Begleiter Nalu

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27.06.2023, 16:32

Zen

Ich zog die Backplatte aus dem Steinofen und stellte die duftenden Plätzchen auf der Anrichte ab. Heute war meine Kreation besonders gelungen. Nachdem ich wieder etwas mit den Zutatenmengen herumexperimentiert hatte, schmeckte mir diese Mischung am besten. Und nicht nur mir… sollten meine Geschwister erfahren, dass ich wieder Feuerwerksplätzchen gebacken hatte, würden sie alles in Windeseile verschlingen. Dabei waren die Plätzchen für die Waisenkinder gedacht. Normalerweise backte ich diese Plätzchen nur an besonderen Tagen, aber sie lagen mir seit Wochen in den Ohren, dass sie sie unbedingt wieder essen wollten. Da wurde ich natürlich schwach und stellte mich trotz der sommerlichen Temperaturen in die Küche.
Während ich zufrieden mein Werk betrachtete, zog ich die Backhandschuhe aus und wischte mir dann mit einem sauberen Tuch den Schweiß von der Stirn. Im Hintergrund hörte ich das Küchenpersonal fleißig arbeiten, da bald das Mittagessen mit der ganzen Familie bevorstand. Trotz unserer vielen Verpflichtungen und den fast lückenlosen Stundenplänen versuchten wir so oft wie möglich gemeinsam Mahlzeiten einzunehmen. Besonders meinen Eltern war das wichtig. Und mir inzwischen auch. Meine jüngeren Geschwister waren in dem Alter, wo sie lieber anderswo zugegen waren, als ausschließlich mit denselben Leuten zu essen. Das verstand ich. Auch ich hatte diese Phase gehabt. Aber seit Ryu fort war, in einer völlig anderen Welt, ohne Möglichkeit uns direkt zu kontaktieren, half mir die Zeit mit meiner Familie vor Sorge nicht rastlos umherzuirren. Inzwischen waren fünf Wochen vergangen und ich wusste nicht, wie ich mit der ganzen Sache umgehen sollte. Letztendlich war ich froh kein Held zu sein. Oder Teil einer kryptischen Prophezeiung aus einer anderen Welt. Ich war für solche schicksalhaften Aufgaben einfach nicht gemacht. Ich konnte mich glücklich schätzen überhaupt am Leben zu sein.

Kersia

Es war weder das erste noch das letzte Mal, dass ich mich vor einem offiziellen Treffen mit Abgesandten anderer Königreiche drückte. Zum Leidwesen meiner Mutter. Ich würde mir später wieder einen Vortrag anhören müssen, doch auch das war weder das erste noch das letzte Mal. Ihren Frust über mein unverantwortliches Verhalten nahm ich in Kauf. Sie wusste genau, wie unfassbar langweilig ich diese Treffen mit diesen eitlen, hochnäsigen Leuten fand. Alles drehte sich um dieselben Themen, dieselben Probleme. Nicht zuletzt gab es einige Ansichten, die mich dermaßen wütend machten, dass ich am liebsten die Leute, die solche Worte äußerten, in die tiefen Abgründe des Meeres stoßen wollte. Bis in alle Ewigkeit.
Besonders die Mentalität der Tiburaker, das Volk der Haimenschen und Haie, ging mir gegen den Strom. Wenn es nach ihrem König ginge, würde er auf dem Thron meiner Mutter sitzen. Er verachtete ihre Beziehung zu den Menschen der Oberfläche und diese Ansicht könnte nicht weiter von meiner Realität entfernt sein. Die Trimagische Allianz lag mir genauso am Herzen wie es bei meiner Mutter der Fall war. In dieser Hinsicht waren wir uns immer einig. Ich liebte das Volk der Heißen Quellen wie mein eigenes und fand dort genau das, wonach ich mich oftmals sehnte.
Faszination und Spaß.
Das war mitunter ein Grund, warum ich mich gerade auf dem Weg dorthin befand. Früher oder später würde Lynthe mich finden, aber bis er es tat, konnte ich meine Zeit an einem meiner Lieblingsorte genießen.
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9

27.06.2023, 17:32

Jahwe


Ich bin, der ich bin und der ich sein werde, tagtäglich hielt ich diesen Namen in Ehren, der einer der wenigen Dingen war, die mir meine Mutter zurückließ. Mit einem entschlossener Hieb zielte ich die schwarze Klinge wenige Zentimeter vor seinem Halsschlagader und hatte somit die Runde gewonnen. "Du bist bereit", in den lavendelfarbene Augen funkelte der Stolz und seine Lippen verzogen sich zu einem seltenes angedeutetes Lächeln. Ich nahm mein Schwert von ihm, dessen roter Stein im oberen Bereich immer noch leuchtete und ließ ihn zurück in den roten, rautenförmigen Edelstein verwandeln, der nun als Ohrring an meinem linkem Ohr baumelte. "Ich weiß", antwortete ich Nalu. Es war nicht mein erster Sieg gewesen, doch war es dem ernsten Mann noch nicht genug. Schon damals, als ich volljährig wurde, wollte ich zu dem Treffen der Trimagische Allianz einmarschieren und mein Geburtsrecht einfordern. Nach seiner Meinung hatte mir jedoch der Feinschliff gefehlt und es war nicht der politisch "richtige" Zeitpunkt. Nalu ließ ebenfalls seine Zweitschwerter, die wie aus dem Eis gehauen wirken, verschwinden und fuhr mit der Hand durch das braunes Haar, wo sich allmählich ein paar silbrige Strähnen verwirrt haben. "Das nächste monatliches Treffen der Trimagische Allianz findet bald statt, zudem werden sich auch der Botschafter Alfheim eund noch ein paar andere wichtige hohe Menschen eintreffen. Ich fühle es in meinem Knochen, dass etwas Großes bevorstehen wird", in seiner Stimme lag stetig der leicht brummende Klang, weswegen er oft als ungesellig oder abweisend wahrgenommen wurde. "Dann wird mein Auftritt glanzvoll sein", ein Grinsen schlich sich in meinem Gesicht. "Manchmal erinnerst du mich an deinem Onkel", verdrehte der Ältere die Augen: "Dein Vater war bescheidener gewesen." "Ich gehe baden", wechselte ich abrupt das Thema und näherte mich dem Gewässer, wo jedes Mal das Land der heiße Quellen mich mit seinem Ausblick verwöhnte. Es gab für mich kein schöneres Land und ich wollte endlich ein Teil von ihm werden.

