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13.09.2023, 20:31

Jahwe

"Es ist eine große Gruppe, die während der Regierungszeit von Thales entstanden waren, weil sie mit seiner Regierung nicht einverstanden. In der alte Politik waren es mächtige Adelige mit magische Fähigkeiten, die ihre Macht ausgenutzt haben und durch die Gleichberechtigung von Thales waren ihr Status geschwächt oder verschwunden. Die Gruppe existiert bis heute, die meisten sind Nachkommen. Innerhalb dieser Gruppe gibt es Untergruppierungen, je ausgefallener die goldene Maske, desto stärker ist Derjenige und hat auch einen höheren Status. Aktuell heißt der Anführer Kadar Kirjik. Er hat herausgefunden, dass Thales ein Bruder hatte und er hatte auch herausgefunden, dass meine Mutter mit mir schwanger wurde. In dieser Zeit waren mein Vater und mein Onkel bereits tot. Ich bin der einzig Überlebender dieser Blutlinie, was er anscheinend nicht für würdig hält und seitdem sich an meine Fersen heftet. Es muss zudem ein Verräter im Palast gegeben haben, der von meiner Existenz wusste und möglicherweise ist er immer noch irgendwo da draußen. Und es war die goldene Maske, die meine Mutter getötet hat. Das Ziel der goldene Maske ist an die Macht zu kommen und über die heiße Quellen zu regieren", antwortete ich ihr.

Willow

Ich neigte den Kopf leicht zur Seite und es schien eine Gruppe zu geben, die Prinz Jahwe bedrohten. Es schien darum zu gehen, dass sie selber an die Macht kommen wollten. Ihre Gier machte sie zu verdorbene Seelen und in meine Augen waren sie nicht würdig einen Königstitel zu tragen, auch wenn ich mit der menschliche Politik nichts zu tun hatte. Aber Prinz Jahwe wirkte ein besserer König und er wurde auch von höhere Mächte auserwählt. "Solche Menschen haben nie genug. Sie sind zu gierig und wissen nicht, wann sie aufhören müssen", stellte ich fest.



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13.09.2023, 20:53

Zen

Egal, wie viel wir in den Frieden investierten, es gab immer Gegenstimmen, andere unzufriedene Gruppierungen, die sich einen Dreck darum scherten und mehr, mehr, mehr wollten. Genau das, was Willow sagte. Sowas machte mich krank. Und verständnislos. Das Warum war lauter als alles andere in meinem Kopf.
Gleichzeitig empfand ich großes Mitgefühl für den Prinzen. So viel geopfert, so viel Tod, so viel Grauen in seinem jungen Leben und dabei saß er noch nicht mal auf dem Thron. Sie hatten ihm seine Eltern genommen, ihn weiterhin schikaniert und hörten nicht damit auf. Das Heute war schon zu viel gewesen.
Azuria neigte leicht den Kopf zur Seite und es schien, als hörte sie das nicht zum ersten Mal. >Thales hat Ardan und mir von dieser Gruppe erzählt. Es ist einige Jahrzehnte her und mitunter einer der Gründe, warum wir die Allianz geschlossen haben. Dieses Wissen unserer Zusammenarbeit sollte fanatische Rebellen abschrecken, sie zurück in die Schatten treiben. Aber sie ruhen nie.< Ein entnervtes Seufzen verließ ihre Lippen. >Dass ich nach Thales' Tod den Thron übernommen habe, war natürlich auch nicht erwünscht. Ich hatte bereits die ein oder andere Bekanntschaft mit ihnen, aber weit sind sie nicht gekommen. Ardan und ich haben für eine Weile dafür gesorgt, dass es ruhiger auf der Insel wird.<

Kersia

Ich konnte kaum glauben, was ich da hörte. Nicht nur die tragische Hintergrundgeschichte, sondern auch Mutters Kenntnis darüber. Wieso hatte sie mir nichts davon erzählt? Wieso erst jetzt? Ich musste das als zukünftige Königin wissen, oder nicht?
In diesem Moment sah sie zu mir und das Blau ihrer Augen wirkte unendlich tief. Ich schluckte weitere Worte, Fragen, Ausrufe hinunter und ballte die Hände zu Fäusten. Mir würde nicht gefallen, was gleich folgte.
>In der Unterwasserwelt sieht es nicht anders aus. Auch wir haben mit viel Gegenstrom zu kämpfen und da die Geschichte sich immer wiederholt, hat sich die goldene Maske rasiermesserscharfe Unterstützung geholt. Mir fehlen zwar noch handfeste Beweise, aber irgendwann kriegt man ein Gefühl für falsche, intrigante Spielchen. Manchmal spielt man sogar mit.<
>Was meinst du damit?< sprach Zen meine gedankliche Frage aus. Er klang alarmiert, so wie ich mich innerlich fühlte.
>Sie arbeiten mit dem Reich Tiburak zusammen. Dem Königreich der Haie.<
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13.09.2023, 21:11