Willow


Ich spürte die misstrauische Blicke der Reisende, als ob lästige Käfer auf mir krabbeln würden. Stur ging ich zum Reling des Schiffes und starrte auf das offenes Meer hinaus. An solche Blicke war ich gewöhnt. Für Vielen blieb ich aufgrund meine Aussehens ein Alfar, ein dämonischer Elf, auch wenn immer mehr die Mondelfen zurückkehrten. Und Vielen sahen auch in mir eine Verräterin, weil ich eine Elfe war. Ob ich an dem großen Verrat damals beteiligt war oder nicht spielte keine Rolle. Hoku schmiegte sich an meinem Hals, das glatte Fell war weich und sein Grashaare kitzelte ein wenig, ich spürte seine Gedanken wie eine frische Quelle aus der man trank. Mein Blick wanderte zum Horizont, irgendwo dahinter war Ingluae und dort würde ich den Botschafter der Elfen aufsuchen. Boyd, ein Mondelfe wie ich und einer der Helden des großen Kampfes. Nach meine lange Suche war ich endlich meinem Ziel nah und Niemand würde sich mir in dem Weg stellen. Ich stieß mich vom Reling ab, um in meine Kajüte zurückzukehren. Dabei waren Blüten auf dem Holz des Relings erschienen, ein schwacher Abbild seiner ehemaligen Gestalt. Wir zerstörten, um zu erschaffen und vergaßen manchmal den Preis dafür.


10

27.06.2023, 19:44

Zen

Nachdem ich die Plätzchen sorgfältig und in gleicher Anzahl in kleine Beutel gefüllt hatte, legte ich sie in einen Korb hinein, den ich nach dem Mittagessen für meinen Besuch im Waisenhaus hier abholen würde. Sicherheitshalber hinterließ ich eine Notiz, auf der ich ausdrücklich verbot sich einen Beutel zu nehmen, weil die Plätzchen für die Kinder gedacht waren. Das reichte als Grund, um Naschkatzen wie meine Geschwister fernzuhalten. Wären sie für mich allein bestimmt gewesen, wäre das Verbot mit sofortiger Wirkung ignoriert worden. Manchmal war es anstrengend der älteste Bruder in einer mehrköpfigen Familie zu sein, aber lieber führte ich dieses Leben als irgendein anderes. Es machte mich zu einem reichen, dankbaren Mann.
Ich verabschiedete mich freundlich lächelnd vom Küchenpersonal und freute mich schon auf die leckeren Gerichte, die für uns zubereitet wurden. Die vielen Gerüche verfolgten mich bis in den Speisesaal, wo sich bereits meine Eltern eingefunden hatten. Als sie mich bemerkten, unterbrachen sie ihr Gespräch. >Du hast Zuckerguss auf der Wange.< sagte mein Vater mit einem Schmunzeln auf den Lippen und tippte sich dabei auf die linke Wange. Ertappt wischte ich die Stelle mit dem Handballen sauber.
>Hast du wieder deine berüchtigten Plätzchen gebacken?< fragte Mutter in verschwörerischem Tonfall. Sie wusste genau, dass ich immer einen Beutel für sie übrig hatte, den sie sofort versteckte, bevor die anderen eintrafen. Vater beobachtete unseren Austausch mit einem amüsierten Funkeln in den goldenen Augen. Ich nahm neben ihr Platz und erzählte den beiden von meinen Plänen für den restlichen Tag, bis sich wenig später die Türen öffneten und zwei Wirbelwinde eintraten. Elora und Elior. Und direkt hinter ihnen Cue. Die Jüngste im Bunde. Sie hatte sich ein Buch unter den Arm geklemmt und steuerte auf den Platz neben mir zu. Die Zwillinge setzten sich auf die andere Seite des Tisches. Wäre Ryu anwesend, würde er neben Vater und direkt mir gegenübersitzen. Der leere Platz versetzte mir wie so oft einen sorgenvollen Stich, den ich gekonnt ignorierte, um mich auf das Gegenwärtige zu konzentrieren.
>Ich verhungereeee...! Fast hätte ich einen Umweg in die Küche gemacht, um gleich dort zu essen.<
>Bestimmt gibt es Wolkensuppe und Vulkanbrötchen zu Mittag. Meinem feinen Geruchsinn entgeht nichts.< schloss sich Elora den Worten ihres Bruders an. Dann glitt ihr violetter Blick zu mir. >Absolut nichts.< betonte sie.
Da wir zusammen aufgewachsen waren, verstand ich, worauf sie hinauswollte und ignorierte ihre Worte. Es gab keine Plätzchen mehr.