Jahwe

Mir entwich ein schwerer Seufzer und mein Blick glitt einen Moment in die Ferne, bevor ich mich wieder im Hier zurückfand. Es überraschte mich nicht, dass sie sich mit einer andere Gruppe oder Reich verbündeten, die das gleiche Ziel hatten. Ich wusste von der konfliktreichen Politik in der Unterwasserwelt und dass sie viel rauer zuging. Besonders das Königreich der Haie hatte keinen angenehmen Ruf. Ich fuhr mit der Hand durch das Haar. Plötzlich fühlte ich mich alt und erschöpft. "Dann müssen wir uns eben auch zusammentun und diese intriganten Spiele beenden", meinte ich. Ich sah zu Prinzessin Kersia. Obwohl ich mich mental von den Stimmungen abschirmte, waren ihre Schwingungen stark wie eine riesige Welle, die sich von einem Felsen nicht aufhalten ließ. Sie war sehr frustriert.

Willow

Ich zog leicht die Augenbrauen zusammen. Es schien als würde das Problem größer werden. Zwei Königreiche wurden von etwas Dunklerem bedroht. Ich musterte Prinz Jahwe. Bemerkte das Flackern in seinem Blick. Ich trat ein Schritt nach vorne: "Er muss sich jetzt ausruhen. Das Gegengift neutralisiert nur das Gift, schenkt ihm aber keine neue Kraft. Ein solches Gespräch sollte man mit ausgeruhten Geist führen."


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13.09.2023, 21:35

Zen

Ich würde auch meine Eltern darüber in Kenntnis setzen müssen. Tante Azuria und Prinz Jahwe mussten das nicht alleine bewältigen. Das wurde nun zu einer Angelegenheit der Trimagischen Allianz. Wir konnten nicht zulassen, dass weitere Anschläge folgten, die mit dem Tod enden könnten. So wie Azuria weiterhin um die Herrschaft über die Weltmeere kämpfte, würde der rechtmäßige Erbe über die Heißen Quellen herrschen müssen. In Sicherheit und am Leben.
Plötzlich trat Willow vor und merkte an, dass Jahwe sich ausruhen musste. Ich musterte sein Gesicht und gab ihr recht. Er brauchte seine Ruhe. Wegen dem Gift und wegen der Entwicklung der Geschehnisse. Im selben Moment kam Bewegung in Kersia, die wie eine Bogensehne gespannt stillgestanden hatte und nun aus dem Raum flüchtete, als bekäme sie hier drin keine Luft mehr. Ich kannte sie gut genug, um zu erahnen, welche Gedanken ihr durch den Kopf schwirrten und dass sie dadurch zu viel auf einmal fühlte.
>Wenn Ihr nicht in der Lage seid morgen anzutreten, seid ehrlich und gebt Bescheid. Es ist ein Leichtes einen nachvollziehbaren Grund zu erfinden. In der Zwischenzeit stelle ich Euch fähiges Personal zur Seite, das Euch unbemerkt im Auge behält. Noch müssen sie nicht wissen, dass wir dieses Gespräch geführt haben.< sagte Azuria ernst und erhob sich. >Ruht Euch gut aus. Das war erst ein kleiner Vorgeschmack.<

Kersia

Der Schmuck in meinem Haar störte mich. Das Kleid war viel zu eng. Mir war warm, zu warm, ich fühlte mich wie ausgetrocknet, als wäre ich seit Tagen an Land und ohne Schluck Wasser viele Runden gerannt. Die Worte, die den Raum erfüllt hatten, würgten mich. Mir war nicht nur warm. Mir wurde auch schlecht. Dass das Reich Tiburak zu solch niederen Mitteln griff, um ihr Ziel zu erreichen, machte mich sturmflutwütend. Jahzehntelang warfen sie meiner Mutter vor, sie würde zu eng mit den Menschen zusammenarbeiten, sie zu hoch schätzen und die Völker der Meere damit schwächen. Jetzt schlossen sie sich mit dieser Gruppe maskierter Größenwahnsinniger zusammen und erfreuten sich an der Möglichkeit direkt zwei königliche Nachkommen unter die Erde zu bringen. Wie wunderbar! Hatte fast schon befürchtet, ihnen wäre zu langweilig geworden oder es mangelte ihnen an Kreativität.
Ich hörte eilige Schritte hinter mir. Geia. Sie sagte nichts, weil sie genau spürte, dass ich gerade sehr schlecht zu sprechen war. Wie wild riss ich an den vielen Nadeln, Spangen und Blüten in meinem Haar, warf sie achtlos zu Boden, legte eine verdammte Spur und erreichte endlich den Durchgang zum unterirdischen Bereich. Ich musste weg von hier. Ich musste zurück zum Meer.
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13.09.2023, 21:49

Jahwe

Plötzlich stürmte Prinzessin Kersia aus dem Raum und ich nahm an, dass sie von der goldene Maske nichts wusste. "Ich werde morgen wieder genug Energie haben, von sowas lasse ich mich nicht schnell unterkriegen. Ich bin zäh", erwiderte ich und nickte knapp, als Königin Azuria mit dem Personal erwähnte. Dann lachte ich trocken auf: "Mit ihren kleinen Vorgeschmack kenne ich mich seit der Geburt aus. Das hier war fast gar nichts." "Danke, Königin Azuria. Ruhen Sie sich auch gut aus", sagte ich schließlich: "Entschuldige die ganzen Unannehmlichkeiten."