Kersia

Die Wasseroberfläche funkelte in den verschiedensten Farben, je mehr ich mich den seichteren Gewässern näherte und überall schimmerten die Schuppenkleider der vielen verschiedenen Fischgruppen, die hier angesiedelt waren. Meine Finger streiften sanft ein paar der orangefarbenen und rosaroten Korallen, an denen ich zügig vorbeischwamm. Schräg links über mir ragte das private Königshaus, erbaut auf den Klippen und sehr nah am Wasser, in die Höhe und erstrahlte im Schein der Sonne. Das helle Sandsteingebäude sowie die hohen Kristallfenster waren das Werk eines überaus talentierten Architekten. Eine weitere Sache, die mich am Menschen faszinierte. Ihre Kunst. Natürlich hatte auch Atlantia viel zu bieten, aber die Welt hier oben war einfach erfrischend... anders. Von meiner Mutter wusste ich, dass dieser Palast einst Thales, dem ehemaligen König der Heißen Quellen, gehörte. Es war sein Rückzugsort gewesen. Ein Ort der Freude und aufregender Nächte. So laut einigen Volksleuten, unter die ich mich oftmals mischte, um mir ihre vielen Geschichten über ihn anzuhören. Selbst nach all den Jahren vergötterten sie ihn und hatten nur Gutes zu sagen. Das inspirierte mich. Genauso wie die Tatsache, dass er der einzige Mann war, dem meine Mutter ihr Herz geschenkt hatte. Allein deswegen wollte ich mehr über ihn erfahren. Und natürlich über sein Volk.
Ich entfernte mich langsam von dem prächtigen Gebäude und schwamm an der Landesgrenze entlang, bis ich die versteckte Bucht erreichte, die zu meinen besonderen Lieblingsorten gehörte. Als ich sie das erste Mal entdeckt hatte, war es um mich geschehen. Die Wasserfälle mit den vielen hängenden Wisteriablumen machten diesen Ort zu einem kleinen Paradies. Ich liebte das Rauschen des Wasserfalls. Den herrlichen Duft der Wisterias. Die glatten Felsen, auf denen ich zur Ruhe kommen konnte.
Ich stemmte mich mühelos an einem hoch, nahm darauf Platz und ließ meine Schwanzflosse im lauwarmen Wasser verweilen. Es gab wenige Orte, an denen ich mich vollends entspannen konnte und dieser hier war einer davon. Vor mich hinsummend schob ich mein seerosenfarbenes, langes Haar über meine linke Schulter und begann mit den Fingern in sanften Abwärtsbewegungen hindurchzukämmen.

privates Königshaus



Wisteria-Fälle

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28.06.2023, 19:30

Jahwe

Bis auf meine Unterhose ließ ich meine Kleidung durch Magie verschwinden und sprang kopfüber in das klare Wasser. Schon immer hatte mich das Element Wasser angezogen, was wohl daran lag, dass meine Mutter eine Wassernymphe gewesen war und somit mir diese Leidenschaft in die Wiege gelegt hatte. In kräftigen Zügen schwamm ich an den ersten pilzartigen "Inselbäume" vorbei, deren Stämme im Wasser von bunten Korallen verzierte wurden. Etwas Unsichtbares streifte mich, instinktiv griff ich in Lioras Mähne und sie zog mich in einem höheren Tempo durch das Wasser, sodass all die Farben der Wasserwelt sich miteinander verschmolzen. Im offenes Gewässer war der Wasserlichtdrachen oft unsichtbar, um unentdeckt zu bleiben. Durch die Elemente Wasser und Licht war das weibliche Geschöpf in der Lage das Licht so zu brechen, um sich an die Umgebung wie ein Chamäleon anzupassen und besonders in der Wasserwelt funktionierte es gut. Ihre Stimme in meinem Kopf war wie ein sanfter Windhauch:"Zu der Bucht?" Mein stummes Ja war für sie eine Antwort genug und ich spürte wie sie die Richtung änderte. Die Wasserblasen kitzelten meinem Körper entlang und durch die Nymphenmagie war ich auch fähig unter dem Wasser atmen zu können ohne zwischenzeitlich an die Oberfläche auftauchen zu müssen. Nalu würde naher wieder mir eine Standpauke erteilen, wenn er herausfand, dass ich wieder in der Bucht war. Zu einem lag sie viel zu nahe des privaten Königshauses und zum Anderen war seiner Meinung nach die Gefahr zu groß, dass man meine geheime Identität aufdeckte, sollte man mich entdecken. Wir erreichten die Bucht und ich ließ Liora los, um die letzten Metern selbst zu schwimmen. "Wir sind nicht alleine, Jemand anders ist hier. Eine Sirene", hörte ich ihre Stimme in meinem Kopf. Da die Bucht gut versteckt lag, war ich bislang dort niemand begegnet. Schon gar nicht eine Sirene. Ich gab meiner Tiergefährtin ein Zeichen, dass ich nachschauen würde. Ich war neugierig, was eine Sirene hier machte. Natürlich wusste ich, dass die Königin der Sirenen und Meermenschen zurzeit über die heiße Quellen herrschte. Aber ob diese Sirene ausgerechnet die Königin war? In einige Metern von mir entfernt entdeckte ich eine Schwanzflosse und im Licht der Oberfläche sah ich eine verschwommene Gestalt auf dem Felsen sitzen. Ich tauchte auf, stemmte ich auf einem Felsen in ihrer Nähe und in eine geschmeidige Bewegung saß ich schon auf dem Felsen. "Guten Tag", lächelte ich schief und blickte zu der Sirene hinüber.

Willow

Ich spürte die Unruhe, die von dem Deck herkam. Es war nicht diese angespannte Unruhe, als würde in jedem Moment die Hölle losgehen, wie es damals oft in der Kriegszeit gewesen war. Es war viel mehr die Aufregung endlich an dem Ziel gekommen zu sein. Ich schaute aus meinem Fenster hinaus und entdeckte zum Teil die Insel, die ihren Namen in Ehren trug. Ingluae war eine Insel des Feuers. Schon hier drinnen merkte ich die steigende Temperatur. Ich griff nach meinem Beutel mit einem Träger und schob ihn quer über meinem Oberkörper. Es war nicht viel und mehr hatte ich nie besessen. Als herumirrende Heimatlose gab es kein Ort, an dem ich Wurzeln schlagen konnte und jede weitere Last würde mein sich Wandern, der sich ewig anfühlte, nur erschweren. Hoku verschwand in meinem Beutel, ihm waren zu viele Menschen nicht geheuer. Er war ein Kind des Wald, ein Teil der Naturseele. Als ich wieder oben war, hatten sich mehr Menschen versammelt und drängelten nach vorne, um als Erstes vom Schiff zu gehen. Auch ich mochte solche Ansammlungen nicht. Wachsam ließ ich meine Augen herumwandern, mein Körper leicht angespannt und meine Ohren zuckten leicht, um jedes Geräusch wahrzunehmen. Ich blieb weit hinten, denn eilig hatte ich es nicht und ich verzichtete gerne auf Körperkontakte. Ein Blick bohrte sich in meinem Rücken, es war ein Mann, der während der Reise mich immer wieder offen beobachtet hatte und seine Abneigung kaum verborgen hatte. Hier und da hatte er Beleidigungen fallengelassen, auf denen ich nicht eingegangen war. Ich war nicht hier, um Ärger zu suchen, doch mein Instinkt sagte mir, dass ich mich vor diesem Mann achtgeben musste.


12

29.06.2023, 10:08

Zen

Das Mittagessen verlief in gewöhnlicher familiärer Stimmung mit genau den Gerichten, die Elora erschnüffelt hatte. Die Zwillinge brachten sich viel in die Gespräche ein, während Cue dem Impuls widerstand ihre Nase in das mitgebrachte Buch zu stecken. Ich erhaschte einen Blick auf den Titel und musste mir ein Lächeln verkneifen. Märchen. Sie liebte fantastische Geschichten. Manchmal lasen wir zusammen und tauschten uns über das Gelesene aus. Zweisamkeit, die ich zutiefst genoss. Ich beugte mich zu ihr rüber und fragte lächelnd: >Magst du mich zum Waisenhaus begleiten? Die Kinder würden sich bestimmt freuen dich zu sehen.<
Ihre Augen leuchteten auf. >Sehr gern. Was steht heute auf dem Programm?<
>Wir gehen zuerst in den Strandpark zum Spielen und dann arbeiten wir an ihrer Geschichte weiter.< Vor einigen Wochen hatten wir damit begonnen ein erdachtes Abenteuer zu basteln, das sie dann bald ausstellen und vorstellen durften. Die Kinder waren begeistert vom Projekt und waren stets kreativ und motiviert dabei. Cue hatte ein paar Mal mitgeholfen, deshalb wusste sie, wovon ich sprach. Da sie selbst Geschichten liebte, konnte sie sich bestens einbringen und ihre Leidenschaft mit den Kleinen teilen. Ich freute mich immer über ihre Mithilfe.
>Das hört sich toll an! Ich habe sogar einige Ideen zum Fortlauf der Geschichte.< Darauf war ich sehr gespannt, sie hatte wirklich gute Ideen.
Wir aßen noch eine kleine Süßspeise zum Abschluss, verabschiedeten uns dann von den anderen und brachen sogleich auf. Bevor wir das Palastgelände verließen, machten wir Halt bei der Küche, um den Korb zu holen. Jetzt war es kein Geheimnis mehr, dass ich Feuerwerksplätzchen gebacken hatte. >Du bekommst auch was.< zwinkerte ich meiner Schwester verschwörerisch zu.

Kersia

Zu meiner Überraschung bekam mein Alleinsein ein jähes Ende. Ich bezweifelte, dass es Lynthe war, denn solange meine Mutter in einer wichtigen Besprechung steckte, würde er ihr nicht von der Seite weichen. Und Geia würde sich nicht die Mühe machen den ganzen Weg hierher zu schwimmen, solange mir keine Gefahr drohte. Was das betraf, hatte sie einen besonderen Sinn dafür. Also musste es eine mir fremde Person sein. In der Nähe spürte ich zudem starke magische Schwingungen, die meinem Gefährten Nakola ähnelten. Das machte mich sofort neugierig.
Ich beugte mich ein wenig vor und entdeckte nicht unweit von mir entfernt eine menschliche Gestalt, die sich daraufhin auf einen Felsen schwang. Geschmeidig wie ein Meerwesen. Ein junger Mann. Zusammengebundenes Haar in der Farbe roter Freesien. Athletisch gebaut. Sehr attraktiv. Absolut mein Geschmack. Und dieses schiefe Lächeln, das Grübchen zum Vorschein brachte… Da konnte ich davon absehen, dass er meine Lieblingsbucht gefunden hatte.
>Dir auch einen guten Tag, Fremder.< erwiderte ich mit einem einladenden Lächeln. >Hast du dich verirrt?< Ich musterte ihn interessiert und fragte mich, ob die andere Präsenz in einiger Entfernung sich auch zeigen würde. Es wäre ganz schön viel Aufwand für einen Mann ohne Schwimmflossen alleine herzuschwimmen. Diese Bucht war zu Fuß nicht erreichbar. Nur über Luft- oder Wasserweg.
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30.06.2023, 19:10

Jahwe


"Das könnte ich dich auch fragen, Fremde", schmunzelte ich und mein Blick glitt über ihre Gestalt: "Dich habe ich bisher hier nicht gesehen." Es überraschte mich nicht, dass sie eine sehr hübsche Frau war und vor Jugend strotzte. Sie könnte 20 Jahren zählen oder 50 Jahren. Die Menschen würden schon bei dem Anblick einer Sirene schwach werden oder es nur schwer widerstehen. Sie waren wie die Bienen, die die Blumen nicht widerstehen konnten. Aber bei ihrem verlockender Gesang würde selbst ein Mann mit einem Herz aus Stein schwach werden. Etwas, was mir nicht passieren würde, was ich meinem Nymphenblut zu verdanken habe. Auch zu mir fühlten sich die Menschen, aufgrund meiner Aura, hingezogen und ich war fähig ihre vorhandene Empfindungen zu beeinflussen. Vor allem konnte ich die Empfindungen wahrnehmen. Die Sirene mit dem rosafarbenes Haar war keine Gefahr für mich, in ihre Augen las ich nur Interesse.