Willow

Die Sirenentochter verließ den Raum energievoll und auch die Königin des Meeres schien sich jetzt zu verabschieden. Meine Worte wurden wahrgenommen. "Nalu? Ich möchte ins Königshaus. Liora wird sonst unruhig werden", wandte sich Prinz Jahwe an seinem Wächter. Ich öffnete einen Beutel und holte ein Samenkorn hervor. Die Magie kribbelte in meine Finger und eine Pflanzenstil mit kleinen Blätter und Beeren begann zu wachsen. Ich ging zu Prinz Jahwe: "Isst das. Alles. Dann wird es deinem Körper besser gehen."


446

13.09.2023, 22:00

Zen

Willow zauberte eine Pflanze mit Beeren herbei, die Jahwe dabei helfen würden schneller auf die Beine zu kommen. Jedes Mal aufs Neue bewunderte ich sie für ihre besondere Gabe und ich war froh, dass sie vor Ort gewesen war, um rechtzeitig zu handeln. Sie hatte alles richtig gemacht. Sie war eine gute Person.
Auch ich trat auf den Prinzen zu und legte ihm eine Hand auf die Schulter. >Was dir widerfahren ist, ist keine Unannehmlichkeit, sondern eine Straftrat. Der Thron kann ein einsamer Platz sein, aber nicht mit der Trimagischen Allianz, die dir den Rücken stärkt.< Mit diesen Worten ließ ich ihn in guter Obhut bei seinem Wächter. Er konnte darauf vertrauen, dass Azuria ihr Wort direkt umsetzte und für seinen Schutz sorgte. In diesen Dingen war sie äußerst zuverlässig.

Kersia

Vor meinem geistigen Auge sah ich wieder die Szene nach dem Duell, als es Blumen vom Himmel regnete, alle jubelten und lachten, eine gute Zeit hatten, einen Moment der Freude teilten und wie dann plötzlich die Mondelfin von der Tribüne sprang, um dem Prinzen zur Hilfe zu eilen. Ich hatte nicht einmal bemerkt, dass er vergiftet worden war. Und wäre er nicht direkt an der Tür umgekippt, hätte ich auch dann nichts bemerkt. Ich hatte ihn in jeder Prüfung wie eine Mutter ihr Kind im Blick behalten, jede seiner Bewegungen genau beobachtet, nur um dann kläglich zu scheitern. Genau dann, als es wirklich darauf ankam.
Wie sollte ich über ein ganzes Volk regieren, wenn ich es nicht einmal schaffte einen Menschen am Leben zu erhalten?
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13.09.2023, 22:13

Jahwe

"Willow, ich stehe in deiner Schuld, weil du mich gerettet hast", ich aß den Zweig und erschauderte. Es war noch bitterer als das Gegenmittel. Und die Beeren waren so sauer, dass meine Zunge sich einrollen wollte. "Wir sind Verbündete", erwiderte sie nur. Zen trat ebenfalls auf mich zu und ich spürte das leichte Gewicht seiner Hand auf meiner Schulter. Seine freundliche Aura war wie eine warme Decke. Er musste einfach ein Freund werden. "Danke", antwortete ich ihm mit einem leichtem Lächeln. Dann spürte ich tatsächlich etwas mehr Energie in den Beine. Die unbekannte Pflanze hatte mir einen Energieschub gegeben. "Nalu, lass uns aufbrechen", schwang ich mich aus dem Bett und wurde von ihm gestützt. Ich wollte einfach zu Liora. Ans Meer. In das Königshaus, das jetzt mein Zuhause war.

Willow

Ich folgte Zen und schob meine Hand in Seine. Wir würden bestimmt wieder mit dem Portal reisen. "Ich kenne den Menschenduft, der die falsche Rose berührt hat", sagte ich zu Zen: "Und die falsche Rose ist hier nicht Heimat." Nachdenklich wiegte ich mein Kopf leicht hin und her: "Ich habe die Einsamkeit in seine Augen auch gesehen. Man erkennt es, wenn man es selbst kennt. Bist du einsam, Zen?"


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13.09.2023, 22:29

Zen

Nachdenklich richtete ich den Blick auf den Weg vor uns. Es war schwer zu begreifen, wie in der heutigen Zeit noch so viel Ungerechtigkeit herrschen konnte. Warum lernten die Menschen nicht dazu? Warum musste sich die Geschichte überhaupt wiederholen? Zu welchem Zweck?
Ich spürte Willows Hand, die sich in meine schob und verdrängte diese Gedanken, denn ich wusste, dass ich niemals eine Antwort darauf bekommen würde. Es war wie mit dem Schicksal. Es passierte einfach. >Ich weiß, wie Einsamkeit sich anfühlt, aber so fühle ich mich nicht mehr.< Obwohl sie eine sehr persönliche Frage gestellt hatte, fiel es mir leicht ihr das offen zu gestehen. Außerdem hatte sie damit indirekt gestanden, dass sie ebenfalls wusste, wie es war einsam zu sein und ich musste sie nicht fragen, ob sie noch so empfand. Ich kannte die Antwort.
>Solltest du jemals über diesen Menschenduft stolpern, zögere nicht Bescheid zu geben.< fiel mir noch ein.

Kersia

Ich registrierte nicht, wie schnell ich rannte, aber als meine Füße nicht mehr auf kalten Stein klatschten, sondern im warmen Sand versanken, konnte ich mir nicht schnell genug das Kleid vom Leib reißen. Wen kümmerte schon der teure Stoff? Damit fing ich keinen Blumenregen auf. Frustriert warf ich alles zu Boden, ignorierte die verwunderten Blicke der Wächter, die im Wasser auf die Rückkehr meiner Mutter und mir gewartet hatten und rief Nakola zu mir, der sofort gespürt hatte, dass etwas nicht stimmte. Er gab tiefe, besorgte Laute von sich, spürte, wie schnell und kräftig mein Herz in der Brust schlug, als wollte es in den Krieg ziehen. Darauf würde es letztendlich hinauslaufen, oder nicht?
Gemeinsam tauchten wir ab und mir war es egal, ob ich damit irgendjemandem Mehrarbeit auflastete. Sollten sie mir folgen. Sollte es doch irgendeiner wagen mich hier und jetzt anzugreifen oder eine andere Dummheit zu begehen. In mir tobte so viel auf einmal, dass mir unwillkürlich Jahwes Worte wieder in den Sinn kamen. Ja verdammt, ich war genau wie die verschlingende Tiefsee.
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13.09.2023, 22:42

Jahwe

Endlich war ich Zuhause und meine Kopf wurde voll von Lioras besorgte Stimme. Was ist passiert? Ich habe gespürt, dass was nicht in Ordnung ist. Ich ließ es alles in Bilder in meinem Kopf erklären und ein Donnerrollen ertönte in meinem Kopf. Wäre ich da gewesen, hätten sie es nicht gewagt. Nein, ich hatte sie mir geschnappt und ihre Köpfe vom Leib gerissen. Das sanftmütige Wesen, dass sich in einem gefährliches Raubtier verwandeln konnte, wenn es etwas Geliebtes beschützen wollte. "Es geht mir wieder gut. Macht dir keine Sorgen. Ich bin froh, dass du hier warst." Nalu brachte mich in mein Zimmer: "Ruhe dich aus, Jahwe. Es war dein Tag gewesen und ich bin stolz auf dich, wie du die Aufgaben gemeistert hast. Sie werden nicht ungeschoren davonkommen dir diesen Tag ruiniert zu haben. Vor allem dir geschadet zu haben." Ich legte eine Hand auf seinem Arm: "Es ist nicht deine Schuld. Wir kannten das Risiko." Er presste seine Lippen aufeinander und nickte knapp: "Wenn du was brauchst, rufe mich. Ich werde einen Eintopf kochen, dass wird dir guttun."

Willow

"In Ordnung", antwortete ich ihm und dachte noch über seine Antwort nach, als ich nach seiner Einsamkeit gefragt hatte. Etwas was wir geneinsam teilten, denn ich wusste auch, wie es sich angefühlt hatte. Aber jetzt hatte ich Zen und Hoku. Einen Stamm und ein Zuhause. Trotzdem wurde dieser Art von Schmerz nicht schnell vergessen. "Wenn du mal eine Umarmung brauchst, bin ich da", sagte ich daher. Wir erreichten unser Portal und kehrten nach Ingluae zurück. Mein neuer Heimatort.


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13.09.2023, 22:54

Zen

Ihr Angebot wärmte mir das Herz und ich drückte sanft ihre Hand, die ich immer noch hielt. Es war beinahe schon zur Gewohnheit geworden. Nicht einmal mit den Kindern hielt ich so viel Händchen wie mit Willow. Und es fühlte sich kein bisschen gezwungen an. Nur natürlich. Erdend.
>Ich mag Umarmungen. Vor allem, wenn sie von Herzen kommen.< meinte ich mit einem kleinen Lächeln, als sich am Ende unseres Pfades die ersten Konturen des Hauses abzeichneten. Eigentlich hatte ich vorgehabt mit ihr die Insel der Heißen Quellen zu erkunden, aber nach dem Vorfall in der Arena war die Lust darauf sehr schnell vergangen. Zuhause fühlte sich einladender an. Sicherer. >Als ich gesehen habe, wie du die vergiftete Blume berührt hast, dachte ich, dass es dich auch trifft. Aber das hat es nicht. Bist du gegen Gifte immun?<