Willow


Es fühlte sich stabiler an wieder den festem Boden unter meine Füße zu spüren, ich war es gewohnt ständig im Unbewussten Kontakt zum Leben zu haben und das Schiff bestand nur aus totem Holz. Ich atmete tief ein und spürte die Hitze in meinem Nacken brennen. Das grelle Sonnenlicht blendete mich ein wenig. In Städten oder Dörfer hielt ich mich selten auf, meistens streifte ich durch Wälder, wo es nur vor Leben pulsierte und wo ich vor allem meine Ruhe vor den Menschen hatte. Aber ich hatte einen Ziel zu verfolgen, doch zuerst musste ich die Umgebung ein wenig erkundigen und einen geeigneten Schlafplatz für mich finden. Vielleicht in der Nähe des Palastes, wo ich auskundschaften wollte. Ich entdeckte eine breite Straße und oft bedeuteten solchen Straßen, dass sie wichtig waren. Und wichtige Straßen führten zum Marktplätzen oder zu Palästen. Also schlug ich diesen Weg ein und wich einer Kutsche aus, dessen Pferd nervös tänzelte. An mir drängten sich beschäftigte Menschen vorbei, doch viele starrten mir hinterher und ich reckte mein Kopf ein wenig mehr in die Höhe. Es war mir egal, was sie von mir hielten solange sie mich in Ruhe ließen. Mit ihnen wollte ich genauso wenig zu tun haben.


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30.06.2023, 19:37

Zen

Das Waisenhaus lag etwas außerhalb des Zentrums und auf einer erhöhten Ebene, sodass man einen wunderbaren Blick auf den Hafen und das Meer hatte. Besonders im groß angelegten Garten konnte man stundenlang sitzen und die Aussicht auf sich wirken lassen. Was ich auch oftmals getan hatte. Mal mit, mal ohne Kinder. Außerdem blühten zu dieser Jahreszeit viele beeindruckende, heimische Blumen und das machte den Ort noch schöner. Besonders die Kinder liebten es, nachdem sie alles selbst gepflanzt hatten und sich regelmäßig um die Beete kümmerten. Vielen half es aus sich rauszukommen, deshalb gehörte diese Aufgabe zu ihrem Alltag. Ich sah die Fortschritte und freute mich jedes Mal darüber.
Wir erreichten das Haupttor, das zu dieser Zeit offen stand und im selben Moment kam uns Meira entgegen. Zusammen mit zwei weiteren Frauen und einem Mann kümmerten sie sich um die Kinder, während ich alles andere verwaltete. Der ganze Papierkram war wie üblich sehr langweilig, jedoch von absoluter Notwendigkeit. >Hallo Meira, sind alle bereit für den Ausflug?<
Sie nickte lächelnd. Dabei funkelten ihre hellbraunen Augen. >Sie können kaum stillhalten. Deos ist bei ihnen und erklärt ihnen, auf was sie achten müssen.< Dann fiel ihr Blick auf den Korb in meinen Händen. >Das wird sie ganz besonders freuen.<
Cue war bereits an uns vorbeigegangen und im Gebäude verschwunden. Von außen wie von innen wirkte alles hier wie ein Zuhause für alle, die eines suchten. Einladend. Warm. Offen. Auch ich hatte als Kind viel Zeit an diesem Ort verbracht, deshalb lag er mir sehr am Herzen. >Danke, dass du die Frühschicht so kurzfristig übernommen hast. Genieß den restlichen Tag.< wünschte ich ihr zum Abschied, da ich auch für die Pläne zuständig war und genau wusste, wer wann zu welcher Zeit im Einsatz war.
Sie winkte mir im Gehen zu. >Ich wünsche euch auch viel Spaß. Bis morgen!<

Kersia

Interessant. Er biss nicht an, wie es sonst ein sterblicher Mann tun würde. Manchmal reichte ein Blick und schon starrten sie einen wie gebannt an. Er hingegen musterte mich bloß, wie ich es bei ihm tat. Entweder er hatte gelernt sich vor unbewussten, magischen Einflüssen zu schützen oder er hatte eine Vorliebe für Männer. In meinem Volk spielte es keine Rolle, zu wem man sich hingezogen fühlte, deshalb schränkte ich mich in dieser Hinsicht auch nicht ein.
>Diesen Ort kenne ich seit Jahren und bislang ist mir hier nie ein anderer Mensch begegnet. Du musst wohl ein ausgezeichneter Schwimmer sein.< Ich neigte den Kopf leicht zur Seite und zeigte mit dem Zeigefinger in eine bestimmte Richtung außerhalb unseres Sichtfelds. >Oder du stellst mich deiner Freundin vor.< fügte ich mit einem unschuldigen Lächeln hinzu. Alles, was im Wasser lebte und atmete, blieb mir nicht verborgen. Ich reagierte sehr empfindlich auf jegliche Schwingungen, besonders magischer Natur, deshalb konnte ich auch mal alleine unterwegs sein. Gefahren spürte ich sofort.
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30.06.2023, 20:09

Jahwe


"Hm, dann sind wir wohl in den letzten Jahren vorbeigeschwommen und jetzt schlägt das Schicksal zu", zwinkerte ich ihr zu: "Und ich bin übrigens ein ausgezeichneter Schwimmer." Sie schien anscheinend sehr sensibel darauf zu reagieren, was im Wasser lebte. Denn Liora konnte sich ziemlich gut verbergen, sonst wäre sie längst entdeckt geworden und hätte für Gesprächsstoffe gesorgt oder etwas Schlimmere hätte passiert. "Sie ist schüchtern, als sollten wir ihre Zurückgezogenheit respektieren", antwortete ich. Für Liora zu lügen fiel mir leicht, denn ich würde mit allem Mitteln sie vor Jeden beschützen. Und es war noch nicht der richtige Zeit für die Offenbarung, dass die Drachen nicht komplett ausgestorben waren." Es tut mir leid, dass du für mich lügen musst." Im Geiste gab ich ihr einen sanften Stupser, denn es machte mir nichts aus. "Also wie kommt es, dass du dich hier im Gewässer verirrst? So in der Palastnähe des ehemaligen Königs? Du bist doch etwa nicht die Königin?", wieder grinste ich schief.

Willow


Nach eine Weile wusste ich, dass ich wirklich verfolgt wurde. Gleichzeitig vernahm ich in der Nähe Duft von Blumen, mir reichte eine Wiese als Schlafplatz aus. Irgendwo draußen in der Natur. Mich würde man nicht in einem Gebäude einsperren können. Doch jetzt konzentrierte ich auf das Problem und blieb stehen. Als ich mich umdrehte, wunderte es mich nicht, dass es der Mann vom Schiff war. Den Ärger hatte ich schon da an ihm gerochen. "Was willst du?", fragte ich ihn direkt. Ich hatte nie Verständnis für das ganze drumherum Gerede gehabt oder diese Machtwortspiele. "Ich weiß nicht, was du meinst. Es ist der gleiche Weg, den ich nehmen muss", behauptete er und selbst von Abstand einigen Metern roch ich den sauren Atem. Er war ein verdorbener Mann, in seine Augen wohnten Schatten und sein Körper war vom Kämpfe gezeichnet. Er war in diese dunkle Vergangenheit gefangen. Ich entdeckte das kleine Symbol unter meinem rechten Ohr. Ich erkannte es wieder, es war das Symbol einer radikalen Gruppe, die "Säuberungen" durchgeführt haben. Unter Anderem hatten sie Elfen nach dem Verrat von einer Truppe Sonnenelfen gejagt, ganz gleich ob schuldig oder unschuldig. Solchen Männer war ich in meiner Vergangenheit begegnet. Ob es wegen dem baldigen Treffen lag, dass ein solcher Mensch hier war? Vermutlich. "Dann gebe ich dir den Vortritt und werde einen anderen Weg einschlagen", meinte ich und trat zur Seite, um ihm Platz zu machen. Ich hatte keine Angst. Ich hatte schon sehr lange das Gefühl von Angst verloren. "Das Elfendreck hat mir nicht zu sagen, wie ich gehen soll!", er kam mir näher. Ich wollte wirklich kein Ärger. Denn die Schuld würde man bei mir suchen.


16

30.06.2023, 20:34

Zen

Wie erwartet stieg der Lärmpegel an, als ich den Hauptsaal betrat und alle zwölf Kinder, Deos und Cue entdeckte. Ein paar der Kinder hatten sich sofort um meine kleine Schwester geschart, um sie wegen ihrer Geschichte zu löchern. Deos winkte mich zu sich und klopfte mir zur Begrüßung auf die Schulter. >Kann es losgehen? Wie du siehst, kann es ihnen nicht schnell genug gehen.<
Meine Mundwinkel zuckten. >Das sehe ich tatsächlich.< Keine Sekunde später wurde ich ebenfalls von einer Gruppe belagert, die alle durcheinander plapperten, um mir von ihrem Tag zu erzählen. Oder um mich mit lauter Fragen zu löchern, auf die ich alle nicht würde antworten können. Deshalb machte ich sie mit einem rhythmischen Händeklatschen auf mich aufmerksam. Fast immer zeigte das Wirkung. Heute zum Glück auch. Immerhin ging es um den Ausflug in den Strandpark, da wussten sie sich zu benehmen. So gut wie möglich eben.
Schmunzelnd sah ich in die Runde. >Da Deos euch an die Regeln erinnert hat, schlage ich vor, wir brechen direkt auf. Ihr wisst, was zu tun ist, also passt gut aufeinander auf.< Sofort nahmen sie sich pärchenweise an die Hand, bildeten eine Reihe, Deos stellte sich ans Ende der Gruppe und Cue und ich gingen voraus. In dieser Konstellation verließen wir das Haus, Deos schloss als Letzter die Tür und wir nahmen den Weg, der bergab zum Park führte. Durch die Nähe der Gebäude zueinander blieb es fast den gesamten Tag über in den Gassen schattig, sodass man nicht von der Hitze der Sonne komplett erschlagen wurde. Was das betraf, reagierte meine Haut manchmal empfindlich, deshalb auch die langen Kleidungen. Es war dem Wunder der Magie zu verdanken, dass ich nicht darin schmolz.

Kersia

Schade. Ich hätte zu gerne seine Begleiterin kennengelernt. Natürlich glaubte ich ihm kein Wort, was sie betraf. Meereswesen ihrer Größe waren nicht schüchtern. Seine Freundin schien eher zu warten. Sie blieb ruhig. Wäre sie nervös, würde ich es an den Schwingungen erkennen, wenn ich mich darauf konzentrierte. Also gab es einen anderen Grund für die Lüge und das respektierte ich. Wenn ich etwas nicht leiden konnte, dann waren das aufdringliche Leute und als Prinzessin war ich zu vielen von ihnen begegnet.
>Du fragst alles Ernstes eine Sirene, ob sie sich verirrt hat?< Das amüsierte Lachen konnte ich mir nicht verkneifen. Dabei schwang meine Schwanzflosse vor und zurück, bis kleine Wellen im Wasser entstanden. >Die Gewässer sind mein Zuhause. Wenn, dann bist du derjenige, der sich verirrt hat, Fremder.< tadelte ich ihn mit einem Zwinkern. >Und ich muss dich enttäuschen. Ich bin nicht die Königin, sonst wäre ich jetzt bei irgendeiner langweiligen Besprechung.< Letzteres sagte ich mit einem Augenrollen. >Und ich mag keine Langeweile.<
Ich sah ihn wieder an, ein verlockendes Lächeln auf den Lippen. >Was für ein Glück, dass du keine öde Person zu sein scheinst.<
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17