Kersia

Je schneller wir durch das Wasser schwammen, desto eher hatte ich das Gefühl, als könnte ich damit vor mir selbst fliehen. Vor diesem tiefen Abgrund. Vor den vielen, wirren Gedanken und der höhnischen Stimme. Ich ließ das alles hinter mir. Nakola riss mich mit sich und brachte mich an einen Ort, den ich eigentlich aufgegeben hatte. Trotzdem verfehlten die Wisteria-Fälle ihre Wirkung auf mich nicht. All die Blüten, das rauschende Krachen von Wassermassen, die Gischt und der unberührte Friede, der hier herrschte. All das erinnerte mich daran, warum ich mich in diesen Ort verliebt hatte.
Seufzend blieb ich auf Nakolas Rücken liegen und ließ meine Finger über die Wasseroberfläche tanzen. >Du weißt, dass das nicht mehr unser Platz ist.< murmelte ich und bekam ein wissendes Gluckern als Antwort. >Nur kurz, dann verschwinden wir wieder von hier.< fügte ich leise hinzu, während ich den Wasserfällen lauschte, die meine Gedanken übertönten und den wilden Strudel aus Gefühlen mit sich nahmen. Erleichtert schloss ich die Augen.
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13.09.2023, 23:11

Jahwe

Ich zog die Decke über meinem Kopf, obwohl ich noch in meine verschwitzten Kleidung lag. Meine Augen schlossen sich und das ganze Hochgefühl war verschwunden. Die goldene Maske wurde zu einer größere Sache, als ich es vermutet hatte. Jetzt wurde auch das Königreich der Unterwasserwelt mit hineingezogen, weil sich das Königreich der Haie und die goldene Maske für ihre Zwecke verbündet haben. Ich hätte mehr handeln müssen. Du bist nicht Schuld an der Situation. "Ach nein? Wegen mir musste meine Mutter sterben." Das stimmt nicht. Deine Mutter ist gestorben, weil sie sich opfern wollte, um dich zu beschützen. Jede Mutter, das ihr Kind liebt, würde das tun. "Es tut so weh sie immer noch zu vermissen ohne sich dabei an ihr Gesicht erinnern zu können, während sie da draußen weiter existieren und es als Triumph sehen sie getötet zu haben." Ich weiß.

Willow

Auch ich mochte Umarmungen, seit Zen mich zum ersten Mal umarmt hatte. Ob er auch diese Wärme in dem Bauch spürte? Aber danach zu fragen, kam mir plötzlich sehr intim vor. "Ich bin unempfindlicher, mein Gift ist stärker. Und ich kann das Gift in den anderen Pflanzen mit meiner Gabe schwächen, ich habe ihre Kraft genommen", antwortete ich ihm und fügte noch hinzu: "Aber ich kann kein Gift in den Körper von Anderen schwächen, deswegen das Gegenmittel für Prinz Jahwe. Ich bin keine Heilmagiern. Ich habe nur gelernt, wie man überlebt."


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13.09.2023, 23:25

Zen

Bei ihr ging es immer ums Überleben. Sie hatte all die Dinge gelernt, um über die Runden zu kommen und unerbittlich weiterzumachen. >Deine Stärke ist bewundernswert, Willow.< sagte ich und sah sie von der Seite an. Ihre Stärke war auch schön. Ich ließ ihre Hand los, als wir die wenigen Stufen zur Haustür hinaufstiegen und ich die Tür öffnete, um ihr den Vortritt zu lassen. Dabei kam mir ein Gedanke, den ich mit ihr teilen wollte, weil sie viel über sich selbst erzählt und ich vergleichsweise wenig preisgegeben hatte. Es bestand kein Zweifel, dass sie eine vertrauensvolle Person war, die sich zusätzlich selbst beschützen konnte.
Deshalb offenbarte ich ihr eines meiner Geheimnisse: >Ich kann sehen und spüren, wenn Leute lügen.<

Kersia

Nach dem Sturm folgte bekanntlich die Ruhe und in dieser Ruhe fand ich wieder den roten Faden in meinem Kopf. Diesmal konnte ich mir die Geschehnisse mit etwas emotionalem Abstand ins Gedächtnis rufen und penibel genau nach Details suchen, die mir entgangen sein könnten. Einfach alles ging ich durch. Von Anfang an bis zum bitteren Ende. Aber ich fand nichts. Nicht einmal einen winzig kleinen Hinweis. Stattdessen fand ich meinen abgrundtiefen Hass für das Reich Tiburak, als mir bewusst wurde, dass ich sehr wahrscheinlich beide Söhne morgen wiedersehen würde. Einer schlimmer als der andere. Abschaum. Hässlich. Und nun, wo ich wusste, welche Spielchen sie im Hintergrund spielten, wollte ich sie bluten sehen. Nachdem sie elendig gelitten hatten. Wenn sie glaubten, sie könnten mir meine Zukunft als Herrscherin über die Meere rauben und dabei ein unschuldiges Königreich mit ins Verderben reißen, dann hatten sie sich die falsche Prinzessin ausgesucht.
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13.09.2023, 23:37