30.06.2023, 21:06

Jahwe


Ihr Lachen klang hell und klar, es erinnerte mich an eine erfrischende Quelle. Lässig zuckte ich mit der Schulter und das Grinsen wurde zu einem Lächeln: "Naja, es gibt immer ein erstes Mal. Auch in Sachen Verirren. Und ich habe mich genauso wenig verirrt, wie du. Ich mag zwar kein Meeresbewohner sein, aber ich bin mit dem Wasser verbunden." Mit dem Fingerspitze berührte ich die Wasseroberfläche und die Schwingungen begannen hell zu leuchten. Nymphen gehörte immer einem Element an, aus dem sie geboren wurden und wieder zu diesem Element wurden, wenn sie starben. Ich hatte eine Verbundenheit zum Wasser. Das lag wohl irgendwie in meine männliche Blutlinie, denn mein Onkel hatte eine Schwäche für eine Sirene gehabt und mein Vater für eine Wassernyhmpe. Und ich selbst war von diesem Element fasziniert. Deswegen war auch diese tiefe Seelenverbundenheit mit Liora. "Wer mag schon Langeweile? Das wird man nur staubig und steif", meine Augen funkelten und als sie wieder mit dem Lächeln versuchte, musste ich schmunzeln: "Unsere Begegnung scheint wirklich interessant zu sein. Darf ich mich zu dir gesellen, dann können wir uns besser unterhalten."

Willow


Er berührte meine Schulter, ich spürte den starken Griff und in seinem Gesicht lag viel Verachtung: "Du hast hier nichts zu suchen. Kehre dorthin zurück, wo du hingehörst. Einen solchen Dreck wollen wir nicht in unserem Land haben. Am Besten schmorst du gleich in der Hölle." Ich zählte drei Sekunden. Diese Sekunden brauchte ich um meinen ausgeprägten Überlebensinstinkt zu unterdrücken. Ich war in eine Welt geboren, wo es um sterben oder überleben ging. Jede Berührung hätte der Tod sein können, daher konnte ich giftiger sein als das giftigste Wesen. "Ich möchte, dass du mich loslässt. Du hast nicht das Recht mich anzufassen", sagte ich deutlich. Ich wusste, dass Niemand anhalten würde. Das taten die Menschen nie, wenn es darum ging, dass ein "fremdes" Wesen in Bedrängnis kam. Erst, wenn es sich zu wehren begann und dann wurde es als böse betrachtet, weil es Ihresgleichen angegriffen hat. "Ich kenne Alfar wie dich, ihr seid von der schlimmste Sorte!", zischte er und drückte noch fester zu. Ich mochte Menschen wirklich nicht. Jedenfalls nicht diese verurteilende, kleindenkende Sorte. Und eigentlich auch all die Anderen. "Ich war geduldig. Ich habe dich gewarnt. Ich war höflich. Aber jetzt ist es Schluss", mit meinem Baumarm, wie ich ihn oft nannte, packte ich nach seinem Arm und löste mich in wenige, geschmeidige Bewegungen von seinem Griff. Er war für mich nie eine Gefahr gewesen, nur lästig. In wenige Sekunden war er an der Hauswand gepresst, den Arm auf seinem Rücken gedrückt und ruhig sagte ich: "Ich werde dich loslassen, wenn du mich in Ruhe lässt. Verstanden?"


18

30.06.2023, 21:36

Zen

An einer Gabelung hielt ich inne, denn links von mir ereignete sich eine unangenehme Situation, die Aufmerksamkeit von den Bewohnern auf sich zog. Und wenn ich eines von meinen Eltern gelernt hatte, dann, dass ich niemals wegschauen durfte. Vor allem, wenn Gewalt im Spiel war. Cue sah mich zuerst verwirrt an, weil ich plötzlich angehalten hatte und auch die Kinder fragten lautstark, warum wir nicht weitergingen. >Geht bitte ohne mich weiter, ich komme gleich nach.< sagte ich an meiner Schwester und an Deos gewandt. Da ich nicht grundlos darum bitten würde, nickten sie einverstanden und führten die Gruppe weiter, auch wenn sich einige kleine Köpfe in meine Richtung drehten, um nachzusehen, was vor sich ging. In diesem Alter waren sie besonders neugierig.
Ich verschwand schnell aus ihrem Blickfeld und näherte mich den zwei Gestalten. Bei der ersten handelte es sich um einen verärgerten Mann, der gegen die Hauswand gedrückt wurde und bei der anderen... Oh. Damit hatte ich bei Weitem nicht gerechnet. Eine Mondelfe. War sie wegen der bevorstehenden Besprechung hier? Gehörte sie zu der Gruppe von dem Elfen Boyd?
>Dürfte ich erfahren, was hier vor sich geht?< meldete ich mich freundlich zu Wort, denn ich wollte eine Eskalation vermeiden. In Sachen Diplomatie hatte ich in den letzten Jahren viel dazugelernt und konnte das gut in solchen Situationen nutzen.

Kersia

Neugierig sah ich ihm dabei zu, wie er den Finger ins Wasser tauchte und die Oberfläche zu schimmern begann. Meine Augen weiteten sich leicht. In ihm floss das Blut einer Meeresbewohnerin. Das war unglaublich faszinierend, zumal er der erste Mensch war, der diese Besonderheit aufwies. Ich hatte direkt einige Fragen, die mir auf der Zunge kribbelten, deshalb kam mir sein Angebot sehr gelegen. In einer fließenden Bewegung glitt ich ins Wasser, schwamm in wenigen Zügen zu ihm und stemmte mich an seinem Felsen hoch. Durch den Schwung schaffte ich es auf Augenhöhe mit ihm zu sein und ihn aus nächster Nähe zu betrachten. Blaue Augen. Lagunenblau. Makellose Haut. Markante Gesichtszüge. An Attraktivität mangelte es ihm nicht.
Ich beugte mich weiter zu ihm vor, bis uns nur noch eine Clownfischlänge voneinander trennte. Meine Lippen verzogen sich zu einem süßen Lächeln. >Jetzt verstehe ich auch, warum du meinem natürlichen Charme widerstehen kannst.< Ich lehnte mich wieder zurück. >Noch.<
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19

30.06.2023, 22:06

Jahwe


Jede Bewegung von ihr war in einer natürliche Eleganz und beinahe hypnotisch. Unsere Gesichter waren nahe, Licht spielte mit ihre Augen. Mal schimmerte es bläulich und im nächsten Moment grünlich. Ein faszinierendes Schauspiel, das mich an das Meer erinnerte und ich fragte mich, ob ihre Stimmungen auch einen Einfluss darauf hatte. Ihr Duft schmeichelte meine Nase und erinnerte mich an die süßen, betörende Seerosen. Die Sirenen zogen wirklich alle Register, wenn sie Jemanden um den Kopf verdrehen wollten. "Vielleicht wirst du Diejenige sein, die meinem Charme nicht mehr widerstehen kann", diese Herausforderung reizte mich und da war etwas an ihr, was mein Interesse weckte. Erneuert ließ ich mein Blick über sie wandern, diesmal langsamer und ich verstärkte die entspannte, gleichzeitig auch die etwas prickelnde Atmosphäre. Das war einer meiner Aphrodisiakumsmitteln, indem ich bereits ein vorahnendes Gefühl oder Empfindung verstärkte. Fühlte sich Jemand zu mir hingezogen, sei es nur einen kleinen Hauch, konnte ich es intensivieren und dadurch beschleunigte sich die Entwicklung dieser Empfindung.


Willow


Hinter mir hörte ich schnellnähernde Schritte, die sich selbstsicher anhörten und in dem nächsten Moment ertönte auch schon die Stimme eines Mannes. Da war wohl mein Ärger. Wo Menschen waren, erregte ich aufgrund meiner Herkunft Aufsehen, ob ich es wollte oder nicht. Ich ließ den Mann los und behielt ihn im Augenwinkel in dem Blick, damit ich eine falsche Bewegung vorausahnen konnte. Gleichzeitig musterte ich mein Gegenüber. Seine Kleidung verrieten mir den Wohlstand, seine Haltung das Selbstbewusstsein eines hohen Postens und seine rubinroten Augen wachsam. "Ich wollte ihr nur bei der Wegbeschreibung helfen, aber dieses Wesen ist ausgeflippt. Nach dieser Attacke bin ich mir sicher, dass sie fälscherweise sich als Mondelfe ausgibt und in Wirklichkeit ein Alfar, ein dämonischer Elf, ist. Ihr seltsamer Arm spricht schon für sich", erzählte der Mann. Ausdruckslos sah ich zu ihm rüber. Die Menschen und ihre Lügen. "Meine Wahrheit ist, dass er mich belästigt hat und ich die Situation entschärfen wollte, bevor es eskaliert. Ich weiß nicht, ob es Zeugen gibt und welche Wahrheit sie gesehen haben", antwortete ich und fragte mich warum ich mir diese Mühe machte. In meinem Beutel kam Bewegung und Hoku schlüpfte heraus, um sich auf meinem Kopf zu platzieren. Er klang ein wenig wie eine aufgeregte Maus, als er sich beschwerte und für mich einsetzen wollte. Dabei zerwühlte er mein Haar, weil er wohl versuchte mit den Arme und Beinen zu gestikulieren. "Was ist das für eine Ratte?", fragte der Mann. Hoku verstummte vor Empörung. "Er ist ein Rott, ein Waldgeist und es ist undankbar eine Seele der Natur zu beleidigen, die uns viel gibt", meine Augen wurden ein wenig schmaler wegen der Respektlosigkeit. Die Natur war eine heilige Kraft, wie die Magie.


20

30.06.2023, 22:34

Zen

Ich hörte mir erst beide Perspektiven an, um mir ein besseres Bild von der Situation zu machen und wusste sofort, wer von beiden log. Dass ich als Obscurus jede noch so kleine Lüge sehen oder manchmal nur fühlen konnte, wussten nur meine Familie und engsten Freunde. Mein Blick wanderte zu dem Mann, der keinen freundlichen Eindruck auf mich machte. >Sie können gerne ihren Weg in Ruhe fortsetzen. Ich werde mich um die Elfin kümmern, machen Sie sich keine Sorgen.< versicherte ich ihm freundlich und sah kurz das Zögern in seinem Blick. Er hatte eindeutig ein Problem mit ihrer Art. Männer wie er lockten Probleme zu sich wie Kot die Fliegen. Eine gemeine, passende Beschreibung.
Damit ihm keine Zeit zum Nachdenken blieb, stellte ich mich an die Seite der Elfin und deutete in die Richtung, aus der ich gekommen war. >Bitte folgen Sie mir.<
Hoffentlich war ihr bewusst, dass ich sie keinesfalls irgendwo einsperren, sondern sie lediglich aus dieser unglücklichen Situation befreien wollte. Außerdem hatte ich spätestens beim Anblick ihres niedlichen Gefährten sofort verstanden, dass von ihr keine Gefahr ausging. Ich hatte viel über die Elfen in Erfahrung gebracht, über den vielen Unmut und die harsche Kritik innerhalb ihres Volkes, weshalb ich umso gespannter auf die Besprechung in zwei Tagen war.

Kersia

Mein Lächeln vertiefte sich bei seinen Worten. Ein Spiel. Ich liebte Herausforderungen. Genau wie seine intensive Musterung und die sich aufbauende Spannung zwischen uns. >Verlockend, wirklich verlockend.< gestand ich, während meine Hand sich wie selbstverständlich auf seine Brust legte. Auf feste, glatte Haut. >Es wäre mir neu, dass sich eine Sirene von einem Menschen verführen lässt. Ist dir das etwa schon gelungen oder...< Ich senkte die Stimme. >... bin ich die Erste?<
In Gedanken stellte ich mir schon seine Reaktion vor, wenn ich mich erst in meiner menschlichen, nackten Gestalt zeigte, aber dazu würde es nicht kommen. Zumindest nicht heute. Es wäre zu schade um all die Spannung und ich war in der Stimmung für ein längeres Spielchen. Keines, das sofort nach diesem einen Treffen endete. Aber wer wusste schon, ob wir uns überhaupt wiedersehen würden. Das wäre wirklich zu schade.

Bin dann mal schlafen, gute Nacht :sleeping:
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