Jahwe

Ich schlief mit den Tränen in den Augen ein und mit den Schmerz im Herzen, der niemals ganz vergehen würde. Ich würde immer meine Familie vermissen, die ich niemals haben konnte, weil sie viel zu früh gegangen waren. Und das war auch der wahre Grund warum ich mich niemals an einer Person binden wollte. Weil ich den Verlust nicht ertragen könnte wieder eine Familie zu verlieren. Ich selbst war damals ganz knapp dem Tod entronnen. Und da waren noch meine Anfälle. Diese Schwäche, die mich in den Moment am Verwundbarsten machten. Und die dunklen Stimmen in meinem Kopf, wenn alle Fröhlichkeit und Energie von mir wich. Die andere Seite von mir.

Willow

Ich hatte es nie als Stärke gesehen, ich hatte einfach nur überlebt, weil ich trotz alldem nicht sterben wollte. Nur in dieser eine Nacht, doch da hat Hoku mich gerettet bevor der tiefe Schmerz mich in seine Dunkelheit gezogen hat. Als wir das Haus beraten, entspannte ich mich. Hier fühlte ich mich bisher am Wohlsten. Ich drehte mich zu Zen um und spürte, dass er ein Geheimnis von sich offenbart hatte. "Gut, dass ich nicht lüge. Es ist bestimmt nicht einfach, zu spüren und zu sehen wie oft die Lügen in der Luft schweben. Sei es nur eine kleine Lüge, die harmlos erscheint", meinte ich und trat Zen näher: "Belastet es dich manchmal sehr?"


454

13.09.2023, 23:52

Zen

Ich schenkte mir Sommersaft ein, als wir in die Küche gingen und nahm ein paar Schlucke. Die süße Erfrischung tat gut. Ich hielt das Glas mit beiden Händen umklammert und dachte über ihre Frage nach. Belastete es mich? Oder störte es mich einfach nur? Manchmal war mir der Unterschied selbst nicht klar. >Früher hat es mich belastet, weil ich nicht verstand, warum so viel gelogen wird. Irgendwann habe ich mich daran gewöhnt und die Hintergründe von Lügen schneller erkannt. Aber...< Ich senkte den Blick und starrte in das sonnenfarbige Gemisch. >... wenn es mich persönlich betrifft, dann ja, dann belastet es mich. Das ist mitunter ein Grund, warum ich Palastgerede nicht ausstehen kann. Fast immer ist es Gift aus Lügen.<

Kersia

Mir ging es inzwischen besser und ich war Nakola dankbar, dass er mich hergebracht hatte. Er wusste am besten, was ich brauchte, wenn mir alles zu viel wurde, deshalb konnte ich mit klarem Kopf zurück nach Hause kehren. Auf dem Weg war mir natürlich aufgefallen, dass Lynthes Wachen mir gefolgt waren, jedoch ihre Distanz gewahrt hatten, um mir meinen Raum zu lassen. Sie wussten, wie ungern ich eingeengt wurde und was das für Konsequenzen hatte.
Geia fing mich vor meinem Zimmer ab und in ihrem besorgten Gesicht sah ich, dass sie mit mir reden wollte. >Ist Mutter auch schon zurückgekehrt?< fragte ich sie so neutral wie möglich. Mir die ganze Sache mit der Maske und dem Hai-Abschaum vorzuenthalten, schmeckte bitter.
>Ja, sie ist gerade im Thronsaal. Willst du zu ihr oder erst reden?<
Ich dachte kurz nach und schüttelte den Kopf. >Nichts von beidem. Ich hab Hunger.< All die Wut und die Frustration hatten mich hungrig gemacht.
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14.09.2023, 00:05

Gehe offline, gute Nacht:)

Jahwe

Unruhig schlief ich ein und versuchte von dem berauschende Schwertkampf zu träumen. Doch immer wieder zwängte sich die giftige Rose dazwischen und erinnerte mich an dem bitteren Abschluss des Tages. Liora begann leise in meinem Kopf zu singen, was mich ruhiger werden ließ. Meine Muskeln entspannten sich und die giftige Rose verschwand aus meinem Traum.

Willow

"Worte können Waffen sein", stimmte ich ihm zu: "Manchmal kann man sie mit einem Schild abwehren. Manchmal nicht." Ich nahm mir ebenfalls ein Glas und goss mir den fruchtig-süßen Sommersaft ein. Nach ein paar Schlücke sprach ich weiter: "Es hat viele Jahren gedauert bis mir die Worte von Anderen gleichgültig geworden sind. Du hast deine Wahrheiten, Zen und Niemand kann sie verändern."


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14.09.2023, 00:20

Gute Nacht :)

Zen

Meine Wahrheiten, ja... Ich schwieg einen Moment, nippte am Getränk und stellte das Glas auf dem Tresen ab. Draußen wurde es langsam dunkel, irgendwie war der Tag doch noch schnell vergangen. Die letzte Stunde sowieso. Hoffentlich ging es Jahwe inzwischen besser. Wenn er wirklich vorhatte morgen weiterzumachen, als wäre nichts gewesen, musste er bei Kräften sein und sich den letzten Prüfungen stellen. Dann wanderten meine Gedanken weiter zu Azuria und Kersia. Letztere hatte sehr aufgefühlt auf mich gewirkt. So wie ich sie kannte, würde sie der Vorfall eine sehr lange Zeit nicht loslassen. Mit ihr sollte ich auch noch reden, wenn ich das nächste Mal die Gelegenheit dazu bekam.
>Wenn du willst, kann ich dir jetzt das Haus zeigen.< bot ich Willow an.

Kersia

Ich aß alles, was mir Geia brachte und fühlte mich deutlich besser. Als ich mir das letzte Algenbällchen in den Mund schob, lächelte sie schief und räumte alles von meinem Bett weg. Völlig ermattet vom vielen Essen streckte ich mich aus und schaute zur Decke. >Hast du von alldem gewusst? Von der Maske und was die Tiburaker planen?< fragte ich meine beste Freundin direkt. Dass mich meine Mutter nicht eingeweiht hatte, konnte ich leider nachvollziehen, aber Geia? Das würde mich treffen und sie wusste das.
Deshalb war ich erleichtert, als sie verneinte und sich dabei neben mich legte. Unsere Schultern berührten sich, sie griff nach meiner Hand. >Ich kann mir gut vorstellen, dass Lynthe davon wusste. Er reicht. Ob dir Gefahr von Haien oder von Menschen droht, macht für mich keinen Unterschied. Sie sind mein Feind, sobald sie angreifen.<
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457

14.09.2023, 12:23

Jahwe

Schlafbenommen öffnete ich die Augen, als Jemand mich rüttelte und der Duft von Essen stieg in meine Nase, woraufhin mein Magen laut knurrte. "Du muss was essen, Junge", meinte Nalu, während ich mich laut gähnend aufrichtete. Dann wurde mir die Schale mit dem Eintopf in die Händen gedrückt. Obwohl es noch heiß war, stürzte ich mich über ihn wie ein verhungertes Tier her und kassierte mir eine verbrannte Zunge ein. "Langsam", Nalu schmunzelte und rümpfte leicht mit der Nase: "Ich würde dir empfehlen dich waschen zu gehen. Du stinkst nach Schweiß." "Danke, das ist total aufmunternd", erwiderte ich trocken und verdrehte leicht die Augen. Jetzt nahm ich auch den Gestank wahr und verzog die Miene: "Ich muss definitiv mir ein Bad nehmen." Ich gähnte erneuert.

Willow

Meine Ohren zuckten und ich nickte: "Ja, bitte." Zens Haus interessierte mich, normalerweise hielt ich mich möglichst von Gebäuden fern. Mir behagten eingeschlossene Räume nicht und meistens war ich auch nie willkommen gewesen. Ich war die Unerwünschte gewesen. Aber hier war es anders. Das Haus war offen und freundlich, überall war Licht. Und Zen hieß mich immer willkommen, wenn ich in die Küche kam. Hier war ich nicht unerwünscht oder ein Eindringling. Und das Haus gehörte zu Zens Leben. Da wir ein Stamm waren, war es ein natürlicher Wunsch ein Teil seines Lebens zu werden.


458

14.09.2023, 13:08

Zen

Die Küche kannte sie inzwischen gut genug, da musste ich ihr nichts Neues erzählen, darum begann ich die Führung im Hauptflur und zeigte ihr zunächst das Empfangszimmer, das gleichzeitig auch als kleine Privatbibliothek fungierte. Leider verbrachte ich hier viel zu wenig Zeit, aber ich hielt es sauber und ordentlich. Der Mittelpunkt des Raums war selbstverständlich der Baum, der mit dem Haus verwachsen war. Ich konnte mir gut vorstellen, dass Willow das gefiel. >Du kannst den Raum jederzeit nutzen, genau wie die Küche. Grundsätzlich steht dir alles zur Verfügung - bis auf mein Schlafzimmer.< erzählte ich ihr lächelnd und führte sie weiter zum kleinen Gästebad und der Abstellkammer unter der Treppe, in der sie alles Mögliche fand. Hier hatte ich auch den Bohrer verwahrt.



Kersia

Geia versuchte mich von allem abzulenken, wofür ich ihr dankbar war, aber letzten Endes kehrten meine Gedanken immer wieder zum heutigen Vorfall zurück. Ich würde mir morgen mehr Mühe geben müssen. Wachsamer sein. Vorsichtiger. Schneller reagieren. So etwas durfte sich nicht wiederholen, das verstieß gegen meine eigenen Prinzipien. Gleichzeitig würde ich die Ahnungslose mimen müssen, wenn der Hai-Abschaum eintraf, denn sie durften von der künftigen Zusammenarbeit mit Prinz Jahwe nicht erfahren. Nicht, wenn sie selbst mit der goldenen Maske involviert waren. Dieses Spielchen konnten wir auch spielen und ich würde dafür sorgen, dass wir gewannen.
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14.09.2023, 15:02

Jahwe

Der Eintopf hatte gut getan und jetzt lag in dem Becken, während der liebliche Duft meine Nase verwöhnte. Leise knisterte der Badeschaum, während das warme Wasser mich wie eine Mutter umarmte. Meine verspannte Muskeln lockerten sich und als ich einmal abtauchte, fühlte ich mich auch innerlich gereinigter. Ich fand meine Mitte zurück und die Entschlossenheit trat in meinem Blick. Ich würde mich nicht klein geben. Niemals. Egal wie oft ich in die dunkle Stimmung schilderte, ich fand den Weg dort wieder heraus und machte weiter. Denn mein Herz brannte für diese Insel. Die Insel war mein Treibstoff und das würde mir die goldene Maske nicht nehmen. Ich stieg aus dem Wasser und trat ans das Panoramafenster. Das Meer lag ruhig vor mir, eingetaucht in die flammende Farben der Sonne. Bei dem Anblick kehrte meine Energie endgültig zurück.

Willow

Als wir durch den Hauptflur gingen, wusste ich noch nicht was mich erwartete. Jedenfalls nicht einen solchen Anblick, die das Empfangszimmer mit den vielen Bücher anbot. Ich starrte auf dem Baum, er war mit dem Haus zu einer Einheit geworden und schien der Hüter des Wissens zu sein. Er pulsierte kräftig, die Wurzeln tief in dem Boden vergraben und die Äste stark. Ein Baum, der vor Leben strotzte. Dann glitt meine Augen über die etliche Bücher. Und Zen erlaubte mir diesen Raum nutzen zu dürfen. Auch die Bücher. Ehrfürchtig sah ich Zen an: "Danke." Das Schlafzimmer hingegen war wohl sein persönliches Reich, wie das Herz im Körper und somit auch ein Ort, wo er vermutlich am Verwundbarsten war. Diese Grenze respektierte ich, ich würde diesen Raum niemals ohne sein Erlaubnis betreten. Das Gästebad weckte kein großes Interesse und die Abstellkammer bewahrte Dinge auf, die ich vielleicht untersuchen wollte.


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14.09.2023, 15:55

Zen

Da ich über keinen Keller verfügte, setzte ich die Führung auf der nächsten Ebene fort. Ich zeigte ihr zuerst mein geräumiges Arbeitszimmer, wo ich an manchen Tagen sehr viel Zeit verbrachte und dann das gemütliche Gästezimmer. Meistens waren es meine Geschwister, die über Nacht blieben. Die Sofas konnte man mit einem einfachen Mechanismus vergrößern, sodass auch mehr Leute darauf Platz fanden. Der Kamin kam zwar selten zum Einsatz, aber wenn es mal in den Wintermonaten bei Nacht kühler wurde, konnte man sich warmhalten.
Danach folgte ein Erker mit einer einladenden Sitzmöglichkeit zum Lesen oder um aus dem Fenster in den Garten zu blicken. Ein paar Stufen weiter war mein Schlafzimmer, das ich ihr ebenfalls zeigte. Es war der zweitgrößte Raum in diesem Haus und durch die verglaste, dreieckförmige Wand hatte man einen wundervollen Ausblick auf dicht bewachsenes Grünland, das ein Stück weit hinauf zum Vulkan reichte. Besonders schön war es, wenn die Sterne mir Licht spendeten. Bald würde es dunkel genug dafür sein. >So, damit wäre die Führung auch schon vorbei. Gefällt es dir?< fragte ich sie neugierig.



Schlafzimmer



Kersia

In mir rauschte noch zu viel Energie, als dass ich mich schlafen legen könnte, deshalb schlug ich einen Ortswechsel vor. Ihre Insel mit dem leuchtenden Wasser erschien mir die beste Wahl zu sein. Sie war selbst vor ein paar Nächten dort gewesen, aber ein gemeinsamer Ausflug lag weiter zurück. Diese Zeit mussten wir dringend nachholen.
Selbstverständlich begleitete uns Nakola zu der einsamen Insel und ich entdeckte die ersten strahlend blauen Flecken in den Wellen. Die Sonne verabschiedete sich allmählich in die Nachtruhe, also erwischten wir den perfekten Zeitpunkt für ein farbliches Spektakel. Verträumt seufzte ich. Orte wie diese waren ausgesprochen heilsam.
Zeitmenschdoku: https://www.youtube.com/@zeitmenschdoku2678
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